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Glossar
Psychiatrie/Psychosomatik/
Psychotherapie/Neurologie/Neuropsychologie |
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wurde unter Verwendung neuester Literatur erstellt. Insbesondere
dem ICD 10, dem DSM IV, AMDP- Manual, Leitlinien der
Fachgesellschaften, Lehrbuch VT von J.Mragraf, Lehrbuch der
analytischen Therapie von Thomä und Kächele, Lexika wie
dem Pschyrembel, verschiedene Neurologie- und
Psychiatrielehrbücher, Literatur aus dem Web, außerdem
einer Vielzahl von Fachartikeln aktueller Zeitschriften der
letzten 10Jahre. Nicht alle (insbesondere kleinere) Zitate sind kenntlich
gemacht. Verständlicherweise konnte durch Verwendung
verschiedener Quellen eine Mischung aus den unterschiedlichen
Zitaten nicht immer vermieden werden. Soweit möglich
wird dies angezeigt. Nicht alles ist auf Anhieb
laienverständlich, da ich die Zusammenstellung auch für
mich selbst nutze, musste hier ein Kompromiss zwischen
Verständlichkeit und medizinischer und psychologischer
Exaktheit gefunden werden. Falls sich jemand falsch oder in zu
großem Umfang zitiert findet- bitte eine E-Mail
schicken. KM 19.4.2000 Siehe auch die ergänzenden Hinweise
unten auf dieser Seite.
PS
selbstverständlich wird das Glossar regelmäßig
aktualisiert werden.
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| Habit Reversal Training |
| Verhaltenstherapeutische Technik eignet sich besonders gut zur Behandlung des automatisierten und situationsunspezifischen Verhaltensauffälligkeiten. Sie besteht aus 5 Schritten: Aufmerksamkeitstraining, Erlernen einer konkurrierenden Reaktion, Entspannungstraining, Verstärkung und Generalisierungstraining. |
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| Habituation |
| Anpassung von Aufmerksamkeitsleistungen im Sinne einer Reaktionsabschwächung auf
wiederholt dargebotene Reizsituationen. Ein bestimmtes Verhalten wird somit zur
Gewohnheit (Habitualisierung des Verhaltens). Die Habituation (das Abgewöhnen,/
das Gewöhnen) meint die Häufung /Reduzierung einer Verhaltenshäufigkeit
gegenüber einem bestimmten Reiz, der wiederholt in ein und derselben Umwelt
erscheint. Habituation muss nicht unbedingt erlernt werden; sie ist ein
grundlegendes biologisches Phänomen. Habituation lässt sich schon bei
neugeborenen Säuglingen beobachten. Eine bedingte Aversion kann abgebaut werden,
wenn auf den bedingten Reiz wiederholt keine unangenehme Erfahrung folgt. Der
Begriff spielt in der Behandlung von Angststörungen eine große Rolle, Patienten
werden langsam an das angstauslösende Reizmuster herangeführt (erst ähnliche
Situationen, später die konkrete angstmachende Situation), die erwartete
unangenehme Erfahrung bleibt aus. Der Patient lernt so, dass seine Ängste
unbegründet sind. |
|
|
| Haftunfähigkeit |
| in § 455 der Strafprozessordnung geregelt. Die Vollstreckung einer Freiheitsstrafe kann dann unterbrochen werden, wenn Verfall in Geisteskrankheit vorliegt, bei naher Lebensgefahr oder wenn der körperliche Zustand des Verurteilten die Unterbringung in der Vollzugsanstalt beziehungsweise im Haftkrankenhaus nicht erlaubt. |
Kleinknecht T, Meyer T: Strafprozessordnung. München: Verlag C. H. Beck 1989: 1431–1434 . |
| Hakomi Therapie |
| Therapeut berührt Körperregionen, in denen sich Spannungen oder Probleme ausdrücken. Wissenschaftlich umstritten. |
|
|
| Halbwertszeit |
| Nach Einnahme einer Substanz
steigt deren Konzentration im Blutserum an und fällt danach je nach Substanz
verschieden schnell wieder ab. Der Zeitraum, in dem ein Wirkstoff im Körper ohne
erneute Einnahme auf die Hälfte gesunken ist, bezeichnet man als Halbwertszeit.
Sie ist für jedes Medikament und je nach sonst eingenommenen Medikamenten und
Veranlagung verschieden. Manche Medikamente verlängern andere verkürzen die
eigene HWZ oder der die anderer Medikamente bei längerer Einnahme. Dies gilt
auch für bestimmte Nahrungsmittel, z.B... Grapefruitsaft. (siehe auch unter
p450) Lebensalter und Körpergewicht beeinflussen die Halbwertszeit. Bei
Kindern und Menschen mit geringem Gewicht werden Medikamente manchmal schneller
als bei anderen Menschen ausgeschieden. Bei bestimmten Krankheiten ist die
Ausscheidung auch verlangsamt. |
|
|
| Halitosis |
| Mundgeruch objektiv oder nur
subjektiv empfundener dauerhafter Geruch der Ausatemluft, der durch von
Mundbakterien hergestellte flüchtige Schwefelverbindungen sowie organische
Säuren (Buttersäure) und Amine (z.B. Putreszine, Cadaverin) entsteht und lokale
oder systemische Ursachen hat. Synonyme: «bad breath», Foetor ex ore und «oral
malodor». Nicht gemeint ist hier der sog. «Aufwachgeruch» am Morgen, der
spezifische Geruch unmittelbar nach Einnahme bestimmter Lebensmittel (z.B.
Knoblauch, Alkohol) oder nach dem Rauchen.
Mundgeruch ist in jedem Alter
häufig. Schlechte Mundhygiene ist die häufigste Ursache. Körperliche
Erkrankungen sind selten ursächlich. Zu fast 90 % entsteht die Halitosis im
Bereich der Mundhöhle. Auslöser des Geruchs sind dann meist anaerobe
gramnegative Keime, die Speisereste, abgeschilferte Epithelzellen, usw. zu
flüchtigen chemischen Verbindungen abbauen. Hals- Nasen- Ohrenärztliche und
systemische Erkrankungen wie Diabetes, Nierenversagen, Lebererkrankungen, etc
müssen aber manchmal ausgeschlossen werden. Nur selten ist der Geruch auf
eine systemische Ursache hinweisend. Säuerlicher Mundgeruch kann bei
Magenerkrankungen, Azetongeruch bei Hungern oder einem schlecht eingestellten
Diabetes auftreten. In der Mundhöhle kommen akute nekrotisierende
ulzerative Zahnfleischentzündungen, Paradontose, Pericoronitis, Mundtrockenheit,
Krebserkrankungen der Mundschleimhaut und vor allem schlecht Mund- und
Zahnhygiene in Betracht. Seltene Ursachen können Atemwegserkrankungen,
Fremdkörper in den Atemwegen, Sinusitis, Tonsillitis, Bonchiektasen, Knoblauch,
scharfe Gewürze, Zwiebel, möglicherweise Helicobacter pylorii Infektionen,
Pharyngo-oesophageale Divertikel, Gastro-oesophagealer Reflux, Pylousstenosen,
Leberversagen, Nierenversagen, Diabetische Ketoazidose, Leukaemien,
Trimethylaminurie, Hypermethioninaemie, Menstruation sein. Substanzen die
Mundgeruch verursachen sind Alkohol, Tabak, Betel, Lösungsmittelmissbrauch,
Chloralhydrat, Nitrite und Nitrate, Vitamin B, Dimethylsulphoxid,
Disulphiram, Phenothiazine, Amphetamine, Methylmercaptan, Hydrogensulphid,
Dimethylsulphid. Diamine, Putrescin, Cadaverin, kurzkettige Fettsäuren, ..
