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Glossar
Psychiatrie/Psychosomatik/
Psychotherapie/Neurologie/Neuropsychologie |
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wurde unter Verwendung neuester Literatur erstellt. Insbesondere
dem ICD 10, dem DSM IV, AMDP- Manual, Leitlinien der
Fachgesellschaften, Lehrbuch VT von J.Mragraf, Lehrbuch der
analytischen Therapie von Thomä und Kächele, Lexika wie
dem Pschyrembel, verschiedene Neurologie- und
Psychiatrielehrbücher, Literatur aus dem Web, außerdem
einer Vielzahl von Fachartikeln aktueller Zeitschriften der
letzten 10Jahre. Nicht alle (insbesondere kleinere) Zitate sind kenntlich
gemacht. Verständlicherweise konnte durch Verwendung
verschiedener Quellen eine Mischung aus den unterschiedlichen
Zitaten nicht immer vermieden werden. Soweit möglich
wird dies angezeigt. Nicht alles ist auf Anhieb
laienverständlich, da ich die Zusammenstellung auch für
mich selbst nutze, musste hier ein Kompromiss zwischen
Verständlichkeit und medizinischer und psychologischer
Exaktheit gefunden werden. Falls sich jemand falsch oder in zu
großem Umfang zitiert findet- bitte eine E-Mail
schicken. KM 19.4.2000 Siehe auch die ergänzenden Hinweise
unten auf dieser Seite.
PS
selbstverständlich wird das Glossar regelmäßig
aktualisiert werden.
|
| Eales-Krankheit
|
| seltene Vaskulitis (Gefäßentzündung) mit retinaler Angiitis manchmal auch meningoenzephalitischer und/oder myelopathischer Beteiligung.
|
|
|
| Eastchester Clapping Zeichen |
Das Eastchester Clapping Zeichen ist eine Untersuchungsmethode zum Nachweis eines
hemispatialen Neglects. Klatschen gehört zu den Bewegungen die Kinder im
spätestens Kindergartenalter (im Median mit 11
Monaten)
gut bewältigen können. Neurologen in Baltimore fiel auf, dass Patienten mit
einem hemispatialen Neglect bei Aufforderung zum Klatschen nur die eine Hand
benutzten und abrupt in der Mitte stoppten als ob ob sie an eine unsichtbare
Wand schlagen. Im Gegensatz dazu schlagen Patienten mit einer Halbseitenlähmung
über die Mittellinie auf auf ihre gelähmte Hand. Der Test ist einfach
durchzuführen und soll sehr zuverlässig Patienten mit einem hemispatialen
Neglect bei rechtsparietalen Läsionen erkennen können. Wie der Neglect
meist ein vorübergehendes Phänomen ist, so ist auch das Eastchester Clapping
Zeichen nur zeitweise vorhanden. Da rechthemisphärische Hirninfarkt mit Neglect
häufig nicht erkannt werden, ist die Methode dennoch eine einfache sinnvolle
Screeningmethode, die vielleicht im Einzelfall einen Verdacht auf einen sonst
nicht diagnostizierten Schlaganfall weckt. Immerhin scheint die Häufigkeit
von Lysebehandlungen bei rechtshirnigen Infarkten etwa 45% geringer zu sein als
bei linkshirnigen Infarkten, bei denen der Patient sich seiner Symptome bewusst
ist. |
|
Lyle W. Ostrow, Rafael H. Llina´s, Eastchester Clapping Sign: A Novel Test of
Parietal Neglect; Ann Neurol 2009;66:114–117 |
| Ebbinghaus-Konfiguration
|
Kleinere
Kontextkreise
lassen den
Testkreis
größer
erscheinen als
einen
identischen
Vergleichskreis,
während ein
Testkreis, der
von größeren
Kontextkreisen
umgeben ist,
kleiner
erscheint. In
einer Anzahl
psychophysischer
Untersuchungen
wurde gezeigt,
dass das Ausmaß
dieser
Fehlschätzung
des Testkreises
mit steigender
Größendifferenz
zwischen Test-
und
Kontextkreisen
sowie mit
steigender
Anzahl der
Kontextkreise,
mit
verringerter
Distanz und
verringertem
Helligkeitskontrast
zwischen Test-
und
Kontextkreisen
zunimmt. |
|
Siehe unter
Wahrnehmung |
| Echinacea purpura - Echinazin- Sonnenhut- Präparate |
| Verschiedenen
Indianerstämme
nutzten
unterschiedliche
Zubereitungen
von
Sonnenhut-
Präparaten
gegen
verschiedenste
Leiden.
Von
Bläschen
im Mund,
bis zur
Behandlung
von
Zahnschmerzen,
Magendarmbeschwerden,
Schlangenbissen
oder der
Angst vor
Wasser.
Sonnenhut
wurde als
Tee,
Umschlag,
oder Rauch
angewendet.
im 17.-
19.
Jahrhundert
tauchten
dann in
verschiedenen
Sprachen
berichte
über diese
Anwendungen
auf, die
von
Händlern
oder
Übersetzer
von den
indianischen
Heilern
berichtet
wurden.
Die
damaligen
indianischen
Heiler
hatten
keine mit
heutigen
wissenschaftlichen
Erkenntnissen
vergleichbaren
Theorien
über
Krankheiten,
sie
konnten
den
Spontanverlauf
von
Krankheiten
nicht von
der
Wirkung
einer
Behandlungsmethode
unterscheiden.
Sonnenhut-
Präparate
werden bei
der
Vorbeugung
und
Behandlung
von
Infekten
der oberen
Luftwege
häufig
eingesetzt. Echinazin
sei ein
Antioxidanz
und
schadet
mit
Sicherheit
nicht und
hat auf
das
Abwehrsystem
des
Körpers
eine
positive
Wirkung
wird
behauptet. Echinazin
stärkt die
körpereigenen
Abwehrkräfte,
dies wurde
in
medizinischen
Studien
bewiesen,
es ist ein
ausgezeichnetes
Immunstimulans
behaupten
viele, die
Nebenwirkungen
beweisen
diese
Behauptungen.
Real haben
Studien
keine
eindeutige
vorbeugende
Wirkung
nachweisen
können.
Eine
Doppelblindstudie
an Kindern
(2-11
Jahre, 707
Infekte
der oberen
Luftwege
bei 707
Kindern,
davon 337
behandelte
mit Echinacea
und 370
mit
Placebo.)
bestätigt
die
Wirkungslosigkeit
von
Echinacea
purpura
Extrakten
zur
Infektbehandlung.
Die Eltern
(die nicht
wussten ob
das Kind
Wirkstoff
oder
Plazebo
erhielt),
berichteten
über die
Dauer, den
Schweregrad
der
Symptome
und
Nebenwirkungen.
Untersucht
wurde auch
der
Schweregrad
der
Symptome,
die Anzahl
der Tage
mit den
schwereren
Symptomen,
die Anzahl
der Tage
mit
Fieber,
und die
allgemeine
Einschätzung
der
Schwere
der
Erkrankung
der
Kinder.
Bei
Wirkungslosigkeit
traten
allerdings
Nebenwirkungen
auf,
Hautauschläge
wurden bei
7,1% der
Kinder die
mit
Echinacea
behandelt
wurden
beobachtet,
bei
Behandlung
mit
Placebo
waren es
nur 2,7%,
der
Unterschied
in den
Nebenwirkungen
war
statistisch
signifikant.(
p=0,08).
Eine 2005
veröffentlichte
placebokontrollierte
Doppelblindstudie
mit 437
Freiwilligen
die mit 3
verschiedenen Echinazinpräparationen
vorbeugend
behandelt
wurden und
einem
Schnupfenvirus
ausgesetzt
wurden,
sah keine
Wirkung
auf
Symptome
oder
Immunantwort
durch die Echinazinpräparationen.
Vor
allergischen
Reaktionen
auf Echinacea
wird seit
Jahren
gewarnt.
Eine
Sensibilisierung
soll
besonders
bei
Allergikern
weit
verbreitet
sein, in
einer
Studie
reagierten
20 von 100
atopischen
Patienten,
von denen
97 niemals
Echinacea
verwendet
haben
positiv
auf einen
Hautpricktest
mit dem
Extrakt.
Kreuzreaktivität
mit
anderen
Pflanzenprodukten
aus Beifuss,
Sonnenblumen
und
Chrysanthemen
scheinen
hier eine
Rolle zu
spielen.
Besonders
aufrüttelnd
ist eine
Bericht
über eine
akute
disseminierte
Encephalomyelitis
(ADEM,
ein
MS
ähnliches
Krankheitsbild)
nach
Impfung
mit
Echinaceahaltigen
Produkten.
Wobei
ähnliches
auch von
anderen
parenteral
applizierten
Pflanzenextrakten
berichtet
ist.
Insgesamt
sind damit
bei
Anwendung
erhebliche
Nebenwirkungen
gesichert,
eine
Wirkung in
der
Vorbeugung
und
Behandlung
von
Erkältungskrankheiten
ist nicht
gesichert.
Besonders
Menschen,
die zu
Allergien
neigen
sollten
auf die
Anwendung
verzichten.
Auch für
alle
anderen
gilt, dass
sie das
Geld
besser
anders
verwenden
sollten.
