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| Demenz auch
Angehörige müssen auf sich achten. und rechtzeitig Hilfe auch für sich in
Anspruch nehmen |
|
Pflegetagebuch
als Exceltabelle zur Vorbereitung des Besuches des MDK
Studien zeigen, dass betreuende Angehörige von Alzheimerpatienten
-
ihre eigene Gesundheit als schlecht bewerten
-
Mehr körperliche Krankheiten und Symptome haben
-
Häufiger unter Depression und Angst leiden
-
Häufiger das Gesundheitssystem in Anspruch nehmen
-
Weniger allgemeine eigene Gesundheitsvorsorge betreiben
-
Selbsthilfegruppen können entlasten
Alzheimerkranke können im frühen bis
mittleren Stadium ihre Lebensqualität durchaus einschätzen.
Alzheimerkranke schätzen nach einer Studie ihre Lebensqualität höher ein,
als ihre betreuenden Angehörigen. Patienten wie Angehörige wurden gefragt,
wie oft sie sich als glücklich, hoffnungsvoll,
nützlich, fühlten, wie oft sie sich einsam, depressiv, nervös,
ängstlich, frustriert, oder in einer peinlichen Situation fühlten, wie oft
sie etwas zum Lachen mit anderen oder alleine hatten, wie oft sie sich an
der Beobachtung von Tieren erfreuten, Freude beim Musikhören...
Angehörigen und Patienten wurden die selben Fragen gefragt. Der Unterschied zwischen beiden
Einschätzungen resultiert nach der Einschätzung der Forscher, die diese
Studie an 91 Patienten durchgeführt haben aus der Überforderung der
Angehörigen mit der Betreuung. Je überforderter die Angehörigen sind, umso
schlechter schätzen sie auch die Lebensqualität der betreuten Patienten
ein. Hier kann sich leicht ein Teufelskreis herausbilden, der das Burnout
und die Schuldgefühle immer weiter verstärkt..
Laura P. Sands et al., What Explains Differences Between Dementia Patients'
and Their Caregivers' Ratings of Patients' Quality of Life?
Am J Geriatr Psychiatry 12:272-280, June 2004
Empfehlungen für den verständnisvollen Umgang mit
Alzheimer-Patienten
--Die
Hauptlast
der
Betreuung
der
Demenzkranken
liegt
in
der
Familie,
ein
enormer
Arbeitsaufwand
und
hohe
Kosten
für
die
Familie
sind
die
Regel.
--Wenn
die
Diagnose
neu
gestellt
wurde,
ist
es
meistens
sinnvoll,
dass
die
ganze
Familie
zusammen
kommt
und
mit
dem
Kranken
über
die
neue
Situation
spricht.
Jetzt
ist
der
späteste
Zeitpunkt,
sich
über
die
zukünftige
Regelung
aller
wichtigen
Angelegenheiten
zu
unterhalten.
Das
Thema
der
Vorsorgevollmacht,
Betreuungsvollmacht,
Patientenverfügung,
Bankvollmachten
etc.
sollte
jetzt
nochmals
besprochen
werden.
Das
Gespräch
sollte
in
seinen
wichtigen
Teilen
schriftlich
festgehalten
werden.
--Sprechen
Sie
jetzt
auch
darüber,
wie
Sie
die
Lasten
in
der
Familie
gerecht
verteilen.
Die
primäre
Betreuungsperson
sollte
von
den
anderen
Angehörigen
Entlastungsmöglichkeiten
angeboten
bekommen.
Auch
eine
finanzielle
Unterstützung
der
primären
Betreuungsperson
in
der
Familie
sollte
von
Anfang
an
mit
allen
offen
besprochen
werden.
--Die
neue
Situation
kann
die
Familie
fester
zusammenschweißen
oder
auch
zum
Streit
oder
gar
zum
Abbruch
des
Kontaktes
führen.
Nutzen
Sie
also
möglichst
frühzeitig
die
Möglichkeiten
des
offenen
Sprechens
und
Verhandelns
in
der
Familie.
--Wenn
Sie
Demenzkranke
oder
betreuende
Angehörige
als
Freunde
haben,
besuchen
sie
diese.
Oft
haben
auch
die
betreuenden
Angehörigen
nur
noch
wenig
Zeit
aus
dem
Haus
zu
gehen.
Gebäck
oder
einen
Salat
zum
gemeinsamen
Essen
mitzubringen
ist
meist
eine
gute
Idee.
Bieten
Sie
an,
dass
sie
eine
Zeitlang
beim
Kranken
bleiben,
solange
die
betreuende
Angehörige
Besorgungen
machen
muss.