Daneben können alle Medikamente, die Mundtrockenheit begünstigen, oder
eine Strahlentherapie die die Speicheldrüsen schädigt, auch zu einer Halitosis
führen.
In der Regel ist der erste
Schritt die Verbesserung der Mundhygiene mit sinnvoller 2x täglicher
Zahnreinigung, Zungenreiniger und manchmal Mundwasser. Wenn das nicht hilft
sollte ein Besuch beim Zahnarzt an erster Stelle stehen. Messgeräte für
Mundgeruch sind nicht unbedingt notwendig, oder sinnvoll. Die Nase einer
Durchschnittsperson ist ein ausreichend gutes Messgerät. Es kann durchaus
sinnvoll sein, eine Vertrauensperson oder den Arzt zu fragen, ob tatsächlich ein
wahrnehmbarer Mundgeruch vorhanden ist.
Psychisch bedingt? Bei
Fehlen eines objektiv durch andere wahrnehmbaren Mundgeruchs sollte eine
psychiatrische Untersuchung erfolgen. Es besteht dann meist eine Halitophobie.
Vermeidungsverhalten und übertriebene Benutzung von Mundwasser, etc. sind oft
hinweisend. Soziale Phobien, Hypochondrie, Schizophrenien und andere psychische
Störungen können eine diesbezüglich übertriebene Besorgnis auslösen. Manchmal
ist dann eine spezielle psychiatrische Behandlung sinnvoll. |
|
Siehe Filippi A, Meyer
J., Halitosis - Ursachen, Diagnose, Therapie,
Schweiz Med Forum 2004;4:585–589. S R Porter et al. Clinical review, Oral malodour (halitosis) BMJ 2006;333:632-635 (23 September), doi:10.1136/bmj.38954.631968. |
| Halluzination |
| (siehe auch Schizophrenie)
Unter
Halluzinationen
versteht man
Wahrnehmungserlebnisse
ohne
entsprechende
gegenständliche
Reizquelle, die
für wirkliche
Sinneseindrücke
gehalten
werden. Die
Wahrnehmung von
Halluzinationen
wird in der
Regel von
anderen
Menschen nicht
geteilt.
Illusionen
oder
illusionäre
Verkennungen
haben als
Grundlage eine
tatsächliche
gegenständliche
Reizquelle, die
verfälscht
wahrgenommen
wird. Das
Realitätsurteil
ist bei Halluzinationen mehr oder
weniger
eingeschränkt
bis aufgehoben. Sie werden für reale Wahrnehmungen gehalten.
Erregungszustände,
übergroße
Bedürfnisse,
übergroße Angst
und Übermüdung
können
Halluzinationen
begünstigen.
In manchen
Kulturen können
Halluzinationen
in einem
bestimmten
Kontext als
Zeichen einer
besonderen
seherischen
Gabe angesehen
werden. Oft
werden die
Halluzinationen
dann z.B. durch
Drogen
provoziert.
Es kann auf
sämtlichen
Sinnesgebieten
halluziniert
werden, häufig
auf mehreren
Sinnesgebieten
gleichzeitig.
Während
optische
Halluzinationen
eher auf eine
organische
Störung
hinweisen, sind
bestimmte
akustische
Halluzinationen
typisch für
eine
Schizophrenie.
Bei
Schizophrenien
sollen bei 50%
akustischen,
bei 15%
visuelle und
bei 5% taktile
Halluzinationen
auftreten. Die
typische
schizophrene
akustische
Halluzination
ist das
Stimmenhören
(Phoneme) in
Form von
Gedankenlautwerden,
Dialogischen
Stimmen
(Bekannte oder
Fremde Personen
unterhalten
sich mit dem
Kranken), und
kommentierende
Stimmen, die
meist jede
Handlung des
Patienten oft
abwertend
begleiten.
Gefährlich
können die
Stimmen werden,
wenn sie
Aufträge geben
und Befehle
(imperative
Stimmen)
erteilen,
manchmal kann
der Kranke sich
nicht davon
distanzieren.
Aus solchen
Befehlen heraus
ist es dann
auch schon zu
schweren
Straftaten bis
hin zu Mord
gekommen.
Positive
Stimmen kommen
ebenfalls vor,
sind aber
seltener. Sie
loben, erzählen
manchmal
interessante
Geschichten
oder sogar
Witze. Oft ist
erkennbar, dass
die Kranken den
Stimmen
zuhören,
manchmal gegen
oder mit ihnen
auch laut
schimpfen,
manchmal auch
mit ihnen, oder
über das was
sie erzählt
haben, lachen.
Solche äußeren
Hinweise helfen
das
Stimmenhören
von außen zu
erkennen.
Seltener kommen
bei
Schizophrenien
andere meist
ungeformte
akustische
Halluzinationen
vor, man nennt
sie Akoasmen.
Die optischen
Halluzinationen
bei
Schizophrenien
sind oft
fremdartig.
Taktile oder
haptische
Halluzinationen
sind dagegen
wieder
typischer, der
Kranke fühlt
sich bestrahlt,
elektrisch,
magnetisch etc.
manipuliert,
beeinflusst und
verändert.
Organische
Halluzinose:
Eine Störung
mit ständigen
oder immer
wieder
auftretenden,
meist optischen
oder
akustischen
Halluzinationen
bei klarer
Bewusstseinslage
und Fehlen
eines geistigen
Abbaus. Sie
können vom
Patienten
manchmal als
Halluzinationen
erkannt werden.
Die
Halluzinationen
können wahnhaft
verarbeitet
werden, Wahn
dominiert aber
nicht das
klinische Bild.
Die
Krankheitseinsicht
kann erhalten
bleiben.
Idiopathische
Olfaktorische
Halluzinationen
scheinen eher
ein
epileptisches
Phänomen zu
sein,
jedenfalls wird
in
Einzelfalldarstellungen
über eine
reproduzierbare
Besserung durch
Antiepileptika
berichtet. Auch
gustatorische
Halluzinationen
sind meist
epileptischer
Natur. Im
Rahmen eines
Verfolgungswahnes
und von
Vergiftungsängsten
kommen aber
gustatorische
und
olfaktorische
Halluzinationen
auch bei
Schizophrenien
vor. Die
Kranken riechen
oder schmecken
dann meist
giftige
Substanzen.
