|
Warum Sie bei Verdacht auf eine beginnende
Demenz unbedingt zum Facharzt gehen sollten.
Creutzfeldt-Jakob-Krankheit ( CJD) und andere
Prionen
Bei rasch fortschreitenden Demenzen im höheren
Lebensalter in Verbindung mit visuellen oder Kleinhirnausfällen
(Rindenblindheit, Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen, und
extrapyramidalen Systems (Spastizität, Rigor, Hypo- und Hyperkinesien) sowie
Myoklonien ist die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK bekannt durch BSE)
auszuschließen. Für letztere spricht ein typischer EEG-Befund mit periodischen
triphasischen Komplexen von Theta- und Deltawellen sowie scharfer/steiler Wellen (bei 66% der Patienten).
Unterstützt wird die Verdachtsdiagnose durch symmetrische hyperdense Areale im
Striatum im zerebralen T2 gewichteten MRT (67%).
Der Surrogatmarker 14-3-3-Protein ist im
Liquor bei 94% der CJD Patienten nachweisbar. Die Spezifität ist mit 84% höher
als die des EEGs. Deutsche Daten aus
Göttingen: Seit 1993 bis 10/2002 wurden mehr als 1200 Patienten klinisch
untersucht, bei 450 Patienten konnte neuropathologisch eine Diagnose gestellt
werden. Die Inzidenz der sporadischen CJD in Deutschland liegt im Bereich von 1
Fall (0.7 - 1.38) pro Million der Bevölkerung pro Jahr. Verdachtsfälle der vCJD
(neue Variante durch BSE) wurden in Deutschland bislang nicht bestätigt. Die
genetische Veranlagung ist sowohl für die sporadische (lange bekannte 1/1000 000
auftretende) wie auch für die neue erworbene Form (seit BSE) bedeutsam. 10% -
15% der Fälle sind möglicherweise direkt vererbt (familiäre Form). Es gibt einen
verbreiteten Polymorphismus für das menschliche Prionprotein, dabei ist an
Position 129 entweder Methionin oder Valin. Bei Weißen sind ungefähr 38%
homozygot für das häufigere Methioninallel, 51% sind heterozygot und 11% sind
homozygot für Valin. Die große Mehrheit der Betroffenen Patienten mit der
sporadischen Form sind homozygot für diesen Polymorphismus, die meisten Fälle
bei denen die Erkrankung durch Hyphysenhormone (oder Hornhauttransplantationen,
Stereotaxie..Inkubation 2-30 Jahre) im Rahmen einer ärztlichen Behandlung
übertragen wurde sind ebenfalls Homozygote, besonders solche aus der Valingruppe.
Der schützende Effekt der Heterzygotie zeigt sich auch bei anderen
Prionenerkrankungen. Nicht jede Verletzung mit Prionenverseuchtem Material
anderer Tierarten führt zur Übertragung, experimentell ist dies sogar relativ
schwierig. Innerhalb der selben Spezies ist die Übertragung einfacher, der
Verlauf dann auch schneller, die Inkubationszeit verkürzt. Die experimentelle
Übertragung gelingt mit Hirn- Rückenmarks-, Augen-, Lungen-, Leber-, Nieren-,
Milz-, und Lymphknotengewebe, zeitweise auch im terminalen Ileum. (Bei Primaten
nachgewiesen, Whitley, R. J., et al.).
Bei der neuen Form scheint fast nur Hirn- Rückenmarks- Riechnervenfasern und
Tonsillen, Zahnfleisch und Augengewebe sowie
zeitweise auch das terminalen Ileum infektiös zu sein. Ob eine Übertragung
bei zahnärztlichen oder HNO- Untersuchungen oder Behandlungen möglich ist, ist
nicht bekannt. Bis 1989 wurden Rinderhirne als Bindemittel in Hamburgern und
Würsten verarbeitet. Eine Übertragung durch
Stuhlgang, Speiche, Urin oder andere Ausscheidungen ist bisher nicht
nachgewiesen.
Die sporadische
Variante zeigt
sich in einer
rasch
fortschreitenden
Demenz, meist
mit Myoklonien.
Beginn meist
zwischen dem
45. und 75
Lebensjahr, am
häufigsten
zwischen 60 und
65 unter 30 ist
die Erkrankung
extrem selten.
