Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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Fachbegriffe zum Gedächtnis
 

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Wichtiges zum Gedächtnis (Begriffserklärungen)

Amnesie = Erinnerungsverlust. Arten von Amnesie sind:

Unterscheidung hinsichtlich eines bestimmten Zeitraumes:

anterograd: Erinnerungsverlust für Ereignisse, die nach dem Beginn der ursächlichen Erkrankung oder des ursächlichen Einflugfaktors auftreten.
retrograd: Erinnerungsverlust für Ereignisse, die vor dem Beginn der ursächlichen Erkrankung oder des ursächlichen Einflussfaktors auftraten.
Vom Ausmaß her unterscheidet man totale und lakunäre Amnesien.
Als Sonderform der A. gilt die hypnotische A. als spontane oder suggerierte Unfähigkeit, Inhalte der Hypnose oder die Herkunft bestimmter Suggestionen aus der Hypnose zu erinnern -
Kurzzeitgedächtnis: Speicherung von Information über 30 - 60 Sekunden. Testung mittels sog. Spannenmaße: Einzelinformationen oder kurze Geschichten werden im Sekundentakt vorgesprochen oder gezeigt, unmittelbar im Anschluss daran Wiedergabe durch den Patienten.
Arbeitsgedächtnis: Gleichzeitiges Behalten und Anwenden von Informationen. Testung mittels sog. "Satzspannen": Der Patient liest mehrere Sätze und soll das letzte Wort jedes Satzes wiedergeben (Bei Störung "Verlieren des roten Fadens").
Langzeitgedächtnis: Speicherung von Information über Minuten- Jahre. Testung: Vorlesen einer Geschichte oder Demonstration von Bildern; nach 24 - 48 Stunden Reproduktion des Gehörten bzw. Gesehenen Es lässt sich in ein episodisches und ein semantisches Subsystem unterscheiden  "
Das nicht-deklarative Gedächtnis besteht zum Teil aus dem prozeduralen Gedächtnis, also aus einfachen, mechanisch erlernten motorischen Ablaufmustern (skills). Weiterhin wird diesem System auch das sogenannte "Priming" zugeschrieben, das sich (ungenau) mit "Prägen" übersetzen lässt. Hiermit ist das Phänomen gemeint, dass man einen dargebotenen Reiz dann besser erkennen oder bei der Darbietung eines Reizteils besser erschließen kann, wenn man diesem Reiz zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal zufällig ausgesetzt war. Auch Konditionierungsformen lassen sich dem nicht-deklarativen Gedächtnis zuordnen.  Ein typisches Merkmal des deklarativen Gedächtnisses ist seine hohe Prozessgeschwindigkeit, seine Flexibilität und der Umstand, dass es nicht immer zuverlässig operiert (so werden Vergessensprozesse und Abrufschwierigkeiten registriert). Das nicht-deklarative Gedächtnis arbeitet dagegen mit Ausnahme von "priming" relativ langsam und wenig flexibel, ist dabei aber äußerst zuverlässig. Seine Inhalte sind im wesentlichen unbewusst, was einige Autoren dazu führt, von einem "impliziten" Gedächtnis zu sprechen, das ohne explizite Instruktion zum Memorieren funktioniert. (nach Stangl)
Semantisch" (Universelles Wissen ohne unbedingten Bezug zur eigenen Person),. bezeichnet nicht nur eine lexikalische Zuordnung, sondern den bewussten Abruf auf der Basis von Familiarität. "
Episodisch" (Behalten von Dingen, die zur eigenen Person in Beziehung stehen ("Was gab es heute zum Frühstück?" "Was haben wir gestern gemacht?").) bezeichnet hingegen die für das autobiografische Gedächtnis notwendige Fähigkeit, Items innerhalb des Kontextes der früheren Präsentation zu erinnern.. Experimentell lässt sich eine solche Differenzierung durch das "Erinnern/Wissen"-Paradigma operationalisieren. Hierbei erhalten Versuchspersonen die Aufgabe, nach dem Erlernen einer Wortliste in der anschließenden Wiedererkennungsphase, in der die zuvor gelernten mit einer gleichen Anzahl an neuen Wörtern präsentiert werden, eine "Alt/Neu"-Entscheidung zu treffen. Bei jedem der als alt erkannten Wörter, sollen sie entscheiden, ob die Wiedererkennung auf einem Gefühl der semantischen Familiarität (Wissens-Antwort) oder aber auf der episodischen Erinnerung des Lernereignisses (Erinnern-Antwort) beruht.
Amnesie, dissoziative Das wichtigste Kennzeichen ist der Verlust der Erinnerung für meist wichtige aktuelle Ereignisse, die nicht durch eine organische psychische Störung bedingt ist und für den eine übliche Vergesslichkeit oder Ermüdung als Erklärung nicht ausreicht. Die Amnesie bezieht sich meist auf traumatische Ereignisse wie Unfälle oder unerwartete Trauerfälle und ist in der Regel unvollständig und selektiv. Eine vollständige und generalisierte Amnesie ist selten, dann gewöhnlich Symptom einer Fugue (F44.1) und auch als solche zu klassifizieren. Die Diagnose sollte nicht bei hirnorganischen Störungen, Intoxikationen oder extremer Erschöpfung gestellt werden.