Durch Drogen
wie LSD oder
andere
Halluzinogene
kann man
Halluzinationen
auslösen. Im
Alkoholentzug
können, wenn es
zu einem
Delirium kommt
anhaltende
Halluzinationen
auftreten, die
oft tatsächlich
den
sprichwörtlichen
"weißen Mäusen"
ähneln.
Im Rahmen
epileptischer
Anfälle, bei
hohem Fieber
aber auch bei
Migräneattacken
können
Halluzinationen
auftreten. Eine
Wahrnehmungsstörung
in einem
Sinnesgebiet
kann
Halluzinationen
auf diesem
Sinnesgebiet
fördern.
Plötzliche
Erblindung kann
visuelle
Halluzinationen
fördern,
Schwerhörigkeit
kann akustische
Halluzinationen
fördern.
Extreme
Reizarmut, wie
beispielsweise
bei
Guillain-Barré
Syndrom
Patienten auf
der
Intensivstation,
kann lebhafte
Halluzinationen
auslösen.
Ähnlich wurden
von Ronald
Siegel im
Selbstexperiment
durch
Reizentzug
Halluzinationen
erzeugt.
Demenz-Kranke
leiden häufig
zeitweise unter
Halluzinationen.
Was genau
während einer
Halluzination
im Gehirn
passiert ,
ist bisher noch
nicht genau
bekannt. Bei
akustischen
Halluzinationen
wird nach fMRI
Untersuchungen
die primäre
Hörrinde
aktiviert,
gleichzeitig
werden
sprachrelevante
temporale und
frontale
Rindenfelder
aktiviert. Die
Deutung der
Befunde ist
allerdings
schwierig, auch
die
Fokussierung
der
Aufmerksamkeit
auf die
gehörten
Stimmen könnte
diese
Hirnregionen
aktivieren.
Menschen, die
zu akustischen
Halluzinationen
neigen,
aktivieren beim
Lesen mehr die
rechte
Suplementärmotorische
Region ( SMA) ,
gesunde
Menschen die
linke
Suplementärmotorische
Region.
Läsionen in der
SMA sind auch
verantwortlich
für das alien
limb Syndrom,
ein Syndrom bei
dem die
Betroffenen die
Handlungen
einer Gliedmaße
nicht dem
eigenen Ich und
dem eigenen
Köper zuordnen.
Man nimmt
deshalb an,
dass Menschen,
die zu
akustischen
Halluzinationen
neigen,
Schwierigkeiten
haben eigene
Gedanken und
die eigene
innere Stimme
als solche zu
erkennen und
sie eher einer
fremden Stimme
bzw dem
Ursprung in
einer fremden
Person
zuordnen. Da
durch werden
eigene Gedanken
und die innere
Stimme als
Halluzinationen
erlebt.
Gleichzeitig
kommt es durch
die fehlende
Aktivierung der
linken SMA zu
einer
mangelhaften
Hemmung des
Wernicke-
Sprachzentrums,
das auch für
die Generierung
oder fehlende
Hemmung der
Halluzinationen
verantwortlich
sein könnte.
Durch
elektrische
Stimulation des
Hippocampus und
der Amygdala
lassen sich
szenische
Halluzinationen
auslösen. In
einer Studie
wurden bei 16
Patienten durch
Hirnstimulation
ausgelöste und
bei 5 Patienten
durch streng
fokale Anfälle
ausgelöste 15
déjà vécu
Erlebnisse und
35 visuelle
Halluzinationen
mit szenischen
Bildern
beobachtet, 5x
traten
Entfremdungsgefühle
auf. Die
Beobachtung
stütze sich auf
40
Stimulationen
bei den 16
Untersuchungspersonen,
15 Anfälle bei
5
Untersuchungspersonen.
45% der
Traumartigen
Zustände wurden
durch eine
Stimulation der
Amygdala
ausgelöst,
37.5% durch
eine
Stimulation des
Hippocampus und
17.5% durch
eine
Stimulation des
parahippocampalen
Gyrus. Während
dieser Zustände
wurde die
elektrische
Entladung im
mesialen
Temporallappen
lokalisiert
ohne
Beteiligung des
temporalen
Neocortex. Eine
frühzeitige
Ausbreitung der
Entladungen in
den temporalen
Neocortex
schien das
Auftreten
solcher
Traumähnlicher
Zustände zu
blockieren. Die
Ausgelösten
Erinnerungen
konnte sowohl
auf kürzliche
Erlebnisse, als
auch auf
Kindheitserlebnisse
zurückgehen.
Die Studie bei
Anfallspatienten
bestärkt die
wichtige Rolle
der Amygdala
und des
Hippocampus
(beidseits)
bezüglich des
autobiographischen
Gedächtnisses.
Halluzinationen
bedürfen immer
eine ärztlichen
und meist auch
einer
nervenärztlichen
Diagnostik.
Eine Vielzahl
psychische
Störungen oder
organischer
Erkrankungen
kann ursächlich
sein.
Nicht immer ist
eine Behandlung
notwendig. Oft
ist aber eine
Behandlung
notwendig um
eine sonst zur
Verschlimmerung
neigende
Erkrankung zu
rechtzeitig
einzudämmen.
Die meisten
Halluzinationen
sind für die
Betroffenen
ängstigend oder
bedrohlich.Halluzinationen
erschweren die
Teilhabe am
Familien- und
Gemeinschaftsleben,
sie führen in
die Isolation.
Die Behandlung
der
Halluzinationen
bringt den
Betroffenen
Erleichterung
und Linderung.
In den meisten
Fällen lassen
sich die
Halluzinationen
mit
Medikamenten
vollständig
zurückdrängen.
|
S. Majumdar; N. S. Jones; W. S. McKerrow; G. Scadding, The
Management of Idiopathic Olfactory Hallucinations: A Study of Two Patients, The
Laryngoscope 2003; 113(5):879-881 Aktuelle Zusammenfassung zu
Halluzinationen bei Hirnläsionen in: C.M.J. Braun, M. Dumont, J. Duval, I. Hamel-Hébert,
L. Godbout Brain modules of hallucination: an analysis of multiple patients with
brain lesions Rev Psychiatr Neurosci 2003;28(6)[abstract
/ résumé in HTML /
full text in PDF]
M. Stephane,
M.C. Hagen, J.T.
