Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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Glossar Psychiatrie / Psychosomatik / Psychotherapie / Neurologie / Neuropsychologie

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Dakryoadenitis
akute Entzündung der Tränendrüse Ursache: · Masern,· Mumps,· Grippe,· Streptokokkeninfektion,· Staphylokokkeninfektion,· Pneumokokken,· Resistenzminderung, Folge:· lokale Druckschmerz unterhalb des äußeren oberen Orbitarandes,· sogenannte Paragraph... [Weiterlesen]


Dakrystisch
Ausbrüche von Weinen, z.B. bei einer Epilepsie.... [Weiterlesen]


Danon-Syndrom
lysosomale Speicherkrankheit, erbliche Stoffwechselstörung, auf dem X-Chromosom ist das Gen für LAMP-2, einem Protein der Lysosomen- Membran, beschädigt. Bei männlichen Kindern führt die Erkrankung oft bereits im Jugendalter und bei Frauen im... [Weiterlesen]


Deduktion
Methodisches Schlussfolgern, bei dem aus allgemeinen Gesetzmäßigkeiten spezifische Sachverhalte abgeleitet werden. Deduktion ist das Gewinnen von Einzelerkenntnissen aus allgemeinen Theorien.... [Weiterlesen]


Defensive Medizin oder Defensivmedizin
Die Ausübung seines Berufes bringt für den Arzt nicht nur medizinische Gefahren, wie die Ansteckung mit einer gefährlichen Erkrankung, bedrohlicher sind für die meisten Ärzte die juristischen Gefahren des Berufes. Gemeint ist mit Defensivmedizin die... [Weiterlesen]


Degeneration
Entartung oder Untergang zellulärer Strukturen oder Funktionen infolge Schädigung der Zelle. ... [Weiterlesen]


Depressive Episode Depression
Bei den typischen leichten , mittelgradigen oder schweren  Episoden, leidet der betroffene Patient unter einer gedrückten Stimmung und einer Verminderung von Antrieb und Aktivität. Die Fähigkeit zu Freude, das Interesse und die... [Weiterlesen]


Déjà-entendu-Erlebnis
Erinnerungstäuschung im Bereich des Hörens (Paramnesie)... [Weiterlesen]


Déjà-vecu-Erlebnis
Erinnerungstäuschung im Bereich des Erlebens- schon einmal erlebt. (Paramnesie).... [Weiterlesen]


Déjà-vu-Erlebnis
Erinnerungstäuschung im Bereich des Sehens (Paramnesie). Es entsteht der fälschliche Eindruck, dass man ein Erlebnis bereits einmal identisch erlebt hätte. Das Phänomen ist manchmal in der Parapsychologie Anlass zu Spekulationen. Dèjá vu Erlebnisse... [Weiterlesen]


Delinquenz
=Straffälligkeit... [Weiterlesen]


Delirium oder Delir
Ein Delirium ist ein ätiologisch unspezifisches Syndrom, das charakterisiert ist durch gleichzeitig bestehende Störungen des Bewusstseins und der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, des Denkens, des Gedächtnisses, der Psychomotorik, der Em... [Weiterlesen]


Delirium tremens
Diese charakteristische exogene Psychose kann durch verschiedene Ereignisse provoziert werden oder spontan auftreten. Das spontane Delir galt als Exzeß-Delir, aber auch ihm geht eine wenigstens relative Alkoholabstinenz immer voraus. Dagegen... [Weiterlesen]


Demenz
Siehe im entsprechenden ausfühlichen Kapitel Demenz Alzheimer allgemein historisches Alzheimers Krankengeschichte Was es sonst noch sein könnte Medikamente zur Behandlung der Demenz ... [Weiterlesen]


Denervierung
Partieller oder kompletter Funktionsausfall eines Organs bzw. Organsystems infolge (Degeneration der nervalen Verbindungen). Auch im EMG sichtbare Denervierungspotentiale ... [Weiterlesen]


Denny-Brown-Syndrom
Paraneoplastisches Syndrom bei kleinzelligem Bronchuskarzinom mit distal betonten Parästhesien, Schmerzen, eingeschränkter Tiefensensibilität und frühzeitigen autonomen Dysfunktionen. Ursächlich ist eine Ganglionitis mit sekundärer axonaler... [Weiterlesen]