Bereits
innerhalb von
Wochen tritt
ein
akinetischer
Mutismus auf,
der Tod oft
schon nach 2-3
Monaten. 70%
sterben nach
weniger als 6
Monaten. Die
neue Variante
der
Creutzfeldt-Jakob-Krankeit
( im
Zusammenhang
mit BSE bei
Rindern)
entspricht
bezüglich der
Symptome der
natürlich
vorkommenden
Erkrankung
Creutzfeldt -
Jakob -
Erkrankung
Allerdings sind
im Gegensatz
zur CJD von
dieser
Krankheit
bisher
besonders
jüngere
Menschen
betroffen. Der
Alterdurchschnitt
liegt hier bei
29 Jahren. Seit
dem ersten
Todesfall 1995
bis Ende 2005,
sind in England
153 Menschen an
dieser neuen
Variante des
vCJD
verstorben. (http://www.cjd.ed.ac.uk
). 18 Fälle gab
es in
Frankreich und
12 im Rest der
Welt. Die
meisten starben
2000 mit 28
Todesfällen,
die Inzidenz
geht eher
zurück. Die
Inzidenz ist
vergleichsweise
gering,
verglichen mit
der Anzahl von
Menschen, die
kontaminiertes
Rindfleisch
gegessen haben
Die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankeit ( im Zusamenhang mit BSE bei
Rindern) entspricht bezüglich der Symptome der natürlich vorkommenden
Erkrankung Creutzfeldt - Jakob - Erkrankung Allerdings sind im Gegensatz
zur CJD von dieser Krankheit bisher besonders jüngere Menschen betroffen. Der
Alterdurchschnitt liegt hier bei 29 Jahren. Insgesamt sind an dieser Krankheit
nachgewiesenermaßen bisher 85 Personen in England und 4 in Frankreich verstorben
(Stand: November 2000). In Großbritannien traten 28 Fälle im Jahr 2000 mit 17
Fälle im Jahr 2002 auf, die Inzidenz geht eher zurück. Diese Erkrankung ist
durch Prionen (Eiweiße)übertragbar. Hitze von 100° C, Chemikalien und
vielen Desinfektionsmitteln wiederstehen sie. Sogar im Boden können sie Jahre
überdauern. Es handelt sich bei den Prionen (PrPSc) um Eiweiße, die
möglicherweise durch Genmutationen oder Infektion aus den körpereigenen Eiweißen
(PrPC) gebildet werden. Das Gen, welches die Information für dieses
Prion-Protein trägt, liegt auf dem Chromosom 20. Der Zusatz "Sc" steht für
Scrapie- spezifisch, der von "C" für cellulär, also für körpereigen. Die Prionen
(PrPSc) unterscheiden sich von den natürlichen Eiweißen durch eine
teilweise andere Abfolge von Aminosäuren. Dadurch besitzen sie eine andere
Faltung und damit eine abweichende räumliche Struktur. Über die Funktion der
Prionen und den Mechanismus ihrer Infektiosiät ist bisher wenig bekannt. Es
werden mehrere Theorien diskutiert. Die neue Erkrankung beginnt mit
uncharakteristischen Beschwerden, wie z.B. Schlafstörungen. Nach und nach treten
außerdem psychische Symptome auf, wie z.B. Wahnvorstellungen oder
Halluzinationen. 9 von 10 Patienten wurden zuerst psychiatrisch vorgestellt. Bei
einem Patienten soll die Erkrankung mit einem Verlust des Riechvermögens und des
Geschmackssinns begonnen haben, die Prionen wurden auch in den Olfaktorischen
Fasern nachgewiesen. Zusätzlich kommt es zu einem Gedächtnisverlust sowie zu
neuropsychologischen Symptomen, wie Aphasie, also die Unfähigkeit sprechen zu
können, oder Alexie, also die Unfähigkeit zu lesen. Die Erkrankung schreitet
dann schnell voran und führt zu vielfältigen Symptomen wie: Lähmungen, Tremor,
Chorea, Ataxie, Myoklonien,epileptische Anfälle und am Ende völlige Verblödung.
Die Inkubationszeit beträgt vermutlich mehrere Jahre.
Iatrogene
Creutzfeldt–Jakob
Erkrankungen
sind bisher
hauptsächlich
durch
Wachstumshormon
von
Leichenhypophysen
und Dura mater
von Leichen
aufgetreten.
(23 Jahre war
bis 1985 Dura
mater und 36
Jahre
Wachstumshormon
so gewonnen
worden). Wie
andere
erworbene CJ
Erkrankungen
durch die
bovine
Variante.
Insgesamt sind
bisher 405
dieser Fälle
bekannt, sie
wurden vor 1985
erworben, am
häufigsten
traten sie in
den 90er Jahren
auf und haben
seit dem an
jährlicher
Inzidenz
abgenommen.
Eine
Übertragung
durch
chirurgische
Eingriffe ist
bisher nicht
berichtet, eine
Übertragung
durch
Bluttransfusionen
und
chirurgische
Eingriffe
scheint aber
für bestimmte
Formen möglich.
Das Risiko der
Übertragung von
BSE durch
Bluttransfusionen
ist hoch. Da
von der
Infektion bis
zur Erkrankung
ein halbes
Jahrhundert an
Zeit liegen
kann, ist ein
sicherer
Ausschluss
einer solchen
Übertragung
bisher nicht
möglich. Eine
Infektion über
Rindfleisch
benötigt länger
bis zum
Ausbruch der
Erkrankung, als
eine Infektion
über
chirurgische
Instrumente
oder
Transfusionen
bis zum
Ausbruch der
Erkrankung.
Dies bedeutet,
dass der durch
medizinische
Behandlung
erkrankte
Patient früher
erkrankt als
der
Trägerpatient
von dem er die
Erkrankung
bekommen hat (transmission
barrier effect,
Lancet 1999;
354:317–23.).