Lernen: Fähigkeit zur Aneignung neuer Informationen.
Prospektives Gedächtnis: Fähigkeit, sich an Dinge zu erinnern, die sich auf die Zukunft beziehen ("Erinnern Sie mich morgen an dieses Thema!") 
Prozedurales Gedächtnis: Fertigkeiten, die ohne Nachdenken ausgeführt werden können (Anziehen, Zubinden der Schuhe, Anlegen der Krawatte Fahrradfahren oder Schwimmen) - Gedächtnisinhalte, die weitgehend unbewusst sind und so gut wie nie durch Unfälle zerstört werden. Zuguterletzt gibt es noch ein viertes Gedächtnissystem, das völlig unbewusst arbeitet. Auch diesem kamen die Wissenschaftler durch Menschen auf die Spur, deren Erinnerungsfähigkeit gestört war. So zum Beispiel der berühmteste Fall der Neuropsychologie: Ein Patient namens H.M. litt in den fünfziger Jahren unter starken epileptischen Anfällen. In einer Operation entfernte man ihm Teile beider Schläfenlappen. Nach der Operation zeigte sich, dass der Patient die Fähigkeit verloren hatte, neue Eindrücke zu speichern. H.M. begrüßte Bekannte, als sähe er sie zum ersten Mal; eine halbe Stunde nach dem Mittagessen wusste er nicht mehr, ob er etwas zu sich genommen hatte, geschweige denn was; über Todesfälle in der Familie war er jeden Tag aufs Neue geschockt. Bei Gedächtnistests zeigte sich jedoch, dass auch Patienten wie H.M. noch bestimmte Arten von Information bleibend aufnehmen können. z.B. bei Erkennen von unvollständigen Bildern. Wenn man den Versuch wiederholt, stellt sich ein Lerneffekt ein: Das Bild wird immer früher erkannt - erstaunlicherweise nicht nur von Gesunden, sondern auch von Patienten wie H.M., die scheinbar keine neuen Informationen speichern können. Zeigt man ihnen aber zwischen den Sitzungen das vollständige Bild, dann können sie sich nicht daran erinnern, es jemals gesehen zu haben.
Organisches amnestisches Syndrom,  Ein Syndrom mit deutlichen Beeinträchtigungen des Kurz- und Langzeitgedächtnisses, bei erhaltenem Immediatgedächtnis. Es finden sich eine eingeschränkte Fähigkeit, neues Material zu erlernen und zeitliche Desorientierung. Konfabulation kann ein deutliches Merkmal sein, aber Wahrnehmung und andere kognitive Funktionen, einschließlich Intelligenz, sind gewöhnlich intakt. Die Prognose ist abhängig vom Verlauf der zugrunde liegenden Läsion. Korsakow-Psychose oder -Syndrom.
Die meisten Menschen führen einen ständigen Kampf gegen das Vergessen. Ob es die Telefonnummer ist oder ein Name, an den man sich nicht mehr erinnert, das Gedächtnis scheint sehr unzuverlässig zu sein. Dabei gibt es meist einen einfachen Grund für unsere Alltagsvergesslichkeit: Unsere Lebensweise. Stress ist der größte Risikofaktor für Vergesslichkeit. Wer andauernd zu viele Eindrücke aufnehmen und speichern muss, der ist anfälliger dafür, einiges davon zu vergessen. Dass Stress wirklich vergesslich macht, das haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie an Mäusen gezeigt. Durch einen gentechnischen Eingriff ist im Gehirn der Mäuse die Stressregulation ausgefallen - und sie sind deshalb extrem vergesslich. Das konnten die Wissenschaftler durch einen Gedächtnistest zeigen: Sie füllten ein rundes Becken mit Wasser und stellten eine Plattform an eine ganz bestimmte Stelle. Normale Mäuse erinnerten sich nach einigen Trainingsrunden daran, wo die Plattform war - sie schwammen sofort darauf zu. Anders die Stress-Mäuse: Auch nach vielen Übungsrunden fanden sie die Plattform höchstens zufällig. Außer Menschen mit Depressionen gibt es noch eine andere Gruppe, die erhöhte Stresswerte hat: Marathonläufer. Anscheinend ist vor allem bei älteren Läufern durch die ständige körperliche Belastung der Cortisolspiegel im Gehirn höher als normal. Bei Gedächtnistests schnitten diese älteren Läufer deutlich schlechter ab als Vergleichspersonen - ein weiterer Hinweis über den Zusammenhang von Stress und Gedächtnis.
Auch Drogen, Medikamente und Alkohol können unsere Speicher- und Erinnerungsfähigkeiten angreifen. Wenn die Drogen keine Schäden im Gehirn angerichtet haben, etwa durch jahrelangen Missbrauch, dann kann sich das Gedächtnis allerdings nach dem Absetzen der Drogen wieder verbessern. Wissenschaftler nehmen an, dass auch unsere Ernährungsgewohnheiten das Gedächtnis beeinflussen. Vor allem eine Mangelernährung kann das Gedächtnis verschlechtern, glauben sie. Sicher ist, dass sich Depressionen ebenfalls auf unser Gedächtnis auswirken. Man nimmt an, dass sie die Gedächtnisleistungen auf ähnliche Weise mindern wie Stress. Auch Nervosität und die Sorge um ein schlechtes Gedächtnis scheinen zum Vergessen zu führen.
Biologische Strukturen des Gedächtnisses