-- Demenzkranke sind ehrlich, weil sie nicht
mehr lügen können, sie können auch keine Intrigen mehr spinnen, sind auch
in ihren emotionalen Reaktionen ehrlich (wenn auch nicht immer
situationsadäquat, da sie die Situation oft nicht mehr verstehen). Hören
Sie, wenn möglich, zu und geben Sie ihm das Gefühl ihn ernst zu nehmen.
-vorhandenen Fähigkeiten des Demenzpatienten müssen gefördert werden,
individuelle Interessen fördern und die Aufrechterhaltung des normalen
Alltags ist wichtiger als "künstliche" therapeutische Maßnahmen.
- Auch Demenzkranke brauchen das Gefühl gebraucht zu werden. Dort wo sie
noch nützliche kleine Arbeiten verrichten können helfen Sie nicht nur
Ihnen die Arbeit zu erleichtern, sie bekommen auch das Gefühl gebraucht zu
werden. Das stärkt das Selbstwertgefühl und sorgt für gute Stimmung.
–Versuchen Sie die Schwierigkeiten des
Kranken zu verstehen. Ganz im Vordergrund stehen Defizite im Bereich des
Kurzzeitgedächtnisses und der Orientierung.
-Unsere Gedächtnisinhalte werden wie Stapel
von Blättern auf einander abgelegt. Gesunde haben Zugriff auf alle
Blätter. Bei einer Demenz verschwinden die oberen Blätter zuerst. Das
weiter zurückliegende bleibt für einen Zugriff bereit. Da immer mehr
Blätter verschwinden, gehen die Erinnerungen für immer mehr aktuelle
Jahrzehnte verloren, der Patient lebt in seiner Vergangenheit. Er weiß
manchmal nichts mehr vom Ableben seiner Eltern oder sucht den vor Jahren
verstorbenen Ehegatten. Wenn es bereits soweit ist, sollten sie ihn
nicht mit seinen diesbezüglichen Defiziten konfrontieren,
er wird sich Ihre Erklärung meistens nicht merken können und sich nur
gedemütigt fühlen. Lenken Sie ihn lieber ab, - z.B.: wir trinken einen Tee
solange wir auf Mutter warten-.
-Das eigentliche Gefühlsleben bleibt
wesentlich länger intakt. Beispiel: der Patient hat den Schlüssel verlegt.
Dies kennen wir von uns selbst wenn wir im Stress sind. Im Gegensatz zu
uns Gesunden erinnert er sich beim Wiederauffinden nicht daran,
dass er ihn
selbst dort hingelegt hat. Dieses fehlende Wiedererinnern (bzw.
Wiedererkennen des Handlungsablaufs) kann
Anlass für Aggression sein:
"jemand anderes
muss ihn dahin gelegt haben".
- Vermeiden Sie Konfrontationen. Demenzkranke
sind nicht nachtragend, auch ein Streit ist meist nach 2 Minuten
vergessen. Wenn sie an einer
Meinungsverschiedenheit nach 10 Minuten
wieder weitermachen wollen, weiß der Demenzkranke meist nicht mehr um was
es ging. Nachträgliche Diskussionen überfordern und zerstören die
Atmosphäre.
– Bleiben Sie ruhig und gelassen und
unterstützen Sie Ihren Pflegling weiter, auch wenn dieser aggressiv wird.
Seien Sie nicht persönlich beleidigt. Halten Sie ihn nicht gewaltsam fest.
Lenken Sie ab. Meist ist die Aggression nicht zielgerichtet.
--Aggressionen entstehen durch Überforderung,
Verletzung der Intimsphäre, sich eingesperrt fühlen, Reaktion auf die
Ungeduld und Gereiztheit der Umgebung.
--Achten Sie darauf,
dass der Patient den
Pfleger der ihn wäscht auch akzeptieren kann, oft geht dies im
Intimbereich besser mit Fremden, muss es bei der schamhaften alten Dame
ein junger
Zivi sein....Das
Duschen
und
Baden
ist
ein
häufiger
Anlass
für
aggressive
Auseinandersetzungen.
Versetzen
sie
sich
in
die
Lage
des
Betroffenen:
Sich
vor
seinen
Kindern
oder
Fremden
ausziehen
zu
müssen
ist
demütigend.
Oft
ist
die
Frustration
über
die
misslungene
Mitteilung
eigener
Bedürfnisse
und
die
fehlende
Selbstständigkeit
der
Auslöser.
Bereiten
sie
das
Baden
oder
Duschen
gut
vor,
sorgen
Sie
dafür,
dass
vor
sie
das
Badezimmer
aufsuchen
alle
Utensilien
bereit
liegen,
die
Sie
benötigen
werden-
bevor
der
Kranke
ausgezogen
wird.
