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Glossar
Psychiatrie/Psychosomatik/
Psychotherapie/Neurologie/Neuropsychologie |
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wurde unter Verwendung neuester Literatur erstellt. Insbesondere
dem ICD 10, dem DSM IV, AMDP- Manual, Leitlinien der
Fachgesellschaften, Lehrbuch VT von J.Mragraf, Lehrbuch der
analytischen Therapie von Thomä und Kächele, Lexika wie
dem Pschyrembel, verschiedene Neurologie- und
Psychiatrielehrbücher, Literatur aus dem Web, außerdem
einer Vielzahl von Fachartikeln aktueller Zeitschriften der
letzten 10Jahre. Nicht alle (insbesondere kleinere) Zitate sind kenntlich
gemacht. Verständlicherweise konnte durch Verwendung
verschiedener Quellen eine Mischung aus den unterschiedlichen
Zitaten nicht immer vermieden werden. Soweit möglich
wird dies angezeigt. Nicht alles ist auf Anhieb
laienverständlich, da ich die Zusammenstellung auch für
mich selbst nutze, musste hier ein Kompromiss zwischen
Verständlichkeit und medizinischer und psychologischer
Exaktheit gefunden werden. Falls sich jemand falsch oder in zu
großem Umfang zitiert findet- bitte eine E-Mail
schicken. KM 19.4.2000 Siehe auch die ergänzenden Hinweise
unten auf dieser Seite.
PS
selbstverständlich wird das Glossar regelmäßig
aktualisiert werden.
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| Nagelbettzeichen von Alföldi |
| Folge einer Minderinnervation z.B. nach Verletzung. Die unmittelbar unter dem
Nagel befindliche Haut ist leistenartig verdickt und nach vorne gezogen. Oft
vergesellschaftet mit Wachstumsstörungen der Nägel die sich als Querwülste
zeigen oder in Form von Meesschen Nagelbändern. Der Abstand der Streifen zur
Lunula läßt den Zeitpunkt der Schädigung ablesen. Nägel wachsen in 10 Tagen
einen mm Am Ende des 3. Monats liegen die Streifen etwa in der Mitte des Nagels. |
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| Naltrexon |
| blockiert als Abkömmling des
Naloxons die Opioid-Effekte, wie z.B. Euphorie. Es hat selbst kein
Abhängigkeitspotential und ist in Tablettenform verfügbar. Die Substanz
verdrängt gebundene Opioid-Agonisten vom Rezeptor, zu dem sie eine 20fach höhere
Affinität als Morphin hat. Die maximale Plasmakonzentration des Naltrexons wird
1 Stunde nach der Verabreichung erreicht; der antagonistische Effekt hält
dosisabhängig bis zu 72 Stunden an (150 mg/Tag blockieren den Effekt von 25 mg
Heroin i.v. über 72 Stunden). Die Standarddosis des Naltrexons ist 50 mg/Tag
(oder 100 mg jeden 2. Tag). Ein praktisches Problem der therapeutischen
Naltrexon-Verabfolgung besteht darin, dass völlige Heroin-Abstinenz erforderlich
ist, denn Naltrexon beschleunigt die Entzugssymptomatik. Bei der Festlegung des
Therapiebeginns ist zu beachten, dass der Abhängige während der
vorhergehenden 7 Tage abstinent war. Naltrexon-Nebenwirkungen sind
Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Nervosität, Müdigkeit
und Schlafstörungen. Dosierungen über 300 mg/d sind leberschädigend.
Bei
Borderline-Persönlichkeitsstörung soll Naltrexon über mehrere Wochen bei 50 mg
pro Tag zu einer deutliche Reduktion der quälenden dissoziativen Symptomatik
führen. Dies ist sicherlich noch eher experimentell, aber ein vielversprechender
Therapieansatz. Theorie dahinter ist: Das endogene Opiatsystem ist an der
Vermittlung von Streßreaktionen und an endogenen analgetischen Mechanismen
beteiligt. Eine Exposition gegenüber Streß kann zu einer Freisetzung von Opiaten
und der Entwicklung einer streßinduzierten Analgesie führen. Naloxon blockiert
diese Analgesie bei Patienten mit Posttraumatischem Streßsyndrom (PTSD) .Erhöhte
Met-Enkephalin-Plasmaspiegel sowie eine Verlängerung der Plasmahalbwertszeit von
Met-Enkephalin weisen auf Veränderungen des endogenen Opiatsystems bei PTSD- und
BPS-Patienten hin. Es existieren mehrere Fallberichte über den erfolgreichen
Einsatz von Naloxon und Naltrexon zur Behandlung von selbstschädigendem
Verhalten. |
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|
| Narkolepsie |
siehe auch unter
Epworthskala der Schläfrigkeit (Epworth sleepiness scale)
Hypersomnie,
Kleine-Levin Syndrom,
Schlaf-Apnoe-Syndrom,
chronisches Müdigkeits- bzw. Erschöpfungssyndroms (chronic
fatigue syndrome oder CFS)
Insgesamt handelt es sich inzwischen um ein gut
definiertes Krankheitsbild. Die Unterscheidung zwischen Narkolepsie ohne
Kataplexie und einer idiopathischen Hypersomnie ist oft nicht sicher möglich. Verwechslungen sind insbesondere wegen der
Einschlafneigung und dem unerwarteten Zusammensacken sind mit auch vielen
anderen Krankheiten möglich. Dies
besonders wenn nur einzelne Symptome der Erkrankung auftreten. Narkolepsie,
eine relativ seltene Erkrankung, sie tritt etwa bei einem von 2000 Menschen auf,
Schätzungen der Prävalenz liegen meist zwischen 0.02–0.05% der Bevölkerung,
manche Autoren gehen aber auch von bis zu 0,1% aus.
Bei Verwandten ersten Grades liegt das Erkrankungsrisiko bei 1–2%, das Risiko
die Narkolepsie zu vererben ist also gering. Sie kann in jedem Alter (sehr
selten schon bei Säuglingen) auftreten, vorzugsweise tritt sie zwischen 20 und 40
erstmals in Erscheinung. Patienten mit Narkolepsie schlafen in vielen kurzen
Episoden über den Tag verteilt, insgesamt damit nicht unbedingt mehr als andere
Menschen. Der Patient klagt über Tagesmüdigkeit und
unüberwindliche Einschlafneigung besonders in monotonen Situationen (Gefahr beim
Autofahren und an gefährlichen Maschinen). Der Patient bemerkt meist die
zunehmende Schläfrigkeit und kann seine Tätigkeit unterbrechen und sich
hinlegen, sehr selten kann das Einschlafen aber plötzlich aus den Stehen heraus
geschehen. Die meisten Patienten können sich ein zeitlang gegen die
Schlafattacken wehren. Bei abgewehrten Einschlafattacken können bei manchen
Patienten aber hypovigilante Dämmerzustände auftreten, im
"Halbschlaf" werden dann automatische Handlungen durchgeführt. Auch die
hypovigilanten Dämmerzustände treten bevorzugt bei monotonen Tätigkeiten auf,
sie können im Gegensatz zu kataleptischen Zuständen oft nicht erinnert werden.
Hierbei kann es auch zu Fehlhandlungen kommen. Die Patienten sind aus ihren
Schlafattacken wie aus den Dämmerzuständen weckbar. Bei guter Schlafhygiene,
Regelmäßigkeit und Vermeidung übergroßer Mahlzeiten geht die
Tagesmüdigkeit etwas zurück. Im Idealfall sind Schlafpausen tagsüber und eine
abwechslungsreiche Beschäftigung hilfreich um die Einschlafattacken unter
Kontrolle zu haben. Insgesamt schlafen die meisten Narkoleptiker nicht mehr als
andere Menschen, sie sind aber nachts oft wach, es gibt dabei oft Zustände des
plötzlichen "hellwach seins", diese nächtlichen Wachzustände können die
Patienten erheblich belasten. Oft bessern sich die am Tag vorhandenen Symptome,
wenn der Nachtschlaf durch Verhaltensänderung und/oder Medikamente verbessert
werden kann. Dazu kommen z. T. erschreckende Symptome wie
ein plötzlicher Spannungsverlust der Muskulatur z.B. Beim Lachen, Freude, Ärger
aber auch beim Husten, Niesen oder Nase- Schneuzen ggf. mit
Zusammensacken (meist kontrolliert mit der Möglichkeit sich aufzufangen, aber
auch als abrupter Sturz) oder totaler Bewegungsunfähigkeit (Kataplexie oder Lachschlag).
Diese meist Sekunden bis eine halbe Minute dauernden kataleptische Zustände
treten meist beidseitig auf, können aber isoliert einzelne Muskeln wie die
Augenmuskeln oder die Schlundmuskeln betreffen, der Kopf kann einknicken, auch
wenn die Beine betroffen sind, kommt es nicht immer zu einem Hinfallen, es kann
auch ein isoliertes leichtes Einknicken in den Knien vorkommen. Sprechpausen und
kurze Atemstillstände kommen ebenfalls vor. Das Bewusstsein bleibt dabei
immer erhalten. Die Häufigkeit kann sehr unterschiedlich sein, von nur
gelegentlich bis mehrfach täglich. Nach einer Kataplexie fühlen sich die
Patienten wohl. Auch nächtliche
Wachanfälle treten auf. Hypnagoge Halluzinationen und Schlaflähmungen gehören zu
den weiteren Symptomen. Schlaflähmungen sind Wachzustände von 1-10
Minuten beim Einschlafen oder beim Erwachen, die Patienten sind dann nicht
in der Lage sich zu bewegen und entsprechend auch wegen der langen Dauer oft
geängstigt. Das Phänomen tritt auch bei Gesunden manchmal auch familiär auf. Hypnagoge Halluzinationen
sind Halluzinationen,
die während des Einschlafens auftreten, es soll sich meist um lebhafte
visuelle Sinnestäuschungen von wenigen Minuten Dauer handeln. Wird meist real
erlebt "der Einbrecher im Schlafzimmer", Es Patienten bei denen diese
Halluzinationen tagsüber während des Aufwachens auftreten, dann nennt man sie
auch
hypnopompe Halluzinationen. Beide Formen von Halluzinationen kommen auch
bei Gesunden vor und sind dann nicht unbedingt ein Hinweis auf eine drohende
Narkolepsie. Eine genetische Komponente
gilt als wesentliche Ursache,
eine sichere Diagnose ist damit aber nicht möglich, wohl aber ist die genetische
Untersuchung eines der Hilfsmittel in der Diagnostik. Die meiste Narkolepsie-Patienten in Europa sind HLA DR15 (früher DR2 genannt) positiv. Bei HLA Typisierung findet
sich der DQB1 0602 Subtyp bei 90% der Patienten mit Narkolepsie verglichen
mit 12-38% bei Kontrollpersonen.DQ ß1*0602 tritt bei Menschen mit Narkolepsie
ebenfalls häufig auf, bei denen mit Kataplexie in 76% bei denen ohne Kataplexie
in 41%. Die HLA Assoziation lässt vermuten, dass ein Autoimmunprozess am
Krankheitsprozess beteiligt ist.
