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Glossar
Psychiatrie/Psychosomatik/
Psychotherapie/Neurologie/Neuropsychologie |
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wurde unter Verwendung neuester Literatur erstellt. Insbesondere
dem ICD 10, dem DSM IV, AMDP- Manual, Leitlinien der
Fachgesellschaften, Lehrbuch VT von J.Mragraf, Lehrbuch der
analytischen Therapie von Thomä und Kächele, Lexika wie
dem Pschyrembel, verschiedene Neurologie- und
Psychiatrielehrbücher, Literatur aus dem Web, außerdem
einer Vielzahl von Fachartikeln aktueller Zeitschriften der
letzten 10Jahre. Nicht alle (insbesondere kleinere) Zitate sind kenntlich
gemacht. Verständlicherweise konnte durch Verwendung
verschiedener Quellen eine Mischung aus den unterschiedlichen
Zitaten nicht immer vermieden werden. Soweit möglich
wird dies angezeigt. Nicht alles ist auf Anhieb
laienverständlich, da ich die Zusammenstellung auch für
mich selbst nutze, musste hier ein Kompromiss zwischen
Verständlichkeit und medizinischer und psychologischer
Exaktheit gefunden werden. Falls sich jemand falsch oder in zu
großem Umfang zitiert findet- bitte eine E-Mail
schicken. KM 19.4.2000 Siehe auch die ergänzenden Hinweise
unten auf dieser Seite.
PS
selbstverständlich wird das Glossar regelmäßig
aktualisiert werden.
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| Ouerschnittsmyelitis, akute
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| (AQM) ist eine entzündliche, monophasische und demyelinisierende Erkrankung, die klinisch durch beidseitige motorische, sensible und autonome Symptome mit einem spinalen Niveau gekennzeichnet ist. Ursächlich kommen v.a. die multiple Sklerose, infektiöse und Autoimmunerkrankungen in Frage. In einer retrospektiven Studie von Jeffery und Mitarbeiter blieb die Ursache allerdings in 21% der Fälle unklar. Differentialdiagnostisch kommen v.a. Kompressionssyndrome, infektiöse und vaskuläre Erkrankungen (Ischämien, Gefäßfehlbildungen) in Frage, die durch bildgebende Verfahren und eine Liquoruntersuchung in der Regel abgegrenzt werden können. Rezidivierende Querschnittsmyelitiden (RQM) lassen primär an die spinale Verlaufsform der multiplen Sklerose denken, besonders wenn zur spinalen Symptomatik zusätzliche Symptome oder paraklinische Befunde auf eine Beteiligung anderer ZNS-Strukturen hinweisen. Bei klinisch isolierten demyelinisierenden Syndromen ist die kraniale MRT hierbei der stärkste Prädiktor im Zusammenhang mit der Entwicklung einer definitiven MS. Seltenere Ursachen für eine RQM wurden in einer Reihe von Einzelfallberichten veröffentlicht. Hierzu zählen bakterielle, virale und parasitäre Infektionen, Kollagenosen und Vaskulitiden. Differentialdiagnostisch kommen außerdem arteriovenöse Gefäßfehlbildungen und ischämische Erkrankungen in Frage, selten auch Tumoren mit z.T. akut einsetzender Symptomatik.