Lassen
Sie
den
Kranken
möglichst
viel
selbst
machen.
Bleiben
sie
bei
aggressiven
Ausbrüchen
des
Kranken
ruhig,
sprechen
Sie
weiter
langsam
ruhig
mit
normaler
Lautstärke.
--Fernsehen kann überfordern, wenn Realität
und Film nicht mehr unterschieden werden kann. Ein alter schwarz-weiß-
Fernseher kann hier eventuell helfen.
Demenzkranke
sind
auch
allgemein
schneller
durch
eine
laute
Umgebung
überfordert,
zu
viele
Gäste
auf
einmal
können
überfordern.
– Vermeiden Sie überfordernde Aufgaben und
halten Sie Ihre Aufforderungen
bewusst einfach. Achten Sie dabei nicht nur
auf kurze Sätze sondern vor allem auf eine freundliche und angemessenen
Stimme. Achten Sie auch auf eine respektvoll zugewandte Körperhaltung.
--Sprechen Sie langsam
in
kurzen
Sätzen und mit Pausen.
Sprechen
Sie
nicht
zu
laut,
insbesondere
schreien
Sie
nicht,
möglicherweise
hört
sie
der
Betroffene
gut,
kann
aber
wegen
der
Demenz
das
Gesagte
nicht
schnell
oder
gar
nicht
verstehen.
--Seien Sie in Ihren kurzen Sätzen immer
konkret und ohne Mehrdeutigkeit. Bespiele: Wenn Sie darüber gesprochen
haben,
dass der Sohn am Abend zu Besuch kommt, sagen sie nicht "er wird
heute abend kommen- sondern Hans wird heute abend kommen.
-Versuchen
Sie
alle
Sinnesmodalitäten
anzusprechen,
im
späteren
Demenzstadien
ist
es
beispielsweise
sinnvoll
bei
der
Frage
ob
der
Kranke
Hunger
hat,
ihm
das
Essen
konkret
zu
zeigen,
so
dass
er
es
auch
sehen
und
riechen
kann.
-
Achten
Sie
im
Gespräch
auch
auf
die
Körpersprache
des
Betroffenen,
oft
können
sich
die
Kranken
verbal
nicht
mehr
gut
ausdrücken,
zeigen
aber
in
Mimik
und
Gestik
ihre
Gefühlslage
oder
was
sie
wollen.
– Weisen Sie den Kranken nicht auf seine
Fehler und Defizite hin.
--Wenn
die
Kranke
über
verstorbene
Angehörige
sprechen,
als
ob
diese
noch
leben
oder
gerade
zu
Besuch
da
waren,
korrigieren
Sie
den
Kranken
nicht.
--
Wenn
der
Kranke
darüber
spricht,
dass
er
nach
hause
gehen
will,
obwohl
er
zu
hause
ist,
korrigieren
Sie
den
Kranken
nicht,
bleiben
Sie
mit
ihm
im
Gespräch.
--
Sprechen
Sie
in
Gegenwart
des
Kranken
nicht
über
den
Kranken
als
ob
er
nicht
da
wäre.
Wenn
Sie
mit
anderen
über
den
Kranken
sprechen,
beziehen
Sie
ihn
in
das
Gespräch
mit
ein.
--Besonders
in
den
späteren
Stadien
der
Erkrankung
sollte
der
Kranke
möglichst
oft
mit
seinem
Namen
angesprochen
werden
um
ihm
ein
Gefühl
der
Identität
möglichst
lange
zu
erhalten.
--Der Respekt vor dem alten Menschen sollte
uns gebieten sie nicht wie Kinder anzusprechen.
– Vermeiden Sie unnötigen Umgebungswechsel
(dazu kann schon eine Renovierung der Wohnung gehören).
Stellen
Sie
nach
Möglichkeit
die
Möbel
nicht
um.
--Versuchen
Sie
einen
festen
Tagesablauf
einzuhalten,
nach
Möglichkeit
Aufstehen,
Mahlzeiten..täglich
um
die
selbe
Zeit.
– Verwenden Sie immer wiederkehrende
Erinnerungsstützen, einfache Erklärungen und Orientierungshilfen.
– Halten Sie sich an eine möglichst
regelmäßige Tagesstruktur.
--Halten Sie die Zahl der unterschiedlichen
Betreuer überschaubar.
– Mit Fortschreiten der Erkrankung sollten
Sie Ihre Erwartungen zurückschrauben.
– Suchen Sie zur Frühdiagnose und optimalen
medikamentösen Einstellung möglichst frühzeitig einen Facharzt auf.