Man nimmt
an, dass
bei
Personen
mit einem
bestimmten
genetischen
Profil
autoimmune
Vorgänge
ausgelöst
werden und
so die
Symptome
entstehen. Eine HLA- Typisierung ist allerdings nur von
begrenzter Aussagekraft, da entsprechende Subtypen auch in der nicht betroffenen
Allgemeinbevölkerung sehr häufig sind. Ein HLA- Befund bedeutet also nicht
unbedingt ein erhöhtes Risiko an einer Narkolepsie zu erkranken, umgekehrt ist
die Narkolepsie aber unwahrscheinlicher wenn der HLA- Typus bei weißen Europäern
nicht passt. Viele Symptome der Narkolepsie wie die Schlaflähmung, die
Kataplexie und die hypnagogen Halluzinationen entsprechen einem pathologischen
REM- Schlafäquivalent. Bei den Patienten liegt ein Mangel an hypocretinhaltigen Neuronen
im Hypothalamus vor. Pathogenetisch liegt eine Dysfunktion im
Orexinsystem vor. Die Neuropeptide Orexin A und B (auch Hypocretin 1 und 2
genannt) wurden erst vor kurzem isoliert und im Hypothalamus von Ratten
isoliert. Es wurde eine Rolle beim Fressen beim Energieverbrauch und der
Energiehomöostase sowie der Fortpflanzung angenommen. Da Orexine auch sonst im
Gehirn vorhanden sind, wird angenommen, dass sie auch noch andere Effekte haben.
Pre-pro-orexin (der Vorläufer der beiden Orexine A und B) Gen- Knockout (KO)
Mäuse zeigen ähnliche Störungen wie Menschen mit einer Narkolepsie. Umgekehrt
konnte bei entsprechenden Knockoutratten, durch Orexinfunsion in den TMN
Wachheit induziert werden. ( Die Rolle von Orexin bei der physiologischen
Regulation des Schlafwachrhythmus ist allerdings noch nicht ganz aufgeklärt).
Orexin A macht aber über den histaminergen tuberomammillären Nukleus TMN und
Histamine H1Rezeptoren (H1R) wach. Narloleptiker mit Kataplexie haben haben
extrem niedrige Konzentrationen von Orexin-A im Liquor, postmortem Studien
zeigen einen Verlust an Oexin mRNA und Peptiden im Hypothalamus. Es ist
allerdings nicht bekannt, ob Orexinneurone im Gehirn von Narkoleptikern fehlen,
oder ob sie einfach keine Orexin mRNA und keine entsprechenden Peptide
produzieren können. Eine Hypothese ist, dass Narkolepsie eine
Autoimmunerkrankung ist, die Hypocretin enthaltende Zellen angreift. Ein anderer Neurotransmitter der hier eine Rolle spielt ist
Dynorphin. .Die Diagnose erfolgt bei entsprechender
Vorgeschichte mittels Polysomnographie in einem Schlaflabor. Abgeleitet
wird dort das EEG, die Muskelaktivität an verschiedenen Körperstellen mit
Oberflächenelektroden wie die Augenbewegungen, Atembewegungen, EKG und die
Sauerstoffsättigung des Gewebes. Entscheidende somnopolygraphische Parameter
sind REM-onset-Schlaf, fehlende oder unterbrochene Muskelatonie in den
REM-Phasen, kurze Einschlafdauer im multiplen Schlaf-Latenz-Test [MSLT] über den
Tag. Dabei sollen andere Ursachen der Tagesmüdigkeit wie eine Schlafapnoe
ausgeschlossen werden. Im multiplen Schlaflatenztest der meist am Tag nach der
Polysomnographie durchgeführt wird, wird dann noch gemessen, wie leicht die
Patienten tagsüber in den Schlaf fallen. Dies Untersuchung ist der
Polysomnographie ähnlich. Patienten mit einer Narkolepsie fallen bei Tag in
ruhiger Umgebung meist in weniger als 8 Minuten in den Schlaf und träumen
bereits innerhalb von 10 Minuten nach dem Einschlafen. mit diesem Test sollen
mehr als 3/4 der Patienten adäquat diagnostiziert werden können. Mit
trizyklischen Antidepressiva und selektiven Serotonin- reuptake Hemmern
lässt sich die Häufigkeit Kataplexieattacken (Lachschlag usw.) reduzieren.
Möglicherweise wirken die neueren selektiven Noradrenalin- Wiederaufnahmehemmer
zusätzlich gegen die Tagesmüdigkeit. Mit Stimulantien (Aufputschmitteln) Dexamphetamin, Methylphenidat, und
Modafinil kann die Häufigkeit der Schlafattacken vermindert werden. Gute Erfolge
lassen sich dabei liegt etwa bei 2/3 der Patienten erzielen. Möglicherweise ist
das neuere Modafinil dabei von der Langzeitverträglichkeit her überlegen.
Die meist genannten unerwünschten Nebenwirkungen von Modafinil sind Reizbarkeit,
Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Mundtrockenheit. Toleranz- oder
Abhängigkeitszeichen können Modafinil bisher nicht beobachtet werden, sind
aber wie bei den Amphetaminen nicht ganz auszuschließen. Die Verordnung muss
deshalb bisher auf einem Betäubungsmittelrezept erfolgen.
Diagnostik der
Narkolepsie
Anamnese unter Berücksichtigung der diagnostischen Kriterien
Narkolepsie (nach ICSD-R 1997):
- Die Beschwerden bestehen in übermäßiger Schläfrigkeit oder plötzlicher
Muskelschwäche
- Wiederholt auftretende Tagesnickerchen oder ein unwillkürliches
Einnicken tritt nahezu täglich mindestens drei Monate lang auf
- Kataplexie: Ein plötzlich auftretender bilateraler Verlust des, die
Körperhaltung stabilisierenden Muskeltonus bei intensiven
Gefühlsempfindungen
- Nebenmerkmale beinhalten:
– Schlafparalyse; Hypnagoge Halluzinationen;
– Verhaltensautomatismen;
– Unterbrochene Hauptschlafepisode.Karl
C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für
Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse
Polysomnographie mit einem oder mehreren der folgenden Merkmale:
- Schlaflatenz unter 10 Minuten
- REM-Schlaflatenz unter 20 Minuten und
- einen MSLT, der eine mittlere Schlaflatenz unter 5 Minuten aufweist
- Zwei oder mehr Schlafperioden beginnen mit REM-Schlaf.
- Die HLA-Typisierung ist DQB1*0602 oder DR15 (vormals DR2) positiv
(beachte: Allele vorhanden auch bei 30–40 Prozent der Normalbevölkerung)
- Ausschluss anderer Hypersomnieursachen (Routinelabor, NMR des Schädels,
gegebenenfalls Liquorpunktion bei Erstdiagnostik)
|
|
Medikamente gegen
NREM-assoziierte Symptome |
|
Generikum
Handelsname (Beispiel) |
Dosis/Tag p. o.
|
|
Direkte
Sympathomimetika |
|
|
Ephedrin –
|
< 150 mg
|
|
Indirekte
Sympathomimetika |
Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie,
Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse |
|
Amfetaminil AN
1 |
30 mg |
|
Fencamfamin*1
Reaktivan |
30 mg |
|
Pemolin Tradon
|
< 150 mg* |
|
Fenetyllin*1
Captagon |
100 mg |
|
Methylphenidat*1
Ritalin |
< 60 mg*2 |
|
Mazindol*1
Teronac |
2–6 mg*2 |
|
Amphetamin*1Benzedrin |
< 60 mg*2 |
|
Andere Medikamente zur Behandlung der Tagesschläfrigkeit |
|
Koffein Coffeinum N
0,2 |
< 200 mg
|
|
Percoffedrinol
Hallo-Wach N |
|
|
Modafinil* Vigil
|
< 400 mg
|
|
MAO-Hemmer mit
stimulierender Wirkung |
Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie,
Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse |
|
Selegilin z. B.
Movergan |
< 40 mg
|
|
Moclobemid Aurorix
|
300–600 mg
|
|
Brofaromin Nicht im
Handel |
250 mg |
|
L-Dopa Madopar,
Nacom |
500 mg |
|
p.o. = per os, *1betäubungsmittelpflichtig;
*2 Dosierungsangaben gemäß der Empfehlung der American Sleep
Disorders Association, Tabelle nach Priv.-Doz. Dr. med. Geert Mayer,Narkolepsie:
Diagnose und Therapie Dt Ärztebl 2001;
98: A 249–254 [Heft 5] |
|
Medikamente gegen
REM-assoziierte Symptome |
|
Generika Handelsname
(Beispiel) |
Dosis/Tag p. o.
|
|
Trizyklische Antidepressiva (monoaminerg wirksam) |
|
Imipramin Tofranil
|
bis 200 mg
|
|
Desipramin Pertofran
|
bis 200 mg
|
|
Protriptilin
Maximed* |
bis 60 mg
|
|
Clomipramin
Anafranil |
bis 225 mg
|
|
Viloxazin Vivalan
|
bis 300 mg
|
|
Andere Antidepressiva (Serotoninwiederaufnahmehemmer u.a.)
|
|
Fluoxetin z. B.
Fluctin |
bis 60 mg
|
|
Fluvoxamin Fevarin
|
bis 600 mg
|
|
Venlafaxin Trevilor
|
bis 375 mg
|
|
Monoaminoxidasehemmer |
|
|
Moclobemid Aurorix
|
450–600 mg
|
|
Tranylcypromin
Parnate |
40–60 mg
|
|
Selegilin z. B.
Movergan |
20–30 mg
|
|
Brofaromin (nicht im
Handel) |
bis 225 mg
|
|
Medikamente mit cholinerger Wirkung |
|
Trihexyphenidyl
Artane, Parkopan |
bis 15 mg
|
|
Biperiden Akineton,
|
bis 3 mg
|
|
Desiperiden
|
|
|
Hypnotika und
verwandte Substanzen |
|
|
Triazolam Halcion
|
0,5 mg |
|
Gammahydroxybuttersäure Somsanit oral 20% |
2–6 g |
|
Plötzlicher Entzug von Antidepressiva ist zu vermeiden, da sonst ein
Status Kataplektikus ausgelöst werden kann. Einige Präparate sind nur auf
dem internationalen Markt erhältlich*. p.o., per os.,
Tabelle nach Priv.-Doz. Dr. med.
Geert Mayer,Narkolepsie: Diagnose und
Therapie Dt Ärztebl 2001; 98: A 249–254
[Heft 5] |
Grad der Behinderung im
Schwerbehindertenrecht aus den
"Anhaltspunkten für die ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen
Entschädigungsrecht und nach dem Schwerbehindertengesetz" (1996)Bei Narkolepsie:
Je nach Häufigkeit, Ausprägung und Kombination der Symptome Tagesschläfrigkeit,
Schlafattacken, Kataplexien, automatisches Verhalten im Rahmen von
Ermüdungserscheinungen, Schlaflähmungen - häufig verbunden mit hypnagogen
Halluzinationen) sind im allgemeinen GdB von 50 bis 80 anzusetzen. Selten
kommen auch GdB/F von 40 (z.B. bei gering ausgeprägter Tagesschläfrigkeit
in Kombination mit seltenen Schlaflähmungen und hypnagogen Halluzinationen) oder
auch über 80 (bei ungewöhnlich starker Ausprägung) in Betracht. In
Sozialmedizinische Beruteilung für die gesetzliche Rentenversicherung 6. Aufl.
2003 heißt es Seite 551 „Narkolepsie kann in seltenen Fällen zu Einschränkungen
der beruflichen Leistungsfähigkeit führen“. Dies gilt hier ähnlich, wie bei
vergleichbaren Diagnosen. „ Wichtig ist eine adäquate Aufklärung, die
Lebensspanne ist nicht verkürzt, eine berufliche Betätigung i. d. R. möglich,
die Familiengründung nicht ausgeschlossen.“ J. Bierbrauer, T. Heidenreich, L.