Wie gelangt nun eine Information von außen in unser Gedächtnis? Die moderne Biologie arbeitet hier mit dem Modell eines stufenweisen Abspeicherns (Verschlüsselns, Codierens):

  1. Eine Information in Form eines sinnlich wahrnehmbaren Reizes erreicht uns. Der Reiz kann ein visueller (sichtbarer), auditiver (hörbarer), haptischer (den Tastsinn ansprechender), olfaktorischer (geruchlicher) oder gustatorischer (geschmacklicher) Reiz sein. Die eintreffende Informationsmenge ist von der Art des Reizes abhängig: Olfaktorische Reize können etwa 20 Bit pro Sekunde enthalten, visuelle hingegen ca. 10 Millionen Bit. (1 Bit = binary digit ist die kleinste Informationseinheit, 8 Bit = 1 Byte)
  2. Der wahrnehmbare Reiz trifft auf eine Sinneszelle, die ihn in Form eines elektrischen Impulses an eine Nervenzelle und ihre Nervenfaserendung, die Synapse weitergibt (Ultrakurzzeitgedächtnis, sensorisches Register; jedes sensorische System hat sein eigenes Gedächtnis).
  3. Der elektrische Impuls beginnt nun zwischen den Synapsen verschiedener Nervenzellen zu kreisen. (Kurzzeitgedächtnis) Er kreist in bestimmten, sich wiederholenden Bahnen im Netzwerk der Nervenzellen und hinterlässt dabei charakteristische molekulare Spuren, die sich chemisch im Gehirn einprägen. Die zunächst noch nicht fest zusammengeschalteten Nervenbahnen festigen sich dabei; es entstehen solide Verbindungen, die "Engramme". Sie bilden unser Langzeitgedächtnis.

Vom Vorhandensein dieser Engramme hängt alles ab, denn beim Vorgang des Sich-Erinnerns wird unser Bewusstsein später auf sie zugreifen. Wenn es dort, wo es entsprechende Informationen vermutet, nichts oder etwas anderes vorfindet, kommt es zu Störungen.

Dort wird die Information ziemlich vollständig maximal ca. 1 Minute (typisch einige Sekunden) gehalten. Die Kapazität beträgt ca. 7 Sinneseinheiten oder Objekte also z. B. maximal 7 Zahlen in Folge.