--Unruhe entsteht manchmal durch mangelnde
Bewegung und Beschäftigung. Manchmal ist sie ein Versuch eine frühere
Beschäftigung wieder aufzunehmen, manchmal wird verloren geglaubtes
gesucht. Wie uns manchmal ein Spaziergang oder Joggen hilft unsere
Gedanken zu ordnen und über eine Hirnstammaktivierung unser Gedächtnis
bessert, versucht dies oft auch
unbewusst der Kranke.
- Unter eher günstigen
Betreuungsbedingungen für die Betroffenen (z.B. täglicher Spaziergang)
scheint es auch bei beeinträchtigter kognitiver Funktion zu gelingen, der
körperlichen Gebrechlichkeit vorzubeugen. Der Alzheimer-Patient, der sich
mehr bewegt, hat einen besseren Appetit und erhält seine funktionelle
Muskelmasse besser. Dadurch kann er Stürze, Bettlägerigkeit, stärkere
Behinderung und stärkere Pflegeabhängigkeit eher vermeiden. Die
körperliche Aktivierung und Motivation zur angemessenen Ernährung sind
vermutlich wirksame und kostengünstige Therapieansätze bei Morbus
Alzheimer.
-- lassen Sie wann immer möglich den Kranken in überschaubarer Umgebung
laufen, Fixierung (Festbinden) fördert den geistigen Abbau
--Auch körperliche Schmerzen die nicht mehr geäußert werden können sind
manchmal eine Ursache der Unruhe.
--Hirnleistungstraining sollte so gestaltet sein,
dass der Kranke Erfolge
dabei hat. Trainiert sollte möglichst das werden, was auch im Alltag
relevant ist. Erfolgserlebnisse beruhigen,
Misserfolg macht
gereizt oder aggressiv. In späteren Stadien sollte eine Aktivierung
Vorrang vor einem Hirnleistungstraining haben. Um bei eigentlichem
Hirnleistungstraining Erfolge zu sehen sollte im MMST noch ein Punktwert
von mehr als 18 Punkten erzielt werden. Eine von Angehörigen zu
Hause vorgenommene Übungstherapie kann beim Patienten sehr schnell zu
Ungeduld und Überforderung führen, was dann einen vermehrten Rückzug
auslösen oder zu Katastrophenreaktionen der Erkrankten führen kann.
- Besonders wichtig ist die gezielte Förderung der zeitlichen, örtlichen
und personellen Orientierung im aktuellen Umfeld. Auch hier keine
Überforderung.
--Mülleimer und Wäschekörbe auf Wertsachen überprüfen.
- Reminiszenz-Therapie. Dabei geht es hauptsächlich um die Erhaltung
des eigenen Selbst, wobei die fortwährende Vergegenwärtigung wichtiger
Ereignisse der persönlichen Lebensgeschichte und die Stabilisierung der
hier verwurzelten historischen - und damit auch sozialen - Identität eine
zentrale Stellung einnehmen. Die wiederholte Durchsicht alter Fotoalben
hilft, besonders wenn sie mit viel Geduld erfolgt. Oft können Kinder dabei
auch sonst endgültig verlorenen Daten die für sie selbst wichtig sind noch
von den Kranken erzählt bekommen. Ein Nutzen der Reminiszenz-Therapie ist
bisher nicht erwiesen, Studien zu diesem populären Vorgehen sind
erforderlich. Schaden wird sie nicht. Cochrane Library, Issue
2, 2001
--Anklammern und Nachlaufen ist häufig ein Hinweis, dass der Patient eine
Bezugsperson in einer Welt sucht in der er sich im Moment nicht zurecht
findet und in der nichts einen Sinn macht. Fassen Sie freundlich seinen
Arm, lassen Sie ihn spüren, dass jemand da ist. Teilen Sie ihm mit was sie
tun, wenn Sie aus seinem Blickfeld verschwinden.
- Auch daran, die Toilette aufzusuchen, müssen manche Alzheimer-Patienten
regelmäßig erinnert werden, weil sie die Füllung der Blase oder des
Enddarms nicht mehr richtig beurteilen können, oder weil sie gar nicht
mehr wissen, wo die Toilette ist. Besser ist es für Angehörige, die
Patienten zur Toilette zu führen und diese zu benennen.
Oft
ist
ein
Aufsuchen
der
Toilette
alle
2
Stunden
sinnvoll
um
"peinliche
Unfälle"
zu
vermeiden.
Tipp: Wasserhahn
öffnen, um das Entleeren der Blase zu erleichtern.
- Früh einen Nachtstuhl besorgen, machen Sie ein Kontinenztraining
--Achten Sie auf genügende Flüssigkeitszufuhr (2 Liter pro Tag),
ein
Getränk
und
etwas
Gesundes
zum
Knabbern
sollten
immer
in
Sichtweise
stehen.