Auch andere pflanzliche Produkte gegen Erkältungen sind nicht immer ungefährlich. Jedenfalls scheint die Rate bekannter Nebenwirkungen hauptsächlich von der Dauer für die das Präparat auf dem Markt ist und der Verordnungshäufigkeit abzuhängen. Das Arzneitelegram berichtet zu Umckaloabo einem Extrakt aus den Wurzeln einer südafrikanischen Geranienart (Pelargonium sidoides) über den Verdacht auf Leberschädlichkeit. Bekannt sind auch Magen-Darm-Störungen wie Sodbrennen, Übelkeit und Durchfall, Zahnfleisch- und Nasenbluten, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag, Urtikaria und Pruritus sowie Gesichtsödem, Dyspnoe und Blutdruckabfall. |
- Charrois et al.
Echinacea. Pediatr. Rev.
2006;27:385-387.FULL
TEXT
- Barrett et al.
Treatment of the Common Cold with Unrefined Echinacea: A Randomized,
Double-Blind, Placebo-Controlled Trial ANN INTERN MED
2002;137:939-946.
ABSTRACT |
FULL TEXT
- Koenig and Roehr
Does treatment with Echinacea purpurea
effectively shorten the course of upper respiratory tract infections in
children? Arch. Dis. Child. 2006;91:535-537.
FULL TEXT
- Schwarz et al.
Acute disseminated encephalomyelitis after parenteral therapy with herbal
extracts: a report of two cases J. Neurol. Neurosurg.
Psychiatry 2000;69:516-518.
ABSTRACT |
FULL TEXT
- Cohen, H. A., Varsano, I., Kahan, E.,
Sarrell, E. M., Uziel, Y. (2004). Effectiveness of an Herbal Preparation
Containing Echinacea, Propolis, and Vitamin C in Preventing Respiratory
Tract Infections in Children: A Randomized, Double-blind, Placebo-Controlled,
Multicenter Study.
Arch Pediatr Adolesc Med 158: 217-221
- James A. Taylor; Wendy
Weber; Leanna Standish; Hal Quinn; Jenna Goesling; Mary McGann; Carlo
Calabrese, Efficacy and Safety of Echinacea in Treating Upper Respiratory
Tract Infections in Children: A Randomized Controlled Trial, JAMA.
2003;290:2824-2830.ABSTRACT
| FULL TEXT
| PDF ,
- Dieter Melchart; Ellen
Walther; Klaus Linde; Roland Brandmaier; Christian Lersch Echinacea Root
Extracts for the Prevention of Upper Respiratory Tract Infections: A
Double-blind, Placebo-Controlled Randomized Trial Arch Fam Med.
1998;7:541-545.
ABSTRACT
| FULL TEXT
| PDF
- Predy et al.
Efficacy of an extract of North American ginseng containing
poly-furanosyl-pyranosyl-saccharides for preventing upper respiratory tract
infections: a randomized controlled trial CMAJ
2005;173:1043-1048.
ABSTRACT |
FULL TEXT
-
arznei - telegramm 2002; Jg. 33, Nr. 11
- Yale and Liu Echinacea
purpurea Therapy for the Treatment of the Common Cold: A Randomized,
Double-blind, Placebo-Controlled Clinical Trial Arch Intern Med
2004;164:1237-1241.
ABSTRACT |
FULL
TEXT
- Barrett et al. Treatment of
the Common Cold with Unrefined Echinacea: A Randomized, Double-Blind,
Placebo-Controlled Trial Ann Intern Med 2002;137:939-946.
ABSTRACT |
FULL TEXT
- Schwarz et al. Acute
disseminated encephalomyelitis after parenteral therapy with herbal extracts:
a report of two cases J. Neurol. Neurosurg. Psychiatry 2000;69:516-518.
ABSTRACT |
FULL TEXT
- Turner et al. Ineffectiveness
of Echinacea for Prevention of Experimental Rhinovirus Colds Antimicrob.
Agents Chemother. 2000;44:1708-1709.ABSTRACT
| FULL TEXT
- R. B. Turner et al., An
Evaluation of Echinacea angustifolia in Experimental Rhinovirus Infections N
Engl J Med 2005;353:341-8.
Abstract
Full Text
PDF
- Leitlinie der DGN zur
ADEM
- ALLERGISCHE REAKTIONEN UNTER
PELARGONIUM-EXTRAKT (UMCKALOABO) arznei-telegramm 2007; 38: 118, Pelargonium
(UMCKALOABO) hepatotoxisch
a-t 2006; 37: 41-2,
- UMCKALOABO, DIE LEBER UND SPITZNER
a-t 2006; 37: 58-9,
- WAS IST DRAN AN UMCKALOABO?
a-t 2003; 34: 28-9
- C. M. Filley and B.K.
Kleinschmidt-DeMasters Toxic
Leukoencephalopathy N. Engl. J. Med., August 9, 2001; 345(6): 425 -
432.
[Full Text]
|
| Echolalie |
| Krankhaftes, papageienhaftes und anscheinend sinnloses Wiederholen (wie ein Echo) von Worten oder Satzteilen, die unmittelbar vorher von einer anderen Person ausgesprochen wurden. Dabei werden Worte oder Satzteile oft leicht umgestellt oder die Pronomina oder Verben angepasst. Beispiel: Frage: Wo wohnen Sie? Antwort: Wo wohne ich... Echopraxie Wiederholung der Bewegung einer anderen Person durch Imitation. Die Bewegung ist nicht gewollt oder beabsichtigt und hat eine halbautomatisierte, nicht kontrollierbare Qualität. Echolalie und Echopraxie treten, laut Rothenberger, in 11 bis 44 % aller Fälle von Tourette Störung auf . Die Betroffenen haben bei einer Echolalie die Neigung das, was sie gerade gehört haben, unabhängig vom Inhalt, nachzuahmen. Dabei kann es sich auch um Inhalte oder Sprechweisen handeln, die sie als dumm, vulgär oder geschmacklos bewerten und daher eher ablehnen als bewundern. Echopraxie bedeutet das Imitieren von Handlungen und Gesten anderer Personen. Beobachtungen brennen sich in das Denken ein und der Impuls, diese Bewegungen oder Handlungen auch durchzuführen, wird immer stärker, bis es nicht mehr unterdrückt werden kann. Diese Bewegungen können sich dann auch als neuer Tic manifestieren. Ebenso kann dieses Phänomen bei der Palilalie vorkommen, welche bei 6 bis 15 % aller Tourette-Erkrankten beobachtet wird. Die Personen wiederholen eigene Äußerungen oder Worte.
|
|
|
| Ecstasy |
Die
Droge hat verschiedene Namen wie MDMA, X, M, E, XTC, rolls, beans,
Clarity, Adam,
Cadillac, Essence, Eve, Love, Pille,
lover’s speed, hug drug.
Daneben sind ähnlich wirkende Abwandlungen auf dem "Markt",
MDA, MDEA, MBDB,
Der
Konsum der Modedroge Ecstasy nimmt bei Jugendlichen stark zu.
Parallel dazu häufen sich Berichte über schwere neurologische,
psychiatrische und internistische Komplikationen nach Gebrauch von
Ecstasy. Reines MDMA ist eine weiße kristalline Masse und sieht
normalerweise wie weißes Pulver aus. Die Substanz, die sehr lange
haltbar ist, zersetzt sich weder an der Luft noch im Licht.
Charakteristisch ist ein prägnanter starker und bitterer Geschmack.
MDMA ist die Abkürzung für die chemische Formel
3,4-Methylendioxy-N-Methylamphetamin. Es gehört zur Gruppe der
Phenetylamine, wozu auch Amphetamine und diverse Halluzinogene (z.B.
Meskalin) gehören. Erstmals synthetisiert wurde MDMA in den
Forschungslabors der Darmstädter Firma Merck als es bei Versuchen
zur Herstellung eines gefäßzusammenziehenden und blutstillendes
Mittels als Abfallprodukt anfiel, (MDMA wurde hergestellt in dem man
bromiertes Safrol (Safrylamin) mit einer Methylaminlösung reagieren
ließ). Am 24.12.1912 wurde von der Firma Merck das Patent auf eine
Gruppe von Stoffen anmeldet, zu denen auch MDMA gehörte. Aber erst
zwei Jahre später, am 16.05.1914 vergab das kaiserliche
Patentamt das Patent an die Firma, um eine konkrete Verwendung oder
pharmakologische Prüfung ging es damals nicht, die Patentierung
erfolgte um ein Patent auf Zwischenprodukte zur Herstellung
therapeutisch wirksamer Verbindungen zu haben.
1927 hoffte Merck auf eine dem Ephedrin
oder Adrenalin ähnliche Wirkung und prüfte auch pharmakologisch.
Im
Laufe des Jahres 1985 trat Ecstasy ins Rampenlicht der
Öffentlichkeit, als eine kleine Gruppe von Leuten die
amerikanische Drug Enforcement Agency DEA (zuständig für die
Beschaffung von Informationen über den internationalen Drogenhandel)
verklagt hatte, weil die DEA Ecstasy verbieten wollte. Durch diese
Kontroverse und die damit verbundene Präsenz in der Presse
verbreitete sich Ecstasy in ganz Amerika. Verwendung hauptsächlich
in der Technoszene, Clubs und in speziellen Szenen. So hat laut
einer Befragung von 1997 von 1.674 Partybesuchern im Berliner Raum
etwa jeder zweite Besucher schon zumindest einmal Ecstasy
konsumiert. E. wird deshalb im englischen Sprachraum auch als
Clubdroge bezeichnet. Innerhalb des engen Zeitfensters von 6 Stunden
vor oder nach dem Ecstasy-Konsum werden laut Dr. Tossmann zusätzlich
konsumiert: Cannabis (71 %), Alkohol (66 %), Amphetamine (30 %),
Kokain (25 %). D. h. nicht nur die allgemeine Affinität zum
Drogenkonsum ist groß, es gibt auch eine relativ hohe Prävalenz des
Mischkonsums. Nur bei 11 Prozent aller Ecstasy-Konsumenten ist kein
Mischkonsum feststellbar. Ecstasy ist also in aller Regel in ein
Muster des Mischkonsums eingebettet, weshalb die derzeit
vorliegenden Ergebnisse der medizinischen Ecstasy- Forschung
unbefriedigend bleiben.