Die nachfolgende Dauerspeicherung erfordert eine erhebliche Umformung. Die Information wird nicht mit all ihren vielfältigen Details gespeichert, sondern nur die wesentlichen Inhalte werden in das Langzeitgedächtnis überführt. Die Umformung des Gedächtnisinhaltes zieht unweigerlich einen Verlust an Information nach sich und benötigt auch einen erheblichen Aufwand an Zeit und Energie.

Während die Inhalte des Kurzzeitgedächtnisses als Aktivierungen von Neuronen gespeichert werden (also als Hirnaktivität) sind die Inhalte des Langzeitgedächtnisses in Form von Verbindungen zwischen Neuronen gespeichert (also als Hirnstruktur) - die genaue Wirklichkeit ist einiges komplizierter und deshalb noch nicht voll bekannt, aber dies ist der grundsätzliche Mechanismus.

Das Langzeitgedächtnis hat eine unbegrenzte Speicherdauer und eine fast unbegrenzte Kapazität. Dagegen geschieht die Übertragung ins Langzeitgedächtnis offenbar nur mit einer sehr geringe Bandbreite.

Was passiert nun, wenn wir uns erinnern, zum Beispiel an das Gesicht unserer Großmutter? Die derzeitige Lehrmeinung:

Ein spezielles Gesicht entspricht im Gehirn einer ganz bestimmten Kombination vieler Nervenzellen, die gemeinsam feuern. Durch die gemeinsame elektrische Aktivität entsteht ein Muster im Gehirn, das die Großmutter repräsentiert. So gibt es für alle Objekte, Zahlen, Gesichter Sachverhalte ein spezielles Muster von Nervenzellen, die gemeinsam aktiv sind.

Lernen, d.h. Überführen und Abspeichern von Informationen ins Langzeitgedächtnis, geschieht nicht allein durch bloßes Wiederholen (wie bei manuellen Tätigkeiten), sondern indem wir den Lernstoff in Beziehung zu bereits Bekanntem setzen. Verstreute Einzelheiten werden dabei mit anderen Einzelheiten zu qualitativ höher stehenden neuen Einheiten gepackt. Informationstechnisch gesehen ist daher die entstehende Summe kleiner als die Addition ihrer Elemente, . Gewonnen wird diese höherwertige Information durch geistige Anstrengung.

Hierzu muss der Lernstoff in ein schon vorhandenes Netz von Informationen hineinfallen, mit dem er zu einer neuen, kompakteren Information verbunden werden kann.

Die Menschen unterscheiden sich bezüglich der Lerntypen, z.B.. der visuelle Typ muss ein Bild vor sich haben oder dem abstrakt-verbal denkenden Typ genügt dagegen die mathematische Beziehung eines Sachverhaltes..

Die meisten Menschen nutzen die beiden Hälften ihres Gehirns zu unterschiedlichen Typen geistiger Aktivität: Während die linke Seite eher für die "akademischen" Tätigkeiten eingesetzt wird, setzen wir die rechte Hälfte eher für die oder "gefühlsbetonten" Vorgänge des Erfassens und Erfahrens ein.

Es zeigt sich aber, dass, wenn beide Bereiche des Gehirns gezielt trainiert werden, sich Lernstoff umso stärker einprägt, da er nun sowohl vom Verstand als auch vom Gefühl her verankert ist.http://www-pluto.informatik.uni-oldenburg.de/~gymwhs/fach/pae/lernen/lern-02.htm
http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/INTERNET/ARBEITSBLAETTERORD/
LERNTECHNIKORD/Gedaechtnis.html

 
 

Wie gut ist ihr Gedächtnis?

Die nachfolgende Übung führt einige der Fehlleistungen auf, wie sie bei jedem Menschen von Zeit zu Zeit vorkommen. Manche sind häufig, andere eher selten. Wie oft treten Sie bei Ihnen auf? Tragen Sie die entsprechende Zahl hinter der Frage ein und zählen Sie am Ende zusammen.