Denken und Sprache
Der Brockhaus definiert Denken so: „Denken ist die Fähigkeit des Menschen, die Umwelt nicht nur unmittelbar wahrzunehmen, sondern sie, einschließlich vergangener und zukünftiger Änderungen, innerseelisch zu repräsentieren. Dies geschieht durch... [Weiterlesen]


Denkstörungen, formale
Gehemmt: Der Patient empfindet, dass das gesamte Denken wie gebremst, unregelmäßig oder stockend, wie gegen Widerstände, vonstatten geht. Die Erschwerung des Denkablaufes  hinsichtlich Tempo, Inhalt und Zielsetzung kann nicht behoben... [Weiterlesen]


Depersonalisationserleben
Depersonalisationserleben liegt vor, wenn Betroffene das Gefühl haben: "Ich bin nicht mehr ich selbst". Hierbei kann es vorkommen, dass die Kranken ihren Körper oder ihre Bewegungen so erleben, als ob sie sich von außen selbst zusehen würden.... [Weiterlesen]


Depravation
Persönlichkeitsnivellierung mit Selbstvernachlässigung und Verwahrlosung ... [Weiterlesen]


Deprivation
Wegfall äußerer Sinnesreize. ... [Weiterlesen]


Derealisationserleben
Derealisationserleben liegt vor, wenn Betroffene ihre Umwelt als nicht mehr vertraut, als fremdartig oder auch als räumlich verändert erleben und das Gefühl haben: "Alles um mich herum ist so unwirklich, so verändert". Dadurch wirkt die Umwelt für... [Weiterlesen]


Dermatillomanie
(ausführliches unter Kratzwunden psychogenen Ursprungs) Betroffene fangen besonders bei inneren Spannungsgefühlen an die Haut zu inspizieren und dann daran zu manipulieren, es entstehen nicht selten tiefe Wunden in denen täglich gegraben wird. Die... [Weiterlesen]


Dermatom
Hautgebiet, das von einer aus dem Rückenmark ausgehenden Nervenwurzel versorgt wird. Entsprechend ein Myotom der Teil der Muskulatur der von einer aus dem Rückenmark ausgehenden Nervenwurzel versorgt wird. Bedeutsam in der Diagnostik von... [Weiterlesen]


Dermatomyositis
Autoimmunkrankheit mit Beteiligung der Haut und der Muskulatur; typische Symptome sind eine schmetterlingsförmige Gesichtsrötung sowie Schwäche und Schmerzhaftigkeit der Muskulatur. ... [Weiterlesen]


Dermatozoenwahn
Wahnhafte Befürchtung, Parasiten in der Haut zu haben. Diese Patienten kommen meist mit Dosen und Schächtelchen in denen sie ihre vermeintlichen Parasiten als Beweis gesammelt haben. Diese haben sie aus der Haut "ausgegraben". Diese Menschen haben... [Weiterlesen]


Dermoidzysten
0,5% aller intrakraniellen Tumoren, versprengte epitheliale Gewebe mit aus Strukturen der Epidermis und Adnexe, in den Wänden finden sich oft Haarfollikel und andere Hautanhangsgebilde ... [Weiterlesen]


Desorientiertheit
Verwirrtheit in Bezug auf Tageszeit, Situation, Datum, Jahreszeit (Zeit), darauf, wo man ist (Ort) oder wer man ist (Person) ... [Weiterlesen]


Desensibilisierung
Systematische Desensibilisierung in der Verhaltenstherapie :Der Klient gibt eine Hierarchie der Angstauslösenden Situationen an. Anschließend wird er entspannt und geht in sensu (in der Vorstellung) diese Situationen nach und nach durch. reziproke... [Weiterlesen]


Determiniertheit
Prinzip der psychischen Determiniertheit in der Psychoanalyse: Der Sinn dieses Prinzips ist, dass in der uns umgebenden physischen Natur auch in der Psyche nichts zufällig oder aufs Geratewohl geschieht. Jedes psychische Geschehen wird durch die... [Weiterlesen]


Devianz
Wenn sich das Wort auf eine bestimmte Verhaltensweise bezieht wird oft auch von Deviation gesprochen. Der Begriff Devianz wird hauptsächlich in der Soziologie verwendet. Andersartigkeit oder Abweichung des Verhaltens einer Person von der... [Weiterlesen]