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Kahl et al Rezidivierende Quer-schnittsmyelitis Nervenarzt 1998 · 69: 1115–1122 © Springer-Verlag 1998 |
| Q Fieber
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| Seltene Zoonose (durch Zecken übertragene Coxiella burnetii, früher auch als Rickettsia burneti bezeichneter relativ Hitze, Druck und Desinfektionsmittelresistenter gram-negativer Coccobazillus) mit vielfältigen Symptomen und Organmanifestationen. Neben Zecken bilden Kühe, Ziegen, Schafe, Hunde, Katzen, Affen, Nagetiere, Reptilien, Amphibien, Vögel, Fische ein Virusreservoir. Das Überträgertier wechselt von Land zu Land. Tröpfcheninfektion im Tierkontakt oder bei der Schlachtung sind Ansteckungsquellen, ebenso die getrockneten Ausscheidungen und Produkte (z.B. Wolle) infizierter Haus- und Nutztiere. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist sehr selten. Inkubationszeit 4 Tage bis 6 Wochen, meist 2–3 Wochen. Theoretisch als bioterroristischer Kampfstoff einsetzbar. . Die durchschnittliche Q Fieber Inzidenz lag in Deutschland 1979-1989 bei 0.8/1000 000 und von 1990-1999 bei 1,4/1000 000. Baden-Württemberg ist 3x so häufig betroffen wie der Norden Deutschlands. Insgesamt gab es nach dem Robert-Koch-Institut 40 dokumentierte kleinere Ausbrüche seit 1947; bei 24 davon waren Schafe die Überträger. Winter-Frühjahr ist die häufigste Erkrankungszeit. Meist tritt eine grippeartige Symptomatik mit Lungenentzündung und Leberentzündung auf. Meist heilt die Infektion von alleine aus, in der Hälfte der Fälle handelt es sich um eine asymptomatische Infektion (der Betroffene merkt nichts von einer Erkrankung), Todesfälle kommen aber vor. Die Diagnose wird meist nicht gestellt. Eine Endokarditis ist die häufigste chronische Folge, Myokarditis ist selten(<1%), aber eine der häufigsten Todesursachen. Chronische Müdigkeitssyndrome (chronic fatigue Syndrome) und kardiovaskuläre Erkrankungen scheinen mögliche Langzeitfolgen zu sein. An neurologischen Symptomen kommen Enzephalitis, Meningoenzephalitis, Enzephalomyelitis, Meningitis, Cerebellitis, Guillain-Barré- Syndrom, Neuritis (einschließlich optisch, brachial, und Mononeuritis multiplex), Myelitis und periphere Neuropathie, Polyradikulopathie, extrapyramidale neurologische Erkrankungen vor. Fast jedes Organ kann befallen sein. In Australien gibt es eine Impfung. Serumtiter sind nach erst bis zu 3–4 Wochen nachweisbar. In einer Untersuchung waren die Titer bei der Erstuntersuchung nur bei weniger als 40% nachweisbar. Doxycyclin 2x100 mg möglichst vor dem 3. Tag für 14 Tage wird für die Akuterkrankung empfohlen, bei Kindern alternativ Co-trimoxazol. Bei Endokarditis wird für 18 Monate behandelt.
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Neil R Parker, Jennifer H Barralet, M App Epidb, Alan Morton Bell, Q fever The
Lancet, Volume 367, Issue 9511 , 25 February 2006-3 March 2006, Pages 679-688.
Changing Epidemiology of Q Fever in Germany, 1947-1999 Robert-Koch-Institut
RKI-Ratgeber
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| Qualität
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| Wertigkeit, Beschaffenheit, Eigenschaft oder Güte einer Sache die nicht immer messbar bzw. zahlenmäßig erfassbar ist (gemessen an definierten Anforderungen), scheinbar im Gegensatz zur zählbaren Quantität. Wobei Quantität ab einem bestimmten Punkt zur Qualität werden kann. Oft als Synonym für Hochwertigkeit verwendet. Im Unternehmen Anforderungen, die das Unternehmen im Rahmen des Qualitätsmanagement-Handbuchs (QMH) an sich selbst stellt (gesetzlich geregelte Selbstbewertung), damit nur bei Kenntnis der subjektiven Anforderungen beurteilbar, kein "objektives" Kriterium. Auch kontinuierlichen "Verbesserungsprozesse" garantieren nicht, dass wirklich etwas besser wird. In der Regel wird nur im Unternehmen überprüft ob Mitarbeiter die "Verantwortung für die Gesamtleistung" übernehmen, Gewinnorientierung ist dabei in der Regel die Maxime, dabei verschwimmen oft die Begriffe der Qualität und Quantität. Dabei wird zwar zwischen Prozessqualität und Produktqualität unterschieden, in der Regel aber am Interesse des Unternehmens ausgerichtet. |
|
Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine
Qualitätsmanagement-Richtlinie vertragsärztliche Versorgung vom 18. Oktober 2005 |
| Quantität
|
| Menge, Größe, Intensität oder Anzahl einer Sache, die meßbar und zahlenmäßig erfaßbar ist
|
|
|
| Querschnittlähmung Klassifikation nach Lähmungsausmaß
|
|
Differenzialdiagnose
akuter
und
subakuter
nichttraumatischer
Querschnittssyndrome |
Gefäßerkrankungen
mit
Rückenmarksschädigung:
Mangelnde
Durchblutung
des
Rückenmarks:
Primäre
Durchblutungsstörungen
:
Arteriosklerose,
Gefäßentzündung
(Vaskulitis),
Sekundäre
Durchblutungsstörungen:
Gefäßkompression
durch
Raumforderung,Erkrankungen
der
Aorta,
Dekompressionskrankheit
bei
Tauchern
Blutungen
im
Wirbelkanal:
epidurales
Hämatom,
subdurales
Hämatom,
Subarachnoidalblutung,
intraparenchymale
Blutung
(Hämatomyelie)
GefäßmIssbildungen
im
Rückenmark
oder
Wirbelkanal:
arteriovenöse
Durafistel,
perimedulläre
Fisteln,
intramedulläre
arteriovenöse
Angiome,
Kavernome |
|
Entzündliche
Rückenmarkserkrankungen:
Ohne
Rückenmarkskompression:
Akute
Myelitis:
transversa:
viral,
bakteriell,
mykotisch,
para-/postinfektiös
oder
postvakzinal.