Lee, J. Uecker,
P.J. Pardo, M.A. Kuskowski,
J.V. Pardo,
About the
mechanisms of
auditory verbal
hallucinations:
a positron
emission
tomographic
study J
Psychiatry
Neurosci
2006;31(6)
397ff
abstract HTML
/
full text in
PDF]
Jean-Pierre
Vignal, Louis
Maillard,
Aileen
McGonigal and
Patrick Chauvel
The dreamy
state:
hallucinations
of
autobiographic
memory evoked
by temporal
lobe
stimulations
and seizures
Brain (2007),
130, 88–99
Charles
Bonnet-Syndrom
(CBS),
Capgras Syndrom
|
| Halo-Effekt |
| Bei einem Halo - Effekt werden zentrale Eigenschaften überbewertet und strahlen auf die Personenwahrnehmung aus (primacy effect vs. recency effect); dabei korrespondieren einzelne Eigenschaftsdimensionen in ihrer Bedeutung. Der Halo - Effekt wurde auch als Überstrahlungseffekt bezeichnet. Gemeint ist auch die Auswirkung des ersten Eindrucks aufgrund eines einzelnen Merkmals, die dazu führen kann, dass in einer vom Vorurteil geprägten Reaktion beispielsweise die ganze Persönlichkeit nach diesem Merkmal bewertet wird. Beispiele können äußere Merkmale wie Kleidung, Haarschnitt, gutes Aussehen sein, aber auch Vorwissen wie Beruf, erfolgreiche Eltern, Automarke..) Solche Kontexteffekte spielen auch bei der Wirkung einer Behandlung oder für den Plazeboeffekt in Studien wie in der Behandlung eine Rolle. |
|
|
| Haltung |
erworbene, relativ
überdauernde Neigung zu spezifischen Interaktions- und Kommunikationsweisen.
z.B. an bestimmte Persönlichkeitsmerkmale gebundene gefühlsbetonte
Überzeugungen, Vorurteile, feststehende Meinungen.
| Haltung (klassisch
psychoanalytisch) |
| schizoide Haltung: |
durch orale Fixierung (Störung
in den ersten Lebensmonaten) |
--> Verschlossenheit und
Misstrauen anderen gegenüber. |
| depressive Haltung: |
durch orale Fixierung (Störung
in den ersten beiden Lebensjahren) |
--> Antriebsminderung,
Niedergeschlagenheit (dependent & demanding) . |
| zwanghafte Haltung: |
durch anale Fixierung (Störung
zw. 2. und 4. Lebensjahr) |
--> Geiz und Pedanterie (Anankasmus). |
| phallische Haltung: |
(Konkurrenz) durch phallische
Fixierung (Störung etwa im 4. Lebensjahr) |
-->leistungsorientierte und
konkurrierende Haltung. |
| ödipale Haltung: |
(Annäherung) durch einen nicht
gelösten Ödipuskonflikt (etwa im 5.-6. Lj.) |
--> Hysterische Haltung:
Konversion =>Symptombildung, Dissoziation bis hin zur multiplen
Persönlichkeit, Hypochondrie Überbetonung v. Symptomen |
|
|
|
| Hämangioblastom |
| Dieses gutartige tumorähnliche Gebilde entwächst den Blutgefäßen. Es ist oft zystisch. Es können einer oder mehrere Tumore existieren. Hämangioblastome repräsentieren etwa 2 % aller primären Hirntumore. Lindau-Syndrom und Hippel-Lindau-Syndrom sind vererbbare Formen dieses Tumors. Das Hämangioblastom tritt am häufigsten in der Altersgruppe zwischen 35 und 45 Jahren auf. Der häufigste Auftrittsort ist das Kleinhirn. Er wächst langsam und bildet keine Metastasen. Dieser Tumor bewirkt erhöhten intrakraniellen Druck und zerebellare Funktionsstörung. Symptome sind Kopfschmerzen, Erbrechen und Übelkeit, Gehstörungen und Gleichgewichtsprobleme. |
|
|
| Hämangiome (extracranielle = außerhalb des Hirnschädels) |
| sind
definitionsgemäß zum Zeitpunkt
der Geburt nicht vorhanden (im Gegensatz zu
Vaskuläre Malformationen). Sie treten in der Regel postnatal innerhalb der
ersten Lebenswochen auf. Sie haben ein proliferatives Wachstum. Während
annähernd 80 Prozent aller Hämangiome isoliert auftreten, zeigen 20 Prozent der
Kinder multiple kutane Hämangiome . In diesen Fällen sollten hiermit
vergesellschaftete viszerale und zerebrale Angiome durch bildgebende Verfahren
(Ultraschall, MRT) ausgeschlossen werden. Diagnostik Ultraschall und
Kernspintomographie. Therapie: Laserbehandlung oder chirurgische Therapie
(manchmal mit präoperativer Embolisation) bei fortgeschrittenen Hämangiomen. |
|
Werner, Jochen A. et al
Fortgeschrittene extrakranielle Hämangiome und vaskuläre Malformationen
Deutsches Ärzteblatt Ausgabe 4 vom 25.01.02 |
| Hamilton Depressionsskala |
häufig verwendete Skala zur Erfassung des
Schweregrades einer Depression, meist wird in Studien die 17-Itemform verwendet,
die 7-Item Kurzform ist für die Verlaufsbeurteilung in der Praxis genauso
aussagekräftig und in wenigen Minuten durchführbar. Die Einschätzung bezieht
sich auf die letzte Woche und wird vom Patienten abgefragt, die Aussagefähigkeit
hängt von der Kooperation des Patienten ab.
|
Hamilton
Depressionsskala 7-Item Kurzform |
1.) Depressive
Verstimmung (Traurigkeit, Trübsal blasen, melancholisch sein, weinerlich
sein)
- Fühlten Sie sich in der letzten Woche
traurig oder depressiv?
- wie oft und wie lange fühlten Sie sich
so?
|
( ) 0 fehlend
( ) 1 wird nur auf Nachfrage berichtet
( ) 2 spontan verbal berichtet
( ) 3 nicht verbale Äußerungen
(Gesichtsausdruck, Stimme, Weinerlichkeit)
( ) 4 der Patient berichtet, verbal und
nonverbal, dass er sich ausschließlich in diesem Zustand befunden hat. |
2.) Schuldgefühle
(Kritik an sich selbst und Selbstvorwürfe)
- Fühlten Sie sich in der vergangenen
Woche schuldig wegen etwas, was Sie getan haben, oder dass Sie andere
schlecht behandelt haben?
- Fühlen Sie sich durch ihre Krankheit
gestraft ?
|
( ) 0 fehlend
( ) 1 Selbstvorwürfe
( ) 2 Schuldgefühle, Grübeln über Fehler
der Vergangenheit
( ) 3 gegenwärtige Krankheit wird als
Strafe empfunden, wahnhafte Schuld
( ) 4 der Patient hört eine beschuldigende
Stimme oder hat bedrohliche visuelle Halluzinationen |
3.)Interesse,
Freude, Aktivitätslevel, (Arbeit und Aktivitäten des täglichen Lebens)
- Sind Sie bei der Arbeit und zu hause so
produktiv wie früher?