Devic- Syndrom oder Devic- Erkrankung
gebräuchliche Bezeichnung für die Neuromyelitis optika, ein Syndrom mit einer akuten oder subakuten demyelinisierenden Myelitis (Rückenmarksentzündung) und einer einseitigen oder beidseitigen Optikuneuritis. Manchmal wird das Syndrom als eine... [Weiterlesen]


Dhat- Syndrom
Angst vor dem Verlust des Samens und damit der Lebensenergie. In China und Indien verbreitetes Angstsyndrom, das auch bei Einwanderern aus diesen Ländern vorkommt. Die Betroffenen glauben, dass sie durch... [Weiterlesen]


DHEA/S (Dehydroepiandrosteron/-sulfat)
Die biologische Bedeutung des adrenalen Androgens DHEA/S für den Menschen ist noch immer nicht eindeutig geklärt. DHEA/S wird nur beim Menschen und (nicht-menschlichen) Primaten in großem Umfang von den Nebennieren gebildet. Es zeigt einen... [Weiterlesen]


Diabetes insipidus
Durch exzessive Wasserausscheidung und Verlust der ADH-Gegenregulation werden z. T. bis 15 l am Tag Flüssigkeit verloren. Dementsprechend ist das Serumnatrium exzessiv erhöht (Werte um 160 mmol/l sind häufig), die Urinnatriumausscheidung ist... [Weiterlesen]


Diabetes mellitus
Diabetes mellitus ist der Sammelbegriff für unterschiedliche Störungen des Stoffwechsels, die zu einem Anstieg des Blutzuckers führen.Häufige hinweisende Symptome: vermehrter Durst, Müdigkeit, häufige Infekte, Kribbeln an den Füßen und Händen,... [Weiterlesen]


Diadochokineseprüfung
Fähigkeit, rasch aufeinander folgende Bewegungen auszuführen (diadochos = rasch aufeinander folgend), z.B. mit den Fingern beim Klavierspielen. Hierzu wird der Patient aufgefordert, rasch aufeinander folgende Pro- und Supinationsbewegurigen der... [Weiterlesen]


Diagnose
Erkennung einer Krankheit und ihre Benennung mit dem entsprechenden (wissenschaftlichen) Ausdruck. Die Fähigkeit oder Kunst eine Krankheit oder ein momentanes Zustandsbild an ihren Hinweiszeichen oder Symptomen zu erkennen und von anderen... [Weiterlesen]


Diencephalon:
=Zwischenhirn. Bestehend aus Epithalamus (Epiphyse, Habenula, Commissura epithalamica {posterior},Stria medullaris thalami), Thalamus, Adhaesio interthalamica, Hypothalamus, Chiasma opticum, Infundibulum, Tuber cinereum, Corpus mamillare. ... [Weiterlesen]


Differentialdiagnose oder Differenzialdiagnose
Abgrenzung einer Krankheit von anderen ähnlichen... [Weiterlesen]


Diphtherie
Kommt wieder vor. Einwanderung, Labors. Gaumensegelparese, Akkommodationsstörung, Abduzensparese beiderseits entwickeln sich ab der zweiten Krankheitswoche bei Rachendiphtherie (Infektion nicht immer bekannt!). Später können sich Paresen der Atem-... [Weiterlesen]


Diskrimination
Unterscheidungsleistung, die sich auf das Auseinanderhalten von Reizen bezieht... [Weiterlesen]


Disposition
Bei der Entstehung einer Erkrankung/eines Gesundheitsproblems spielen i.a. sowohl äußere als auch innere Faktoren und Umstände eine (mit)verursachende Rolle. Mit Disposition sind die inneren, in der Person liegenden Faktoren gemeint. Die Ursachen in... [Weiterlesen]


Dissektion der Halsschlagadern.
Dissektionen sind die zweithäufigste Ursache für Schlaganfälle bei jungen Patienten, am häufigsten zwischen dem 40. und 50 Lebensjahr. Die Häufigkeit wird mit 2,6-2,9/100.000/Jahr angegeben. Zu 3/4 ist die Arteria carotis, zu einem Viertel die... [Weiterlesen]