Der Nachweis
von BSE
beim lebenden
Menschen
gelingt am
zuverlässigsten
durch ein
Untersuchung
der
Probeentnahme
aus den
Gaumenmandeln.
Erfolgreiche
Therapeutika
sind in
Aussicht, so
dass die
Diagnose bei
asymptomatischen
Patienten in
Zukunft
sinnvoll sein
kann. (Lancet
2006; 368:
2061–67)
(NEUROLOGY
2006;67:389–393).
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[Abstract]
[Full Text]
epidemiologische
Überwachung der Creutzfeldt-Jakob Krankheit in Deutschland (CJD Surveillance
Unit München/Göttingen)
.
| Diagnostische Kriterien
für die sporadische CJD |
| Die definitive Diagnose CJD
kann derzeit nur durch Untersuchung des Hirngewebes erfolgen, und zwar
durch eine neuropathologische Untersuchung einschließlich des Nachweises
von PrPSc durch – immunhistochemische Darstellung mit
spezifischen Antikörpern oder – durch Nachweis des PrPSc im
Westernblot. |
| Die Diagnose wahrscheinliche
CJD wird gestellt, wenn folgende Kriterien erfüllt sind: Progressive
Demenz und mindestens zwei der folgenden vier Veränderungen |
| – Myoklonien |
| – Visuelle oder zerebellare
Veränderungen |
| – Pyramidale oder
extrapyramidale Dysfunktion |
| – Akinetischer Mutismus und
typische EEG-Veränderungen (periodische scharfe Wellen) unabhängig von der
Dauer der klinischen Erkrankung und/oder Protein-14-3-3-Nachweis im Liquor
bei einer klinischen Krankheitsdauer bis zum Tode von unter 2 Jahren. |
| Die Diagnose mögliche CJD
wird gestellt, wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind. Progressive
Demenz und atypisches oder nicht vorhandenes EEG und Verlauf unter 2
Jahren und mindestens 2 der folgenden vier klinischen Charakteristika:
Myoklonie, visuelle oder zerebellare Störung, pyramidale/extrapyramidale
Dysfunktion, akinetischer Mutismus. |
Andere Erkrankungen durch
Prionen
Es handelt sich bei den Prionen um Eiweiße,
die möglicherweise durch Genmutationen oder Infektion aus den körpereigenen
Eiweißen gebildet werden. Hitze von 100° C, Chemikalien und vielen
Desinfektionsmitteln widerstehen sie. Sogar im Boden können sie Jahre
überdauern. Das Gen, welches die Information für dieses Prion-Protein trägt,
liegt auf dem Chromosom 20. Die Prionen unterscheiden sich von den natürlichen
Eiweißen durch eine teilweise andere Abfolge von Aminosäuren. Dadurch besitzen
sie eine andere Faltung und damit eine abweichende räumliche Struktur. Über die
Funktion der Prionen und den Mechanismus ihrer Infektiosiät ist bisher wenig
bekannt. Sie sind zwar überwiegend im ZNS lokalisiert, werden aber auch im
Muskelfleisch gefunden. Es werden mehrere Theorien diskutiert. Die
Erkrankung beginnt mit uncharakteristischen Beschwerden, wie z.B.
Schlafstörungen. Nach und nach treten außerdem psychische Symptome auf, wie z.B.
Wahnvorstellungen oder Halluzinationen. Zusätzlich kommt es zu einem
Gedächtnisverlust sowie zu neuropsychologischen Symptomen, wie Aphasie, also die
Unfähigkeit sprechen zu können, oder Alexie, also die Unfähigkeit zu lesen.
Auch bei den befallenen
Tieren Verhaltens-, Sensibilitäts- und Bewegungsstörungen, Schreckhaftigkeit,
Ängstlichkeit, Unruhe und Nervosität, Zähneknirschen, Speicheln, Flotzmaullecken
und Flehmen, vermehrter Durst. Die Erkrankung
schreitet dann schnell voran und führt zu vielfältigen Symptomen wie:
Lähmungen, Tremor, Chorea, Ataxie, Myoklonien,
epileptische Anfälle und am Ende völlige Verblödung. Die Inkubationszeit beträgt
vermutlich mehrere Jahre- oder Jahrzehnte.
Typisch sind ferner die vermehrte Bildung von Vakuolen ("Bläßchen") in den
Astrozyten (Makroglia) und möglicherweise auch in den Oligodendrozyten. Durch
die vermehrte Vakuolenbildung schwellen die Zellen bis zu einer kritischen Größe
an und gehen dann unter. Dadurch entstehen "Löcher" im Gewebe, die insgesamt
betrachtet an die löchrige Struktur eines Schwammes erinnern. Man spricht
deshalb auch vom Status spongiosus. Es kann außerdem zu Veränderungen der
Nervenzellen, einer Abnahme der Verschaltung der Nervenzellen (synaptische
Kontakte) untereinander bis hin zum kompletten Verlust von Nervenzellen kommen.