 

Bewertungsskala (Punkte pro Frage)

1= in den letzten sechs Monaten nicht einmal
2= in den letzten Monaten ungefähr einmal
3= in den letzten sechs Monaten mehr als einmal, jedoch seltener als einmal im Monat
4= ungefähr einmal pro Monat
5= mehr als einmal pro Monat, jedoch seltener als einmal pro Woche
6= ungefähr einmal pro Woche
7= mehr als einmal pro Woche, jedoch seltener als einmal pro Tag
8= ungefähr einmal pro Tag
9= mehr als einmal pro Tag

  1. Sie vergessen, wo Sie etwas hingelegt haben. Sie verlieren Gegenstände in der Wohnung oder im Haus.
  2. Sie erkennen Orte nicht wieder, wo Sie laut Aussage anderer schon öfters gewesen sind.
  3. Sie finden es schwierig, einer Fernsehsendung zu folgen.
  4. Sie vergessen eine Änderung in Ihrer Alltagsroutine: Irgend etwas wird woanders aufbewahrt oder geschieht zu einem anderen Zeitpunkt. Sie folgen irrtümlich Ihrer bisherigen Routine.
  5. Sie müssen nachprüfen, ob Sie etwas erledigt haben, das Sie sich vorgenommen hatten.
  6. Sie vergessen, wann etwas geschehen ist, zum Beispiel, ob es gestern oder letzte Woche war.
  7. Sie vergessen, etwas mitzunehmen, oder Sie lassen etwas liegen und müssen zurückgehen, um es zu holen.
  8. Sie vergessen, dass man Ihnen gestern oder vor ein paar Tagen etwas gesagt hat und müssen vielleicht daran erinnert werden.
  9. Sie beginnen, etwas zu lesen (ein Buch, eine Zeitschrift), ohne sich daran zu erinnern, dass Sie es schon einmal gelesen haben.
  10. Sie bemerken nicht, dass Sie vom Thema abgekommen sind und belangloses Zeug reden.
  11. Sie erkennen nahe Verwandte oder Bekannte, die Sie oft sehen, nicht auf den ersten Blick.
  12. Sie finden es schwierig, sich eine neue Fertigkeit anzueignen, beispielsweise ein neues Spiel zu lernen oder ein neues Gerät zu bedienen, nachdem Sie ein- oder zweimal geübt haben.
  13. Ihnen liegt ein Wort "auf der Zunge"; Sie wissen, was es ist, können es jedoch nicht finden.
  14. Sie vergessen völlig, etwas zu tun, was Sie versprochen oder geplant hatten.
  15. Sie vergessen wichtige Einzelheiten der Geschehnisse oder Aktivitäten des Vortages
  16. Sie vergessen im Gespräch, was Sie gerade gesagt haben, und fragen vielleicht: "Was sagte ich soeben?"
  17. Sie sind nicht fähig, dem Inhalt eines Artikels in einer Zeitung oder Illustrierten zu folgen; Sie verlieren den Faden.
  18. Sie vergessen, jemandem etwas Wichtiges zu sagen, ihm eine Botschaft auszurichten oder ihn an etwas zu erinnern.
  19. Sie vergessen wichtige persönliche Daten, zum Beispiel Ihr Geburtsdatum oder Ihre Anschrift.
  20. Sie bringen Einzelheiten von dem, was Ihnen jemand erzählt hat, durcheinander.
  21. Sie erzählen jemandem eine Geschichte oder einen Witz, den Sie ihm schon einmal erzählt haben.
  22. Sie vergessen Einzelheiten von Dingen, die Sie regelmäßig tun, zum Beispiel bestimmte Arbeitsvorgänge oder deren zeitlichen Ablauf.
  23. Sie stellen fest, dass Ihnen die Gesichter von berühmten Leuten im Fernsehen oder auf Fotos fremd vorkommen.
  24. Sie vergessen, wo Dinge normalerweise aufbewahrt werden, oder suchen sie am falschen Ort.
  25. a) Auf einer Fahrt oder Wanderung durch eine Gegend oder in einem Gebäude, wo Sie schon oft waren, verirren Sie sich oder schlagen die falsche Richtung ein.
    b) Auf einer Fahrt oder Wanderung durch eine Gegend oder in einem Gebäude, wo Sie erst ein- oder zweimal waren, verirren Sie sich oder schlagen die falsche Richtung ein.
  26. Sie führen eine Routinetätigkeit versehentlich zweimal aus, zum Beispiel geben Sie zweimal Tee in die Kanne oder kämmen sich das Haar, obgleich Sie es gerade getan haben.
  27. Sie wiederholen, was Sie gerade zu jemandem gesagt haben, oder fragen ihn zweimal dasselbe.

(Gedächtnistest nach: Alan Baddeley, So denkt der Mensch; Verlag Droemer Knaur)   Eine Gesamtsumme von 27 - 58 bedeutet, dass Sie ein gutes Gedächtnis haben, von 59 - 116 ist es durchschnittlich, von 117 - 243 unterdurchschnittlich.


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