Ecstasy kann 3-4 Tage nach dem Konsum im Urin nachgewiesen werden.
Mit Haaranalysen ist es zu 90 Tage nach der letzten Einnahme
nachweisbar. Fast
immer auftretende Nebenwirkungen sind ein trockener Mund
sowie Appetitverlust. Sehr oft wird von verschiedenen
Muskelreaktionen berichtet. Dazu gehören ein verkrampfter Kiefer,
Augenzittern, Muskelzuckungen, Übelkeit und Krämpfe. In der Regel
gehen diese ca. eine Stunde nach der Einnahme vorüber, sind
allerdings bei häufigem Gebrauch und höherer Dosierung ausgeprägter.
Eine Langzeitnebenwirkung ist Gewichtsverlust. Dies ist auf die
Abnahme des Hungergefühls und die körperliche Bewegung während eines
Raves oder einer Party zurückzuführen. Die meisten Leute sind nach
der Einnahme von Ecstasy sehr erschöpft. Ecstasykonsumenten zeigen
bei neuropsychologischen Studien in mehreren untersuchten Bereichen
(Daueraufmerksamkeit, Kurz- und Langzeitgedächtnis) deutliche
Beeinträchtigungen im Vergleich zu Probanden mit reinem
Cannabiskonsum. Komplikationen nach Ecstasyeinnahme: Tachykardie,
Panikstörung, Konvulsionen, Elektrolytstörungen, Hypertension,
paranoide Psychose, zerebrovaskulärer Infarkt, Störung der
Thermoregulation mit (Hyperpyrexie, Rhabdomyolyse, DIG), Hitze-und
Kältewallung, atypische Psychose, Subarachnoidalblutung
Nierenversagen, Nausea, depressives Syndrom, zerebrale
Sinusvenenthrombose, nicht-infektiöse Hepatitis, Vomitus,
Depersonalisationssyndrom, Lagophthalmus, Kreislaufdysregulation,
Mydriasis, Verhaltensauffälligkeit, Arrythmien Nystagmus,
Flashbacks, Kammerflimmern, Mundtrockenheit, Hyperreflexie,
Gangunsicherheit, Trismus, Bruxismus, Tremor, Harndrang, Zerebrale
Krampfanfälle gehören zu den in der Literatur am häufigsten
geschilderten Krankheitsbildern des ZNS nach Ecstasyeinnahme.
Stimulierende sogenannte
Designerdrogen aus der Ecstasygruppe werden zunehmend häufig,
insbesondere von Jugendlichen konsumiert. Aus einer Untersuchung des
Max-Planck-Institutes geht hervor, dass 4% der Männer und 2% der
Frauen im Alter zwischen 14 - 25 Jahren "Ecstasy" konsumiert haben.
(Wittchen et al 1996). Die vielschichtigen Wirkungsweisen von
Ecstasy, die pharmakologisch einige Eigenschaften mit den
Amphetaminen und den Halluzinogenen gemeinsam haben, determinieren
verschiedene psychiatrische Störungen, wie z.B. Schlafstörungen,
denen eine zunehmende klinische Bedeutung zukommt. Aufgrund der
chemischen Verwandtschaft von Ecstasy und klassischen Amphetaminen
sind amphetaminähnliche Wirkungen auf die Schlafarchitektur zu
erwarten. Bei MDMA-Konsum kommt es auch langfristig zu einer
Beeinträchtigung der Gedächtnisleistungen.
Reneman, L. et al., Cortical
Serotonin Transporter Density and Verbal Memory in Individuals Who
Stopped Using 3,4-Methylenedioxymethamphetamine (MDMA or "Ecstasy"),
Arch Gen Psychiatry 58 (2001) 901-906.
Die Abnahme der
5-HT-Transporter auf zerebralen Neuronen hingegen scheint reversibel
zu sein und nicht ursächlich mit dem Verlust der kognitiven
Fähigkeiten zusammenzuhängen. Dabei ist bekannt, dass eine
Verminderung der Serotoninrezeptordichte mit Depressionen
einhergeht. In einer experimentellen placebokontrollierten Schlaf-EEG-Untersuchung
mit 6 gesunden Probanden fanden sich unter Gabe von 140 mg MDE
amphetaminähnliche Effekte mit Verminderung von Schlafzeit,
Schlafeffizienz und REM-Schlaf sowie eine Vermehrung der
intermittierenden Wachzeit (Gouzoulis et al 1992).
Interessanterweise wurde bei einzelnen Probanden der Tiefschlaf und
die zyklische Schlafarchitektur nicht unterdrückt. In klinischer
Hinsicht sind Schlaflosigkeit, Müdigkeit und Erschöpfung nach dem
Konsum von Ecstasy ein inzwischen weit verbreitetes Phänomen.
Polysomnogramme von Ecstasy-Dauerkonsumenten zeigen signifikant
weniger Schlaf als bei gesunden Kontrollen, insbesondere zeigte sich
eine Reduzierung des Non-REM-Schlafes, wobei insbesondere Stadium II
betroffen war (Allen et al 1993).In Einzelfällen ließen sich die
Einschlaf- und Durchschlafstörungen dieser Konsumenten mit
Trimipramin bessern. Da nicht wenige Ecstasy-Dauerkonsumenten auch
komorbide Störungen wie Depressivität aufweisen, sind
schlaffördernde trizyklische Antidepressiva vorzuziehen, da diese
auch eine entspannende und angstdämpfende Wirkung aufweisen. Mehrere
Untersuchungen scheinen darauf hinzuweisen, dass unter MDMA die
Serotoninrezeptordichte abnimmt. Frauen scheinen dafür anfälliger zu
sein. Dies könnte eine Erklärung für depressive Syndrome nach
längerem exzessivem Gebrauch zu sein. Ähnliche Effekte sollen bei
einer Vielzahl von Tieren bekannt sein. Der Effekt soll im Laufe
eines Jahres reversibel zu sein.
Drei Dosen von MDMA, hochgerechnet jeweils der Inhalt einer
Ecstasy-Tablette, führten im Primatenexperiment zu einer 60-80%-igen
Depletion von Dopamin im Striatum. Es gibt deshalb Befürchtungen,
dass Ecstasy-Konsumenten ein erhöhtes Risiko haben, im späteren
Leben an einem Morbus Parkinson zu erkranken.
Science zu Dopamin und Ecstasy(Science 2002; 297: 2260–63).
Ecstacy auf den Seiten des National Institute on Drug abuse.
Mehr als ein Viertel der User, weisen nach einer Studie von R.
Thomasius, innerhalb eines Jahres psychotische Störungen auf,
insbesondere Halluzinationen, Personenverkennungen oder
Wahnvorstellungen auf. Dabei sind Dauerkonsumenten mit fast 50
Prozent besonders stark betroffen. .Eine
Befragung regelmäßiger User (mehr als 100x insgesamt im
Leben) ergab eine erhebliche Summe von Symptomen mit großer
Häufigkeit. Gedächtnisstörungen (73%), Konzentrationsstörungen
(70%), Depressionen (65%), Angst (60%), Schlafstörungen(52%),
Gewichtsverlust (48%), und Tremor (38%). Schon 14% von 109
Novizenusern (1–9x im Leben) berichten über Tremor. (möglicherweise
eben ein Hinweis auf den drohenden M. Parkinson. (Hum
Psychopharmacol Clin Exp 2002; 17: 309–12), Von Tierversuchen gibt
es klare Hinweise auf neurotoxische Langzeitschäden durch Ecstasy-
Konsum. Aufgrund des jetzigen Forschungsstandes sind solche
langfristigen Veränderungen zumindest bei starken Konsummustern
wahrscheinlich. Es geht in die Richtung, dass insbesondere Probleme
mit dem Gedächtnis und in der Lernfähigkeit auch langfristig
bestehen könnten, und das könnte zu Problemen im schulischen,
beruflichen und im Ausbildungsbereich führen, aber letzten Endes
könnte es auch die Fähigkeit beeinträchtigen, sich an schöne Dinge
zu erinnern, die man erlebt hat. Kurz: Die selbstbestimmte
Lebensführung kann beeinträchtigt werden.