Besonders bei längerem Krankheitverlauf kann die Ablagerung von Amyloiden
("Stärkekörnern") beobachtet werden. Amyloide sind Komplexe aus Eiweißen und
Zuckern (Protein-Polysaccharid-Komplex). Sie haben die Struktur kleinster
Fäserchen, die sich seitlich aneinanderreihen. Sie lagern sich bevorzugt in der
Nähe von Gefäßen und ab. Dadurch kommt es wahrscheinlich zu einer
Beeinträchtigung des lokalen Stoffaustausches.
Durch die Bindung an einen Farbstoff (Kongorot) können sie im Gewebe sichtbar
gemacht werden. Diagnose anhand der neurologischen Auffälligkeiten,
EEG und Kernspinbefund. Seit dem
Nachweis der bovinen spongiformen Enzephalopathie (BSE) in Deutschland herrscht
Besorgnis über die Möglichkeit einer Epidemie der neuen Variante der
Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD). Diese tödlich verlaufende Krankheit betrifft
überwiegend junge Patienten. Epidemiologische und experimentelle Beobachtungen
sprechen dafür, dass die vCJD ihren Ursprung in der BSE hat. Der
Übertragungsmodus, die mittlere Inkubationszeit und die Anzahl der zu
erwartenden Fälle sind unbekannt. Diese Krankheit wird vorwiegend bei jungen
Leuten beobachtet, das Durchschnittsalter ist um die 30, die jüngste Patientin
war 14 der älteste Patient war 74. Die Betroffenen sind anfangs depressiv und
ziehen sich zurück, sie haben häufig Dysästhesien oder Parästhesien.
CJD-typische Symptome wie Myoklonien und Demenz treten erst später auf,
CJD-typische EEG-Veränderungen werden nicht beobachtet, das MRI zeigt
spezifische Veränderungen im Pulvinar. Großbritannien verzeichnete 1992 den
Höhepunkt bei den BSE-Erkrankungen von Rindern. Damals wurden dort 36 000
BSE-Fälle festgestellt, heute sind es „nur noch“ 800 pro Jahr. „Das
Verfütterungsverbot von Tiermaterialien zeigt seine Wirkung“. Auch Schafe sollen
demnächst in den EU-Mitgliedstaaten auf transmissible spongiforme
Enzephalopathie (TSE) getestet werden. Denn die Entstehung von BSE und der
Unterschied zu TSE sei immer noch nicht vollständig geklärt; es existierten
lediglich mehrere Theorien. Ein Lebendtest könnte gleichzeitig Ansatzpunkte für
Tests auf die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD) beim Menschen
liefern. Prognosen über deren Auftreten, nachdem BSE-Erreger mit der Nahrung
aufgenommen wurden, sind schwieriger als beim Rind. Es werde eine
Inkubationszeit von zehn Jahren vermutet. Die sichere Diagnose ist derzeit nur
durch Untersuchung des Gehirns möglich. Neue Verfahren die eine Diagnose per
Bluttest ermöglichen und in Deutschland entwickelt wurden sind allerdings an der
Schwelle zur Markreife. Die neuropathologischen Veränderungen sind
außergewöhnlich und zeigen ausgedehnte Ablagerungen des Prionproteins in
verschiedenen Arealen des Gehirns in einer Form, wie sie bisher nur bei
hereditären Fällen beschrieben sind. Zusätzlich finden sich „floride“ Plaques
mit einer zentralen PrP-Ablagerung, die von Vakuolen umgeben ist, wie sie bei
humanen Prionkrankheiten bislang in dieser Form nicht beobachtet wurden. Man
nimmt an, dass die bis jetzt in Großbritannien Erkrankten sich durch den Verzehr
von erregerhaltigem Gehirn und Rückenmark infiziert haben. Andere
Übertragungswege sind nicht definitiv ausgeschlossen. Die mittlere
Inkubationszeit bei der Übertragung der BSE auf den Menschen ist nicht bekannt.
Sie wird wohl länger sein als bei der Übertragung innerhalb einer Spezies; beim
Rind sind es fünf Jahre. Sehr lange Inkubationszeiten bis zu 40 Jahren wurden
bei Kuru, einer vormals in Neuguinea durch rituellen Kannibalismus übertragenen
Prionkrankheit, beobachtet. Da man die mittlere Inkubationszeit und die Art der
Übertragung der BSE auf den Menschen nicht kennt, ist es unmöglich, seriöse
Vorhersagen über den Verlauf der vielleicht zu erwartenden Epidemie zu machen.
Eine kausale Therapie der Prionkrankheiten ist bis jetzt nicht bekannt. Die
Therapieforschung wird von der Pharmaindustrie vernachlässigt, da man für so
seltene Krankheiten wie die humanen Prionkrankheiten keinen zukünftigen Markt
sieht. Dies mag sich durch das Auftreten der vCJD ändern. „Möglicherweise sind
zwar viele Menschen infiziert, befinden sich aber im präklinischen Stadium oder
erkranken sogar nie“. Eine Antwort darauf wird eventuell erst in 30 bis 40
Jahren zu geben sein.
H.A.Kretzschmar, BSE und die neue
Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit,
Deutsches Ärzteblatt 98, Heft 40 vom 05.10.01, Seite A-2576. Patrick J.