--Bei Stuhlinkontinenz reicht es oft aus, die Patienten morgens nach dem
Frühstück auf den Toilettenstuhl zu setzen und ihnen ein heißes Getränk zu
geben.
-Hinterlegen Sie Schlüssel zur Wohnung auch außerhalb der Wohnung z.B.:
bei Nachbarn,
oft
ist
es
sinnvoll
dass
Angehörige
alle
Schlüssel
für
Türen
innerhalb
der
Wohnung
an
sich
nehmen.
Schlüssel
werden
sehr
häufig
verlegt.
--Besonders
wenn
viele
fremde
Betreuungspersonen
in
die
Wohnung
des
Kranken
kommen,
ist
es
oft
sinnvoll,
dass
Angehörige
zeitig
alle
Wertsachen
und
vor
allem
wichtige
Dokumente
nach
Absprache
und
im
Einverständnis
des
Betroffenen
an
sich
nehme
und
bei
sich
oder
in
der
Bank
verwahren.
Das
kann
bei
häufigem
Verlegen
durch
die
Betroffenen
auch
sonst
schon
frühzeitig
sinnvoll
sein.
Dies
sollte
mit
allen
Familienmitgliedern
besprochen
sein.
Falsche
Verdächtigungen
können
so
vermieden
werden.
Wenn
die
Betroffenen
selbst
ihre
finanziellen
Angelegenheiten
nicht
mehr
überblicken
können
und
Geschäfte
nicht
mehr
überschauen
können,
sollte
dies
auch
die
Bank
wissen,
idealerweise
kann
dann
dort
auch
eine
Vollmacht
vorgelegt
werden.
--Nachts für ausreichende Beleuchtung sorgen um die Sturzgefahr zu mindern
--Ein Zimmer im Untergeschoss mindert die Sturzgefahr
--legen Sie rutschfeste Matten in die Badewanne und Dusche, sorgen Sie für
Greifstangen im Sanitärbereich
--Bei
Fallneigung
erkundigen
Sie
sich
nach
einem
Hüftprotektor,
wenn
eine
Weglaufneigung
besteht
und
Angehörige
im
Haus
wohnen,
kann
ein
Bewegungsmelder
lohnend
sein.
--Auch
Demenzkranke
habe
oft
Schmerzen,
können
diese
aber
oft
nicht
mehr
äußern,
achten
Sie
auf
die
Mimik.
Wenn
Sie
den
Eindruck
haben,
dass
Schmerzen
vorhanden
sind,
sprechen
Sie
mit
dem
behandelnden
Arzt,
kontrollieren
Sie
ob
ausreichend
Schmerzmedikamente
verordnet
wurden.
Es gibt das Phänomen,
dass sich Patient und Betreuer im Laufe der Zeit
mimisch, gestisch und z.T. auch sprachlich immer ähnlicher werden. So
lassen ,,stumme" Kranke oft auch ihren Betreuer ,,verstummen". Achten Sie
darauf, ob es Ihnen ähnlich geht und ob Sie sich und dem Kranken damit
letztlich einen Gefallen
erweisen.
Wählen Sie den Vormittag, wenn Sie mit
dem Patienten Wichtiges besprechen wollen. Dann sind Demenz-Kranke
erfahrungsgemäß am
aufmerksamsten.
Greifen Sie bei Bedarf auf ,,Übersetzer"
zurück, also auf denjenigen Familienangehörigen, von dem sich der
Demenz-Kranke am ehesten verstanden fühlt. Manchmal ist es hilfreich, im
Dialekt zu
sprechen.
Sprechen Sie niemals mit anderen über den Kopf des
Patienten hinweg und verzichten Sie darauf, sich mit anderen durch
heimliche Zeichen zu verständigen. Sie wissen nie, was der Patient dennoch
mitbekommt und wie tief er durch solche Formen der Entmündigung verletzt
wird. Versuchen Sie nicht, mit dem Demenz-Kranken zu diskutieren oder ihm
Gründe zu erläutern. Sie helfen ihm mehr, wenn Sie auf seine Gefühle
eingehen. Beispiel: Ein Demenz-Kranker will unbedingt zur Bank, weil er
vergessen hat,
dass sein Konto nicht mehr existiert. Hier kann der Hinweis
,,Die Finanzen sind in Ordnung" manchmal mehr beruhigen als Appelle an das
Gedächtnis. Gefühle existieren auch dann, wenn die Sprache versagt:
Versuchen Sie daher, die Gefühle des Kranken zu erkennen und zu erwidern.