Hilwerling, S. von Nessen, P. Fey, P. Kögel, B. Pflug, N.Dahmen, Narkolepsie
Nervenarzt,2000 • 71:807–812 Körperliche Tätigkeiten ohne erhöhte
Unfallgefährdung sind den meisten Betroffenen zumutbar, eine Berentung ist nur
im Ausnahmefall erforderlich.
| |
Übermäßige
Tagesschläfrigkeit |
Kataplexie |
organische oder psychiatrische
Ursache |
Poly-somnographie |
Multipler Schlaflatenz- Test |
| Narkolepsie mit Kataplexie |
Mindestens 3 Monate |
Eindeutige Anamnese |
fehlt |
|
durchschn. Schlaflatenz <8min |
| Narkolepsie ohne Kataplexie |
Mindestens 3 Monate |
Eindeutige Anamnese fehlt |
fehlt |
|
durchschn. Schlaflatenz <8min |
| Idiopathische Hypersomnie mit langer
Schlafzeit |
Mindestens 3 Monate |
mindestens 10 Stunden Nachtschlaf ohne
Erholung, Nickerchen ohne Erholung |
fehlt, insbesondere keine Schlafstörung,
die die Tageschläfrigkeit auslöst |
> 10 Stunden Nachtschlaf |
durchschn. Schlaflatenz <8min, <2 REM
Perioden zu Schlafbeginn |
| Idiopathische Hypersomnie ohne langer
Schlafzeit |
Mindestens 3 Monate |
6-10 Stunden Nachtschlaf ohne Erholung,
Nickerchen ohne Erholung |
fehlt, insbesondere keine Schlafstörung,
die die
Tagesschläfrigkeit
auslöst |
6-10 Stunden Nachtschlaf |
durchschn. Schlaflatenz <8min, <2 REM
Perioden zu Schlafbeginn |
| Periodisch wiederkehrende Hyersomnie |
2-28 Tagesperioden, z.B.:Kleine-Levin
Syndrom oder menstruelle Hypersomnie
|
1x oder 2x im Jahr wiederkehrend |
insbesondere kein Hirntumor und keine
bipolare Störung |
|
Keine Auffälligkeiten zwischen den
Perioden (Wachheit, Aufmerksamkeit, kogn. Funktion, Verhalten) |
| Sekundäre Narkolepsie |
Mindestens 3 Monate |
möglich |
vorhanden |
|
durchschn. Schlaflatenz <8min, <2 REM
Perioden zu Schlafbeginn |
| Sekundäre Hypersomnie |
Mindestens 3 Monate |
nein |
vorhanden |
|
durchschn. Schlaflatenz <8min, <2 REM
Perioden zu Schlafbeginn |
| Diagnostische Kriterien der
Narkolepsie und Hypersomnie nach der Internationalen Klassifikation für
Schlafstörungen |
|
. J. Bierbrauer
T. Heidenreich L.Hilwerling S. von Nessen P Fey P Kögel B.Pflug, Narkolepsie,
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Seiji Nishino, Beth Ripley, Sebastiaan Overeem, Gert Jan Lammers, Emmanuel
Mignot
Hypocretin (orexin)
deficiency in human narcolepsy The Lancet Jan 2000, 355 [Summary] [Full
Text] [PDF],
Siehe auch
unter
http://www.uni-marburg.de/sleep/dgsm/rat/narkolep.html
Leitlinie S2 "Nicht erholsamer Schlaf"
Deutsche Narkolepsiegesellschaft
Humangenetik Bochum - Forschung - Molekulare Genetik
Schweizerische Narkolepsie Gesellschaft/ |
| narzißtische Störung |
(siehe auch unter
Psychoanalyse )
Nach der griechischen Mythologie war Narziss der Sohn des Flussgottes Kephisos
und der Leiriope (eine Nymphe). Wegen seiner ungemeinen Schönheit war er sehr umworben, wies aber die
Liebe der Nymphe Echo zurück. Als Strafe dafür soll er von Aphrodite dazu
verdammt worden sein, sich in sein eigene Spiegelbild zu verlieben. An dieser
erotischen Liebe zu sich selbst ist Narziss nach der Mythologie auch gestorben.
Nach einer Version soll er die von Wellen erzeugten Verzerrungen seines
Spiegelbildes für Realität gehalten haben, da er die vermeintliche Hässlichkeit
nicht ertragen konnte, starb er. Nach einer anderen Version ertrinkt er beim
Versuch sich mit seinem Spiegelbild zu vereinen. In einer dritten Version soll
er nachdem er sein Spiegelbild gesehen hatte und dieses seiner Phantasie über
seine großartige Schönheit nicht genügte sich selbst erstochen haben. Eine
vierte Version geht davon aus, dass er in seine Zwillingsschwester verliebt war
und deren Tod nicht ertragen hat. Beim Anblick des Spiegelbildes im Wasser soll
er immer an sie erinnert worden sein, was er nicht ertragen habe und ihn in den
Selbstmord getrieben habe. Aus seinem Blut soll eine Blume gewachsen sein, die
man seit dem Narzisse nennt. Der Begriff der
Narzißtischen Persönlichkeitsstörung
im Sinne einer neurotischen Selbstverliebtheit bei gleichzeitig hoher
Empfindlichkeit ist in Anlehnung an diese
Mythologie entstanden.
Genaue
Angaben zur Häufigkeit der
Narzißtischen Persönlichkeitsstörung
in der Allgemeinbevölkerung gibt es
nicht, vermutlich sind aber weniger als 1% der Bevölkerung von dieser Störung
betroffen, Männer häufiger als Frauen. Die Narzißtischen
Persönlichkeitsstörungen gehören zum Cluster B, den
dramatisch emotionalen
Persönlichkeitsstörungen.
Das Empfinden der eigenen
Großartigkeit, gekoppelt mit Anspruchsdenken und dem ausgeprägten Verlangen nach
Bewunderung, bei unzureichend ausgeprägter Empathie macht den
zwischenmenschlichen Kontakt und die Gestaltung von dauerhaften Beziehungen für
Menschen die an Narzißtischen Persönlichkeitsstörungen leiden schwierig.
Menschen mit einer Narzißtischen Persönlichkeitsstörung reagieren besonders
empfindlich auf Kränkungen. Sie empfinden nicht selten Verachtung für Andere,
die ihren hohen Ansprüchen nicht genügen oder von denen sie sich nicht genügend
gewürdigt fühlen. Nicht selten kommt es dann zu Gegenangriffen die durch die
narzißtische Wut und oft unangemessen heftig ausfallen. Nach häufigen
Enttäuschungen und empfundenen Kränkungen ziehen sie sich nicht selten von der
Welt zurück. Die Gefühle der Großartigkeit und Überlegenheit scheinen bei diesen
Menschen die Gefühle der Nichtigkeit, der Abhängigkeit und des Neides zu
kompensieren. Selbstüberschätzung und Minderwertigkeitsgefühle, Idealisierung
und Entwertung, selbstgenügsame Autarkie und abhängige Nichtigkeit gehören
hier direkt zu einander und bedingen sich gegenseitig. Affektive Störungen
insbesondere auch schwere Depressionen, manchmal aber auch nur kurze aber
heftige narzißtische Krisen können die Folge sein. Suizidale Krisen und
auch chronische Suizidalität sind mögliche Komplikationen. Oft liegen gleichzeitig
andere psychische Störungen und insbesondere andere Persönlichkeitsstörungen
vor. Besonders häufig sind dies Histrionische, Borderline, Antisoziale und
Paranoide Persönlichkeitsstörungen. Kokainmissbrauch soll bei
Narzißtischen Persönlichkeitsstörungen häufiger sein. Positiv kann zum Erhalt
der Größenideen auch ein großer beruflicher Ergeiz an den Tag gelegt werden,
wegen der Kränkungsempfindlichkeit trägt dieser aber häufig keine adäquaten
Früchte. Nicht jeder der narzißtische Persönlichkeitszüge hat, leidet an einer
Narzißtischen Persönlichkeitsstörung. Von Narzißtischen
Persönlichkeitsstörungen spricht man nur, wenn die genannten Eigenschaften
unflexibel, unangepaßt und überdauernd sind und in bedeutsamer Weise
funktionelle Beeinträchtigungen oder subjektives Leiden verursachen.
Narzißtische Persönlichkeitsstörung dar.
Definition nach dem ICD 10
- Tiefgreifendes Muster von Großartigkeit (in
Phantasien oder Verhalten), Bedürfnis nach Bewunderung und Mangel an
Empathie
- Die Betreffenden haben ein grandioses Gefühl
der eigenen Wichtigkeit, glauben von sich, "besonders" und einzigartig zu
sein und legen ein Anspruchsdenken an den Tag, d. h. übertriebene
Erwartungen an eine besonders bevorzugte Behandlung oder automatisches
Eingehen auf die eigenen Erwartungen.
- In zwischenmenschlichen Beziehungen sind die
Betreffenden ausbeutend, zeigen einen Mangel an Empathie sowie arrogante,
überhebliche Verhaltensweisen oder Haltungen.
Definition nach dem DSM IV:
- Kriterium 1. Das
Hauptmerkmal der Narzißtischen Persönlichkeitsstörung ist ein tiefgreifendes
Muster von Großartigkeit, dem Bedürfnis nach Bewunderung und Mangel an
Einfühlungsvermögen. Der Beginn liegt im frühen Erwachsenenalter, und die
Störung zeigt sich in verschiedenen Situationen. Personen
mit dieser Störung nehmen sich in übertriebenem Maße selbst wichtig
- Kriterium 2.Sie
überschätzen regelmäßig ihre Fähigkeiten und übertreiben ihre Leistungen,
wodurch sie häufig prahlerisch und großspurig erscheinen. Sie können
ungeniert annehmen, daß andere ihren Bemühungen den gleichen Wert
zuschreiben und sind dann möglicherweise überrascht, wenn das erwartete und
ihrer Meinung nach verdiente Lob ausbleibt. Häufig impliziert die
übertriebene Einschätzung ihrer eigenen Leistungen eine Unterschätzung
(Abwertung) der Beiträge anderer. Oft sind sie stark eingenommen von
Phantasien grenzenlosen Erfolgs, Macht, Glanz, Schönheit oder idealer Liebe
- Kriterium 3.Es kann
geschehen, daß sie über "schon seit langem fällige" Bewunderung und Ehre
nachsinnen und sich in vorteilhafter Weise mit berühmten oder privilegierten
Menschen vergleichen. Personen
mit Narzißtischer Persönlichkeitsstörung glauben, daß sie überlegen,
besonders oder einzigartig sind und erwarten von anderen, sie so anzusehen
- Kriterium 4.
Möglicherweise glauben sie, daß sie nur von solchen Menschen verstanden
werden und auch nur mit solchen verkehren sollten, die besonders oder von
hohem Ansehen sind, und schreiben denjenigen, mit denen sie verkehren, die
Eigenschaften "einzigartig", "perfekt" oder "begabt" zu. Individuen mit
dieser Störung glauben, daß ihre Bedürfnisse außergewöhnlich sind und sich
der Kenntnis gewöhnlicher Menschen entziehen. Ihr eigenes Selbstwertgefühl
wird durch den idealisierten Wert, den sie denjenigen zumessen, mit denen
sie verkehren, erhöht (d.h. "gespiegelt"). Es liegt nahe, daß sie darauf
bestehen, nur von "Top"-Personen (Arzt, Anwalt, Friseur, Ausbilder)
behandelt zu werden oder nur den "besten" Institutionen angegliedert zu
werden, werten aber den Ruf derer ab, von denen sie enttäuscht wurden. Betroffene
mit dieser Störung verlangen im allgemeinen nach übermäßiger Bewunderung
- Kriterium 5.Ihr
Selbstwertgefühl ist fast immer sehr brüchig. Sie sind meist sehr darum
besorgt, wie gut sie funktionieren und wie positiv andere von ihnen denken.