Bosque, Chongsuk Ryou, Glenn Telling, David Peretz, Giuseppe Legname, Stephen J.
DeArmond, and Stanley B. Prusiner Prions in
skeletal muscle PNAS 2002 99: 3812-3817.
[Abstract]
[Full Text]
[PDF]
|
Prionenerkrankungen |
|
Krankheit |
Abkürzung |
erkrankter
Mensch/Tier |
| Kuru |
keine |
Mensch, Kannibalen
eines Stammes in Neuguinea, dort 1% der Bevölkerung, (meist Frauen und
Kinder) |
|
Creutzfeldt-Jakob-Krankeit |
CJD |
a) Variante durch
den BSE Erreger:Besonders jüngere Menschen (Hamburger??)
b) Idiopathisch: Sporadische
Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (sCJD) betrifft überwiegend ältere Menschen.
c) erblich -familiäre CJD (fCJD)
Gerstmann-Sträussler-Scheinker-Syndrom (GSS) Fatal Familial Insomnia (FFI,
tödliche familiäre Insomnie) |
| Traberkrankheit (Scrapie) |
keine |
Schafe |
|
transmissible mink encephalopathy |
TME |
Nerz |
|
Bovine spongiforme Enzepahlopathie |
BSE |
Rind
Ka |
|
chronic wasting disease |
CWD |
Elche, Hirsche |
|
übertragbare spongiforme Enzephalopathien ohne
spezielle Eigennamen bei weiteren Tierarten |
|
Hauskatzen, arabischer Oryx, Gemse, Kudu,
Antilope, Exotic Ungulate Encephalopathy: Kudu, Nyala (aufgetreten in
britischen Zoos)
|
Kuru
Hirnerkrankung bei Kanibalen. Zunächst war vermutet worden, dass Kuru eine genetisch übertragbare Erkrankung
sei, später stellte es sich heraus, dass es sich um eine epidemische
übertragbare spongiforme Enzephalopathie ähnlich BSE oder der Creutzfeld- Jacob-
Krankheit handelt. Kuru trat ausschließlich und isoliert in einer 35,000
Personen fassenden Region im Hochland von Neu Guinea auf. Von 1957 bis 2004
erkrankten mehr als 2700 Menschen, in den 50er Jahren starben jährlich
mehr als 200 daran. Zu Beginn der 90er Jahre waren es noch 6 jährlich, von 1996
bis 2004 noch 11 Kurupatienten. Betroffene litten an
einer cerebellären Ataxie und einem zunehmenden Zittern das zu massiver
Muskelschwäche, Dysarthrie und schließlich innerhalb eines Jahres zu Tod führt.
Betroffen waren alle Altersgruppen, wie bei allen Prionenerkrankungen spielt
neben der Infektion an sich die genetische Suszeptibilität eine Rolle bezüglich
der individuellen Inkubationszeit und der Tatsache ob ein Mensch erkrankt. Die Inkubationszeit betrug zwischen 4 und 30,
selten bis 56
Jahren, die mediane Inkubationszeit wird wie bei BSE mit 12 Jahren angegeben. Zeitweise war mehr als 1% der Bevölkerung betroffen, inzwischen ist die
Erkrankung fast verschwunden. Es gibt aber immer noch vereinzelte
Neuerkrankungen da zwar die kanibalistisches Totenrituale ausgestorben sind,
aber durch die lange Inkubationszeit noch Menschen erkranken, die sich in den
50er Jahren infiziert haben. Der Einfluss der zivilisierten Welt führte dazu,
dass viel Riten verschwanden, darunter ein "Ehrenritual, bei dem Verwandte des
Toten mit ihren Händen das Gehirn des Toten für ein kanibalistisches Totenritual
vorbereiteten. Ende der 50er Jahre waren die kanibalistisches Totenrituale auch
in den entlegensten Gebieten von Neu Guinea nach einem kontrollierten Verbot
1954 verschwunden. Seit 1957 erfolgt eine epidemiologische Überwachung. Kuru entstand entweder durch Eindringen der Erreger durch
Hautverletzungen an den Händen oder die Schleimhäute oder durch den Konsum des
Gehirns der Verstorbenen. Experimentell gelang die Übertragung auf Primaten. Die
doch sehr lange Inkubationszeit weckt Befürchtungen bezüglich BSE, das ja auch
eine ähnliche Prionenerkrankung ist. Gajdusek DC. Unconventional viruses and the origin and disappearance of kuru.
Science 1977;197:943-960 John Collinge, Jerome Whitfi eld, Edward McKintosh, John
Beck, Simon Mead, Dafydd J Thomas, Michael P Alpers, Kuru in the 21st century—an
acquired human prion disease with very long incubation periods, Lancet 2006;
367: 2068–74
Die Chorea Huntington
ist eine autosomal-dominante
neurodegenerative Erkrankung. Früher wurde die Erkrankung als der erbliche
Veitstanz bezeichnet. Autosomal dominant bedeutet, dass Kinder beiderlei
Geschlechts die selbe Wahrscheinlichkeit nämlich 50% haben, das Gen zu erben. Da
die Penetranz sehr hoch ist, erkrankt fast jeder Genträger, dies bedeutet, dass
durchschnittlich die Hälfte der Kinder von Betroffenen erkranken.