Machen Sie sich
bewusst,
dass Ihr Verhalten (z.B. der ärgerliche oder warme
Unterton Ihrer Stimme) beim Demenz-Kranken Emotionen auslöst. Ein
Demenz-Kranker kann sehr wohl registrieren, ob Sie ihm nur formal oder mit
Aufmerksamkeit und Zuwendung ,,das Händchen halten".
Die Einnahme von Medikamenten ist für Patienten im fortgeschrittenen
Stadium schwierig einzuhalten. Denn schon nach kurzer Zeit haben sie
vergessen, ob sie das Medikament für den Tag schon genommen haben. Auch
bei der Zusammenstellung der entsprechenden Tagesrationen sind die
Patienten überfordert. Tablettendöschen mit Fächern für Tabletten
oder Kapseln für morgens, mittags, abends und nachts - jeweils tageweise
vorbereitet - haben sich bewährt. Der Hauptvorrat der Medikamente
sollte für die Patienten unzugänglich aufbewahrt werden.
Österreichisches Alzheimer-Krankheit-Konsensuspapier |
|
Achten
Sie
als
Angehörige
auf
sich
selbst:
Die
typische
betreuende
Angehörige
ist
zwischen
45
und
50
Jahre
alt,
weiblich,
und
verbringt
20
Stunden
in
der
Woche
mit
der
Betreuung
des
Demenzkranken.
Viele
betreuenden
Angehörigen
gehen
neben
dieser
Betreuungstätigkeit
einer
regulären
Beschäftigung
nach
und
müssen
zusätzlich
sich
noch
um
ihre
eigene
Familie
kümmern.
Durch
mangelnde
Zeit
und
Energie,
bleibt
immer
weniger
Zeit
für
die
eigene
Familie,
für
Bewegung,
Sport,
Hobbys,
Urlaub,
und
den
Kontakt
zu
Freunden.
80%
der
betreuenden
Angehörigen
empfinden
eine
gravierend
emotionale
Belastung,
ihre
Gesundheit
leidet,
sie
essen
ungesünder,
haben
viel
weniger
Zeit
als
Gleichaltrige
um
sich
um
sich
selbst
und
ihr
Wohlergehen
zu
kümmern.
Sehr
viele
betreuende
Angehörige
entwickeln
selbst
eine
Depression,
sie
werden
häufiger
körperlich
krank,
gehen
wegen
eigener
Beschwerden
seltener
zum
Arzt
und
riskieren
damit
eine
Chronifizierung
oder
Verschlimmerung
ihrer
eigenen
Erkrankungen.
Oft
wird
zu
wenig
bedacht,
dass
die
Betreuung
eines
Demenzkranken
viele
Jahre
dauern
kann
und
dann
die
verbrauchten
eigenen
Reserven
nicht
mehr
aufgefüllt
werden
können.
Warnhinweise für ein
drohendes Angehörigen-Burnout-Syndrom
– Gewichtsverlust, Schlaflosigkeit, soziale
Isolation,
– Alkohol- oder
Medikamentenmissbrauch,
– exzessiver Kaffeegenuß,
– verbale oder physische Aggressionen
gegenüber dem Patienten,
– Selbstmordgedanken.
Ein möglichst baldiges Aufsuchen von
professioneller Hilfe kann einer weiteren Zuspitzung entgegenwirken. Eine
der wesentlichsten Gegenmaßnahmen ist die Aufteilen der Belastung auf
weitere Betreuungspersonen bzw. auf spezialisierte Zentren. Gelingt eine
Betreuung in einem Tageszentrum oder einer Tagesklinik, so erhält der
Angehörige wieder die Möglichkeit, seine Freizeit aktiv zu gestalten,
vernachlässigte Freundschaften und Interessen zu pflegen oder auch
aufgeschobenen Verpflichtungen nachzukommen. In diesem Sinne sind
kurzzeitige stationäre Entlastungsaufenthalte auf Fachabteilungen
indiziert. |
|
Vorbeugung des drohenden Burnout-Syndroms
– Delegation der Betreuung,
– soziale Kontakte,
– Angehörigen-/Selbsthilfegruppen,
– Tageszentren, Tageskliniken,
Kurzzeitpflege,
– soziale Hilfen,
– Freizeitaktivitäten,
– Trainingskurse,
– Achten auf die eigene Gesundheit,
– psychotherapeutische Begleitung.
Die Reduktion der Belastung der pflegenden
Angehörigen geht mit einer erhöhten Lebensqualität aller Betroffenen – der
Patienten, der Betreuer und der gesamten Familie – einher.