Dies nimmt häufig die Form eines Bedürfnisses nach ständiger Aufmerksamkeit
und Bewunderung an. Sie können erwarten, daß ihre Ankunft mit großem Hallo
begrüßt wird, und sind erstaunt, wenn andere ihnen ihren Besitz nicht
neiden. Sie können, häufig mit viel Charme, ständig auf Komplimente aus
sein. Das Anspruchsdenken der betroffenen Personen wird deutlich in ihrer
übertriebenen Erwartung an eine besonders bevorzugte Behandlung
- Kriterium 6. Sie
erwarten, daß man ihnen entgegenkommt, und sind erstaunt oder wütend, wenn
dies nicht geschieht. Diese Anspruchshaltung kann in
Verbindung mit einem Mangel an Sensibilität gegenüber den Wünschen und
Bedürfnissen anderer Menschen zu deren bewußter oder unabsichtlicher
Ausnutzung führen
- Kriterium 7. Sie
erwarten, alles zu bekommen, was sie sich wünschen oder zu brauchen meinen,
ungeachtet dessen, was dieses für andere bedeutet. Die betroffenen
Individuen können zum Beispiel große Zuneigung von anderen erwarten und
können sie überbeanspruchen ohne Rücksicht auf die Auswirkungen auf deren
Leben. Sie neigen dazu, Freundschaften oder Partnerschaften nur dann
einzugehen, wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, daß die andere Person ihren
Absichten dient oder aber ihr Selbstwertgefühl stärkt. Häufig reißen sie
besondere Privilegien und Mittel an sich, die sie aufgrund ihrer
Besonderheit zu verdienen glauben. Menschen
mit Narzißtischer Persönlichkeitsstörung haben im allgemeinen einen Mangel
an Empathie und haben Schwierigkeiten, die Wünsche, subjektiven Erfahrungen
und Gefühle anderer zu erkennen
- Kriterium 8 Sie
können annehmen, daß andere sich ganz und gar um ihr Wohl sorgen. Sie
neigen dazu, ihre eigenen Angelegenheiten unangemessen detailliert zu
besprechen, während es ihnen nicht gelingt zu erkennen, daß andere auch
Gefühle und Bedürfnisse haben. Häufig sind sie verächtlich und ungeduldig
gegenüber anderen, die über ihre eigenen Probleme und Angelegenheiten
sprechen. Die betroffenen Individuen werden sich möglicherweise der
Kränkung, die sie mit ihren Bemerkungen verursachen, nicht bewußt .
Wenn die Bedürfnisse, Wünsche oder Gefühle anderer erkannt werden, werden
sie gern als Zeichen von Schwäche oder Verletzlichkeit abgetan. Diejenigen,
die in Beziehung zu Individuen mit Narzißtischer Persönlichkeitsstörung
stehen, stellen typischerweise eine emotionale Kälte und einen Mangel an
gegenseitigem Interesse fest. Die
Betroffenen sind oft neidisch auf andere oder glauben, andere seien neidisch
auf sie
- Kriterium 9. Es kommt
vor, daß sie anderen ihre Erfolge oder ihren Besitz nicht gönnen, weil sie
meinen, selbst diese Leistungen, Bewunderung oder Privilegien eher zu
verdienen. Sie können die Beiträge anderer barsch abwerten, insbesondere
dann, wenn jene Anerkennung oder Lob für ihre Leistungen erhalten haben.
Arrogante, überhebliche Verhaltensweisen charakterisieren diese Personen.
Häufig legen sie eine snobistische, verächtliche oder herablassende Haltung
an den Tag
Analytische Theorien: Kohut sieht die Ursache der
narzißtischen Störung in einer pathologischen Fixierung an das ,,archaische
Größenselbst" und an die archaische ,,idealisierte Eltern-Imago".Im Laufe seiner
frühen Entwicklung erfährt das Kind - und dies stellt eine große Frustration und
Verunsicherung für es dar -, daß die Mutter ein von ihm unabhängiges Wesen ist,
das nicht seiner magischen Kontrolle unterliegt. Um die dadurch hervorgerufene
Verunsicherung zu kompensieren, kann es seine illusionären Omnipotenzgefühle
entweder dem eigenen Selbst oder den elterlichen Objektrepräsentanzen
zuschreiben. Kohut schreibt: ,,Das Gleichgewicht des primären Narzißmus wird
durch die unvermeidlichen Begrenzungen mütterlicher Fürsorge gestört, aber das
Kind ersetzt die vorherige Vollkommenheit a) durch den Aufbau eines grandiosen
und exhibitionistischen Bildes des Selbst: das Größen-Selbst; und b) indem es
die vorherige Vollkommenheit einem bewunderten, allmächtigen (Übergangs-)Selbst-Objekt
zuweist: der idealisierten Eltern-Imago". Bei der Fixierung an das archaische
Größen-Selbst kommt es nach Kohut zu einer ,,Persönlichkeitsspaltung", die den
Patienten zwischen Größenideen und Minderwertigkeitsgefühlen, häufig verbunden
mit depressiven Verstimmungen und hypochondrischen Befürchtungen, hin- und
herschwanken läßt. Bei der Fixierung an die archaische Eltern-Imago mißlingt den
Patienten die natürliche Entidealisierung der Eltern und der Aufbau eines
soliden Selbstwertgefühles. Sie bleiben zeitlebens abhängig, sei es von
Autoritätspersonen oder aber von Stoffen, an die sie suchtartig gebunden sind.
Nach Kernberg läßt sich die Entwicklung des pathologischen Narzißmus nicht von
der libidinösen und aggressiven Triebentwicklung trennen. Nach Kernberg stellt
das Größen-Selbst ein pathologisches Verschmelzungsprodukt von Anteilen des
Real-Selbst, des Ideal-Selbst und der Ideal-Objekte dar. Das Real-Selbst
beinhaltet nach Kernberg die Vorstellung ,,jemand besonderes zu sein"; das
Ideal-Selbst umfaßt Größenphantasien und die Ideal-Objekte beinhalten Phantasien
von grenzenlos liebenden und spendenden Elternfiguren. Kernberg (1978) hat auch
den Versuch unternommen, die Borderline-Persönlichkeitsstörungen eindeutig
einerseits von den Neurosen und andererseits von den Psychosen abzugrenzen. Der
Unterschied zwischen den narzißtischen und den
Borderline-Persönlichkeits-Störungen besteht darin, daß die narzißtischen
Persönlichkeitsstörungen über ein relativ kohärentes Selbst verfügen, während
die Kohärenz des Selbst der Borderline- Patienten so mangelhaft ist, daß sie
große Schwierigkeiten haben, zwischen Selbst- und Objektrepräsentanzen zu
differenzieren, was dann entweder zu massiven Desintegrationsängsten oder aber
infolge permanenter Vulnerabilität der ,,individuellen Wirklichkeit" des
Patienten zu psychosomatischen Störungen führen kann. Kohut faßt narzißtische
Störungen als Störungen des Narzissmus ;,, der Regelung der Binnenverhältnisse
des Selbst. Kohut versteht unter Narzissmus wertfrei die Eigenliebe als Pendant
der Liebe zu anderen.Der primäre Narzißmus - Erleben eines vollkommenen
Gleichgewichts vermittels der mütterl. Fürsorge- wird nach Kohut durch
unvermeidl. Begrenzungen der Eltern gestört, aber vom Kind ersetzt durch a.) den
Aufbau eines grandiosen und exhibitionistischen Bildes des Selbst, das
Grössen-Selbst - einer Struktur innerhalb des Selbst, die grandiose und
übersteigerte Vorstellungen von der eige nen Person beinhaltet b.) die Zuweisung
der Vollkommenheit an ein idealisiertes, bewundertes, allmächtiges
Selbst-Objekt; (Elternfigur, die "narzißtisch besetzt" wird, noch als Teil des
Selbst im Sinne von Teil der Selbstregulation, der Regulation der eigenen
Befindlichkeit erlebt wird). Aufgabe der gesunden Entwicklung ist dann, die
ebenfalls unvermeidlichen Frustrationen zu verarbeiten, die mit dem Erleben der
Realität und der Relativierung von a.) und b.) verbunden sind. Hilfreich sind
dazu empa thische Eltern, die die Relativierung und "Zähmung" des Grössen-Selbst
wie auch das Erkennen ihrer eigenen Begrenzungen behutsam begleiten. Es entsteht
dann gesunder Exhibitionismus, Bereitschaft , sich zu exponieren, Erfolg zu
haben, sich Ziele zu setzen, eine gesunde Idealisierung von Über-Ich-Inhalten
(Werten, Zielen). Eine narzisstische Störung entsteht nach Kohut, wenn diese
Integration nicht glückt. Bei schweren Traumen (das Kind wird beschämt,
verhöhnt, verlacht, dauernd benachteiligt oder vernachlässigt; Eltern entziehen
sich der Idealisierung oder sind nicht mehr verfügbar; Eltern sind psychisch
schwer gestört) wird das Grössen-Selbst abgespalten und nicht integriert, so daß
es als archaische Struktur fortexistiert. Nach Kohut kann das Grössen-Selbst
sowohl vertikal - als auch horizontal abgespalten sein. Wenn ein vertikal
abgespaltener Teil existiert, gibt es einen sichtbaren, lärmenden Narzißmus,
wenn dieser Teil nicht existiert, nur einen verheimlichten N., der mit
Schüchternheit, sozialen Ängsten, Schamneigung einhergeht. Die horiz. Spaltung
sieht Kohut bei narzißt. Störungen stets als gegeben an. Daraus resultieren
grandiose Erwartungen und unrealistische Forderungen und vor allem die Formen
der auf spezifische Weise symbiotischen Beziehungsgestaltung:- Idealisierung der
Therapeuten: Sie sind super! Ich habe wirklich einen so hervorragenden
Therapeuten verdient!- Zwillingsübertragung: Wir beide sind uns schon einig, wie
wir zu den anderen stehen! (Aktivierung des Größenselbst: "Ich und Sie, das kann
vielleicht was werden") - Extreme Formen der Idealisierung : Schwärmerei -
Aktivierung eines archaischen Größenselbst mit besonderer Arroganz, Herablassung
und Unnahbarkeit.
Wie Wilhelm Busch die
Selbstkritik empfiehlt
Die Selbstkritik
hat viel für sich.
Gesetzt den Fall, ich tadle mich:
So hab ich erstens den Gewinn,
Daß ich so hübsch bescheiden bin;
Zum zweiten denken sich die Leut,
Der Mann ist lauter Redlichkeit;
Auch schnapp ich drittens diesen Bissen
Vorweg den andern Kritiküssen;
Und viertens hoff ich außerdem
Auf Widerspruch, der mir genehm.
So kommt es denn zuletzt heraus,
Dass ich ein ganz famoses Haus
Die Behandlung der
Narzißtischen
Persönlichkeitsstörungen erfolgt in der Regel durch ambulante Psychotherapie, am
ehesten in analytischer Psychotherapie. Bei akuter oder
chronischer Suizidalität kann aber auch eine
stationäre Behandlung sinnvoll sein. |
|
|
| Nebennierenrindeninsuffizienz |
| Kann mit einer Depression verwechselt werden.