Langzeitprobleme nach Aufgabe des MDMA -Missbrauchs:
Zähneknirschen, Muskelschmerzen und Verspannungen, Rückenschmerzen,
Nackenschmerzen. Zu Beginn tritt ein hoher Blutdruck auf,
längerfristig wird dieser erniedrigt, das vegetative Nervensystem
gerät durcheinander. Ein Fall von M. Parkinson und längerfristige
Abduzensparesen wurden berichtet und sollen auf eine Schädigung
dopaminerger Neurone zurückgehen. Langdauernde Gedächtnisstörungen,
Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen, größere Impulsivität.
mangelnde Selbstkontrolle, Panikattacken, wiederkehrende Paranoia,
Halluzinationen, Depersonalisationserlebnisse, Flashbacks und sogar
psychotische Episoden lange nach Beendigung des Konsums. Schwere
Depressionen, die manchmal nicht auf Behandlung ansprechen. (siehe
CMAJ • October 2, 2001; 165 (7))
liquid Ecstasy
ist mit Ecstasy (Methylendioxymethamphetamin oder MDMA) nicht
verwandt. Es handelt sich bei liquid Ecstasy um Gamma-Butyrolacton
(GBL). GBL wird industriell z.B. zum Graffitientfernen, oder in
acetonfreien Nagellackentfernern verwendet. Die industrielle
Verwendung macht diese Droge leider sehr billig (bei trotzdem sehr
hoher Gewinnspanne der Dealer). Gammahydroxybutyrate sind endogene
Fettsäuren, die man in jeder Zelle des menschlichen Körpers findet.
Auch im Gehirn sind sie weit verbreitet. Die höchsten
Konzentrationen finden sich im Hypothalamus und den Basalganglien.
Nach Einnahme kommt es zu rascher Resorption, durch Hydrolyse dann
zu schneller Umwandlung in Gamma-Hydroxybuttersäure (GHB). Wird die
Droge geschluckt gelangt sie schnell ins Gehirn und führt zu
Verhaltensänderungen, die Substanz ist anxiolytisch, sedierend und
hat auch eine euphorisierende Wirkung. Ein Teil der Wirkungen ist
ähnlich der von Benzodiazepinen, Baclofen und Alkohol. Die etwas
salzig und seifenartig schmeckende Flüssigkeit ist geruchs- und
farblos, ein Vertrieb als
Tabletten oder Kapseln
ist ebenfalls möglich. Synonym wird es häufig auch als Liquid X,
Liquid XTC, Liqiud E, G-Juice, Fantasy, Somatomax, Firewater, G3,
Gamma 10, Cherry Meth, Easy Lay, Georgia Home Boy.. bezeichnet. GHB
ist eine synthetische Variante des hemmenden Neurotransmitters
Gamma-Aminobuttersäure (GABA).
GHB oder liquid Ecstasy wurde zeitweise als
intravenöses Narkosemittel verwendet, wegen zu geringer
schmerzlindernder Wirkung und zu häufigem Auftreten von Krämpfen und
Erbrechen wird es nicht mehr angewendet. Bei Sportlern und
Bodybuildern wird es Stimulans und Dopingmittel eingesetzt.
Abhängigkeiten werden bei Gelegenheitsnutzern kaum beobachtet,
kommen aber Bei Bodybuildern und bei Menschen die GHB für die
Selbstbehandlung ihrer Ängste und Schlafstörungen benutzen vor.
Häufige Nutzung führt dann zu einer Verschlimmerung
der Ängste und Schlafstörungen, viele missbrauchen die Droge dann
alle 2 bis 4 Stunden rund um die Uhr. Entzugssymptome treten dann
1bis 6 Stunden nach der letzten Einnahme auf, es kommt zu einem
Tremor, Ängste und Schlafstörungen, autonomer Dysfunktion und
Delirium. Die Entzugssymptome können bis zu 2 Wochen dauern und
episodenweise wieder kommen. Eine medizinische Überwachung mit
Kontrolle der Flüssigkeitsbilanz, des Blutzuckers und der
Elektrolyte ist sinnvoll, körperliche Anstrengungen sollten im
Entzug reduziert werden, oft ist eine vorübergehende Sedierung mit
hochdosierten Benzodiazepinen erforderlich. Antipsychotika oder
Antikonvulsiva sind nicht indiziert.
NEJM 2005; 352(26): 2721 - 2732. GHB soll neuerdings
in den USA wieder in der Behandlung von Narkolepsie eingesetzt
werden. GHB (Gamma-Hydroxy-Buttersäure) fällt ab dem 1. März 2002 in
Deutschland unter die betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften.
Mögliche schwerwiegende Nebenwirkungen sind
verlangsamter Herzschlag, Erbrechen, Atemdepression, vorübergehende
Bewusstlosigkeit und Koma. Todesfälle sind beschrieben, eine
längerfristige Einnahme kann zu Abhängigkeit und einem Wernicke-
Korsakoff-Syndrom führen.
Panikattacken
und damit auch der Beginn einer Angsterkrankung sind eine nicht
seltene Folge des Rausches.
Epilepsien, Herz und Nierenerkrankungen können sich
unter dem Medikament verschlimmern, die Gefahr von plötzlichen
Todesfällen ist hier besonders hoch. Bei einer Dosis von 10 mg/kg
kommt es nach einer viertel bis halben Stunde zu einer anterograden
Amnesie, bei 20 bis 30 mg/kg zu Schläfrigkeit, Schwindel und
Euphorie, bei 50 bis 70 mg/kg zu Verlangsamung von Herzschlag und
Atmung, und schließlich zum glücklicherweise meist reversiblen Koma
(mit dem Risiko des Erstickens an Erbrochenem). Nach dem Koma kommt
es zu schnellem Erwachen mit sofortiger voller Orientierung ohne
Hangover. Von den Nutzern erwünschte und gefährliche Dosen liegen
nahe bei einander. Während 30 bis 120 µg/ml für eine Wirkung
angestrebt werden ist die tödliche Plasmakonzentration bereits ab
260 µg/ml gegeben, eingenommen werden meist 0,5-3g die tödliche
Dosis liegt in der Regel ab 5g. Das Risiko ist also bei Erwerb über
den Schwarzmarkt mit unklarer Wirkstärke hoch. Noch schwieriger wird
die Einschätzung der Betroffenen dadurch, dass sich eine Toleranz
entwickelt, besonders nach einer Pause kann es dann zu einer
gefährlichen Überschätzung der Verträglichkeit kommen, da sich die
Toleranz wieder zurückgebildet hat. Ein Labor-Nachweis von GBL/GHB
ist in Serum (6 Stunden) und Urin (12 Stunden) möglich. Ein
Missbrauch der Substanz auch bei Sexualdelikten und eine
aggressionsfördernde Wirkung ist beschrieben, spielt aber vermutlich
keine große Rolle. Dennoch sind Fälle berichtet, in denen die
geruchslose Diskodroge verwendet wurde um junge Männer oder Frauen
gefügig zu machen unter Ausnutzung des Filmrisses für das Ereignis.
Ein Nachweis ist nur bei rascher Blutabnahme oder Urinkontrolle
möglich. Alkohol und Benzodiazepine werden allerdings weiter für
solche Zwecke häufiger benutzt.
|
Alkoholfolgen
Alkohol im
Straßenverkehr,
Drogenmißbrauch
Cannabis,
Heroin
Kokain
Raucher,
Synapse
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|
| EEG- Elektroenzephalogramm |
| Siehe unter EEG |
|
|
| Effektstärke |
| Effektstärke ist das wichtigste Maß zur Bestimmung/Berechnung der Wirkung
einer Behandlung, manchmal wird auch von Effektgröße gesprochen.
Effektstärke normiert dabei die Unterschiede zwischen den experimentellen
Gruppen auf die Streuung der Testwerte, versucht also Unterschiede zwischen den
Behandlungen die durch Streuung entstehen auszuschließen. Die Effektstärke
in klinischen Studien beschreibt das Ausmaß der Wirkung einer Verumbehandlung
gegenüber dem einer Plazebobehandlung. Bei einer Effektstärke von 0,2 wird nach
Cohen und nach Bortz und Döring von einen kleinen Effekt, 0,5 einen mittleren
und 0,8 einen starken Effekt ausgegangen. Werden Vorzeichen verwendet, bestätigt
eine positive Effektstärke die experimentell erwartete Hypothese, negative
Vorzeichen widerlegen die Hypothese. Die Effektstärke alleine dokumentiert zwar
eine Wirksamkeit, damit aber nicht unbedingt für sich alleine einen praktischen
Wert oder klinischen Nutzen einer Behandlung. Entscheidend ist vielmehr
wie sich die Effektstärke von anderen bekannten Behandlungsverfahren
unterscheidet, was tatsächlich gemessen wurde, und dass die gemessenen Wirkung
tatsächlich für eine Bedeutung für die Patienten hat. Bei kleinen Stichproben in
Studien kann die Effektstärke ein stark zum positiven oder negativen
verfälschtes Ergebnis anzeigen. In der Regel ist zusätzlich die Angabe der
Signifikanz
sinnvoll. |
-
Einige Berechnungsmöglichkeiten von Effektstärken
-
Measuring Effect Size
- Cohen, Jacob (1988): Statistical Power Analysis for the Behavioral
Sciences, 2. Aufl., Hillsdale: Lawrence Erlbaum Associates, 1988
- Cohen (1992) A power primer. Psychol Bull 112: 155–159
|
| Egoismus
|
| Bewertender Begriff. Einstellungen und Verhaltensweisen, bei denen das eigene Ich gegenüber den Interessen anderer Menschen bevorzugt wird. Negativ übersteigerte Selbstbezogenheit und Eigennützigkeit gepaart mit Rücksichtslosigkeit oder Gleichgültigkeit gegenüber andern. Eigener Erfolg, Bequemlichkeit, Vorteil, Macht, sexuelle Bedürfnisse werden auf Kosten anderer durchgesetzt, soziale Spielregeln und die Wünsche anderer werden nicht beachtet. Die negative Form (oder auch übertriebener) des Egoismus wird oft sinnvoller als Egozentrismus (Selbst im Mittelpunkt stehend) bezeichnet. Das Gegenteil von übertriebenem Egoismus wird oft im Altruismus gesehen. Man unterscheidet dabei neben einem natürlichen und gesunden Egoismus den krankhaften oder übertriebenen Egoismus. Menschen mit gesundem Egoismus sind selbstbewusst und zielgerichtet in Bezug auf ihren eigenen Vorteil ohne andere zu schädigen oder zu benachteiligen. Menschen, die für sich selbst sorgen, fallen anderen nicht zur Last. |
|
|
| Eifersucht
|
| Fast alle in Beziehungen lebenden
Menschen sind eifersüchtig, das Ausmaß richtet sich nach der empfundenen
Position in der Beziehung, Absolutheit und Ausschließlichkeit des
Beziehungsanspruchs und der Bedeutung des Machtmotivs in der Beziehung, eigener
Selbstsicherheit, Ängstlichkeit (insbesondere Angst vor dem Verlust der
Zugehörigkeit) und Persönlichkeit, aktuellen Lebensumständen und vielen anderen
Faktoren, die teilweise über das Leben hinweg konstant, teilweise von der
Umgebung und Kultur abhängig sind. Übersteigerte Eifersucht kann Beziehungen
zerstören. Krankhaft eifersüchtige Männer verbieten ihren Frauen die
Berufstätigkeit. Oft werden krankhaft eifersüchtige Partner bei jedem angenehmen
Gesprächskontakt des Partners zum anderen Geschlecht schon gereizt und machen
"Szenen". Eifersucht scheint für Betroffene immer im Verhalten des Partners
begründet, die Realitätskontrolle kann dabei leicht verloren gehen. Das Paar
isoliert sich, die Empfindlichkeit steigt. Je einschränkender der Partner umso
größer wird der Freiheitsdrang des anderen Partners, der mehr und mehr
"heimlich" befriedigt werden muss. Ständige kontrollierende Fragen können immer
weniger wahrheitsgemäß beantwortet werden. Die Beziehung stirbt an Langeweile
und Streit.