Machen Sie sich immer wieder klar, die Betreuung eines demenzkranken
Partners bedeutet oft, man verliert gleichzeitig den Partner den man
kannte und geliebt hat und bekommt einen Pflegefall dazu. |
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|
Die Hauptlast der Pflege und Betreuung von
Alzheimer-Kranken wird noch immer von der Familie getragen. In erster
Linie vom oft selbst betagten Ehepartner, von Töchtern, Schwiegertöchtern
oder anderen Familienangehörigen. Diese sind zumeist das wichtigste
stützende soziale System für Demenzpatienten. Nur ca. 20 –30% der
Patienten werden in Heimen gepflegt.
Die größten Belastungen für die pflegenden
Angehörigen sind nicht die zu erwartenden Hirnleistungsdefizite, sondern
vor allem schwere Verhaltensstörungen, wie z.B. Unruhe verbale und
physische Aggressivität, Schreien, Wandertrieb und Störung des
Tag/Nachtrhythmus, sowie wie Depressivität und Ängstlichkeit und
psychotische Phänomene, wie z.B. Verfolgungs- oder Vergiftungs-
Verarmungs- Ideen,
Darüber
hinaus müssen noch die schweren
praktisch-pflegerischen Aufgaben bewältigt
werden.
Mit Fortschreiten der
Demenz erhöhen sich auch die Anforderungen an den Betreuer. Die zunehmende
Unselbständigkeit der Patienten zieht einen Wandel in den
Rollenbeziehungen nach sich. Außerdem müssen die Angehörigen mit der oft
weitgehenden
Persönlichkeitsveränderung
eines geliebten und vertrauten Menschen fertig werden und sind einem
langjährigen, oft schmerzvollen
Prozess des Abschiednehmens ausgesetzt.
Aufgrund der schwierigen Pflege, der
überfordernden Betreuung und der oftmaligen Erfolglosigkeit von
Lösungsstrategien kommt es bei vielen Angehörigen zu
Erschöpfungssyndromen, psychischen Störungen, wie Ängstlichkeit und
Depression, körperlichen Beschwerden, verminderter Immunabwehr, familiären
Konflikten und sozialem Rückzug.
Auch die Information über soziale
Hilfeleistungen wie z.B. Sozialstationen, Essen auf Rädern, Besuchsdienst,
Tageszentren und Tageskliniken, Urlaubsbetten oder Kurzzeitpflege und die
Abklärung juristischer Fragen, wie Anspruch auf Pflegegeld, gerichtliche
Betreuung und Testamentsverfassung, führen zu einer Entlastung der
Angehörigen und dadurch zu einer deutlichen Besserung ihrer reduzierten
Stimmung und Befindlichkeit.
Infos zu Fehlern und zu dem
was schief gehen kann: kritische Ereignisse aus der Praxis der
Altenpflege Kuratorium Deutsche Altershilfe e.V.
https://www.kritische-ereignisse.de/
•Alzheimer-Telefon 01803-171017 es werden Angehörige,
Betroffene und alle Rat Suchenden montags bis donnerstags von 9.00 bis
18.00 Uhr und freitags von 9.00-15.00 beraten. Die Telefongebühren
betragen 9 Cent pro Minute.
Auch Chat, Foren, E-Mail- Beratung….
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Vergeßlichkeit.
Ursula Dette: Ein langer Abschied:
der
Verlauf einer Alzheimer-Krankheit.
Lili Feldmann: Leben mit der
Alzheimer-Krankheit.
Annelies Furtmayer-Schuh: Das große
Vergessen – Alzheimer-Krankheit.
Rose Götte/Edith Lackmann: Alzheimer
–was tun? Eine Familie lernt mit der Krankheit zu leben.
Edda Kleßmann: Wenn Eltern Kinder
werden und doch Eltern bleiben. Die Doppelbotschaft der
Alzheimer-Krankheit.
Dr. med. Günther Krämer:
Alzheimer-Krankheit: Ursachen, Krankheitszeichen, Untersuchung,
Behandlung.
Wilhelm Stuhlmann: Das Leben
vergessen: Leben mit demenzkranken alten Menschen.
Nancy Mace: Der 36-Stunden-Tag: Die
Pflege des verwirrten alten Menschen.
Alfred Führmann: Das
Alzheimer-Schicksal meiner Frau: Lebend begraben im Bett.
Dr. med. Günther Krämer:
Alzheimer-Kranke betreuen.
Dr. Bere Miesen: So blöd bin ich noch
lange nicht.