Dissimulation
Dissimulation ist definiert als herunterspielende Darstellung von Beschwerden. Bedingt ist Dissimulation zumeist durch das Verleugnen von Symptomen oder die Angst vor bedrohlichen Erkrankungen oder sozialer Ausgrenzung als Ausdruck eines psychischen... [Weiterlesen]


Dissonanz
Störung, die durch zwei widersprüchliche Denkvorgänge bedingt ist. Kognitive Dissonanz: Man geht bei diese Theorie davon aus, dass bestimmte Kognitionen miteinander in Konsonanz, sprich Übereinstimmung, oder Dissonanz, sprich Nichtübereinstimmung,... [Weiterlesen]


Dissoziation
Historisch wurden dissoziative Störungen unter dem Begriff hysterische Störungen eingeordnet. Wegen des diskriminierenden und missverständlichen Beiklangs dieses historischen Begriffs wurde die Nomenklatur geändert. In der ... [Weiterlesen]


Dissoziierte Sensibilitätsstörung
((Dissoziation= Trennung oder Aufspaltung)  Bei der dissoziierten Empfindungsstörung ist nicht die gesamte Oberflächensensibilität gestört, sondern nur die Schmerz- und Temperaturempfindung bei erhaltenem Berührungsempfinden . Der... [Weiterlesen]


Distal
„Weit entfernt von der Körpermitte", anatomisch-topographischer Begriff, das Gegenteil von proximal. ... [Weiterlesen]


Distraktoren
in der Wahrnehmungs- und Gedächtnispsychologie Reize (falsche Alternativen, Ablenker, falsche Antworten bei Tests..), die dem zu beachtenden Reiz möglichst ähnlich, aber dennoch nicht zu beachten sind. Distraktoren stellen also Stimuli dar, die... [Weiterlesen]


Dogma
Als nicht hinterfragbar dargestellte Überzeugung oder Lehrmeinung... [Weiterlesen]


Dominanter Erbgang
Das betroffene Gen (meist das kranke Gen gemeint)setzt sich gegenüber dem gesunden Gen in der Phänomenologie durch. Die Vererbung eines bestimmten Merkmals manifestiert sich in jeder Generation mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% ... [Weiterlesen]


Dopamin
Dopamin ist ein monoaminer Neurotransmitter. (Siehe auch unter Synapse) Parkinsonkranke leiden unter einem Mangel an Dopamin, der durch das Medikament L-Dopa teilweise ausgeglichen werden kann. Menschen mit schizophrenen Psychosen leiden an einem... [Weiterlesen]


Doppelbilder auch Diplopie
Doppeltsehen geht meist auf eine Lähmung der Augenmuskeln zurück, die Koordination beider Augäpfel ist dadurch nicht mehr gegeben. Neben einer Lähmung Augenmuskeln, die auf eine Schädigung des betreffenden Nerven bei peripherer Ursache... [Weiterlesen]


Doppelblindversuch
„Goldstandard“ der Medizin ist die doppelblinde, randomisierte (und damit kontrollierte) klinische Prüfung, die sich durch drei Punkte auszeichnet (Friedmann LM, Furberg CD, DeMets DL: Fundamentals of clinical trials. 3. ed. New York: Springer... [Weiterlesen]


dominante Hemisphäre
bei Rechtshändern die linke Hirnhälfte, Brocas Regel besagt, Diejenige Hemisphäre, welche die Sprache kontrolliert, liegt der bevorzugten (dominanten) Hand gegenüber.. Die Hemisphärendominanz entwickelt sich erst im Verlauf der ersten Lebensjahre... [Weiterlesen]


Dopplersonographie
Dopplersonographie... [Weiterlesen]


Dot Counting Test
nach Rey 1941 und Lezak 1983, Das Zählen gruppierter Punkte sollte üblicherweise schneller gehen, als das Zählen nicht gruppierter Punkte. Die Anzahl der Punkte auf 12 Karten variiert von 7 bis 12, bei je sechs Karten sind die Punkte gruppiert... [Weiterlesen]


Downsyndrom
früher auch Mongolismus genannt Anmerkungen zum Begriff „Mongolismus auf der Seite von Menschen mit Down-Syndrom, Eltern & Freunde e.V.  Siehe auch Down-Syndrom-Netzwerk Langdon-Down beschrieb dieses Syndrom in seiner 1866... [Weiterlesen]