- haben Sie weiter Interesse an den
Dingen, die Sie normalerweise interessieren?
|
( ) 0 keine
Schwierigkeiten ( ) 1 Erschöpfung,
Schwächegefühl, Gedanken nicht zur Arbeit oder den Hobbies in der Lage zu
sein
( ) 2 Interesseverlust an Aktivitäten
(direkt oder indirekt durch Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit,
Teilnahmslosigkeit, Unschlüssigkeit oder Entscheidungsunfähigkeit
( ) 3 verminderte Leistungsfähigkeit oder
verminderte Zeit mit Aktivität.
( ) 4 der Patient hat wegen seiner Symptome
aufgehört zu arbeiten |
| 4.) Anspannung
und Nervosität (psychische Angst)
|
( ) 0 keine
Schwierigkeiten ( ) 1 subjektive
Anspannung und Reizbarkeit
( ) 2 Sich Sorgen machen über Kleinigkeiten
( ) 3 offensichtlicher ängstlicher
Gesichtsausdruck
( ) 4 Angst wird ohne Nachfragen berichtet |
| 5.) körperliche
Angstsymptome Wie sehr haben Sie die
folgenden Symptome in der letzten Woche belastet: (es werden nur die
Symptome gezählt, die eindeutig nicht einer Nebenwirkung eines
Medikamentes entsprechen)
Hatten sie in der letzten Woche eines der
folgenden Symptome: Gastrointestinale Symptome: trockener Mund,
Blähungen, Durchfall, Bauchkrämpfe, Gefäßsymptome: Herzklopfen,
Kopfschmerzen, Atemwege: Hyperventilation, Luftnot, andere:
Harndrang, Schweißausbrüche |
( ) 0 keine
( ) 1 leicht
( ) 2 mäßig
( ) 3 schwer
( ) 4 stark behindernd |
| 6.) Energielevel,
(körperliche Symptome) Wie
energievoll waren Sie die letzte Woche ?
Fühlten Sie sich müde?
Hatten Sie irgendwelche Schmerzen oder ein
Schweregefühl in ihren Gliedern, dem Rücken oder dem Kopf? |
( ) 0 keine
( ) 1 Schweregefühl in den Gliedern, dem
Rücken oder dem Kopf, Muskelschmerzen, Energieverlust und Müdigkeit
( ) 2 jedes eindeutige Symptom wird mit 2
Punkten bewertet |
7.) Suizidalität
(Gedanken, Pläne, Versuche)
- Hatten Sie Gedanken, dass das Leben
nicht lebenswert ist, und es besser wäre, wenn Sie tot wären?
- Hatten Sie Gedanken sich selbst zu
verletzen oder sich das Leben zu nehmen?
- Haben sie sich selbst verletzt?
|
( ) 0 keine
( ) 1 empfindet sein Leben nicht als
lebenswert
( ) 2 wünscht sich zu sterben (oder alle
Gedanken, dass er lieber sterben würde)
( ) 3 Suizidgedanken
( ) 4 Suizidversuch (für jeden
Suizidversuch 4 Punkte) |
| |
Gesamtpunktzahl: |
|
|
|
| Hämochromatose |
| Eisenspeicherkrankheit oder Eisenüberladung der Leber und des Organismus. Die primäre autosomal rezessiv vererbte Hämochromatose ist bei Menschen nordeuropäischer Abstammung nicht selten. Eine Homozygotie für die C282Y Mutation findet sich bei 5 von 1000 Personen Nordeuropäischer Abstammung, was nicht bedeutet, dass jeder 200. krank ist, bei diesen Menschen besteht aber ein hohes Risiko einer solchen Erkrankung (N Engl J Med 2004;350:2383-97). 1996 wurde das Hämochromatosegen HFE identifiziert. Die genetische Testung hat die Diagnosestellung der hereditären Hämochromatose erheblich verbessert, man weiß inzwischen, dass die phänotypische Expression bei nachgewiesenem identischem genetischem Defekt im Eisenstoffwechsel sehr unterschiedlich sein kann, dass also bei der selben Veranlagung der Krankheitsverlauf sehr unterschiedlich sein kann. (N Engl J Med 2004;350:2383-97). Die Plasmaeisenspiegel werden im Körper normalerweise genau reguliert, um die Versorgung mit Eisen zu gewährleisten. Etwa 20 mg Eisen werden täglich zum Knochenmark transportiert um für die Blutbildung genutzt zu werden. Das meiste Eisen im Blutplasma kommt von abgestorbenen roten Blutkörperchen. 1 - 2 mg werden täglich im Zwölffingerdarm resorbiert und je nach Bedarf ins Plasma transportiert oder in den Enterozyten (Darmzellen) als Ferritin gespeichert. Diese Speicher werden durch das normale Absterben der Darmzellen mit ihrem Eisen im Stuhl ausgeschieden, neben der Menstruation ist dies der bedeutenste Weg der Eisenausscheidung bei gesunden Menschen. Eisen wird aber auch aus den abgestorbenen Enterozyten aus dem Darm zurückresorbiert und auch von den Makrophagen recycelt. Das aus dem Darm resorbierte Eisen und das in den Makrophagen befindliche Eisen wird an das Serumtransferrin gebunden um es zum Knochenmark für die Blutbildung zu transportieren. Das restliche Körpereisen etwa 1g wird überwiegend in den Leberzellen gespeichert. Bei Menschen mit einer Hämochromatose ist die Resorption des Eisens aud dem Zwölffingerdarm in das Plasma höher als es dem Bedarf des Köpers entspricht. Bei gesunden Menschen führt eine Blutspende zu einen schnellen und vorübergehenden Anstieg der Eisenabsorption von 1-2 mg/Tag auf 5 mg/Tag um die Eisenversorgung des Knochenmarkes sicherzustellen. Bei der erblichen Hämochromatose ist diese Reaktion des Körpers überschießend, so dass die Eisenabsorption Werte von 8-10 mg/Tag erreicht und diese überschießende Reaktion bleibt über Jahre erhalten. Auch wenn die Bedürfnisse des Knochenmarkes bereits lange erfüllt sind fahren die Enterzyten fort das an sich nicht benötigte Eisen aus der Nahrung ins Plasma zu transportieren anstatt es in Form von Ferritin zu speichern. Die Diagnose der Hämochromatose stützt sich auf die erhöhte Serumtransferrin- Sättigung in Kombination mit erhöhten Serumferritinspiegeln und eine Homozygotie für die Cys282Tyr-Mutation im HFE-Gen auf dem Chromosom 6 . Das Vorliegen eines erhöhten Serumtransferrin- Sättigung in Kombination mit erhöhten Serumferritinspiegeln ist nicht immer ausreichend für