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im Frühstadium gedacht. "kostenlos bei der Alzheimer Forschung Initiative,
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|
Bitte beachten Sie, diese Webseite ersetzt keine
medizinische Diagnosestellung oder Behandlung. Es wird hier
versucht einen Überblick über den derzeitigen Stand der medizinischen
Forschung auch für interessierte Laien zu geben, dies ist nicht
immer aktuell möglich. Es ist auch nicht möglich, dass ein Arzt immer auf
dem aktuellsten Stand der medizinischen Forschung in allen Bereichen
seines Faches ist. Es ist immer möglich, dass die medizinische
Forschung hier noch als wirksam und ungefährlich dargestellte
Behandlungsmaßnahmen inzwischen als gefährlich oder unwirksam erwiesen
hat. Lesen Sie bei Medikamenten immer den Beipackzettel und fragen Sie bei
Unklarheiten Ihren behandelnden Arzt. Medikamentöse Behandlungen auch mit
freiverkäuflichen Medikamenten bedürfen ärztlicher Aufsicht und Anleitung.
Dies gilt auch für alle anderen Behandlungsverfahren. Die hier angebotenen
Informationen können nicht immer für jeden verständlich sein. Um
Mitteilung wo dies nicht der Fall ist bin ich dankbar. Fragen Sie hierzu
immer Ihren behandelnden Arzt. Dieser weiß in der Regel über die hier
dargestellten Sachverhalte gut Bescheid und kann Ihren individuellen Fall
und Ihre Beschwerden besser einordnen- was für einen bestimmten Patienten
nützlich ist, kann einem anderen schaden. Selbstverständlich gibt es
zu den meisten Themen unterschiedliche Auffassungen. Soweit möglich wird
hier dargestellt woher die Informationen stammen. In den meisten Fällen
mit einem entsprechenden Link (da diese oft ohne Ankündigung geändert
werden, sind diese leider nicht immer aktuell zu halten).. Leider ist die
zitierte Literatur nicht immer kostenfrei zugänglich. Die Beschränkung auf
kostenfrei zugängliche Literatur würde manches sehr oberflächlich lassen.
In der Regel versuche ich mich in der Darstellung an deutschen oder
internationalen Leitlinien der Fachgesellschaften und Metaanalysen der
Literatur zu orientieren. Auch dies ist nicht überall möglich. Zum einen
gibt es nicht überall solche Leitlinien, zum anderen werden diese mir
nicht immer sofort bekannt. Manche Leitlinien sind lange nicht
aktualisiert worden und von neuerer Literatur überholt, bzw,
ergänzungsbedürftig. Wenn möglich sind im Text Links zu solchen
Leitlinien eingebaut. Auch Leitlinien sind nur Orientierungen, sie
schließen nicht aus, dass generell oder im Einzelfall Fehler enthalten
sind oder diese im Einzelfall nicht anwendbar sind. Ziel der Darstellung
ist hier definitiv nicht, mich als Experten für irgendeines der in der
Homepage dargestellten Krankheitsbilder auszuweisen. Ich gehe davon aus,
dass alle vergleichbaren Fachärzte für Neurologie, Psychotherapeutische
Medizin und Psychiatrie ihre Patienten sorgfältig und genau so gut wie ich
behandeln. Sollten Sie über eine Suchmaschine direkt auf diese Seite
gekommen sein, werden Sie gebeten auch die Hauptseite
aufzusuchen. Dort finden Sie einen Link zu den zuständigen Ärztekammern.
Bitte lesen sie auch den
Beipackzettel der Homepage und das Vorwort. Jeder Nutzer ist für die
Verwendung der hier gewonnenen Informationen selbst verantwortlich, es
handelt sich definitiv um keine Anleitung zur Selbstbehandlung. Es wird
keinerlei Haftung weder für die hier angebotenen Informationen noch für
die in den Links angebotenen Informationen übernommen. Sollten Sie Links
finden, die nicht (oder nicht mehr) seriös sind, teilen Sie mir dies bitte
mit, damit ich diese löschen kann. Der Autor übernimmt keinerlei Gewähr
für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der
bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Autor, welche
sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die
Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die
Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden
sind grundsätzlich ausgeschlossen, sofern seitens des Autors kein
nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden vorliegt.
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erfolgen dabei ständig in Anpassung an neue Literatur oder weil sich meine
Auffassung zu einem Thema aus anderen Gründen geändert hat. Dieser
Haftungsausschluss ist als Teil des Internetangebotes zu betrachten, von
dem aus auf diese Seite verwiesen wurde. Sofern Teile oder einzelne
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Sollte sich jemand durch die Homepage in irgendeiner Form beleidigt,
benachteiligt oder in sonst einer Form geschädigt fühlen, bitte ich um
eine persönliche Kontaktaufnahme per E-mail
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bitte auch Tatsache, dass sie Kollege sind, sowie die Fachbezeichnung.
Anonyme Mitteilungen sind in der Regel nicht willkommen. Karl C. Mayer
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