Seit 1993 ist ein Gennachweis möglich. Im
Gegensatz zu manchen anderen Erbkrankheiten ist der Nachweis relativ einfach,
für die Diagnose der Huntington-Krankheit ist bereits ein einziger PCR-Ansatz (Polymerasekettenreaktion
=PCR) ausreichend. Das Erkrankungsrisiko von bisher Angehörigen
Choreaerkrankter,
die bisher keine Symptome zeigten und eine sichere Aussage dass es sich wirklich
um eine Chorea Huntington handelt sind damit möglich. Die Vorhersage einer
schweren, schicksalhaft verlaufenden Erkrankung bei noch gesunden Menschen ohne
Symptome stellt eine erhebliche psychische Belastung dar.
Eine genetische Beratung auf freiwilliger Basis wird
in der Regel vor allem jüngeren Patienten im gebährfähigen Alter empfohlen, ist
aber auch bei älteren Betroffenen oft sinnvoll. Aus ethischen Gründen
werden Risikoperson erst nach Vollendung des 18. Lebensjahres mit deren
Einverständnis getestet. Eine pränatale Diagnostik aus Fruchtwasserzellen ist
möglich. Die Genanalyse ist auch die sicherste Methode die Erkrankung zu
diagnostizieren. Ursächlich wurden 1993 CAG-Triplet Wiederholungen im
Huntington-Gen auf dem Chromosom 4 gefunden.
Normalpersonen haben an dieser Stelle 10-30
CAG-Triplet Wiederholungen, Erkrankte haben über 36 manchmal sogar über 60
CAG-Triplet Wiederholungen. Je mehr CAG-Triplet Wiederholungen umso früher
beginnt die Erkrankung und umso schlimmer verläuft sie. Bei in jüngerem Alter
erkrankten Patienten ist damit auch die Prognose schlechter, sie sterben
auch früher an der Erkrankung. Bei der Vererbung kann
sich die Tripletzahl verändern. Dies bedeutet dann auch, dass sich das
Erkrankungsalter der Kinder ändert. Außer den CAG-Triplet Wiederholungen
gibt es auch andere Erbfaktoren, die das Erkrankungsalter beeinflussen. Es gibt
sehr seltene Krankheitsbilder, die man klinisch nicht von einer Chorea H.
unterscheiden kann und die nicht auf diese CAG Triplet Wh am Chromosom 4
zurückgehen. Das Produkt des Huntington-Gens ist ein Protein das
Huntingtin benannt wurde. Protein ist bei Huntington-Patienten verändert. CAG
Triplet Wh kodieren den Einbau von Glutamin.
Es soll dabei im Huntingtin zu einer Expansion von
Polyglutamin (polyQ) kommen. Bei der Pathogenese der C. Huntington kommt es zur
Bildung neuronaler Einschlüsse mit abnormer Regulation der Transkription und
Signaltransduktion. Eine Überexpression von CIP4 verursacht den frühzeitigen
Zelltod striataler Neurone (mit entsprechender im Bild sichtbarer Atrophie).
Es besteht auch eine Atrophie
des Nucleus caudatus. Lange war strittig
gewesen, ob die abnormen Ablagerungen der PolyQ- Aggregate nur ein Epiphänomen
der Erkrankung sind, inzwischen ist aber eindeutig, dass sie für die Zellkerne
toxisch sind und zum absterben der Nervenzellen führen. Pharmakologische
Behandlungen die diese Aggregate verhindern werden vermutlich in den nächsten
5-10 Jahren eine Behandlung der Erkrankung möglich machen.
Moderne Theorien zur Pathogenese
zeigen dabei insgesamt zwar genetisch einen anderen Startpunkt, die Ablagerungen
sind chemisch anders als beim M. Alzheimer, dennoch ähneln sich die Pathogenesen.
Leichte psychotische Symptome, depressive oder somatoforme Symptome können der
Entwicklung der Chorea um bis zu 10 Jahre vorausgehen, Aufmerksamkeitsstörungen,
Störungen der Exekutivfunktionen (Planen und Organisieren) gehen der
Bewegungsstörung in der Regel voraus. Unter
einer choreatischen Bewegungsunruhe versteht man dauernde, schnelle
Kontraktionen, die regellos in wechselnden Muskeln und Muskelgruppen mit
gewisser distaler Betonung auftreten. Sie können sehr diskret sein und wie
,,Verlegenheitsbewegungen" aussehen, im Gesicht als Schmatzen und Grimassieren
imponieren, oder auch als sehr grob ausfahrende Bewegungsstörungen sich
auswirken. Es handelt sich dabei um unwillkürliche, plötzliche, rasche,
unregelmäßige und nicht vorhersehbare Bewegungen der Extremitäten, des
Gesichtes, des Halses und des Rumpfes. Die Bewegungen können sowohl in Ruhe als
auch während willkürlicher Bewegungen auftreten. Sie nehmen in der Regel an
Intensität durch Stress zu und sistieren weitgehend in tiefen Schlafstadien.