Drei-Welten-Modell (Eccles und Popper)
Das Modell versucht philosophische und neurophysiologische Modelle des Geistes zu vereinen. Zu den zwei „klassischen“ Ebenen: Körper und Geist kommt die dritte Ebene der Information. Die Ebenen werden Welten genannt und interagieren ständig... [Weiterlesen]


Drogenmißbrauch
Fortgesetzter Gebrauch trotz des Wissens um ständige oder wiederholte soziale, berufliche, psychische Schwierigkeiten oder körperliche Gefährdung. Missbrauch kann zur Abhängigkeit (= Sucht) führen. Eine Abhängigkeit kann dann... [Weiterlesen]


Drogennachweis
Der Drogennachweis erfolgt im Blut, Urin oder in Haaren. Blut ist am besten vor Manipulationen gesichert. Harn hat den Vorteil größerer Mengen und enthält weniger Substanzen, die mit der Analytik interferieren. Außerdem lassen sich Drogen im Harn... [Weiterlesen]


Drop Attacks
sind definiert als plötzlicher Verlust des Muskeltonus mit Hinfallen ohne Vorwarnung. Wenn ein Bewusstseinverlust dabei ist, ist in der Regel ein epileptischer Anfall oder eine Synkope die Ursache. Man hat... [Weiterlesen]


Drug Monitoring
Beim "Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)" soll durch Kontrolle der Serumspiegel die Effizienz der Medikamentenbehandlung gesteigert und deren Risiken vermindert werden. Alteingeführt und notwendig ist dies beispielsweise in der... [Weiterlesen]


dry eyes and mouth syndrome (DEMS
siehe unter Sicca Syndrom... [Weiterlesen]


DSM-IV
Siehe auch unter ICD. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders - Fourth Edition (DSM-IV), der American Psychiatric Association, Washington D.C., Klassifikationsschema für psychische Störungen, aktuell das DSM IV TR, oder... [Weiterlesen]


Duane-Syndrom
Angeborene Störung der Augenmotilität durch Innervationsanomalie oder mangelnde Ausbildung eines Augenmuskels. Bei entsprechender Blickwendung in die Gegenrichtung kommt es zur Retraktion statt Lateralbewegung des Auges. ... [Weiterlesen]


Duchenne-Muskeldystrophie
häufigste Muskeldystrophieform des Kindesalters, Beginn 2.-5. Lj., x-chromosomaler Erbgang, betrifft große Muskeln des Beckens und der Oberschenkel, Mitbeteiligung des Herzmuskels sowie Pseudohypertrophie der Waden, Ursache ist ein vollkommener... [Weiterlesen]


Dupuytren'schen Kontraktur
Bei der Dupuytren'schen Kontraktur (nach Guillaume Dupuytren (1777-1835)) kommt es zu einer Verkürzung der Palmarfascie und dadurch zu einer Beugekontraktur der Finger. Das Leiden ist erblich. Weiße Männer aus dem nordwestlichen Europa... [Weiterlesen]


Dyke Davidoff Masson Syndrom
infantile cerebrale Hemiatrophie einer Gehirnhälfte verursacht durch intrauterine und perinatale Carotisarterieninfarkte. Oft mit Anfällen, Minderbegabung und Hemiparese.... [Weiterlesen]


Dysarthrie
Mangelhafte Artikulation der Sprache aufgrund von Störungen der Muskelkontrolle. Am Sprechen sind insgesamt etwa 100 Muskeln beteiligt, jeder Muskel enthält über 100 motorische Einheiten, von denen in einem gegebenen Augenblick etwa 10 aktiv sind.... [Weiterlesen]


Dysarthrie mit Ungeschicklichkeit (oder leichter Lähmung) der Hand
engl.: dysarthria-clumsy hand syndrome (DCHS). Gemeint ist also eine (meist leichtere) Sprechstörung in Kombination mit einer Ungeschicklichkeit der Hand. Die Ungeschicklichkeit geht dabei nicht auf eine eindeutige Ataxie oder Lähmung zurück und ist... [Weiterlesen]


Dysdiadochokinese:
Einschränkung der Feinbeweglichkeit und Unfähigkeit, rasch aufeinander folgende Bewegungen (z.B. Finger) auszuführen.... [Weiterlesen]