die Diagnose, da diese Kombination auch bei anderen Krankheiten vorkommen kann. Außerdem gibt es Eisenüberladungen des Organismus durch andere Formen der Hämochromatose die nicht durch das HFE-Gen verursacht sind. Im Zweifel kann zusätzlich eine histologische Untersuchung eines Leberbiopsats erforderlich sein. Eine andere wesentlich seltenere Erbkrankheit mit anderem genetischem Defekt ist die Juvenile Hämochromatose mit oft schwerem Verlauf. Mehrfache Transfusionen, Porphyrien, Atransferrinämie und Thalassämie können sekundär ebenfalls zu einer nicht genetisch bedingten Hämochromatose führen. Eisenspeicherkrankheiten können eine Vielzahl psychiatrischer Symptome verursachen und leicht mit einer psychischen Störung verwechselt werden. Symptome beginnen meist zwischen dem 20. und 60. Lebensjahr, Frauen sind wegen der Regelblutungen mit regelmäßigem Eisenverlust später betroffen als Männer. Symptome: Fatiguesyndrom (Müdigkeit/Abgeschlagenheit), allgemeines Krankheitsgefühl, Schwäche, Bauchweh, Gelenkschmerzen, Verlust der Libido, Impotenz, Diabetes m., Amenorrhoe, Herzinsuffizienz, Arrhythmien, Hyperpigmentation =dunkle Pigmentierung der Haut besonders an Brustwarzen, Damm, Handinnenflächen, die im Zusammenwirken mit dem Diabetes als Bronzediabetes bezeichnet wird. Klinische Zeichen: Hepatomegalie, Splenomegalie, Arthritis, Dilatative Kardiomyopathie, Hodenatrophie, Hypogonadismus, Hypothyroidismus, Folgen können auch Leber-Zirrhosen, Leberkarzinome, und Bauchspeicheldrüsenkrebs sein. Verschlechterung durch Alkohol, nicht alkoholische Fettleber, chronische Hepatitis B und C, Hepatische Porphyrie, Thalassämie, Aderlasstherapie (auch vorbeugend bei bekannter Veranlagung) bis der Serumferritinwert unter 50 µg/l abfällt ist die Behandlung der Wahl. Nachdem das überschüssige Eisen beseitigt ist, ist meist weiterhin eine 2-4malige Aderlassbehandlung lebenslang notwendig. Hierdurch kann die Symptomatik wesentlich gebessert werden und die Lebenserwartung fast normalisiert werden. Genetische Untersuchung der Verwandten ersten Grades kann sehr sinnvoll sein. Eine erheblich Anzahl homozygoter Verwandter von Patienten mit Hämochromatose, meist mehr Männer als Frauen haben leichtere Symptome oder klinische Auffälligkeiten die auf eine Hämochromatose zurückgehen und noch nicht diagnostiziert wurden.(N Engl J Med 2000;343:1529-35.) |
|
Raymond
T. Chung, Case
33-2006: A
43-Year-Old Man
with Diabetes,
Hypogonadism,
Cirrhosis,Arthralgias,
and Fatigue N
Engl J Med
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Cutler P
Iron overload
and psychiatric
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Psychiatry.
1994
Feb;39(1):8-11,
Hämochromatose-Vereinigung
Deutschland
e.V.;
|
| Händigkeit |
| Die Umerziehung von Linkshändern ist heute kein
Thema mehr, strittig ist das Ausmaß des Schadens, das in früheren Jahren bei
Betroffenen angerichtet wurden. Die Händigkeit ist das auffälligste
Asymmetriemerkmal des Menschen. Linkshändigkeit ist mit einer Häufigkeit von 8 %
bei einer kleinen Minderheit seit Menschheitsbeginn nachweisbar. Auch bei 60 %
der Linkshänder ist die sprachdominante Hemisphäre linkshirnig, nur bei 20 % ist
die sprachdominante Hemisphäre eindeutig rechtshirnig, in 20 % der Linkshänder
ist die Sprachdominanz nicht eindeutig, beide Hirnhälften spielen bei diesen
Menschen bei der Lokalisation der Sprache eine Rolle. Bei Rechtshändern ist die
Situation eindeutiger, bei 99 % ist hier die sprachdominante Hemisphäre
linkshirnig. Die Kenntnis
der Händigkeit kann dazu beitragen, die Komplexität der zerebralen Organisation
zu erforschen. Pathologische Faktoren können Linkshändigkeit hervorrufen, und
bestimmte Krankheitsbilder können bei Linkshändern häufiger vorkommen.
Linkshändigkeit kann aber nicht nur mit negativen Eigenschaften in Verbindung
gebracht werden. Es wird vermutet, dass bei Linkshändern ausgeprägte
musikalische, schöpferische und intellektuelle Fähigkeiten vorhanden sein
können. Daher kann Linkshändigkeit nicht mit Inferiorität gleichgesetzt werden. |
|
Wiener Medizinische Wochenschrift,152,5-6,148
- March 2002 |
| Handlungstheorie |
| Versuch, die Interaktion des Menschen mit seiner Umwelt zu erklären und vorherzusagen. Handeln ist ein aktiver bewusster Prozess der Auseinandersetzung mit der Umwelt, der Nutzung und Umwandlung von Information im menschlichen Gehirn zum Zwecke der Befriedigung von Motiven und der Verfolgung von Zielen. Handlung wird dabei im Gegensatz oder alternativ zum psychologischen Begriff des Verhaltens gesehen. Menschliches Handeln wird als historisch eingebunden und bestimmt Handlungen bestehen aus Sequenzen einzelner Handlungsteile oder Handlungsschritte auf verschiedenen Handlungsebenen, die hierarchisch ineinander verschachtelt sind. Handel ist dabei eigengesteuert und bewusst und zielgerichtet. Gegenstand der Handlungstheorie sind sowohl alltägliche als auch außergewöhnliche Handlungsprozesse, einbezogen werden dabei verschiedenste motivationale, soziale und Wissensaspekte. Der maximale Handlungsweg ist nach dieser Theorie, der mit der höchsten Erfolgswahrscheinlichkeit. Es gibt dabei keine einheitlichen Erklärungsmodelle. |
|
|
| Handystrahlung und Hirntumor |
| Ist das Handy gefählich? Auch nach mehreren tausend wissenschaftlicher
Publikationen und intensiver Forschung ist bisher kein Risiko nachgewiesen.