In Europa liegt die
Prävalenz der Erkrankung bei 5-10 Erkrankten auf 100 000 Einwohner, in
Deutschland geht man von 6- 8000 Betroffenen aus.
Die Erkrankung kann schon früh beginnen, meist mit 30–40 selten auf mit 50
Jahren oder später. In 6% liegt der Beginn dem 21. und in 28% nach
dem 50. Lebensjahr und in 15% nach dem 60. Lebensjahr. In wenigen Fällen beginnt
die Erkrankung schon im Kleinkindes oder Jugendalter und manchmal soll sie erst
im hohen Alter auffallen. Möglicherweise werden viele der letzteren Fälle nicht
erkannt. (M. Jähnel Der Nervenarzt, 2001 · 72:227–230). Je später der
Krankheitsbeginn um so besser ist in der Regel der Krankheitsverlauf mit milden
Symptomen und umgekehrt. Die Form die im Jugendalter beginnt (10x seltener) ist
seltener, wird zwar auch autosomal-dominant
vererbt, allerdings erben 80-90% derer die schon als Jugendliche erkranken,
die Erkrankung von den Vätern. Am
Anfang besteht oft eine motorische Unruhe, die Bewegungen werden ungeschickt,
die Kranken sind vermehrt reizbar. später treten dann unerwartete abrupte
Bewegungen zunächst distal betont und dann generalisiert auf. Es folgen
dystone Symptome, eine Bradykinesie; Gedächtnis- und Merkfähigkeitsstörungen;
eine progressive Störung von Antrieb, Auffassung, Affekt und Denken. Meist
bestehen deutliche Einbußen der exekutiven Funktionen (Konzeptbildung, Ordnung
und Planung) Im MRT findet sich eine Atrophie des Putamens und des Nucleus
caudatus, im PET ein Hypometabolismus v. a. in striatalen, frontalen,
frontotemporalen und temporookzipitalen Regionen.
Depressive und psychotische Syndrome sowie Persönlichkeitsveränderungen
vor dem Beginn der charakteristischen Bewegungsstörungen sind häufig. Es
bestehen immer
choreatiforme Bewegungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, und eine
demenzielle Entwicklung. Epileptische Anfälle kommen ebenfalls vor. Bei
Chorea Huntington kann die Wesensänderung und die beginnende Demenz den
choreatischen Bewegungsstörungen um viele Jahre vorausgehen. Die Unterscheidung
der Bewegungsstörung von Dyskinesien durch Neuroleptika kann schwierig sein.
Verwechslungen mit psychogenen Störungen kommen immer wieder vor. (Modestin Der
Nervenarzt, 1999, 70:842–846) Eine Behandlung der Ursache ist bisher nicht
möglich. In Tierversuchen (mit allerdings nur sehr eingeschränkt übertragbaren
Ergebnissen) zeigten sich verschiedene Substanzen erfolgreich in der Eindämmung
der Progredienz der Erkrankung (Minocyklin, Histondeazetylase-Inhibitoren
wie Suberoylanilidehydroxaminsäure (SAHA)) usw. Viele Substanzen wurden beim
Menschen eingesetzt (Memantine, diverse Vitamine, Nimodipin, Lamotrigin,
Piracetam, a-
Liponsäure...) eindeutige Erfolge fehlen bisher. Sicher ist, dass ein
Gewichtsverlust die Erkrankung verschlechtert, weshalb die Kranken sich eher
hochkalorisch ernähren sollen. Es bleibt bisher sonst nur die
Behandlung der Symptome. Sulpirid und Tiaprid (atyp. Neuroleptika, die
enstprechende Nebenwirkungen haben können) sind gegen die Chorea wirksam und gut
verträglich, alternativ Tetrabenazin (kann Depressionen auslösen).
Als Dosierungen werden in den Leitlinien genannt:
Tiapridex 3 x 100 mg bis 4 x 300 mg/ Tag; .Tetrabenazin 3 x 25 mg bis 3 x 75
mg/Tag; Sulpirid 400 - 600 mg/ Tag,
selten Clozapin bis 150 mg/Tag)
Sulpirid hat den Vorteil, dass es häufig auch gegen die bei den Kranken
vorhanden begleitenden Depression wirkt. Selten muss auch mit stark wirkenden
Neuroleptika wie Haloperidol noch behandelt werden, wenn Sulpirid, Tiaprid, und
Tetrabenazin keine ausreichende Linderung erbringen. Rilutek ist bisher in
seiner Wirkung nicht erwiesen und kann nur in Studien eingesetzt werden.
