|
| Mit der
Alzheimer'sche Erkrankung - eng verwandt aber
mit Besonderheiten Lewy-Körper-Demenz- Lewy-Body Demez |
semantische Demenz
Semantische Demenz
ist ein erst vor wenigen Jahren definiertes Syndrom
mit einer non-Alzheimer degenerativen Pathologie, wobei eine Blässe des
inferolateralen temporalen Neocortex (überwiegend links temporal) unter relativer Aussparung des
Hippocampuskomplexes auffällt. Die Patienten zeigen typischerweise eine langsam progrediente Verschlechterung ihres sprachlichen Wissens über Menschen, Dinge,
Tatsachen und die Bedeutung von Wörtern. Es entsteht eine flüssige Dysphasie,
Syntax und Sprachproduktion bleiben dabei intakt, das individuelle Vokabular
bleibt schwer verständlich, das visuelle Wissen schwindet ebenso. Im Gegensatz dazu bleibt das Tag für
Tag episodische Gedächtnis relativ gut erhalten. Auch das Wissen auf der
Kategorieebene (übergeordnet) bleibt besser erhalten als das feinabgestufte
(untergeordnete) semantische Wissen. Aktuelle Ereignisse bleiben diesen
Patienten besser im Geächtnis als weiter zurückliegende. Sie haben damit auch
ein besseres frisches autobiographisches und semantisches Gedächtnis in Relation
zur Beeinträchtigung in der Erinnerung von weiter zurückliegenden
Ereignissen. Im Frühstadium der Erkrankung sind die Patienten entsprechend gut
lernfähig. Wesentlich für die erhaltene Fähigkeit neues zu lernen und zu
behalten ist bei diesen Patienten, dass der Hippocampus erst später im Verlauf
geschädigt wird, was die Bedeutung des Hippocampus für die Gedächtnisfunktion
unterstreicht. Im Gegensatz zur primär progredienten Aphasie treten bei der SD semantische
statt phonematische Paraphasien auf. Teilbereiche (z.B. Tiere und Pflanzen im
Gegensatz zu Werkzeugen) können unterschiedlich betroffen sein. Die Patienten
schreiben nach Gehör ohne Wissen um die Worte und machen Fehler wie Kinder im
ersten Schuljahr (Schtern, Kohr statt Stern, Chor). Andere kognitive Bereiche
sind bei der SD kaum beeinträchtigt. Kernsymptome · Sprachstörung
oder/und Störung des Erkennens (flüssige, dabei inhaltsleere Spontansprache,
Benennungsstörung, Verlust des Wortsinnverständnis, semantische Paraphasien,
Störung des Erkennens ehemals vertrauter Gesichter (Prosopagnosie) und/oder
visuelle oder taktile Objektagnosie. Intaktes Zuordnen von Bildern und
ungestörtes Abzeichnen. Ungestörtes Nachsprechen einzelner Wörter.
Ungestörtes Vorlesen und Schreiben von Wörtern, die nicht von Rechtschreibregeln
abweichen. Hinzukommen können Weitere Sprech- und Sprachsymtome (Sprechdrang,
eigenartiger Wortgebrauch, lexikalische Dyslexie/Dysgraphie bei gleichzeitigem
Fehlen von phonematischen Paraphasien und ungestörtem Rechnen).
Verhaltensstörungen (Verlust von Empathie und Sympathie, eingeengte Interessen,
Geiz). Neurologische Befunde: Erst im späten Verlauf Nachweis von
Primitivreflexen, Akinese, Rigor und Tremor. In der Kernspintomograhie sieht man
Atrophien des Frontal- und Temporallappens.Jaap M. J. Murre, Kim S. Graham, and
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primär progressiven Aphasie
Das Verlegen von persönlichen Gegenständen, die
Wiederholung von immer den selben Fragen, das Vergessen aktueller Ereignisse,
gehören zu den häufigsten Symptomen einer beginnenden Demenz. Obwohl
Demenzpatienten oft die Namen von auch nahestehenden Menschen vergessen, dass
sie generell die Worte in einer Unterhaltung nicht finden ist die
Ausnahme. Die Patienten mit der primär progressiven Aphasie fallen dadurch
auf, dass sie Wortfindungsstörungen, abnormale Sprachmuster, und Schwierigkeiten
mit dem Buchstabieren haben. Eine primär progressive Aphasie wird
diagnostiziert, wenn andere geistige Funktionen wie das Gedächtnis für
alltägliche Ereignisse, visuelle und räumliche Fähigkeiten (im
Zeichnentest und der Gesichtererkennung), und das Verhalten nach der
Fremdanamnese (Angehörige), relativ intakt bleiben. Wenn die Störung der
Sprache für mindestens die ersten 2 Jahre (bis zu 14 Jahre sind berichtet) das
hauptsächliche Symptom der Erkrankung ist, und man im Kernspinbild keinen
erklärenden Infarkt oder Tumor sieht sondern nur eine Atrophie, dann spricht man
von einer primär progressiven Aphasie. Manche dieser Patienten sollen
sogar in der Lage sein, eine Zeichensprache zu erlernen.