Dyskinesie
Verzerrung von willkürlichen Bewegungen durch unwillkürliche Muskelaktivitäten. Paroxysmale kinesigene Dyskinesien (PKD) sind seltene Dyskinesien, die bei den Betroffenen durch eine Willkürbewegung ausgelöst werden und sich durch unilaterale... [Weiterlesen]


Dysmetrie
Koordinations– bzw. ataktische Störung. Zielunsicherheit. Falsches Abmessen einer Bewegung, zu kurz, zu weit, zu schwach, zu kräftig, z.B. auch unnötig weites Spreizen der Finger beim Ergreifen eines Gegenstandes, danebengreifen, zuweit ausholende... [Weiterlesen]


Dysmorphophobie
Auch als "Körperdysmorphe Störung", “dermatologische Hypochondrie,” "eingebildete Hässlichkeit", “Schönheitshypochondrie, ”Hässlichkeitskümmerer" bezeichnet. Ein attraktiver Körper und ein attraktives Äußeres wirkt... [Weiterlesen]


Dyspepsie, funktionelle
Mehr als drei Monate Schmerzen oder Missempfindung mit Hauptschmerzlokalisation im oberen Abdomen ohne klinische, biochemische, endoskopische oder sonographische Hinweise auf eine (bekannte) organische Erkrankung als eine mögliche Erklärung der... [Weiterlesen]


Dyspareunie
=Schmerzen während des Sexualverkehrs. Eine Dyspareunie tritt sowohl bei Frauen als auch bei Männern auf. Sie kann häufig einem lokalen krankhaften Geschehen zugeordnet werden- setzt also eine urologische oder gynäkologische Untersuchung für die... [Weiterlesen]


Dysphagie
Schluckstörung infolge Schwächung der Schluckmuskulatur. Unfähigkeit, den Speisebrei mit Hilfe der Zunge zwischen die Zähne und in den Rachen zu transportieren, den Nasopharynx beim Schlucken abzudichten und/oder die Speise so zu befördern,... [Weiterlesen]


Dysphorisch
Missmutige, unausgeglichene Verstimmtheit. Patient ist mürrisch, moros, nörgelnd ... [Weiterlesen]


Dyspnoe
subjektives Gefühl der erschwerten Atmung, unabhängig vom medizinischen Befund. Die Ursachen können ganz unterschiedlich, organisch wie psychisch sein: Anämie, Asthma, Angst, Schmerzen, Azidose, Bronchitis, erhöhter Hirndruck,... [Weiterlesen]


Dysplasie, fokale kortikale
Dysplasie bedeutet Fehlbildung oder Missbildung. Missbildungen der Hirnrinde bezeichnet man als kortikale Dysplasien, sind sie auf ein kleines Hirngebiet beschränkt nennt man sie fokal. Diese Missbildungen sind häufige Ursache fokaler Epilepsien... [Weiterlesen]


Dysprosodie
Gestörte Prosodie. Prosodie meint die Sprachmelodie und die lautliche Struktur der Sprache (Betonung, Tonhöhenbewegungen, Rhythmus und Intonation), diese ist sprachspezifisch. Abweichungen oder Verflachung in der Sprechmelodie, dem Sprechrhythmus,... [Weiterlesen]


Dyssomnie
Primäre Schlaf- oder Wachstörungen, die durch Schlaflosigkeit oder erhöhtes Schlafbedürfnis als bedeutsamste Symptome gekennzeichnet sind. Dyssomnien sind Störungen der Schlafmenge, der Schlafqualität oder des zeitlichen Ablaufs des Schlafs.... [Weiterlesen]


Dyssynergie
fehlendes oder mangelhaftes Zusammenspiel von agonistischen und antagonistischen Muskeln.... [Weiterlesen]


Dysthymia
Hierbei handelt es sich um eine chronische, wenigstens mehrere Jahre andauernde depressive Verstimmung, die weder schwer noch hinsichtlich einzelner Episoden anhaltend genug ist, um die Kriterien einer schweren, mittelgradigen oder leichten... [Weiterlesen]


Dystonie
mit überschießender Tonuserhöhung der Muskulatur einhergehende willkürliche und unwillkürliche Bewegung mit teilweise bizarrer Gliedmaßenstellung. Es bestehen dabei hypokinetische und hyperkinetische Aspekte der Bewegungsdysregulation. ... [Weiterlesen]