Die HD weist klinisch viele Ähnlichkeiten mit der Choreoakanthozytose (CA) auf,
die durch Blutausstrich ausgeschlossen werden sollte. Das McLeod-Syndrom und
Chorea-Akanthozytose verursachen ähnliche Bewegungsstörungen, es handelt sich
um 2 extrem seltene Erkrankungen mit progredienter Degeneration der
Basalganglien. Persönlichkeitsveränderungen, Verhaltensauffälligkeiten und
abnorme psychopathologische Befunde bestehen auch bei etwa zwei Drittel der
Patienten mit Chorea-Akanthozytose. Sie können ein antriebsarmes, apathisches
Syndrom mit Bradyphrenie zeigen,aber auch hyperaktiv, reizbar, ablenkbar und
affektlabil sein. (Danek, Der Nervenarzt 2002 · 73:564–569)
Huntington
Study Group
Management guidelines and care pathways developed by the Scottish Clinical
Research and Audit Group
Gene, Clinics profile on Huntington's disease
Deutsche Huntington Hilfe
Huntington´s Disease Society of America,
Hereditary
Disease Foundation,
Huntington Society of Canada,
HD Association of England and Wales,
HD Association of Ireland,
Northern Ireland HD,
HD Association
of Western Australia,
International Huntington Association,
Scottish
Huntington's Association,
the National Institutes of Neurological Disorders and Stroke (NINDS)
Leitlinie der DGN
Chorea
S. Holbert, A. Dedeoglu, S. Humbert, F. Saudou,
R. J. Ferrante, and C. Neri, Cdc42-interacting
protein 4 binds to huntingtin: Neuropathologic and biological evidence for a
role in Huntington's disease, PNAS, March 4, 2003; 100(5): 2712 - 2717.
[Abstract]
[Full Text]
[PDF] Herwig W. Lange;
Morbus Huntington – Klinik, Diagnose und Therapie psycho 28 (2002) 479–486, sehr
ausführliche ständig aktualisierte Literaturübersicht bei
Online Mendelian Inheritance in Man
humangenetische Beratungsstellen:
Adressen auf den Internetseiten des
Berufsverbandes Medizinische
Genetik e.V. Gillian Bates, Huntingtin aggregation and toxicity
in Huntington’s disease, Lancet 2003; 361: 1642–44N. Mahant, E.A. McCusker,
K. Byth, and S. Graham, Huntington’s disease: Clinical correlates of disability
and progression Neurology 2003 61: 1085-1092.
[Abstract]
|
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versucht einen Überblick über den derzeitigen Stand der medizinischen
Forschung auch für interessierte Laien zu geben, dies ist nicht
immer aktuell möglich. Es ist auch nicht möglich, dass ein Arzt immer auf
dem aktuellsten Stand der medizinischen Forschung in allen Bereichen
seines Faches ist. Es ist immer möglich, dass die medizinische
Forschung hier noch als wirksam und ungefährlich dargestellte
Behandlungsmaßnahmen inzwischen als gefährlich oder unwirksam erwiesen
hat. Lesen Sie bei Medikamenten immer den Beipackzettel und fragen Sie bei
Unklarheiten Ihren behandelnden Arzt. Medikamentöse Behandlungen auch mit
freiverkäuflichen Medikamenten bedürfen ärztlicher Aufsicht und Anleitung.
Dies gilt auch für alle anderen Behandlungsverfahren. Die hier angebotenen
Informationen können nicht immer für jeden verständlich sein. Um
Mitteilung wo dies nicht der Fall ist bin ich dankbar. Fragen Sie hierzu
immer Ihren behandelnden Arzt. Dieser weiß in der Regel über die hier
dargestellten Sachverhalte gut Bescheid und kann Ihren individuellen Fall
und Ihre Beschwerden besser einordnen- was für einen bestimmten Patienten
nützlich ist, kann einem anderen schaden. Selbstverständlich gibt es
zu den meisten Themen unterschiedliche Auffassungen. Soweit möglich wird
hier dargestellt woher die Informationen stammen. In den meisten Fällen
mit einem entsprechenden Link (da diese oft ohne Ankündigung geändert
werden, sind diese leider nicht immer aktuell zu halten).. Leider ist die
zitierte Literatur nicht immer kostenfrei zugänglich. Die Beschränkung auf
kostenfrei zugängliche Literatur würde manches sehr oberflächlich lassen.
In der Regel versuche ich mich in der Darstellung an deutschen oder
internationalen Leitlinien der Fachgesellschaften und Metaanalysen der
Literatur zu orientieren. Auch dies ist nicht überall möglich. Zum einen
gibt es nicht überall solche Leitlinien, zum anderen werden diese mir
nicht immer sofort bekannt. Manche Leitlinien sind lange nicht
aktualisiert worden und von neuerer Literatur überholt, bzw,
ergänzungsbedürftig. Wenn möglich sind im Text Links zu solchen
Leitlinien eingebaut. Auch Leitlinien sind nur Orientierungen, sie
schließen nicht aus, dass generell oder im Einzelfall Fehler enthalten
sind oder diese im Einzelfall nicht anwendbar sind. Ziel der Darstellung
ist hier definitiv nicht, mich als Experten für irgendeines der in der
Homepage dargestellten Krankheitsbilder auszuweisen. Ich gehe davon aus,
dass alle vergleichbaren Fachärzte für Neurologie, Psychotherapeutische
Medizin und Psychiatrie ihre Patienten sorgfältig und genau so gut wie ich
behandeln. Sollten Sie über eine Suchmaschine direkt auf diese Seite
gekommen sein, werden Sie gebeten auch die Hauptseite
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