M.-M. Mesulam,
Current Concepts: Primary
Progressive Aphasia — A Language-Based Dementia,
Extract |
Full Text |
PDF NEJM
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|
Syndrom
der posterioren kortikalen Atrophie |
|
Hauptsymptome (alle müssen
vorhanden sein) |
|
A Schleichender Beginn und
allmähliche Progression |
|
B Präsentation mit visuellen
Beschwerden bei intakten primären Sehleistungen |
|
C Evidenz von hervorstechenden
komplexen visuellen Defiziten, Elemente eines Balint-Syndroms, Visuelle
Agnosie, Ankleideapraxie, Topographische Desorientiertheit, |
|
D Im Verhältnis geringe
Defizite im Gedächtnis und in der Wortflüssigkeit |
|
E Relativ gutes
Störungsbewusstsein mit oder ohne Depression |
|
Diagnose unterstützend |
|
A Beginn präsenil |
|
B Alexie |
|
C Elemente des
Gerstmann-Syndroms |
|
D Ideomotorische Apraxie |
|
E Physische Untersuchung
innerhalb der Normen |
|
F Neuropsychologie:
vorherrschende Beeinträchtigung der perzeptiven Leistungen |
|
Bildgebung:
Vorherrschend okzipitoparietale Abnormalitäten (vor allem in funktioneller
Bildgebung) mit relativer Aussparung von frontalen und mesiotemperalen
Regionen |
|
Mendez MF, Ghajarania M,
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Disord 14:33–40 |
Lewy-Körper-Demenz- Lewy-Body Demez
Die Demenz mit Lewy-Körperchen (DLB) ist mit
15-36 % die zweithäufigste Ursache einer dementiellen Erkrankung,
sie wurde
erstmals 1990
in Japan als
Variante der
Alzheimererkrankung
beschrieben. Für diese
Erkrankung wurden in den letzten Jahrzehnten mehrere unterschiedliche
Bezeichnungen, wie AD mit Parkinson-Krankheit, Lewy body-Variante der AD,
diffuse Lewy-Körperchen Erkrankung, senile Demenz vom Lewy-Körperchen-Typ
verwendet. Bei
DLB sind keine
konsistenten,
makroskopischen
Befunde am
Gehirn bekannt.
Eine Abblassung
der Substantia
nigra und des
Locus coeruleus
sind fast immer
vorhanden. Eine
diffuse
corticale
Atrophie kann
vorkommen. (U.Rüb
Frankfurt,
Vortrag 3.2.07)
Lewy- Körperchen wurden von Lewy 1912 erstmals beschrieben, es
sind runde, eosinophile, neuronale Einschlußkörper galten lange Zeit als typisch
für die Parkinson-Erkrankung, wo sie vor allen Dingen in subkortikalen
Strukturen (z. B. Substantia nigra, Locus coeruleus) auftreten. Der Nachweis der
wesentlich blasseren kortikalen Lewy-Bodies in den kleineren und mittleren
Neuronenen der tieferen kortikalen Schichten wurde durch die
Ubiquitin-Immun-Färbung deutlich erleichtert. Kortikale Lewy-Körperchen und
ubiquitin-positive Neuriten finden sich bei der Demenz vor allen Dingen in der
CA2/3-Region des Hippocampus.