Abhängig von Wellenlänge und Frequenz können elektromagnetische Strahlen
unterschiedlich weit in unseren Körper eindringen und dort verschiedene
Wirkungen hervorrufen. So kann sich beispielsweise das Gewebe durch die
Absorption der Strahlung erwärmen - eine Reaktion, die als thermischer Effekt
bekannt ist und auch durch die vom Mobilfunk genutzten Frequenzen, üblicherweise
900 bis 1800 Megahertz, ausgelöst wird. (spektrum der Wissenschaft,
15.12.2002]. Ob diese Wärmewirkung Krebs oder andere
Störungen begünstigen kann, ist bisher ebenso Spekulation wie viele Theorien zu
anderen biologischen Effekten der Handystrahlung. Auch eine neue
Fallkontrollstudie bei der 966 Patienten zwischen 18 und 69 Jahren die unter
einem Glioblastom litten, mit 1716 Kontrollpersonen verglichen wurden ergab
keinerlei Zusammenhang zur Handystrahlung. Die Kontroverse mit großen
öffentlichen Ängsten aber ohne signifikante Daten hält ebenso an, wie der
Verkauf von Handys weiter zu expandieren scheint. Es gibt Menschen, die von sich
behaupten, dass die besonders sensitiv auf Handystrahlung reagieren und diese
auch spüren. In eine Studie wurden 60 Menschen, die angaben " besonders
sensitiv" auf Handystrahlung zu reagieren, und innerhalb von 20 min bei
Handynutzung regelmäßig Kopfschmerzen zu bekommen mit 60 Kontrollpersonen
verglichen. Die Teilnehmer wurden je 50 min 3 Bedingungen ausgesetzt: einem 900
MHz GSM Handysignal, einem nichtpulsierenden Trägerwellensignal, und einer
Scheinstrahlung, ohne dass eine Signal oder sonstige Wellen vorhanden waren.
Sie gaben bei den Versuchen ihre Kopfschmerzen auf einer Skala von 0-100 an. Die
Teilnehmer entwickelten tatsächlich in einem hohen Prozentsatz Kopfweh,
allerdings bei GSM- Exposition in 60% und bei Scheinstrahlung, ohne dass eine
Signal oder sonstige Wellen vorhanden waren in 63%. Es scheint sich hier mehr um
eine psychologische Wirkung entsprechend der Erwartungen der Teilnehmer zu
handeln. BMJ 2006;332:886-891,
doi:10.1136/bmj.38765.519850.55
Abstract]
Auch eine
langdauernde
Studie mit
einer
großen Zahl
an
Handynutzern
in Dänemark
mit sehr
zuverlässigen
Zahlen gibt
eindeutige
Entwarnung
420 000
erwachsene
Dänen
zwischen
1982 und
1995 einen
Mobiltelefonvertrag
abgeschlossen
hatten und
die vor
diesem
Zeitraum
keine
Krebserkrankung
hatten
wurden ab
Vertragsabschluss
bis 2002
oder bis
zum
Auftreten
einer
Krebserkrankung
beobachtet
(über das
dänische
Krebsregister).
Die Anzahl
der
Krebserkrankungen
wurden mit
denen in
der
dänischen
Allgemeinbevölkerung
unter
Ausschluss
von
Menschen
mit
Mobiltelefonvertrag
verglichen.
85% der
420000
Handytelefonierer
waren
Männer, die
im Mittel 8
Jahre mit
ihrem Handy
telefonierten.
Bei diesen
traten
14250 Fälle
von Krebs
auf, nach
der
Allgemeinbevölkerung
waren 15000
Krebserkrankungen
erwartet
worden.
Auch für
die
einzelnen
Krebserkrankungen
gab es
keine
Zunahme der
Häufigkeit
für die
Handytelefonierer.
|
Tumore
des
Gehirns
und
des
Nervensystems
und
Leukämiefälle
unter
dänischen
Handynutzern
im
Vergleich
zur
Allgemeinbevölkerung
ohne
Handy |
|
Dauer
des
Mobiltelefon-
Vertrags
in
Jahren |
|
Standardisierte
Inzidenzrate
(95%CI)
|
|
Personen-
Jahre
|
Tumore
des
Gehirns
und
des
Nervensystems
|
Leukämie
|
|
<1 |
420,000
|
0.9
(0.7
-
1.2)
|
1.1
(0.8
-
1.5)
|
|
1-4 |
1,656,000
|
1.0
(0.9
-
1.2)
|
1.1
(0.9
-
1.2)
|
|
5-9 |
1,327,000
|
1.0
(0.8
-
1.1)
|
0.9
(0.8
-
1.1)
|
|
≥10 |
170,000
|
0.7
(0.4
-
0.95)
|
1.1
(0.7
-
1.5)
|
|
J
Schüz
et
al.
Cellular
telephone
use
and
cancer
risk:
update
of
a
nationwide
Danish
cohort.
Journal
of
the
National
Cancer
Institute
2006
98:
1707-1713.
[Abstract]
[Full
Text]
[PDF]
|
Kann man Handystrahlen oder die Aktivität des
Strahlenmasten wahrnehmen und verursacht sie Beschwerden?
Nicht wenige Menschen berichten über Beschwerden,
wenn Sie "Handystrahlen" oder gar den Strahlen eines Handymasten ausgesetzt
sind. In einer Doppelblindstudie wurde dieser Frage nachgegangen. Probanden und
Untersucher wussten nicht, ob der Sendemast im Labor eingeschaltet war oder
nicht. Die 44 sich als Elektrosmog sensitiv bezeichnenden Probanden wurden mit
114 gesunden Kontrollpersonen verglichen. Die sich als Elektrosmog sensitiv
bezeichnenden Probanden zeigten im Electromagnetic Hypersensitivity
Questionnaire (Eltiti et al. 2007) tatsächlich (oder wie zu erwarten) vermehrt
diverse Beschwerden auf der Liste von 57 Symptomen, die man am ehesten unter
einem Hyperarousal mit Sympathikusaktivierung subsumieren könnte. Darunter
vermehrte innere Anspannung, Müdigkeit, Kopfschmerzen etc. Allerdings waren
diese Beschwerden immer dann vorhanden, wenn die Betroffenen glaubten der
Sendemast sei angeschaltet. Dies war unabhängig davon ob er angeschaltet war
oder nicht. Stacy Eltiti, et al.,
2007
Fulltext (PDF) Zumindest in dieser Studie ist von einem
Noceboeffekt auszugehen. Man
muss davon ausgehen, dass Sensationsberichterstattung einen erheblichen Anteil
an der Beschwerdegenerierung bei diesen Menschen hat, von denen sicherlich auch
einige eine individuelle Bereitschaft zu solchen dissoziativen Symptomen aus
anderen individuellen Gründen mitbringen.