Die mit Eifersucht verbundenen
Gefühle können bekanntlich sehr qualvoll sein und sogar Gewalt auslösen. Bei
etwa jedem vierten Mord oder Totschlag ist Eifersucht das Tatmotiv. Sie ist
einer der häufigsten Gründe für Gewalt (durch Männer) in der Ehe und erklärt
einen großen Teil der Gewalttätigkeiten unter Alkoholeinfluss in der Ehe.
Eifersucht geht vor allem mit der Angst einher, den Partner zu verlieren. Zudem
wird befürchtet, bei einer Untreue des Partners die Intimität und Aufmerksamkeit
zu verlieren, gedemütigt zu werden und ins finanziell Ungewisse zu stürzen.
Weitere mögliche Gefühle sind Schmerz, Zorn, gereizten Erregungszuständen,
Traurigkeit, Unruhe, Scham, Erniedrigung, Hoffnungslosigkeit und Unruhe,
Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen. Auch körperliche Symptome wie Ein-
und Durchschlafstörungen, Herzklopfen, Gewichtsabnahme, Schweißausbrüche kommen
vor. Die Betroffenen beschäftigen sich oft ständig mit den aufdrängenden
Gedanken an die Untreue des Partners. Die Eifersucht ist also ein Komplex aus
verschiedenen peinigenden Gefühlen, die individuell unterschiedlich ausgeprägt
sind.
Diese Gefühle führen zu
bestimmten Verhaltensweisen. Am häufigsten wird in Untersuchungen das Befragen
und Kontrollieren des Partners genannt. Wer eifersüchtig ist, durchsucht die
Taschen des anderen, kontrolliert den Partner durch Anrufe und öffnet dessen
Post, kontrolliert das Handy. Ausgelöst wird dies alles naturgemäß dann,
wenn der Partner ein verstärktes Interesse an einer anderen Person zeigt. Dafür
reicht bei krankhafter Eifersucht oft ein normaler Gesprächskontakt, zu einem
gegengeschlechtlichen Menschen. Bei normaler Eifersucht wird meist ein
tatsächliches Flirten wahrgenommen. Der stärkste Auslöser ist eine Affäre mit
einer den beiden Partnern bekannten Person. Weitere Auslöser sind die
Unsicherheit über den momentanen Aufenthalt des Partners, Stress und bei Frauen
die prämenstruelle Phase.
Wenn man Frauen und Männer mit
hypothetischen Szenarien sexueller versus emotionaler Untreue ihres Partners
bzw. ihrer Partnerin konfrontiert und bittet anzugeben, welche Art von Untreue
sie mehr aufregt, wählen Männer relativ häufiger als Frauen sexuelle Untreue.
Dieser Befund wird aus evolutionsbiologischer Sicht mit geschlechtsspezifisch
unterschiedlichen Kosten beider Arten von Untreue erklärt. Da Männer sich ihrer
Vaterschaft nicht sicher sein können, zieht sexuelle Untreue der Partnerin
potentiell Investitionen des Mannes in die Aufzucht von Kindern nach sich, die
mit ihm nicht genetisch verwandt sind. Für Frauen hingegen ist vor allem die
emotionale Hinwendung des Partners zu einer anderen Frau bedrohlich, da dies den
Verlust der Kooperation des Mannes bei der Aufzucht ihrer eigenen Nachkommen
bedeuten kann. Aus dieser Sicht müsste sexuelle Untreue der Frau für einen Mann
weniger bedrohlich sein, wenn es sich bei dem Rivalen um seinen Bruder handelt,
als wenn der Rivale ein Fremder ist, da potentielle Nachkommen im ersteren Falle
genetisch stärker mit dem Mann übereinstimmen als im letzteren. Bei weiblichen
Befragten lassen sich für den Vergleich ´Schwester-Fremde´ weniger klare
Vorhersagen ableiten. In einem Experiment mit 198 britischen Studierenden zeigte
sich eine Replikation des klassischen Geschlechtseffekts bei Reaktionen auf
sexuelle versus emotionale Untreue.
Im Widerspruch zur evolutionären
Sicht gaben jedoch 89% der Männer und 94% der Frauen an, dass sexuelle Untreue
der Partnerin bzw. des Partners mit ihrem Bruder bzw. ihrer Schwester für sie
schlimmer wäre als mit Fremden. Bei der Analyse von rund 1500 Testamenten in
Kalifornien ergab sich ein spezifisches Muster bei Familien mit Kindern: Männer
gaben im Mittel 80% des Erbes an die überlebende Gattin und nur 17% an die
Kinder. Frauen wiesen den Witwern nur einen Anteil von 40% zu, dagegen ihren
Kindern einen von 48%. Die Ergebnisse werden im Rahmen des
Gesamtfitness-Ansatzes interpretiert: Da Frauen eine kürzere reproduktive Phase
haben als Männer, ist es bei letzteren wahrscheinlicher, dass sie erneut
heiraten und Kinder kriegen. Frauen können daher weniger als Männer darauf
vertrauen, dass der oder die Überlebende das Vermögen an die gemeinsamen Kinder
weitergeben. Die Unterschiede in den Zuweisungen sollten also nur auftreten,
wenn sich die Frau bereits jenseits ihrer reproduktiven Phase befindet, der Mann
aber noch in ihr. Sind dagegen beide noch in Lage, weitere Kinder zu kriegen,
sollten die Anteile von Witwern und Witwen annähernd gleich sein. Diese Annahme
wurde in zwei Experimenten geprüft. In beiden Studien wurden die Vpn gebeten,
sich in eine Person zu versetzen, die ihr Testament macht und ihr Vermögen
zwischen dem gleichaltrigen Lebenspartner und zwei Kindern aufteilt. Alter (36
Jahre vs. 51 Jahre) und Geschlecht des Erblassers wurden unabhängig variiert. Im
ersten Experiment nahmen die Vpn die Zuweisung der Ressourcen selbst vor, im
zweiten bewerteten sie drei vorgegebene Aufteilungen (Gleichaufteilung,
Bevorzugung des Partners, Bevorzugung der Kinder). Die Ergebnisse entsprechen im
wesentlichen den theoretischen Vorhersagen und sind weitgehend unabhängig von
Alter, Geschlecht und erbschaftsbezogenen Zielvorstellungen der Vpn. Männer und
Frauen erleben und bewerten ihre Partnerschaft zum Teil unterschiedlich. Anhand
einer Längsschnittuntersuchung an über 600 Paaren verschiedener Altersbereiche
werden diese Wahrnehmungsunterschiede in verschiedenen Bereichen aufgezeigt. Die
Befunde bestätigen gängige stereotype Vorstellungen über die
Geschlechtsspezifität dyadischer Wahrnehmungsprozesse nur zum Teil. So etwa
findet die Annahme, dass Frauen eine engere Bindung an die Partnerschaft zeigen
als Männer, in den Daten keine Bestätigung. Im Gegenteil scheinen
Separationstendenzen (z.B. Trennungsgedanken) bei weiblichen Teilnehmern akuter
und stärker als bei den männlichen Teilnehmern. Letzteres deckt sich auch mit
der Tatsache, dass Frauen häufiger die Scheidung einreichen als Männer.
Auch einstellungsmäßige Vorbehalte gegen die Auflösung der Ehe zeigen sich bei
weiblichen Teilnehmern schwächer ausgeprägt. Weitere Geschlechtsunterschiede
finden sich in den Vorstellungen gelingender Partnerschaft, der subjektiven
Fairness in der Beziehung sowie dem partnerschaftsspezifischen Kontrollerleben.