Lewy Körper und
Lewy Neuriten
unterscheiden
sich bei der
Parkinson-Krankheit
und bei DLB
weder in ihrer
biochemischen
Zusammensetzung
noch in ihrer
morphologischen
Erscheinung.
(U.Rüb
Frankfurt,
Vortrag
3.2.07), G. Stoppe,Pathophysiologie der
neurodegenerativen Demenzen, HAUSARZT KOLLEG 1/02 9.
Alle klinischen
Symptome der
DLB können auch
bei der
Alzheimer-Krankheit,
bei der
vaskulären
Demenz und
anderen
neurodegenerativen
Erkrankungen
vorkommen. Demenz ist hier nicht
immer das erste Symptom, die Erkrankung beginnt manchmal mit Parkinsonähnlichen
Symptomen oder mit psychotischen oder anderen psychiatrischen Symptomen oder mit
Stürzen durch orthostatischen Blutdruckabfall, bzw. Bewußtseinsstörungen. Per
bisheriger
Definition
schließt der
Begriff DLB
aber
allePatienten
aus, bei denen
sich im
Anschluss an
die
Manifestation
eines
Parkinsonismus
ein
demenzielles
Syndrom
entwickelt. Die
Unterscheidung
und
Diagnosestellung
kann
besonders
am Anfang
einer
Demenz
schwierig
sein, bei
der Lewy-Körper-Demenz
sind im
Gegensatz
zur
Alzheimerdemenz
die
räumlich-visueller
Leistungen
im
Verhältnis
geringer
Beeinträchtigung
der
Gedächtnisfunktion
und des
Benennens
meist
stärker
beeinträchtigt.
Während einer Konsensus-Konferenz 1996 (McKeith et al) wurde der Terminus
"Demenz mit Lewy-Körperchen (DLB)" für diese Entität eingeführt und klinische
Kriterien aufgestellt. Klinischen Charakteristika sind progrediente Demenz,
Parkinson-Syndrom (bei 70%), Schwankungen der Hirnleistungen sowie der Wachheit
und Aufmerksamkeit (bis hin zu Mutismus für Minuten was dann nicht selten mit
TIAs verwechselt wird) , detailliert wiedergegebene visuelle Halluzinationen,
Depression, REM-Schlafverhaltensstörungen, Überempfindlichkeit auf übliche
Neuroleptikadosen (50% der Kranken), Stürze, Synkopen, systemisierter Wahn und
Halluzinationen anderer Art als visuell. Die Erkrankung beginnt durchschnittlich
zwischen dem 50. und 83. Lebensjahr, betrifft Männer häufiger als Frauen, und
führt innerhalb von sechs bis sieben Jahren zum Tod. Differentialdiagnosen sind
Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT), Parkinson-Krankheit, subkortikale
arteriosklerotische Enzephalopathie, progressive supranukleäre Parese,
Multisystematrophie und, selten, die Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung.
Außer einem
fortgeschrittenen
Alter sind
keine
besonderen
Risikofaktoren
für DLB
bekannt. Der
genetische Hintergrund der Erkrankung ist ungeklärt. Magnetresonanz-Imaging und
Single-Photon-Emission-Tomographie können zur Diagnose beitragen. Die Erkrankung
wird mit L-Dopa, atypischen Neuroleptika (nach manchen Berichten verursachen
auch diese häufig gravierende motorische Verschlechterungen mit 2-3 fach
erhöhter Mortalität, deshalb können sie, wenn nötig, nur sehr vorsichtig
eingesetzt werden), Acetylcholinesterasehemmern, blutdrucksteigernden
Medikamenten sowie, zur Besserung der neurogenen Blasenstörung, mit peripheren
Anticholinergika und Alpha-Rezeptorenblockern behandelt. Größere
Behandlungsstudien gibt es nicht. Wie die Patienten auf Antidepressiva,
Antiepileptika oder Benzodiazepine ansprechen ist unzureichend bekannt. Auf die
antidementive Therapie mit den zur Behandlung des M. Alzheimer zugelassenen
Acetylcholinesteraseinhibitoren sprechen DLB-Patienten nach den vorliegenden
Beobachtungen ausgesprochen gut an. Die Antwort auf L-Dopa-Gabe ist bei
DLB im Vergleich zum M. Parkinson sehr viel variabler und damit nicht sehr
hilfreich in der differentialdiagnostischen Einschätzung des Parkinson-Syndroms.