Ps: nicht nur die böse Industrie fälscht Daten, ehrgeizige Forscher die
auffallen wollen, reichen schon. Zwei österreichische Studien, die auf
eine Schädigung der DNA schon bei geringer Belastung durch Mobilfunkstrahlung
nachweisen wollten, stehen im dringenden Verdacht gefälscht zu sein. Die Studien
hatten DNA-Schäden sowohl bei hochfrequenten elektromagnetischen Feldern von
1.800 MHz (GSM-Signale, Diem et al. 2005 ) als auch von 1.950 MHz (UMTS-Signale,
Schwarz et al. 2008 ) gemessen. Eine unabhängige statistische Begutachtung der
Daten legt nun den Verdacht nahe, dass diese Daten nicht experimentell
gemessen, sondern vielmehr fabriziert wurden. So jedenfalls die Stellungnahme
der
Medizinischen Universität Wien . Obwohl nach Auffassung eines anderen Wissenschaftlers (Lerchl) aufgefallen war, dass die angeblich erhobenen Daten sich so ähnlich waren, wie es in der Natur nicht vorkommt, wohl aber in den zielgerichteten Hirnen von ergebnisorientierten Fälschern, hat es eine Weile gedauert, bis man in Wien der Sache nachging. Angeblich war aber alles nur die Laborantin. |
-
WHO EMF research databases
- Forschungszentrums für
Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit femu
-
Mobile phones, magnetic fields, and cancer bandolier oct 2002
- Zu Handys und
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-
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Abstract (HTML)
Full (PDF)
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Abstract (HTML)
Full (PDF)
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Abstract (HTML)
-
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[Abstract]
[Full
text]
- J. J. Morrissey Radio frequency exposure in
mobile phone users: implications for exposure assessment in epidemiological
studies Radiat Prot Dosimetry, March 1, 2007; 123(4): 490 - 497.
[Abstract]
[Full
Text] [PDF]
- Christensen et al. Cellular telephones and
risk for brain tumors: A population-based, incident case-control study
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ABSTRACT
- Christensen et al. Cellular Telephone Use
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ABSTRACT |
FULL TEXT
- A W Wood How dangerous are mobile phones,
transmission masts, and electricity pylons?
Arch. Dis. Child., April 1, 2006; 91(4): 361 - 366.
[Abstract]
[Full Text]
[PDF]
- Takebayashi et al. Mobile phone use and
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ABSTRACT
| FULL TEXT
- J. J. Morrissey Radio frequency exposure in
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- H. C. Christensen, J. Schuz, M. Kosteljanetz,
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[Abstract]
- Michael Maier Brains and mobile phones BMJ 2006 332: 864-865
Extract]
[Full Text
|
| Harlequin-Syndrom |
| Durch Anstrengung, Emotionen oder Wärme induzierte einseitige Gesichtsrötung, Schwitzen. Die Symptome treten kompensatorisch auf der gesunden Gesichtshälfte auf. Sie werden dort sichtbar, weil auf der betroffenen Seite die Gefäßweitung und die Schweißsekretion pathologisch vermindert sind. Ursächlich wird eine Läsion der sympathischen Fasern der 2. und 3. thorakalen Nervenwurzel vor dem Ganglion stellatum angenommen. Pupillenstörungen und Lidspaltenverengungen sind deshalb nicht vorhanden. Die sympathischen Fasern zum Auge verlassen das Rückenmark in Höhe von C8 oder Th1. Es gibt Überlappungen zum Adie-Syndrom und zum Ross-Syndrom. Die Ursache ist unbekannt. |
|
Lance J, Drummond P, Gendevia S, et al. Harlequin
syndrome: the sudden onset of unilateral flushing and sweating. JNNP
1988;51:635–42. |
| Hashimoto Enzephalopathie oder Steroid-responsive Enzephalopathie bei Autoimmunthyroiditis (SREAT), bzw. nichtvaskulitische autoimmune entzündliche Meningoenzephalitis |
| Die exakte Pathogenese bleibt unklar. Es handelt sich um eine akute oder
subakute autoimmune Enzephalopathie, die sehr gut auf Kortison anspricht. Zusammenfassung einer Literaturübersicht:
Syndrom einer Enzephalopathie mit hohen Serum antithyroidalen
Antikörperkonzentrationen die auf Glukokortikoidbehandlung anspricht.
Antithyroidalen Antikörper kommen allerdings bei einer Vielzahl von
autoimmunen neurologischen Erkrankungen vor, so dass die ursächliche Beziehung
offen oder unwahrscheinlich ist. In einer Übersicht über 85 Patienten (69 w und 16 m Durchschnittsalter 44 J.)
mit Enzephalopathie und hohen Serum antithyroidalen Antikörperkonzentrationen
wurden folgende Symptome genannt:
23 (27%) hatten Schlaganfallähnliche Syndrome, 56 (66%) hatten epileptische
Anfälle, 32 (38%) hatten Psychosen, 66 (78%) hatten im Liquor ein erhöhtes
Eiweiß, und 80 (98%) von 82 hatten ein abnormales Elektroenzephalogramm (EEG).
Die Schilddrüsenfunktion schwankte zwischen offener Überfunktion und häufiger
subklinischer Unterfunktion(30 Patienten [35%]). Von denen die mit Kortikoiden
behandelt wurden besserten sich 66 (96%).
Auch lang
anhaltende
schwere
Depressionen
bei
Hashimoto
Enzephalopathie
sind
beschrieben. In einer anderen Fallserie war das mittlere Alter bei Beginn
der Symptome 56 Jahre( 27–84 Jahre). Die häufigsten Symptom war 16 (80%),
transiente Aphasie bei 16 (80%), Myoklonus bei 13 (65%), Gangataxie bei 13
(65%), epileptische Anfälle bei 12 (60%), und Schlafstörungen bei 11 (55%). Alle
Patienten waren zuvor anders diagnostiziert worden, am häufigsten wurde das
Syndrom mit einer viralen Enzephalitis (n = 5), Creutzfeldt-Jakob Erkrankung (n
= 3), oder einer degenerativen Demenz verwechselt (n = 4). Erhöhte Leberwerte
hatten in dieser Serie 11, ebenso 11 ein erhöhtes TSH, nur 5 hatten eine erhöhte
BKS, ebenfalls nur bei 5 Patienten (25%) zeigte sich im Liquor ein Hinweis
auf einen entzündliche Prozess. Auch die Kernspintomographie zeigte nur bei 5
(25%) fragliche entzündliche Veränderungen. |
- Grommes et
al.Steroid-Responsive Encephalopathy Associated with
Autoimmune Thyroiditis Presenting with Diffusion MR Imaging
Changes Am. J. Neuroradiol. 2008;29:1550-1551.ABSTRACT
- C. Grommes, C. Griffin, K.A.
Downes, and A.J. Lerner
Steroid-Responsive Encephalopathy Associated with Autoimmune
Thyroiditis Presenting with Diffusion MR Imaging Changes
AJNR Am. J. Neuroradiol., September 1, 2008; 29(8):
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[Abstract]
- Dihne et al.Hashimoto
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imitating creutzfeldt-jakob disease. Arch Neurol
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Encephalopathy Associated With Autoimmune Thyroiditis, or
Nonvasculitic Autoimmune Meningoencephalitis? Arch Neurol
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Steroid-Responsive Encephalopathy Associated With Autoimmune
Thyroiditis Arch Neurol 2006;63:197-202.
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Pediatric Perspective J Child Neurol 2006;21:1-5.
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to intravenous immunoglobulins J. Neurol. Neurosurg.
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Nosology of Hashimoto Encephalopathy Arch Neurol
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Clin Neurosci 2006;18:14-20.ABSTRACT,
FULL TEXT
|
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