Leider ist es klinischer Alltag, daß die Zeichen einer
Nebennierenrindeninsuffizienz, die sich meist sehr langsam im Verlauf einiger
Monate entwickelt, fehlinterpretiert und deshalb nicht adäquat therapiert
werden. Die Kardinalsymptome wie Leistungsschwäche, im Extremfall Adynamie,
Hypotonie, Veränderung der Hautfarbe, Elektrolytstörungen, gestörtes Bewußtsein
und Gewichtsabnahme werden oft falsch eingeordnet und führen zu teilweise
fatalen diagnostischen und therapeutischen Konsequenzen. Ein hochnormales
Serumkalium bzw. eine Hyperkaliämie in Verbindung mit oben aufgeführter
Symptomatik bei gleichzeitig bestehender Hyponatriämie sollte stets an eine
NNR-Insuffizienz denken lassen. Die Diagnose primäre NNR-Insuffizienz läßt sich
dann endokrinologisch bei niedrigem oder nicht mehr nachweisbarem Serumcortisol,
das ggf. nicht mehr stimulierbar ist und gleichzeitig erhöhtem ACTH sichern. Bei
der sekundären NNR-Insuffizienz sind niedrige ACTH -Werte in Verbindung mit
niedrigen oder nicht nachweisbaren Cortisolwerten diagnostisch richtungsweisend.
Bereits der Verdacht auf eine NNR-Insuffizienz rechtfertigt die Einleitung einer
Therapie mit Hydrocortison (=Cortisol), um potentiell lebensbedrohliche
Addison-Krisen zu vermeiden. Falls kein Hydrocortison verfügbar ist, kann mit
Glukokortikoiden substituiert werden, wobei jedoch die entsprechenden
Äquivalenzdosen berücksichtigt werden müssen. Die Syntheseleistung einer
gesunden Nebennierenrinde für Cortisol beträgt pro Tag circa 10 bis 25 mg
Cortisol, die man bei entsprechender Substitution dem Patienten auch zuführen
muß. Dabei gilt es zu beachten, daß Plasmahalbwertszeit, Körperverteilung,
Resorption und Metabolismus individuell sehr verschieden sein können. Dies
erklärt auch die Tatsache, daß der Bereich der Substitutionstherapie, in dem
sich Patienten wohl und leistungsfähig fühlen, zwischen 15 und 30 mg/die
Cortisolersatz liegen kann. In Einzelfällen (körperliche Schwerarbeit,
Schichtdienst) kann der Tagesbedarf auf 40 mg ansteigen. In Krisensituationen (Addison-Krise)
sollte initial ein Bolus von 100mg Hydrocortison i.v. injiziert werden und
anschließend erfolgt die kontinuierliche Gabe von 10 mg Hydrocortison pro Stunde
unter gleichzeitiger Gabe von physiologischer Kochsalzlösung und 5 % Glukose.
Dabei müssen zentraler Venendruck, Herz-Kreislaufsystem, Elektrolyte, Blutzucker
und Urinausscheidung überwacht werden. Um der zirkadianen Rhythmik des Cortisols
Rechnung zu tragen, wird die Tagesdosis Hydrocortison auf 2, gelegentlich auch 3
Einzeldosen aufgeteilt. Dabei werden in der Regel 2 Drittel morgens und 1
Drittel der Gesamtdosis nachmittags appliziert. Da bei primärer NNR-Insuffizienz
auch die Aldosteronbiosynthese betroffen ist, muß auch das Mineralkortikoid
substituiert werden. Therapeutische Zielgröße bei der Gabe von Fludrocortison
ist ein normal eingestellter Blutdruck und ein im Normbereich liegendes
Serumrenin. Nach abgeschlossener Diagnostik und Therapie wird der Patient mit
einem Kortikoidnotfallausweis ausgestattet, den er stets bei sich tragen sollte.
Der Patient sollte eingehend geschult werden, wie er sich in Streßsituationen
wie z.B. bei Erkältungskrankheiten, bei Unfällen, operativen Eingriffen etc. zu
verhalten hat. Bei kleineren Ereignissen (z.B. Erkältung) kann eine Verdopplung
der Substitutionsdosis für einige Tage ausreichend sein, wohingegen bei größeren
Ereignissen (z.B. operativer Eingriff) Dosierungen bis zu 300 mg Hydrocortison
pro Tag erforderlich werden können. |
|
|
| Nebenwirkung |
| nicht beabsichtigte und oft nicht erwünschten
Wirkung eines Arzneimittels. Allerdings können Nebenwirkungen auch positiv sein.
Z.B. kann bei der Behandlung einer Depression die Müdigkeit als Nebenwirkung bei
Schlafstörungen, Gewichtszunahme bei starkem Appetitmangel mit Gewichtsabnahme
oder die anticholinerge Wirkung bei Durchfall erwünscht sein. Nebenwirkungen
spielen bei der Auswahl eines Medikamentes eine wesentliche Rolle.
Nebenwirkungen sind Wirkungen eines Medikamentes oder einer sonstigen
medizinischen oder psychologischen Behandlung, die nicht zu den beabsichtigten
Hauptwirkungen eines Medikamentes oder einer sonstigen medizinischen oder
psychologischen Behandlung gehören.
Durchschnittlich nimmt zurzeit jeder Bundesbürger
jeden Tag 1,6 definierte Tagesdosen eines Arzneimittels ein, da viele Menschen
keine Medikamente einnehmen, bedeutet dies umgekehrt, dass viele Menschen eine
Vielzahl an Medikamenten gleichzeitig einnimmt, was die Wechselwirkungen und
Nebenwirkungen im Einzelfall oft schwer durchschaubar macht. Nebenwirkungen von
Arzneimitteln werden als die sechsthäufigste Todesursache angesehen. Die
Häufigkeit von mit Arzneimitteln assoziierten Todesfällen im Krankenhaus wird
nach mehreren kontrollierten Studien auf 0,9–9/1000 Hospitalisierungen
geschätzt; oder bis zu 1% der Krankenhausaufenthalte enden durch
Wechselwirkungen und Nebenwirkungen von Arzneimitteln tödlich. Besonders
gefährdet sind Patienten, die körperlich krank sind mit Herz-, Leber oder
Nierenschaden, oder auch verwirrte oder minderbegabte Patienten. Der
Schweregrad von Nebenwirkungen hängt vom Medikament ab. Bei manchen Medikamenten
verursachen auch starke Überdosierung häufig keine ernsthaften
Gesundheitsprobleme, dies gilt beispielsweise für Penicillin oder Diazepam.
Während bei den alten trizyklischen Antidepressiva bereits eine Verdoppelung
einer üblichen Tagesdosis zu schweren Problemen führen kann, sind beispielsweise
die neueren SSRI- Antidepressiva bei Überdosierungen relativ sicher. Häufig
unterschätzt wird das Risiko frei verkäuflicher Medikamente wie Paracetamol,
dass bereits in leichten Überdosierungen schwerste Leberschäden verursachen
kann. Eine besonders geringe therapeutische Breite und damit ein sehr
hohes Risiko bei Überdosierungen haben Insulin, Heparin, Marcumar,
Digitalisglykoside, und Theophyllin. Kein Arzt kennt jedes Medikament
genau. Die meisten Ärzte setzen eine überschaubare Auswahl bei ihren
Verordnungen ein. Patienten, die aus Krankenhäusern entlassen werden, sind aber
oft auf Medikamente eingestellt, mit denen der Arzt weniger Erfahrung hat. das
Risiko von Nebenwirkungen steigt so. Verwechslungen ganz unterschiedlicher, aber
ähnlich klingender Präparate sind ein weiterer Grund für schwere Nebenwirkungen.
Nicht alle
Nebenwirkungen sind bei Zulassung eines neuen Medikamentes bekannt.
Nebenwirkungen werden oft erst nach Jahren der Anwendung eines Medikamentes
bekannt. Das Antibiotikum Erythromycin, verursacht nach einer großen Studie bei
einem von 1000 Behandeten einen plötzlichen Herztod. Dies kann einem einzelnen
Arzt nicht auffallen, selbst wenn er das Antibiotikum häufig verordnet hätte.
Hier hilft nur die zentrale Erfassung von Nebenwirkungen. Ärzte können
Nebenwirkungen an die Bundesoberbehörden, in diesem Fall das
BfArM, melden.(Bundesinstitut
für Arzneimittel und Medizinprodukte) UAW-Meldebogen.
Das BfArM nimmt in der Regel Berichte über beobachtete UAW nur von Angehörigen
der Heilberufe entgegen, da wir zur Bewertung möglichst detaillierte
medizinische Angaben benötigt werden. Patienten werden deshalb gebeten, den
Meldebogen von einem Arzt des Vertrauens ausfüllen zu lassen. Leider werden nach
Schätzungen weniger als 10% der Nebenwirkungen gemeldet.
Manche
Nebenwirkungen
leiten sich
(auch logisch
nachvollziehbar)
aus der
Hauptwirkung
ab, andere sind
völlig
unabhängig
davon. Alle
Medikamente,
die wirken
können, können
auch
Nebenwirkungen
oder
unerwünschte
Wirkungen
haben. Auch
Medikamente,
die nicht die
versprochene
Wirkung haben,
oder gar nicht
haben können,
können trotzdem
- auch
gefährliche-
Nebenwirkungen
haben. Selbst Plazebos haben
Nebenwirkungen,
man nennt diese
eine
Nozebowirkung.
Nur ein Teil
der
Nebenwirkungen
ist bei
Berücksichtigung
aller
relevanten
Faktoren
berechenbar und
vermeidbar.
Manche
Nebenwirkungen
sind für die
bestimmte
Behandlung
typisch, manche
hängen eher von
den
individuellen
Faktoren des
Patienten ab. Seltene
Nebenwirkungen
sind besonders
oft nicht
berechenbar.
Risikofaktoren,
die die
Häufigkeit von
Nebenwirkungen
erhöhen
-
Medikamente
mit hohen
Risiken,
und geringer therapeutischer Breite (geringer Spielraum zwischen
therapeutischer und toxischer Dosis).,
-
Herz-, Leber oder Nierenschaden
-
Verordnung eines weiteren Medikamentes ohne die
Wechselwirkungen mit der bisherigen Medikation zu bedenken
-
Verschreiber
kennt die
Nebenwirkungen
oder
Wechselwirkungen
unzureichend
-
Inadäquate
Überwachung
durch den
Arzt oder
bei
kognitiv
eingeschränkten
Patienten
durch
Pflegepersonal
oder
Angehörige
-
Kombinationsmedikamente
-
Viele
unterschiedliche
Medikamente
-
Einnahme
von
Nahrungsergänzungsmitteln
oder
Phytopharmaka
ohne Wissen
des Arztes.
-
viele
verschiedene
Verschreiber
-
verschiedene
Apotheken
-
Entlassung
aus dem
Krankenhaus
-
Alter,
männliches
Geschlecht
-
Nicht
einhalten
der
Dosierungsvorschriften
-
dem
Verschreiber
nicht
bekannte
Grunderkrankungen
auf anderen
Fachgebieten
-
Hinzutreten
einer neuen
Erkrankung
Siehe auch unter
Adhärenz
Aufklärung Beers
Kriterien Behandlungsfehler
Diagnose
Hautreaktionen auf Psychopharmaka
Hyponatriämie
Hypokaliämie
|
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ABSTRACT
|
| Neck- Syndrom, von Neck- Syndrom |
| Bei Kindern im 7.-8- Lebensjahr auftretende
aseptische Nekrose der Symphysen- Synchondrose. |
|
|
| Negativismus |
| Ablehnende Haltung oder negative Einstellung als menschliche Grundhaltung. |
|
|
| Negativsymptome |
(siehe auch Schizophrenie)
Manchmal bleiben nach einer akuten
schizophrenen Krankheitsphase Negativsymptome Zurück.Typische
länger anhaltende Negativsymptome sind z. B. Konzentrationsstörungen, eine
vermehrte Ablenkbarkeit, leichtere Störungen beim logischen Denken,
Freudlosigkeit, Interessensverlust, mangelnder Antrieb oder eine verminderte
Spannbreite im Gefühlsleben,
verminderte sozialer Funktionsfähigkeit.
