Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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Depression Seite 6

 

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Wie wird die Diagnose einer depressiven Episode gestellt
Hauptsymptome Zusätzliche Symptome

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  1. gedrückte Stimmung
  2. Interessen/Freudlosigkeit
  3. Antriebsstörung
  1. Konzentrationsstörungen
  2. mangelndes Selbstwertgefühl
  3. Schuldgefühle
  4. Hemmung/Unruhe
  5. Selbstschädigung
  6. Schlafstörung
  7. Appetitminderung/oder Appetitsteigerung

2 oder 3 Hauptsymptome sind vorhanden

2-4 andere Symptome sind vorhanden

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Bei Dauer von mehr als 2 Wochen besteht eine depressive Episode

 

Wie wird die Diagnose gestellt

2 Hauptsymptome (gedrückte Stimmung, Interessen/Freudlosigkeit, Antriebsstörung)         und   2-4 zusätzliche Symptome (Konzentrationsstörungen, mangelndes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, Hemmung/Unruhe, Selbstschädigung, Schlafstörung, Appetitminderung/oder Appetitsteigerung) ja

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Vergangenheit

2 oder 3 Hauptsymptome und 2-4 andere Symptome waren über mindestens 2 Wochen vorhanden

ja

Frühere manische Episode?

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Symptome dauern länger als 2 Jahre
Neindarrow.gif (1049 Byte) Ja arrowreu.gif (1004 Byte)
Nicht näher bezeichnete Depression (F39) Dysthymia (F34.1) Depressive Episode (F33 oder F32) Bipolare affektive Störung (F31)

 

Langzeitverlaufsuntersuchungen zeigen, dass nach einer Schweren Depression meist leichte Symptome zurückbleiben, auch dann, wenn diese nicht so schwer sind, dass sie die Diagnose einer erneuten depressiven Episode rechtfertigen, sind sie doch für die Betroffenen beeinträchtigend. Neuere Untersuchungen gehen eher davon aus, dass geringgradige depressive Syndrome wie dysthyme Störungen, wiederkehrende kurze depressive Episoden und subsyndromale symptomatische Depressionen mit den rezidivierenden depressiven Störungen zu einem Kontinuum gehören. Die Tendenz geht also dahin, dass es sich nicht um jeweils grundverschiedene Erkrankungen handelt sondern um Syndrome eines Krankheitsspektrums. Man geht davon aus, dass die Symptomatik der Betroffenen in diesem Spektrum je nach Lebensabschnitt, Belastungen und einfach im Verlauf der Zeit fluktuiert. KENNEDY et al.  Longitudinal syndromal and sub-syndromal symptoms after severe depression: 10-year follow-up study Br J Psychiatry 2004;184:330-336.ABSTRACT | FULL TEXT  

 

Bedauerlicherweise nimmt im Verlauf depressiver Störungen auch die Schwere der depressiven Episoden zu. Dies ist ein wichtiger Grund Depressionen zeitig und ausreichend intensiv auch prophylaktisch zu behandeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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