Nach einer
evolutionspsychologischen Hypothese reagieren Frauen (aus Gründen von
Versorgungsinteressen, resource interests) in imaginierten
Forced-Choice-Szenarien von Beziehungsuntreue mehrheitlich mit emotionaler
Eifersucht bzw. finden emotionale Untreue des Partners belastender, während
Männer (aus Gründen der Vaterschaftssicherung, paternity confidence) in solchen
Szenarien tendenziell mit sexueller Eifersucht reagieren bzw. sexuelle Untreue
der Partnerin belastender finden. Etliche in den letzten Jahren dazu
durchgeführte fragebogenbasierte Studien erbrachten Evidenz im Sinne dieses
Geschlechtsunterschied. Zugleich wurde aber auch dessen vorgebliche kulturelle
Invarianz in Frage gestellt: in ostasiatischen und US-amerikanischen Stichproben
fiel der Geschlechtsunterschied signifikant größer aus als in mittel- und
westeuropäischen Stichproben (Voracek, 1999).
Quälende Eifersuchtsgrübeleien,
die häufig auch Beziehungen gefährden und nicht die Kriterien einer wahnhaften
Störung erfüllen, sprechen oft gut und dauerhaft auf Fluoxetin oder andere SSRI
an. Meist liegt eine erhebliche Selbstwertproblematik zugrunde, die bei dem
eifersüchtigen Partner auch einer Psychotherapie bedarf. Das Thema der
Eifersucht zeigt oft sehr direkt die Minderwertigkeitsgefühle des
Eifersüchtigen. Beweise sind zum Funktionieren und Gedeihen einer Partnerschaft
selten nützlich, wer immer nach Beweisen sucht, sollte sich fragen warum er
Probleme mit dem Vertrauen hat, das die gesunde Basis einer Partnerschaft
stellen muss. Übertrieben eifersüchtige lieben nicht mehr als andere, sie wollen
nur mehr kontrollieren als andere. Sie schränken damit ihre Partner in deren
persönlichen Freiheiten ein. Es gibt kein Recht Partner zu kontrollieren. Der
übertrieben oder krankhaft Eifersüchtige muss erkennen, dass er das Problem in
der Beziehung ist, und dass sich dieses Problem in jeder anderen Beziehung
wiederholen würde. Das Erlernen der Selbstkontrolle ist also gefragt. |
|
|
| Eifersuchtswahn |
| Wahnhafte Überzeugung, vom Partner betrogen und hintergangen zu werden. Die meisten Betroffenen sind über 40 Jahre alt, der Eifersuchtswahn beginnt meist abrupt ohne das andere Wahnsymptome vorausgegangen sind. Männer sind von diesem Wahn häufiger betroffen als Frauen. Eifersuchtswahn kann aber auch ein Symptom einer Psychose wie der paranoiden Schizophrenie, einer wahnhaften Depression oder einer neurologischen Erkrankung sein. Unter stationären psychiatrischen Patienten sollen etwa 0,2% an einem Eifersuchtswahn leiden, unter den älteren Patienten ist die Häufigkeit größer. Eifersuchtswahn tritt am häufigsten bei senilen Demenzen im Zusammenhang mit allgemeinen wahnhaften Störungen, Alkoholpsychosen und schizophrenen Störungen auf. Demenzkranke mit diesem Syndrom befinden sich oft erst im Stadium der leichten Demenz oder einer leichten kognitiven Störung und sind dann meist noch lange in der Lage alleine zu leben und zielgerichtet zu handeln. In diesen Fällen ist der Eifersuchtswahn nicht selten das erste Frühsymptom der Demenz, so dass bei älteren Patienten danach gesucht werden sollte. Beschrieben ist der Eifersuchtswahn auch bei chronischem Alkoholismus, Kleinhirnschädigungen, Schlaganfällen mit Frontalhirnschädigungen, Multipler Sklerose, Enzephalitis, Hirntumoren, Epilepsie, und neurodegenerativen Erkrankungen wie M. Alzheimer, Chorea Huntington oder dem Normaldruckhydrozephalus. Die Frontalhirnschädigung ist möglicherweise die häufigste neurologische Grundlage des Syndroms, es gibt aber auch Beschreibungen nach thalamischen Schädigungen. Da neurologische Erkrankungen das Risiko erhöhen einen Eifersuchtswahn zu bekommen, sollte auch danach gesucht werden, bzw. eine neurologische Ausschlussdiagnostik erfolgen. Ist eine erfolgreiche Behandlung Grunderkrankung möglich, verschwindet der Wahn.
Wahn“ ist dabei "eine private Wirklichkeit", von deren Richtigkeit der Betroffene absolut überzeugt ist. Das krankhafte am Wahn liegt also nicht im Inhalt, sondern vielmehr in der Unbeeinflussbarkeit durch Erfahrung und zwingende Schlüsse. Eine Diskussion über die Fehldeutungen oder Erklärungen, warum diese absurd sind, verändert in der Regel die Wahngewissheit nicht. Angehörigen die versuchen dem Wahnkranken den Wahn auszureden, werden als parteiisch für den Fremdgeher angesehen, in der Diskussion steigert sich die emotionale Betroffenheit und verschlimmert die Auswirkungen. Der Wahn bedarf für den Wahnkranken keines Beweises. Die Patienten fehlinterpretieren in der Regel harmlose Ereignisse als Bestätigung ihrer wahnhaften Überzeugung. Sie schaffen sich ihre Beweise sogar selbst, indem sie Vorgänge beobachten oder Geräusche hören, die objektiv auf einer falschen Wahrnehmung beruhen. Wahnhaft ist es, wenn ein Patient etwa sämtliche Nachbarn als Liebhaber seiner Frau ansieht. Oder er nimmt an, die Frau würde ständig mit Fremden Verhältnisse haben. Nach dem DSM IV — handelt es sich beim Eifersuchtswahn um einen Subtypus der Wahnhaften Störung (DSM-IV: 297.1). Dieser Subtypus gilt, wenn das zentrale Wahnthema einer Person darin besteht, dass ihr [Ehe-]Partner untreu ist. Dieser Glaube entsteht ohne ausreichenden Grund und basiert auf falschen Schlussfolgerungen sowie kleinsten „Beweisen“ (z.B. in Unordnung gebrachte Kleidung oder Flecken auf Bettlaken], die gesammelt werden, um den Wahn zu rechtfertigen. Die Person mit dem Wahn konfrontiert normalerweise den [Ehe-]Partner und versucht, der vermeintlichen Untreue entgegen zu wirken (z.B. die Unabhängigkeit des [Ehe-]Partners einschränken, den Partner heimlich verfolgen, den vermeintlichen Liebhaber beobachten, den [Ehe-]Partner angreifen).
Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Beeinträchtigung des Patienten und den Risiken für den Ehepartner oder andere von wahnhaften Beziehungsideen betroffenen. Die subjektive Beeinträchtigung der Patienten kann sehr hoch sein und erfordern dann eine medikamentöse Behandlung. Manchmal sind die Beeinträchtigungen gering und die Patienten leben trotz des Eifersuchtswahns ruhig und friedfertig mit geringer emotionaler Betroffenheit, dann sind eher unterstützende Gespräche mit Patienten und Ehepartnern indiziert.
Nach Shakespeare’s Tragöde wird der Eifersuchtswahn im englischen auf als Othello Syndrom bezeichnet. Die durch einen Intriganten geschürte Eifersucht eines farbigen Generals führt in dieser Tragödie dazu, dass er seine (unschuldige) Gemahlin umbringt und sich selbst suizidiert.