Häufig führt das dazu, daß sich die
Betroffenen zurückziehen, Kontakte vermeiden und sich z. B. auch Hobbys, die
ihnen vor der Erkrankung viel Freude bereitet hatten, nicht mehr zuwenden
können. Negativsymptome sind im Allgemeinen schwieriger zu
behandeln als Positivsymptome; sie werden weiter aufgegliedert in primäre
Negativsymptome und sekundäre Negativsymptome. Primäre Negativsymptome, die
direkt aus der Pathophysiologie der Schizophrenie erwachsen (Carpenter et al.,
1985) und die Lebensqualität des Patienten deutlich herabsetzen können, wenn sie
bestehen bleiben (Defizitsyndrom). Im Unterschied zu sekundären Negativsymptomen
sprechen primäre Negativsymptome schlecht auf Standardantipsychotika an. |
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| Neglect |
| Unter dem Begriff (Hemi-)Neglect
werden Symptome zusammengefasst, die mit (halbseitiger) Vernachlässigung des
extra-, peri- und/oder personalen Raums einhergehen und nicht primär durch
Störungen der Sensorik oder Motorik bedingt sind. Wird jeweils exakt die Hälfte
vernachlässigt, spricht man vom Hemineglekt. Es kommt zu einem Nichtbeachten von
Reizen (in allen sensorischen Qualitäten = multimodale Störung) auf der zur
Läsion entgegen gesetzten Seite. Meist wird eine ganze Raumhälfte nicht
beachtet. Es bestehen beim Neglect Schwierigkeit, die Aufmerksamkeit der
vernachlässigten gegenseitigen Raumhälfte zuzuwenden und auf sensorische Reize
aus dieser Raumhälfte adäquat zu reagieren. Neglekt-Patienten vernachlässigen
Reize auf der zur Läsion entgegen gesetzten Seite. Beim Neglect-Syndrom besteht
eine gestörte Informationswahrnehmung für eine Seite (zumeist links) des Raumes,
dies geht mit rechts-parietalen Läsionen einher (= „Where“-System). Es kommt zu
einer Vernachlässigung von Reizen, die auf der Gegenseite der Hirnläsion (=
kontralateral zur Läsion) liegen. Mit dem
Begriff „Neglect" werden Phänomene charakterisiert, die mit einer
eingeschränkten oder fehlenden Aufmerksamkeitszuwendung zur Seite der Schädigung
einhergehen. Hierbei ist zwischen einem motorischen bzw. einem intentionalen
Neglect mit nur sehr eingeschränkten oder fehlenden kontraläsionalen
Willkürbewegungen und einem sensorischen Neglect, bei dem entweder körperliche
Empfindungen missachtet (personaler Neglect) oder aber eine Raumhälfte
vernachlässigt wird (spatialer Neglect) zu unterscheiden. Die Vernachlässigung
kann lediglich eine Modalität betreffen, kann aber auch multimodal ausgeprägt
sein und sich unter visueller, taktiler und akustischer Stimulation äußern.
Nicht selten sind Vernachlässigungsphänomene auch mit eingeschränkter (Anosodiaphorie)
oder aufgehobener Krankheitswahrnehmung (Anosognosie) vergesellschaftet.
Es besteht eine verminderte
Aufmerksamkeit für die kontralaterale Raumhälfte, die entsprechende auch nicht
aktiv exploriert sondern ignoriert wird. Der Kopf wird nicht zu dieser Seite
gedreht, auch die Augen vernachlässigen diese Körperhälfte. Patienten mit
Neglect haben Schwierigkeiten, ihre Aufmerksamkeit in die vernachlässigte
kontraläsionale Raumhälfte zu wenden und auf visuelle, akustische oder
somatosensorische Reize adäquat zu reagieren. Patienten stoßen auf der vom
Neglect betroffenen Seite häufig an Gegenstände an, sie übersehen Türrahmen,
habe Schwierigkeiten beim Lesen, Fernsehen, Ablesen einer Uhrzeit, Essen,
Einkaufen, Körperpflege. Es kann beispielweise sein, dass die betroffene Seite
von Männern nicht rasiert wird oder beim Waschen vernachlässigt wird. Auch nicht
gelähmte Gliedmaßen der betroffenen Seite können schlaff herabhängen. Menschen
die auf der entsprechenden Seite sitzen oder stehen werden häufig negiert. Beim
zeichnen von Gegenständen fehlt oft eine Seite. Es besteht häufig gleichzeitig
eine Beeinträchtigung der Bewegungsplanung und -ausführung für die linke
Seite. Die Patienten selbst bemerken diese Vernachlässigung einer Seite nicht.
Patienten mit einem Neglect-Syndrom scheinen das Bewußtsein der Existenz einer
Raumhälfte und einer Hälfte des eigenen Körpers verloren zu haben. Eine
unbewusste Verarbeitung von Stimuli auf der vernachlässigten Seite findet
dagegen statt. Kopf- und Augenbewegungen werden zu der betroffenen Seite nur
noch selten oder gar nicht durchgeführt, Gegenstände und Personen in dieser
Raumhälfte werden nicht beachtet, so kann der Besucher am Krankenbett wenn er
auf der Seite des Neglectes steht gar nicht beachtet werden. Fixiert der Patient
eine Figur, kann es sein, dass er alles was links von ihr ist nicht wahrnimmt.
Die betroffenen Patienten äußern sich kaum über die von ihnen nicht
wahrgenommene Seite und nehmen den Neglect selbst nicht wahr.
Der Neglect gilt gleichsam als Prototyp einer
rechtshemisphärisch verursachten neuropsychologischen Störung.
Kurze Zeit nach einem
Parietalhirninfarkt haben etwa 45% der Patienten mit einem linkshirnigen
parietalen Hirninfarkt einen Neglect nach rechts, bei rechtshirnigen parietalen
Hirninfarkt haben 55-85% der Patienten einen Neglect nach links. Nach 3 Monaten
hat sich bei fast allen Patienten der Neglect nach rechts zurückgebildet
(Ausnahmen sind meist Linkshänder oder haben sehr ausgedehnte Schädigungen), der
Neglect nach links bleibt aber bei 1/5 bis 1/3 der Patienten erhalten. Das
Ausmaß der parietalen Schädigung ist dabei für die Prognose wesentlich.
Allerdings können auch linkshemisphärische Läsionen
eine Neglectsymptomatik auslösen, die sich klinisch jedoch meist weitaus weniger
dramatisch äußert. Ausnahmen sind hier natürlich Linkshänder. Es gibt allerdings
selten durchaus, auch hartnäckige Neglectphänomene nach ausgedehnten
linkshirnigen parietalen Schädigungen. Vernachlässigungsphänomene treten
typischerweise nach parietalen Läsionen auf, finden sich aber auch im
Zusammenhang mit Schädigungen frontaler und thalamischer Strukturen sowie nach
Läsionen der Basalganglien.
Die kontraläsionale Mittellinienverschiebung bei
Hemianopikern ist folge von strategischen Adaptionen der Aufmerksamkeit im
kontraläsionalen Raum. Es gibt spezielle parietale Strukturen, die visuelle
Prozesse in der horizontalen Dimension steuern. Dabei gibt es unterscheidbare
Strukturen zwischen dem engeren und weiteren Gesichtsfeld. Neglectphänomene
bilden sich häufig schnell nach einem Hirninfarkt zurück. Die Diagnostik stützt
sich auf Anamnese und Verhaltensbeobachtung sowie auf psychometrische Verfahren.
Bewährt haben sich einfache Durchstreichtests, wie z.B. Mittellinienbestimmung
bei einer einfachen Linie, der „line crossing test" oder der „letter
cancellation test". Hier hat der Patient die Aufgabe, Buchstaben, Linien oder
auch Symbole auszustreichen. Linienhalbierungsaufgabe wird weithin als
klinischer Test bei Patienten mit visuell-räumlichen Neglekt-Syndromen
eingesetzt. Interessanterweise zeigen aber nicht alle Patienten mit einer
schweren Beeinträchtigung bei der Durchführung (oder Beurteilung) der
Linienhalbierung auch eine Beeinträchtigung, wenn sie das Zentrum eines
Quadrates markieren (bzw. beurteilen) sollen. Einen schnellen Überblick geben
auch zeichnerische Darstellungen unterschiedlicher Motive (Haus,Uhr mit
Zifferblatt etc.), die der Patient entweder nach Vorlage oder frei anfertigt.
Eine einfache diagnostische Methoden ist die Linienhalbierung aber auch
Durchstreichtest, oder das Vorlagen kopieren. Um leichte oder in Remission
befindliche Neglectformen aufzudecken, bietet sich die sogenannte
Doppelt-Simultan-Stimulation an, bei der auf beiden Seiten gleichzeitig
stimuliert wird. Häufig kommt es darunter zu einer Extinktion des
kontralateralen Reizes, obwohl dieses Phänomen auch unabhängig von einem Neglect
auftreten kann. Visuelle Extinktionsphänomene sind ein häufiges Defizit nach
unilateralen Hirnläsionen: Obwohl der Patient auf einen einzelnen Stimulus im
ipsi- oder kontraläsionellen Gesichtsfeld adäquat reagiert, wird der
kontraläsionelle Stimulus bei einer simultanen bilateralen Stimulusdarbietung
vernachlässigt. Als eine mögliche Erklärung wurde die Theorie der
"interhemisphärischen Kompetition" angeführt, derzufolge neuronale Aktivität in
einer Hemisphäre die neuronale Aktivität in der anderen Hemisphäre (durch
transkallosale Inhibition) negativ beeinflußt. Ein standardisierter Test ist
auch der NET Neglect-Test.
Das Eastchester Clapping Zeichen ist eine Untersuchungsmethode zum Nachweis eines hemispatialen Neglects. Klatschen gehört zu den Bewegungen die Kinder im
spätestens Kindergartenalter (im Median mit 11
Monaten)
gut bewältigen können. Neurologen in Baltimore fiel auf, dass Patienten mit
einem hemispatialen Neglect bei Aufforderung zum Klatschen nur die eine Hand
benutzten und abrupt in der Mitte stoppten als ob ob sie an eine unsichtbare
Wand schlagen. Im Gegensatz dazu schlagen Patienten mit einer Halbseitenlähmung
über die Mittellinie auf auf ihre gelähmte Hand. Der Test ist einfach
durchzuführen und soll sehr zuverlässig Patienten mit einem hemispatialen
Neglect bei rechtsparietalen Läsionen erkennen können. Wie der Neglect
meist ein vorübergehendes Phänomen ist, so ist auch das Eastchester Clapping
Zeichen nur zeitweise vorhanden. Da rechthemisphärische Hirninfarkt mit Neglect
häufig nicht erkannt werden, ist die Methode dennoch eine einfache sinnvolle
Screeningmethode, die vielleicht im Einzelfall einen Verdacht auf einen sonst
nicht diagnostizierten Schlaganfall weckt. Immerhin scheint die Häufigkeit
von Lysebehandlungen bei rechtshirnigen Infarkten etwa 45% geringer zu sein als
bei linkshirnigen Infarkten, bei denen der Patient sich seiner Symptome bewusst
ist. |
|
Anosognosie Uttner,Schlippenbach NeuroTransmitter 6·2001, 64-67.
T. Klos, Anhaltender Neglect nach rechts: eine klinische Fallstudie ZNP, 13
(2),2002, Hans Huber Bern,
G. R.
Fink1, W.