Die Patienten sprechen aber auf L-Dopa an und motorische Symptome sollten
nach McKeith 2002 damit behandelt werden. Besonders zu beachten ist eine erhöhte
Sensitivität auf Neuroleptika bei DLB Patienten, die zu einer massiven
Verschlechterung der motorischen und psychiatrischen Symptome führen können.
Diese Sensitivität geht sogar soweit, dass der Einsatz von Neuroleptika bei DLB
mit einer zwei- bis dreifach erhöhten Mortalität verknüpft ist. Der Verlauf ist
insgesamt eher ungünstiger als beim M. Alzheimer oder beim M. Parkinson, wobei
allerdings die Verschlechterungsrate der einzelnen Symptome letzteren
Erkrankungen entspricht. Viele Patienten versterben bereits 1-2 Jahre nach
Diagnosestellung.
Wiener Medizinische Wochenschrift, 152, 3-4,81 - February 2002
|
Voraussetzung für die Diagnose einer LK-Demenz ist ein fortschreitender
kognitiver Abbau, der zu einer Beeinträchtigung in üblichen sozialen oder
beruflichen Aktivitäten führt. · Mindestens zwei der folgenden
Hauptkriterien sind erforderlich für die Diagnose einer wahrscheinlichen
LK-Demenz. Mindestens ein Kriterium muß erfüllt sein für die Diagnose
einer möglichen LK-Demenz: |
| Fluktuierende kognitive
Leistungen mit ausgeprägten Veränderungen von Aufmerksamkeit und Wachheit |
| Rezidivierende,
ausgestaltete und detaillierte optische Halluzinationen |
| Spontane motorische
Parkinson-Symptome |
| Die
folgenden Kriterien stützen die Diagnose |
| Wiederholte Stürze |
| Synkope |
| Transiente
Bewußtseinsverluste |
|
Neuroleptika-Hypersensitivität |
| Systematisierter Wahn |
| Halluzinationen in anderen
Modalitäten |
| Die
Diagnose einer LK-Demenz ist weniger wahrscheinlich bei |
| Zerebrovaskulärer
Erkrankung, die sich in Form von neurologischen |
| Herdzeichen oder in der
Bildgebung zeigt |
| Hinweisen auf andere
Ursachen durch klinische und apparative Untersuchungen |
|
Unterscheidung mit
apparativen Untersuchungen |
| Untersuchung |
M. Alzheimer |
Lewybody- Demenz |
| CT/ Kernspin
|
generalisierte Atrophie am
medialen Temporallappen betont, Leukoaraiosen etwas vermehrt im Vergleich
zu Gesunden. |
der mediale Temporallappen ist
bei vielen Kranken von der Atrophie ausgespart. Leukoaraiosen etwas
vermehrt im Vergleich zu Gesunden. |
| HMPAO- SPECT (Blutfluss) |
Allgemein reduziert besonders
in der hinteren parieto- temporalen Region |
Allgemein reduziert besonders
okzipital, medialer Temporallappen ausgespart ( dort relativ normal) |
| FP-CIT-SPECT (präsynaptischer
Dopamintransporter). |
Normal, altersentsprechend |
Im Putamen reduziert, ähnlich
wie beim M. Parkinoson. |
| ApoE Genotyp |
e4 Allele vermehrt |
e4 Allele vermehrt |
|
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|
| Diagnose |
Aufmerksamkeit |
Gedächtnis |
Sprache |
Visuokonstruktion |
| M. Alzheimer |
+++ |
+++ |
++ |
++ |
| Lewy-Body- Demenz |
++ |
+ |
+ |
+++ |
| Fronto- temporale Demenz |
+++ |
+ |
++ |
+ |
| Vaskuläre Demenz |
++ |
++ |
+* |
++* |
| Depression |
+ |
+ |
- |
- |
| +=beeinträchtigt, ++=deutlich
beeinträchtigt, +++=stark beeinträchtigt, -= nicht beeinträchtigt, *=
lokalisationsabhängig nach Calabrese Psycho 28/2002 |
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Text]
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ist hier definitiv nicht, mich als Experten für irgendeines der in der
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