|
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|
| Eigeninitiative
|
| Eigeninitiative ist ein neueres Konzept von Arbeitsverhalten, bei dem Personen über die üblichen Anforderungen ihres Arbeitsplatzes hinausgehen. Eigeninitiative ist selbststartend - man tut etwas ohne expliziten oder impliziten Auftrag - , proaktiv - man antizipiert zukünftige Situationen und bereitet sich darauf vor oder löst Probleme, bevor sie tatsächlich entstehen - , und persistent - angesichts Barrieren im Vollzug einer eigeninitiativen Handlung gibt man nicht auf (Frese, Fay, Hilburger, Leng, & Tag, 1997). Vorangegangene Forschung hat sowohl Arbeitsplatzmerkmale (z.B. Handlungsspielraum) als auch Personenmerkmale (z.B. Kontrollkognitionen) als Prädiktoren von Eigeninitiative identifiziert. Bei objektiv gleichem Aufgaben- und Verantwortungsbereich gibt es interindividuelle Unterschiede hinsichtlich der subjektiven Interpretation dessen, was Personen als zu ihrer Arbeitsrolle dazugehörig empfinden (Ilgen & Hollenbeck, 1991). Eine neue Untersuchung beschäftigt sich mit der Frage, welche Bedeutung die subjektive Interpretation der ´Arbeitsrolle´ für das Auftreten von Eigeninitiative hat. Es wird vermutet, dass Akte eigeninitiativen Handelns das Ausleben einer subjektiv breiten Arbeitsrolle darstellen könnte. Es wird ein positiver Zusammenhang zwischen (subjektiver) Breite der Arbeitsrolle und Eigeninitiative angenommen. Bei einer Stichprobe von n=75 KrankenhausmitarbeiterInnen (Pflegebereich) wurden subjektive Rollenbreite mittels Fragebogen und Eigeninitiative durch ein Interview (vergl. Frese, et al., 1997) erhoben. Entgegen der Hypothese ergab sich kein signifikanter Zusammenhang zwischen Rollenbreite und Eigeninitiative. Damit scheint eigeninitiatives Handeln nicht darauf zu beruhen, dass Personen eine subjektiv breite Arbeitsrolle erfüllen
|
|
|
| Einklemmungssyndrome
|
|
|
Dienzephales Syndrom |
Mesenzephales Syndrom |
Pontines Syndrom |
Bulbäres Syndrom |
|
Atmung |
Cheyne-Stokes |
Maschinenatmung |
flach, ataktisch |
Schnappatmung |
|
Spontanmotorik |
Beuge-Streck-Muster |
Streck-Muster |
fehlende Schmerz-Reaktion; schlaffer Tonus |
schlaffer Tonus |
|
Kornealreflex |
erhalten |
erhalten |
erhalten |
fehlt |
|
Lichtreflex |
prompt |
träge/fehlt |
mittelweit, licht-starr, entrundet |
max. weit, licht-
starr, entrundet |
|
Okulozephaler-Reflex (OZR) ("Puppenkopfphänomen"): Bei
passiver Kopfdrehung Bewegung der Augen in entgegengesetzte Richtung |
normal |
dyskonjugiert |
fehlt |
fehlt |
|
Vestibulo-okulärer Reflex (VOR): Tonische, konjugierte
Blickwendung zur Seite des kaltgespülten Ohres |
normal |
normal/dyskonjugiert |
fehlt |
fehlt |
|
Hustenreflex |
erhalten |
erhalten |
erhalten |
fehlt |
|
|
|
| Einsamkeit
|
| spiegelt wider, wie ein Mensch seine soziale Situation empfindet - wie isoliert oder innerlich abgetrennt von der Welt er sich fühlt. Säuglinge drohen ohne enge Bindung an andere körperlich und seelisch zu verkümmern; einsame Erwachsene leiden unter Erschöpfung, Magenbeschwerden, Kopfschmerzen und Herzproblemen. Sie entwickeln Depressionen und sind besonders stark suizidgefährdet. Experten unterscheiden deshalb häufig zwischen "vorübergehender" und "chronischer" Einsamkeit oder einem "einsamen Wesenszug". Tatsächlich sehen auch chronisch Einsame die Ursache für ihr Leiden weniger in unbefriedigenden Beziehungen oder anderen äußeren Umständen - als in sich selbst. Einsame unterscheiden sich von Nichteinsamen weder in körperlicher Attraktivität, Gewicht, Größe, noch in Ausbildung oder Studienleistung. Sie haben gleich viele soziale Kontakte, aber ein Drittel weniger Freunde und sind vor allem ängstliche und anklammernde Bindungstypen. Sie denken oftmals schlecht von sich selbst und haben ein niedrigeres Selbstwertgefühl: Chronisch Einsame erwarten, dass andere Menschen sie ähnlich negativ einschätzen wie sie sich selber - was allerdings anfangs oft gar nicht der Fall ist. Weil sie innerlich schon mit Ablehnung rechnen, begegnen sie der Außenwelt mit mehr Misstrauen und haben weniger Interesse, neue Bekanntschaften noch einmal wieder zu sehen. Oft meiden extrem Einsame in Gesprächen persönliche Themen und bleiben auf Distanz - oder aber sie verfallen ins andere Extrem. Vergleicht man etwa Ledige mit Verheirateten, ist das Sterberisiko bei unverheirateten Frauen um 50, bei Männern gar um 250 Prozent erhöht. Besonders depressive Menschen profitieren gesundheitlich und bezüglich ihrer Lebenserwartung von der Paarbeziehung,- selbst dann wenn sie, wie bei depressiven Menschen häufig mit der Beziehung unzufrieden sind. |
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Einsamkeit GEO Magazin 10/02
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| Einschlafzuckungen
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| Die meisten Menschen kennen das plötzliche und blitzschnelle Zusammenzucken des ganzen Körpers kurz vor dem Einschlafen. Es gibt verschiedene Formen von Einschlafzuckungen, die harmlos sind, von den Betroffenen aber häufig schreckhaft erlebt werden. "Visuelle" Einschlafzuckungen werden z. B. von grellen Lichtblitzen begleitet, während bei "auditiven" Einschlafzuckungen Geräusche wahrgenommen werden.
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| Einschlußkörpermyositis |
| Meist im Erwachsenenalter einsetzende, langsam fortschreitende Muskelschwäche aufgrund einer entzündlichen Muskelerkrankung; die Diagnose wird elektronenmikroskopisch anhand von Einschlüssen in (Zellkernen und Zytoplasma der Muskelfasern gestellt).
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| Einwilligung
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| Einwilligung in die Behandlung: Die wirksame
Einwilligung des Patienten in die Behandlung ist die Grundlage zur Beseitigung
der Rechtswidrigkeit des ärztlichen Eingriffs. Die Wirksamkeit hängt in erster
Linie von einer ordnungsgemäßen Aufklärung ab, diese sollte man dokumentieren.
Des Weiteren ist sie an die Willensfähigkeit des Patienten gebunden; ist diese
aufgehoben (Minderjährige, Geschäftsunfähige, etc.) so geht das
Einwilligungsrecht auf den Sorgeberechtigten über. Bei Bewusstlosen ist der
mutmaßliche Wille des Patienten maßgebend.
Einwilligungsfähigkeit bei psychisch Kranken: Die
Selbstbestimmung des Patienten hat in der Psychiatrie in den letzten Jahren an
Bedeutung gewonnen. Aus dem medizinethischen Prinzip des Respekts vor der
Autonomie des Kranken wird die Verpflichtung des Arztes zum Einholen der
Einwilligung des Patienten nach individueller Aufklärung (Informed Consent)
abgeleitet.1 Doch kann durch eine psychische Erkrankung die Einwilligungs- und
Selbstbestimmungsfähigkeit aufgehoben sein, auf der anderen Seite kann aus der
psychiatrischen Diagnose nicht die Einwilligungsunfähigkeit eines Patienten
abgeleitet werden. Für den klinisch tätigen Psychiater folgt daraus, dass er im
Einzelfall die Einwilligungsfähigkeit des Patienten individuell beurteilen muss.
Schwere paranoide und depressive Syndrome können die
Einwilligungsfähigkeit nachhaltig einschränken. Kognitive Defizite können zu
Störungen des Informationsverständnisses führen. Der Informed Consent kann aber
auch durch Einschränkung der freien Willensentscheidung infolge familiärer oder
gesellschaftlicher Einflüsse beeinträchtigt sein. Hier steht der beratende Arzt
im Spannungsfeld zwischen Fürsorge und Autonomie der Testperson. |
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| Eisenmangelanämie |
Es handelt sich hier um ein hämatologisches Krankheitsbild. Zur Definition: Die Eisenmangelanämie ist die häufigste Anämieform und das häufigstes Mangelsyndrom überhaupt. Sie entsteht durch ein Missverhältnis zwischen Eisenzufuhr und -bedarf. Häufigste Ursachen sind erhöhter Bedarf z.B. bei Schwangerschaft und chron. Blutverlust. Andere Ursachen: Menstruation, gastrointestinale Blutungen, erhöhter Eisenbedarf (Wachstum, Schwangerschaft, Laktation), Diäten und vegetarische Kost strenge Vegetarier können Eisenmangelanämien entwickeln, verminderte Eisenresorption ( z.B. bei Anazidität, Gastrektomie, Sprue, Lamblienbefall) aber auch schwerwiegende Erkrankungen wie Tumore. Bei 50 % aller menstruierenden Frauen besteht ein prälatenter oder latenter Eisenmangel. Bei Schwangeren im letzten Trimenon ohne Eisenprophylaxe ca. 90 % Eisenmangel; davon zeigen 30 % eine Eisenmangelanämie!
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Normwerte |
Erythro zyten |
Normwert: Frauen 3,5-5,
Männer 4,3-5,9 |
Hämatokrit |
Normwert: Frauen 33-43 %,
Männer 39-49 % |
Hb
|
Normwert: Frauen
12,0-15,0 g/dl; Männer 13,6-17,2 g/dl |
Anämiesymptome können sein: Schwäche, Müdigkeit, Leistungsknick, Kopfschmerzen, Schwindel, Belastungsdyspnoe, Tachykardie, Herzklopfen. Die Behandlung besteht meist in einer oralen Substitution mit zweiwertigen Eisen-Sulfatverbindungen Bei Ther.-Erfolg zunächst Retikulozytenanstieg (nach 1–2 Wochen), erst später Hb-Anstieg um 0,1–0,2g/dl tägl. Zum Auffüllen der Eisenspeicher wird in der Regel noch mindestens 3 Mon. nach Normalisierung des Blutbildes weiterbehandelt und im Verlauf kontrolliert. Wie sich aus der Symptombeschreibung oben ergibt, kann eine Anämie (jeder Genese) durchaus Symptome machen, die einer depressiven Störung ähneln. Nicht immer gehen die sich langsam entwickelnden Eisenmangelanämien mit Symtomen einher. Der Körper gewöhnt sich auch bis zu einem gewissen Grad an den Mangel. Es handelt sich also oft auch um Zufallsbefunde- die im Zweifel aber der Abklärung und Behandlung bedürfen. Im Zweifelsfall ist hier nur eine Entscheidung bezüglich der Genese der Symptome nach Behandlung der Anämie möglich. Dies durch eine einfachste Behandlung mit einem 2 wertigen Eisenpräparat. Ein hoher Eisengehalt im Gehirn wurde bei einer Vielzahl neurologischer Systemerkrankungen nachgewiesen. Teilweise sind die Gene bekannt die dafür verantwortlich sind. Eisenstoffwechselstörungen spielen beim M Alzheimer, M. Parkinson, Chorea Huntington, und dem Hallervorden-Spatz Syndrom eine Rolle. Auch Restless legs Symptome können durch Eisenmangel begünstigt werden- und durch Behandlung des Eisenmangels manchmal behoben werden. Gestört sein kann dabei die Eisenaufnahme, die Freisetzung von Eisen, die Speicherung, der intrazelluläre Eisenstoffwechsel, und die allgemeine Regulation des Eisengehaltes. |
|
Ya Ke, Zhong Ming Qian, Iron
misregulation in the brain: a primary cause of neurodegenerative disorders The
Lancet Neurology 2.4, 1.April 2003 Summary Full
Text PDF
C. ALGARIN, P. PEIRANO, M. GARRIDO, F.
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in Infancy: Long-Lasting Effects on Auditory and Visual System Functioning,
Pediatr. Res., February 1, 2003; 53(2): 217 - 223.