Heide,
Räumlicher
Der
Nervenarzt
Neglect
75,
4;
April 2004
389 - 410
Lyle W. Ostrow, Rafael H. Llina´s, Eastchester Clapping Sign: A Novel Test of Parietal Neglect; Ann Neurol 2009;66:114–117 |
| Neid |
Das Begehren eines materiellen
oder ideellen Besitzes oder Gutes eines Anderen, Neid offenbart damit ein
Mangelgefühl, das aus dem Vergleich mit Anderen entsteht. Das Wort Missgunst
kann synonym verwendet werden und macht deutlicher, dass dem Anderen sein
Status, Besitz oder seine soziale Kompetenz nicht gegönnt wird. Nach Umfragen
(z.B. der GfK), geben 70% der Bevölkerung zu, regelmäßig und meist heimlich
neidisch auf die Menschen in ihrer Umgebung zu sein. Auch die, die dies nicht
zugeben, empfinden zumindest immer wieder Neid. Neid ist die Regel und nicht die
Ausnahme bei Menschen. Neid ist älter als die Menschheit und auch bei
Affenhorden zu beobachten, kulturelle Gegebenheiten beeinflussen die Häufigkeit,
das Ausdrucksverhalten und die Kompensationsmöglichkeiten von Neid.
In der Konsumgesellschaft ist
Neid ein von der Werbung genutzter Wachstumsmotor. Da Neid ein
Unterlegenheitsgefühl zeigt, wird er in der Regel nicht zugegeben. Je größer das
Selbstwertdefizit, das Geltungsbedürfnis oder die Minderwertigkeitsgefühle umso
größer der Neid. Neid kann den Ergeiz anspornen, ist dann oft ein durchaus
gesunder Motor für Leistung und Lernwillen. Neid trägt dann dazu bei, dass der
Betroffene sich bemüht, seine soziale Position zu verbessern, seinen Besitz zu
mehren und sich selbst zu verändern, besser an die Umgebungsbedingungen
anzupassen. Dort wo Neid produktiv oder konstruktiv ist, ist die Chance größer,
dass auch wenn das angestrebte Gut nicht erreicht wird, Gelassenheit über eine
Kompensation auf einem anderen Gebiet erreicht wird.
Neid kann auch destruktiv sein,
wenn das Zukurzgekommensein als ungerechtes Schicksaal ohne
Veränderungsmöglichkeit erlebt wird. Besonders gefährdet sind dabei Menschen,
die passiv von ihrer Umgebung ein Versorgtwerden erwarten. Dann kann Neid zu
Wut, Angst, Straftaten oder gar psychischen Störungen führen. Auch der Neid, der
nicht zu Straftaten oder Wutausbrüchen führt, kann destruktiv sein. Wenn in
einer Gruppe, ob nun ein Ehepaar oder eine ganze Gesellschaft, der Neid
überwiegend zu Verteilungskämpfen führt, kann dies dazu führen, dass gerade die
erfolgreichen Leistungsträger der Gruppe demotiviert werden. Es geht dann oft
mehr um die Verteilung des Kuchens, als darum ihn größer zu machen. Bei diesem
Kampf kann der zu verteilende Kuchen auch erheblich kleiner werden.
Die christliche Religion (wie im
Übrigen auch die islamische Religion) hat Neid zur Sünde erklärt, diese
generalisierte moralisch religiöse Wertung kann beim Einzelnen unnötige und
hinderliche Schuldgefühle generieren und macht die nutzbringende anspornende
Funktion des Neides für Gläubige schwieriger nutzbar. Ein gesunder Umgang mit
Neid führt zu Fairness. Eine Angleichung von Ausgangbedingungen kann die
Startchancen für alle gerechter verteilen, und damit auch die Aussichten das
Neidobjekt zu erhalten realistischer machen. Die Ehrlichkeit, dass die
Startchancen nur fair angenähert werden können, und weiter Unterschiede in den
Genen, dem Elternhaus, Intelligenz, Geschäftstüchtigkeit, Charme, Schönheit..
und nicht zuletzt dem Zufall, erhalten bleiben schützt gerade die Neider im
Umgang mit ihren Selbstzweifeln. Über ein Wirgefühl in der Gruppe kann eine
Identifikation mit dem besser gestellten Gruppenmitglied erfolgen, die in der
Regel auch viel zum Wohl der Gruppe beitragen. Gesellschaftliche Spielregeln
versuchen Neid in nützliche und für die Gesellschaft förderliche Bahnen zu
lenken. Dort wo Sozialneid Hauptmotiv einer politischen Strömung ist, kann es
leicht zu Katastrophen (Beispiel Pol Pots Herrschaft der Roten Khmer) kommen.
Mangelhafter Umgang mit Neid beim Einzelnen wie in der Gemeinschaft fördert eine
Radikalisierung. Oft wird diese auch politisch mit erheblichem
Gefährdungspotenzial genutzt. Mitleid ist dann als Reaktion meist eine
Verkennung der Ursachen und Folgen, Mitleid ist das worunter der Neider als
Reaktion am meisten leidet, es untergräbt sein Selbstwertgefühl weiter- bremst
also nicht die Wut und Aggression des Neiders. |
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| Nekrophilie |
| sexuelle Handlungen an Toten oder Teilen von
Toten. In Deutschland werden allerdings nur sehr selten Fälle von Nekrophilie
bekannt. Im Jahr 1999 ist überhaupt keine Verurteilung erfolgt. |
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| Nervenbiopsien |
| Nervenbiopsien (vorallem eines Astes des Nervus
suralis oder des N. muskulocutaneus) sind vorallem bei Verdacht auf eine
entzündliche Erkrankung indiziert. Insbesondere bei Kollagenosen, (z.B.Panarteriitis
nodosa) bei Gammopathien, Amyloidose, Verdacht auf eine erbliche
Polyneuropathie, oder bei Leucodystrophie.
Seltene Nebenwirkung ist die Entwicklung einer Neuralgie im
Versorgungsgebiet des inkomplett entfernten Nerven. |
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| Nervenkekse und Intelligenzplätzchen |
| Opa kann zu Weinachten plötzlich nicht mehr pinkeln, Oma ist verwirrt und die
Enkeltochter ist high. So könnte durchaus das Ergebnis eines übermäßigen
Genusses würziger Weihnachtskekse sein. Beispiel eines Beipackzettels für
esoterische Lebensmittel zum Weinachtsfest. Vor 2 Jahren zu Weihnachten veröffentlichte die Schweizer Zeitschrift
Swiss Medical Forum einen Fallbericht
über eine Vergiftung mit "Nervenplätzchen". Im geschilderten Fall geriet die
betroffene Theologiestudentin an einem Adventsnachmittag angesichts der leichten
Muskatnussvergiftung in Todesangst, die Symptome klangen von alleine wieder ab;
ohne dass der herbeigerufene Notarzt eingreifen musste. Sie hatte nach einem
Rezept, das Hildegard von Bingen zugeschrieben wird, Kekse gebacken und
gegessen. Eine kleine Internetrecherche jetzt ergibt, das Rezept für die Nervenkekse
der Hildegard von Bingen ist weit verbreitet (etwa 200 Suchmaschineneinträge).
Das Rezept hat es bis in die Sendung von Pfarrer Fliege geschafft. Die
Abwandlungen unterscheiden sich überwiegend in der Gesamtmenge an Teig. Etwa die
Hälfte der Seiten enthält den Hinweis, dass man sich (je nach Seite) auf 3-6
Kekse beschränken sollte. Ein Grund wurde auf keiner der von mir besuchten
Seiten genannt. Vorsichtsmaßnahmen für Risikogruppen (entsprechend den
Kontraindikationen für Arzneimitteln) finden sich auf keiner Seite. Oft zitiert
wird dagegen Hildegard von Bingen wonach die Muskatnuss das Herz des Menschen
öffne, schädlichen Säfte vermindere, alle Bitterkeit dämpfe, gegen Behäbigkeit
und Konzentrationsschwierigkeiten helfe und bei psychischer Belastung helfe,
überhaupt ein Frohmacher sei. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die
Schweizer Autoren vor 2 Jahren berichteten, dass Hildegard von Bingen
(1098-1179) die Muskatnuss selbst wohl nicht kosten konnte, da diese erst im 16.
Jahrhundert in Europa weiter verbreitet wurde. Das Rezept enthält überwiegend 45-50g Muskatnuss/kg Teig. Bei dieser Menge
ist ab 100g Keksen mit "Vergiftungssymptomen" zu rechnen. Nach übermäßigem
Muskatnusskonsum sind anticholinerge Nebenwirkungen zu erwarten. Letztere
entsprechen der Rauschwirkung der Nervenkekse. Zu rechnen ist mit Störungen der
Bewegungskoordination, Ruhelosigkeit und Erregung bis hin zu Sinnestäuschungen.
Die Fahrtüchtigkeit kann beeinträchtigt sein. Vegetative Nebenwirkungen wie
Verschwommensehen, Pulsbeschleunigung, Pupillenerweiterung, heiße, trockene
gerötete Haut, Fieber, Mundtrockenheit und Verstopfung sind häufig. Bei massiver
Vergiftung kann sogar ein Delirium und Bewusstlosigkeit auftreten. Bei Männern
mit einer Prostatavergrößerung kann es zu Harnverhaltung kommen. Bei Menschen,
die am grünen Star leiden, kann es zu einer Erhöhung des Augendruckes
(Engwinkelglaukom) bis hin zum Glaukomanfall kommen. Interessant ist die
Bennennung der Kekse als Intelligenzplätzchen, die anticholinerge Wirkung
verlangsamt das Denken und vermindert die geistige Leistungsfähigkeit. Bei
gesunden Menschen wird die leichte Vergiftung dadurch außer einem leichten
Trunkenheitsgefühls wenig Schaden am Hirn anrichten, bei beginnender Demenz kann
das Resultat aber ein Verwirrtheitszustand sein. In den meisten Fällen werden
sich -auch bei übermäßigem Konsum - die Symptome wie beschrieben von alleine
wieder bessern. Bei Menschen mit Prostatavergrößerung, beginnender Demenz,
erhöhtem Augendruck und bei Autofahrern sind aber auch schlimmere Folgen
möglich. Viele Medikamente haben dieselben anticholinergen Nebenwirkungen wie
Muskatnuss in größerer Menge. Bei Medikamenten finden sich auf dem Beipackzettel
jeweils die o.g. Hinweise auf die Risiken und Nebenwirkungen. Solche Medikamente
sind verschreibungspflichtig, der verordnende Arzt weiß in der Regel, ob eine
Prostatavergrößerung oder eine Erhöhung des Augendruckes vorliegt. Bei
esoterischen Rezepten aus dem Internet fehlen bedauerlicherweise regelmäßig
entsprechende Hinweise. Die betäubende Wirkung von Nervenkeksen ist wegen der
unangenehmen Begleitwirkungen im übrigen wenig attraktiv. |
|
Th. A. Beck, H.