Dystonie, tardive
Ein extrapyramidales Symptom, das durch langsame und anhaltende Muskelspasmen, normalerweise in den Kopf- oder Nackenmuskeln, gekennzeichnet ist. Die tardive Dystonie ist eine seltenere Untergruppe tardiver (spät auftretender),... [Weiterlesen]


Dystrophie:
Muskelschwund, dessen Ursache auf Erkrankung des Muskels selbst beruht (keine Störung des peripheren Nervensystems)... [Weiterlesen]


Dystrophia myotonica Curschmann-Steinert
Autosomal-dominant vererbte Systemerkrankung (Defekt des Chromosom 19) mit den Leitsymptomen Muskeldystrophie, Myotonie, Augen- und Herzmuskelbeteiligung. Häufigste Form der beim Erwachsenen vorkommenden Muskeldystrophien mit charakteristischem... [Weiterlesen]


Depression
Siehe auf der Seite Depression Theorien zur Depression (psychoanalytische, verhaltenstherapeutische, biologische) Depression und Herzkreislauf-... [Weiterlesen]


Demozid
nach den meisten Definitionen jeder Mord im Auftrag oder mit expliziter Zustimmung einer Regierung oder von Teilen des Regierungsapparates, hoher Beamter oder eines Regimes. Die Unterscheidung zum Genozid ist nicht einheitlich, die Übergänge sind f... [Weiterlesen]


diabetische Retinopathie
Diabetische Retinopathien sind in den Industrieländern die wichtigste Ursache der Erblindung bei Menschen im arbeitsfähigen Alter. Da sie anfangs keinerlei Beschwerden verursacht, ist die regelmäßige... [Weiterlesen]


Dejerine-Spiller-Syndrom
mediale Medulla-oblongata-Läsion mit Ausfall des Nucleus N. hypoglossi (ipsilaterale Zungenlähmung), welche mit einer Läsion des ebenso medial lokalisierten Lemniscus medialis (kontralaterale Hemihypästhesie) und der basaler liegenden Pyramidenbahn... [Weiterlesen]


Designer-Drogen
Drogen, die ohne natürlich vorkommende Substanz aus verschiedenen Chemikalien hergestellt werden.  Beispiel Ecstasy ... [Weiterlesen]


Deutung
In der Psychoanalyse die Interpretation von Symptomen, Assoziationen und Träumen in Bezug auf deren unbewussten Antrieb, als Lösungsversuch von Trieb/Überichkonflikten, und Entwicklungsfixierungen. Die Deutung soll dabei... [Weiterlesen]


double-bind
In nicht ganz glücklicher deutscher Übersetzung auch Doppelbindungstheorie. Von Bateson ursprünglich als eine der Ursachen der Schizophrenie vermutete  Kommunikations- und Beziehungsstörung in lebenswichtigen (abhängigen) Beziehungen, die... [Weiterlesen]


Diskriminationstraining
Begriff aus der Verhaltenstherapie für das Erlernen von Unterschieden bezüglich Wahrnehmungen und Reaktionen für die bisher eine unangemessene Verallgemeinerung (z.B. alle Männer sind gewalttätig) benutzt wurde. Ziel ist also eine... [Weiterlesen]



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Das Glossar wurde unter Verwendung von Fachliteratur erstellt. Insbesondere dem ICD 10, dem DSM IV, AMDP- Manual, Leitlinien der Fachgesellschaften, Lehrbuch VT von J.Mragraf, Lehrbuch der analytischen Therapie von Thomä und Kächele, Lexika wie dem Pschyrembel, verschiedene Neurologie- und Psychiatrielehrbücher, Literatur aus dem Web, außerdem einer Vielzahl von Fachartikeln aktueller Zeitschriften der letzten 10Jahre. Möglicherweise sind nicht alle (insbesondere kleinere) Zitate kenntlich gemacht. Durch Verwendung verschiedener Quellen konnte eine Mischung aus den unterschiedlichen Zitate nicht immer vermieden werden. Soweit möglich wird dies angezeigt. Falls sich jemand falsch oder in zu großem Umfang zitiert findet- bitte eine E-Mail schicken.

 

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