[Abstract]
[Full Text]
[PDF] F. T
Wieringa, M. A Dijkhuizen, C. E West, D. I Thurnham, Muhilal, and J. W. Van der
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Redistribution of vitamin A after iron
supplementation in Indonesian infants
Am. J. Clinical Nutrition, March 1, 2003; 77(3): 651 - 657.
[Abstract]
[Full Text]
[PDF] Grantham-McGregor
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development in children. [Review].
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Lidsky and Jay S. Schneider Lead neurotoxicity
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5-19.
[Abstract]
[Full Text] |
| Ejakulatio praecox auch Ejaculatio praecox geschrieben |
vorzeitiger
Samenerguss. Von einer Ejaculatio praecox
spricht man, wenn es schon nach minimaler sexueller Stimulation (bevor die
Person es wünscht), zum Samenerguss kommt, gemeint ist in der Regel: vor,
bei oder kurz nach der Vereinigung.
Es handelt
sich dabei
also um
eine
subjektiven
Bewertung,
die
abhängig
von der
gewünschten
Dauer bis
zum
Samenerguss
ist. Meist
wird dies
nur beim
sexuellen
Kontakt
mit einer
anderen
Person ein
Problem,
da der
Mann den
Zeitpunkt
des
Samenergusses
oder des
Orgasmus
bei der
Masturbation
in der
Regel gut
oder doch
zu eigenen
Zufriedenheit
steuern
kann.
Vor einer Ejaculatio
praecox
betroffen
sind nach
unterschiedlichen
Untersuchungen
4-28% der
Männer. Da
das sympathische Nervensystem sowohl an Angst als auch an der Ejakulation
beteiligt ist, vermuten die Sexualtherapeuten, dass die Versuche, die
Ejakulation zurückzuhalten, Angst auslösen, die wiederum das Problem
verschlimmert.
Waldinger
und seine
Koautoren
nehmen an,
dass die
Ejakulatio
praecox
ein
neurobiologisches
Phänomen
ist, das
durch eine
verminderte
zentrale
serotonerge
Neurotransmission,
5-HT2C
Rezeptorhyposensitivität
und//oder
5-HT1A
Hypersensitivität
bedingt
ist. Im
Gegensatz
zu älteren
Theorien
gehen
diese
Autoren
davon aus,
dass es
sich nicht
um eine
erworbene
Störung
oder ein
erlerntes
Verhalten
handelt,
sondern um
eine
Normvariante
der
normalen
biologischen
Variabilität
der
unterschiedlichen
Zeitdauer
bis es zu
einem
Samenerguss
in der
Scheide
kommt. Sie
vermuten
auch
erbliche
Einflüsse.
Seltener
ist der
verzögerte Erguss,
Ejakulatio
retardata.
Von einer
retrograden
Ejakulation
spricht
man, wenn
die
Entleerung
der
Samenflüssigkeit
in die
Harnblase
erfolgt,
z.B:
manchmal
nach
Prostataoperation
oder bei
allgemein
mangelnden
Verschluss
des
Blasenhalses,
der
Orgasmus
ist dabei
in der
Regel
nicht
beeinträchtigt.
Als
Ejaculatio
deficiens
bezeichnet
man das
Ausbleiben
eines
sichtbaren
Samenergusses
z.B. bei
der
retrograden
Ejakulation
trotz
Orgasmus.
Bei der Ejakulatio
praecox
gelten bestimmte
Antidepressiva
als Mittel
der Wahl.
Siehe auch
die
amerikanischen
Leitlinien,
daneben
werden
teilweise Lokalanästhetikasalben
empfohlen.
Letztere
mindern
allerdings
auch das
Empfinden
an der
Glans
Penis. Da
das
sympathische
Nervensystem
sowohl an
Angst als
auch an
der
Ejakulation
beteiligt
ist,
vermuten
die
Sexualtherapeuten,
dass die
Versuche,
die
Ejakulation
zurückzuhalten,
Angst
auslösen,
die
wiederum
das
Problem
verschlimmert.
Die
Kontrolle
über den
Zeitpunkt
des
Orgasmus
und damit
auch der
Ejakulation
ist bis zu
einem
gewissen
Grad auch
in
Zusammenarbeit
mit der
Partnerin
und ggf.
mit
Unterstützung
eines
Sexualtherapeuten
auch
erlernbar.
Zunächst
wird bei
der
Sexualtherapie
immer
versucht
den Druck
von beiden
Partnern
zu nehmen.
Erfolgsdruck
ist der
Feind
jeden
gesunden
Sexuallebens.
In so
genannten
Senusitätsübungen
sollen
sich die
Partner
entspannt
zunächst
für Tage
oder
Wochen nur
am ganzen
Körper
liebkosen.
Erst
später
werden die
Genitalien
einbezogen.
Am
häufigsten
angewendet
wird dann
die
Squeeze
Technik
(kurz vor
dem
Orgasmus
wird der
Penis von
der
Partnerin
mit 3
Fingern
oberhalb
und
unterhalb
der
Kranzfurche
gequetscht),
dies wird
in der
Regel
mehrfach
angewendet.
Diese
Übung wird
dann mit
der Start/Stoptechnik
ergänzt.
Die
Übungen
werden in
den
Therapiesitzungen
besprochen,
der
Therapeut
bespricht
mit den
Paaren
detailliert
Hausaufgaben
und
bespricht
in der
nächsten
Sitzung
den Erfolg
und die
Schwierigkeiten
bei den
Hausaufgaben.
Auch bei
dieser
mechanischen
Methode
werden
gute
Erfolge
berichtet.
|
Ejakulatio
praecox
wie
die
Nebenwirkung
einer
Medikamentengruppe
für
andere
Menschen
nützlich
sein
kann. |
|
Viele
Antidepressiva
können
die
sexuelle
Lust
vermindern
und
verzögern
gleichzeitig
die
Ejakulation.
Eine
Metaanalyse
von 79
Studien
(3034
Männern)
die
zwischen
1943
und
2003
veröffentlicht
wurden
ging
der
Frage
nach
wie
effektiv
Antidepressiva
in der
Behandlung
der
Ejakulatio
praecox
sind.
Die
Wirkung
wurde
mit
der
Stoppuhr
im
Vergleich
zu
Plazebo
oder
anderen
Techniken
gemessen.
Gemessen
wurde
dabei
die
Zunahme
der
Zeit
bis
zur
intravaginalen
Ejakulation
(=IELT
oder
Zeit
bis
zum
Samenerguss
in der
Scheide).
Interessanterweise
unterscheiden
sich
die
verschiedenen
Antidepressiva
hinsichtlich
ihrer
Wirkung.
In der
Regel
war
die
täglich
Einnahme
der
Antidepressiva
einer
bedarfsweisen
Einnahme
weit
überlegen.
Paroxetin
war
deutlich
wirksamer
als
die
anderen
SSRIs.
Insgesamt
ist
aber
die
Wirkung
von
Paroxetin,
Clomipramin,
Sertralin
und
Fluoxetin
vergleichbar.
Antidepressiva
sollten
immer
vom
Arzt
verschrieben
werden.
Es
sollte
vorher
immer
eine
individuelle
Abschätzung
der
Risiken
und
eine
individuelle
Aufklärung
über
den
Umgang
damit
erfolgen.
|
nach
Waldinger
MD,
Zwinderman
AH,
Schweitzer
DH,
Olivier
B.
Relevance
of
methodological design
for
the
interpretation
of
efficacy
of
drug
treatment
of
premature
ejaculation:
a
systematic
review
and
meta-analysis.Int
J
Impot
Res.
2004
Aug;16(4):369-81.
Review.
PMID:
14961051
[PubMed
-
indexed
for
MEDLINE] |
|
|
Leitlinie
der
American
Urolgical
Association:
Premature
Ejaculation
(2004),
Amanda J
Moreland
and Eugene
H Makela
Selective
Serotonin-Reuptake
Inhibitors
in the
Treatment
of
Premature
Ejaculation
Ann
Pharmacother
2005;39:1296-1301.
DOI
10.1345/aph.1E069
Abstract]
[Full
Text]
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