Marty, Die Nervenkekse der Hildegard von Bingen – keine harmlose Nascherei, Swiss Medical
Forum Nr. 51/52 19. Dezember 2001 1287 |
| Nervenlähmungen, periphere, der oberen Extremität |
|
Nerv |
Ausfallerscheinung |
Sensibilitätsstörungen |
Ursache |
|
N. axillaris C5-C6 |
M. deltoideus (Abduktion¯) |
handtellergroßer Bezirk an Außenseite Oberarm |
Schulterluxation, Oberarmhalsfraktur |
|
N. radialis (oben in Axilla) C5-C8 |
Parese aller Strecker (Tricepsparese) |
radialer Handrücken, radiale 2 ½ Finger mit Ausnahme
des Endgliedes (N. medianus) |
Humerusfraktur; Druckschädigung während Narkose,
Parkbanklähmung nach Alkoholgenuß |
|
N. radialis (an Oberarm) C5-C8 |
Fallhand, Parese M.brachioradialis (Supinationsschwäche),
Tricepsparese! |
s.oben |
s.oben |
|
N. radialis (Unterarm u. Handgelenk) |
Fallhand; Streckung der Finger im Grundgelenk
unmöglich, ebenso Abduktion d. Daumens (Ausfall des M. abductor pollicis
longus); Merke: durch Ulnarisfunktion bleibt Streckung in Mittel- und
Endgelenken erhalten. |
s.oben |
s.oben |
|
N.medianus C5-T1 |
Schwurhand; Daumenballenatrophie; positives
„Flaschenzeichen“ |
radiale Hälfte Handinnenfläche und Palmarseite der
ersten 3 ½ sowie dorsale Seite der Endglieder der ersten 2 ½ Finger |
Schnittverletzungen, Druckschädigung durch Kopf des
Partners, Karpaltunnelsyndrom |
|
N. ulnaris C8-Th1 |
Krallenhand, Atrophie Hypothenar u. Mm. interossei;
Froment-Zeichen positiv |
ulnare Ringfingerhälfte, kleiner Finger |
häufigste periphere Läsion nach längerem Aufstützen
oder gehäuften Bewegungen im Ellengogengelenk |
|
|
|
| Nervensystem |
das
zentrale
Nervensystem besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark. Neurologie
ist nun die Wissenschaft von den Krankheiten des Nervensystems. Millionen
elektrochemischer Signale durchfließen permanent die verzweigten Netzwerke des
Gehirns. Sie aktivieren Milliarden von Nervenzellen in wechselnder Kombination
und steuern auf diese Weise Sinneswahmehmung, Sprache, Bewegungen, Emotionen - den ganzen
Menschen.. Nur wenn das Nervensystem reibungslos funktioniert, funktionieren auch
die alltäglichen Abläufe, nur dann können wir uns bewegen, denken, sprechen,
erinnern und fühlen. Krankheiten des zentralen Nervensystems sind beispielsweise
Morbus Parkinson
Mulitple
Sklerose
Epilepsie
Alzheimer'sche Krankheit
Schlaganfall
Kopfschmerzen.... Aber auch bei psychischen Störungen wie
Angststörungen,
Zwangsstörungen,
Depressionen, Schizophrenie...
liegt eine Störung im Zentralnervensystem vor. Das periphere Nervensystem
verbindet das zentrale Nervensystem mit den Organen bzw. Organsystemen Es gliedert sich in
Hirnnerven, - und Spinalnerven (die vom Rückenmark
kommen) sowie das
vegetative
Nervensystem. Nerven haben Äste und können Geflechte,
die man Plexus nennt, bilden.
Ganglien sind Ansammlungen von Perikarya (Zellkernen und Zellorganellen) im
peripheren Nervensystem, die dort meist auch verschaltet sind. Das periphere
Nervensystem gibt Signale zum zentralen Nervensystem von den Sinnesorganen über
sensorische (afferente) Nervenbahnen
ans Zentralnervensystem. Die
Informationen zur Ausführung von Reaktionen laufen über
motorische (efferente) Bahnen. Das
vegetative
Nervensystem.steuert die Arbeit der inneren Organe.
Beispiele für Krankheiten des peripheren Nervensystems sind
Polyneuropathien oder das
Karpaltunnelsyndrom.. |
|
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| Nervenzelle und Nerven |
Über die
Dendriten
nimmt das
Neuron
Eingangssignale
auf. Diese
Signale
werden im
Zellkern
verarbeitet
und führen
zu einer
Veränderung
des
Zellpotentials.
Überschreitet
das
Zellpotential
einen
Schwellenwert,
sendet das
Neuron ein
neues
Signal.
Die
Übertragung
des neuen
Signals an
weitere
Neuronen
übernimmt
das Axon.
Die
Kontaktstelle
zwischen
dem Axon
eines
sendenden
Neurons
und dem
Dendritenbaum
eines
empfangenden
Neurons
heißt
Synapse. Die Nervenzelle, auch als
Neuron bezeichnet, setzt sich zusammen aus einem etwa 0,25 mm großen Zellkörper
(Soma) und mehreren
(meist
sehr
vielen
verästelten) Fortsätzen, den
Dendriten (Durchmesser von ca. 1 µm ).
Dendriten
nehmen
Eingangssignale
auf. Der
Zellkern
verarbeitet
Eingangssignale
und
generiert
Aktionspotentiale
als
Ausgangssignale. Der Zellkörper besteht aus dem Zellkern
und den Nißl-Schollen, das sind stark von Ribosomen besetzte endoplasmatische
Retikulen.
Der
Zellkörper
wird von
der
Zellmembran
umschlossen.
In seiner
Form ist
er ist
kugel-
oder
pyramidenförmig. Die aus dem Zellkörper herausragenden Dendriten sind kurz und stark
verästelt. Einer dieser Fortsätze kann sehr lang werden und wird als
Nervenfaser, Neurit oder Axon
bezeichnet.
Axone
bilden an
Ihrem Ende
Übergänge
(Synapsen)
zu den
Dendriten
der
Nachfolgezellen,
sie
übertragen
Aktionspotentiale
der
eigenen
Zelle bis
zu den
Synapsen. Dieses Axon kann beim Menschen bis zu 1 m lang werden. Axone werden
von Schwanschen Zellen umgeben. Da diese jedoch kürzer sind als die Axone, sind
mehrere aneinandergereiht. Während der Embryonalzeit entstehen an diesen Stellen
lamellenartige Umhüllungen, sogenannte
Markscheiden, Schwannschen Scheiden oder auch Myelinscheide
genannt. Die Markscheiden sind an das Axon gereit, wie Perlen an einer Schnur.
Sie bestehen aus Proteinen und Lipiden und dienen als Isolierschicht. Die
vorhandenen Zwischenräume werden als Ranviersche Schnürringe bezeichnet. Zwei
dieser hintereinanderliegenden Zwischenräume haben einen Abstand von etwa 1-2
mm. Es wird bei den Axonen unterschieden zwischen denen mit Markscheide, genannt
markhaltige Nervenfasern, und denen ohne Markscheide, bezeichnet als marklose
Nervenfasern. Weiterhin gibt es Verbindungsstellen zwischen mehreren
Nervenzellen, sowie zwischen Nervenzellen und Muskelfasern oder Drüsenzellen.
Diese Berührungsstellen heißen
Synapsen.(Link
zu detailierterer Information) Der Informationsaustausch zwischen den Zellen
geschieht über die Synapsen mittels chemischer
Botenstoffe (Neurotransmitter). Die von Hüllen umgebenen
Neuriten bezeichnet man als Nervenfasern.
Ein Bündel solcher Nervenfasern bildet den Nerv, welcher
die Erregung von den Sinneszellen zum Zentralnervensystem oder von dort zu den
Erfolgsorganen leitet. Motorische Nerven leiten Informationen zu den Muskeln,
sensible Nerven bringen Informationen von den Sinnesorganen zum Rückenmark von
dort werden sie in den "Hintersträngen" zum Hirn weitergegeben. Im menschlichen
Gehirn gibt es davon ungefähr 200 Milliarden Nervenzellen. Da sich
Nervenzellen nach der Geburt nicht mehr teilen, sind sie selber nur selten
Ausgangspunkt für eine Tumorerkrankung des Gehirns.
Hirnnerven gehen direkt vom Hirn
ab (nicht über das Rückenmark) z.B. der Gleichgewichtsnerv weshalb er nicht an
der HWS beschädigt werden kann. |
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| Nervenzusammenbruch |
ist keine medizinische Diagnose, das Wort wird von Psychologen, Psychiatern oder Ärzten üblicherweise nicht benutzt. Es gibt keine
exakte Definition dieses Begriffes. Die Herkunft des zweifellos alten Begiffes ist nicht bekannt, es gibt ihn auch in anderen Sprachen, z.B.: engl. nervous breakdown. Eigentlich handelt es sich um eine bildliche
Beschreibung, wobei Nervenfasern weiche Strukturen sind, die nicht brechen.
Gemeint ist meist, dass aus psychischen Gründen für unterschiedliche Zeiten, jedenfalls akut die soziale Funktionsfähigkeit oder Alltagstauglichkeit eines Menschen nicht mehr gegeben ist. Menschen die dieses Wort benutzen, wollen in der Regel eine Art seelischen
Notfall, oder eine Reaktion auf eine schwere Belastung ausdrücken. Letzteres
entspräche einer
akuten
Belastungsreaktion. Oft ist eine massive Angst oder einfach etwas dramatisches gemeint. Der Begriff
suggeriert einen Kontrollverlust, was einem subjektiven Empfinden dabei durchaus
entsprechen kann. Real wird bei dem, was Menschen als Nervenzusammenbruch
bezeichnen in der Regel nicht die Kontrolle verloren,- es besteht nur die Angst,
dass dies passieren könnte. Manche bezeichnen Weinkrämpfe unterschiedlicher Ursache und Dauer als Nervenzusammenbruch, manche den Beginn verschiedenster psychischer Störungen. Manche Menschen bezeichnen
Panikattacken als Nervenzusammenbruch. Obwohl am häufigsten eine Reaktion
auf eine ungewöhnliche psychische Belastung gemeint ist, ist die Streubreite in
der allgemeinen Benutzung dieses Begriffes groß. Manchmal wird auch eine
körperliche Erkrankung (z.B. Magengeschwür) im Zusammenhang mit einer
empfundenen Belastung, Überforderung oder Krise als Nervenzusammenbruch
bezeichnet. Die Benutzung des Wortes, sagt im Wesentlichen, dass subjektiv ein
Ausnahmezustand empfunden wurde. Über die tatsächliche Schwere der empfundenen
Beeinträchtigung sagt die Benutzung des Begriffes erfahrungsgemäß nichts aus.
Nachteilig, ist dass der Begriff den Betroffenen selbst wieder suggeriert, dass
etwas ganz schlimmes mit ihren "Nerven" passiert sei. Dies bedingt das Risiko,
dass die Benutzung des Begriffs dazu beiträgt, die Hilflosigkeit zu verstärken. Für den Zuhörer oder Kommunikationspartner entsteht oft ebenfalls ein Gefühl der Hilflosigkeit. Der Redner meint oft der Zuhörer wüsste, wovon gesprochen wird. Da große Not und ein potenziell vorurteilsbehafteter psychischer Zustand geschildert wird, traut sich der Zuhörer oft nicht nachzufragen. Es besteht das Risiko, dass die Kommunikation trotz Hilfsbedürftigkeit zum Stillstand kommt.
Gemeint sein kann also eine dissoziative Störung,
akuten
Belastungsreaktion eine
Depression, eine
Angststörung mit
Panikattacke eine
somatoforme Störung, oder ganz einfach ein Ausdruck der momentanen
Hilflosigkeit und Überforderung. Insgesamt ist es sinnvoller diesen
schlecht definierten umgangssprachlichen Begriff zu meiden. In einem
Ausnahmezustand oder bei einer Überforderung ist es sinnvoller andere
umschreibende Begriffe zu verwenden, oder noch besser eben genauer (und mit Worten, die man selbst versteht) zu erzählen
was man empfindet und was die eigenen Hypothesen über die Auslösung sind.
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| Neuralgie |
| wörtlich Nervenschmerz Um Verwechslungen
vorzubeugen sollte aber nur die engere Definition verwendet werden: Nur Sekunden
(max 2 min)dauernde heftige Schmerzattacken im Versorgungsgebiet eines Nerven.
Meist ausgelöst durch Trigger Das Kranheitsbild wird von
Nichtneurologen oft fälschlich diagnostiziert, die eindeutigen Kriterien oft
nicht beachtet. Schmerzmittel meist unwirksam. Bestimmte Antiepileptika und
bestimmte operative Eingriffe helfen, Behandlung immer durch den Facharzt. |
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