Myelitis
bei
chronisch
entzündlicher
ZNS-Erkrankung:
(z.B.
multiple
Sklerose,
Neuroborreliose),
Myelitis
bei
Systemerkrankung:
(zum
Beispiel
M.
Behçet).
Mit
Rückenmarkskompression:
Epiduraler
Abszess,
Subduraler
Abszess,
Spondylodiszitis |
|
Toxisch-allergische
Rückenmarkserkrankungen:
Subakute
Myelo-Optiko-Neuropathie
(SMON)
durch
Clioquinol,
Spätmyelopathie
nach
Chemonukleolyse |
|
Nichtentzündliche
spinale
Raumforderungen:
Bandscheibenmassenprolaps,
Krebserkrankungen
oder
Metastasen |
|
Nichtspinale
Erkrankungen:
Akute
Polyradikulitis
Guillain
Barré,
Hyper-
oder
hypokaliämische
Lähmungen,
Mantelkantensyndrom
(zum
Beispiel
bilateraler
Infarkt
im
Versorgungsgebiet
der Aa.
cerebri
anteriores),
Psychogene
Querschittssymptomatik |
|
Modifiziert
nach
Schwenkreis,
Peter;
Pennekamp,
Werner;
Tegenthoff,
Martin
Differenzialdiagnose
der
akuten
und
subakuten
nichttraumatischen
Querschnittslähmungen
Deutsches
Ärzteblatt
103,
Ausgabe
44 vom
03.11.2006,
Seite
A-2948
HTML
|
PDF
|
Literatur
|
|
Querschnittlähmung
Klassifikation
nach
Lähmungsausmaß |
|
A –
komplett |
Keine
sensible
oder
motorische
Funktion
ist in
den
sakralen
Segmenten
S4 bis
S5
erhalten. |
|
B –
inkomplett |
Sensible,
aber
keine
motorische
Funktion
ist
unterhalb
des
neurologischen
Niveaus
erhalten
und
dehnt
sich
bis in
die
sakralen
Segmente
S4/S5
aus. |
|
C –
inkomplett |
Motorische
Funktion
ist
unterhalb
des
neurologischen
Niveaus
erhalten,
und
die
Mehrzahl
der
Kennmuskeln
unterhalb
des
neurologischen
Niveaus
haben
einen
Muskelkraftgrad
von
weniger
als 3 |
|
D –
inkomplett |
Motorische
Funktion
ist
unterhalb
des
Schädigungsniveaus
erhalten,
und
die
Mehrheit
der
Kennmuskeln
unterhalb
des
neurologischen
Niveaus
haben
einen
Muskelkraftgrad
größer
oder
entsprechend
3 |
|
E –
normal |
Sensible
und
motorische
Funktionen
sind
normal. |
|
American
Spinal
Injury
Assosciation.
International
Standards
for
Neurological
Classification
of
Spinal
Cord
Injury,
revised
2002.
Chicago:
American
Spinal
Injury
Association;
2002. |
|
|
|
| Querschnittstudie
|
| Verschiedene Alterskassen werden zu einem bestimmten Zeitpunkt untersucht. |
|
|
| Querulantenwahn
|
| ist eine besondere Form des Beeinträchtigungswahnes, wobei meistens eine Kränkung und der daran anschließende Kampf ums Recht beherrschend sind
|
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