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Glossar
Psychiatrie/Psychosomatik/
Psychotherapie/Neurologie/Neuropsychologie |
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wurde unter Verwendung neuester Literatur erstellt. Insbesondere
dem ICD 10, dem DSM IV, AMDP- Manual, Leitlinien der
Fachgesellschaften, Lehrbuch VT von J.Mragraf, Lehrbuch der
analytischen Therapie von Thomä und Kächele, Lexika wie
dem Pschyrembel, verschiedene Neurologie- und
Psychiatrielehrbücher, Literatur aus dem Web, außerdem
einer Vielzahl von Fachartikeln aktueller Zeitschriften der
letzten 10Jahre. Nicht alle (insbesondere kleinere) Zitate sind kenntlich
gemacht. Verständlicherweise konnte durch Verwendung
verschiedener Quellen eine Mischung aus den unterschiedlichen
Zitaten nicht immer vermieden werden. Soweit möglich
wird dies angezeigt. Nicht alles ist auf Anhieb
laienverständlich, da ich die Zusammenstellung auch für
mich selbst nutze, musste hier ein Kompromiss zwischen
Verständlichkeit und medizinischer und psychologischer
Exaktheit gefunden werden. Falls sich jemand falsch oder in zu
großem Umfang zitiert findet- bitte eine E-Mail
schicken. KM 19.4.2000 Siehe auch die ergänzenden Hinweise
unten auf dieser Seite.
PS
selbstverständlich wird das Glossar regelmäßig
aktualisiert werden.
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| Xanthomatose |
| zerebrotendinöse (CTX)
ist eine seltene, autosomal rezessiv vererbte Stoffwechselerkrankung, die klinisch (bereits vor Geburt) diagnostiziert und spezifisch behandelt werden kann. Sie zählt zu den Leukodystrophien, es entsteht eine Anhäufung von Cholestanol durch einen Enzymdefekt der 26-Hydroxylase. CTX ist die Folge eines Defektes der hepatischen mitochondrialeb Steroid- 26-hydroxylase. Das Syndrom ist seit 1937 bekannt, seit 1968 ist die Pathogenese bekannt (Menkes et al). Die Krankheit manifestiert sich in der Regel im ersten Lebensjahrzehnts. Die Krankheit ist langsam progredient und beeinträchtigt die Lebenserwartung nur selten. Eine langsam progressive spinocerebelläre Ataxie, Pyramidenbahnzeichen und eine geistige Behinderung sind häufige Symptome. Im Kernspinbild zeigt sich typischerweise (90% der Fälle) ein bilateraler und symmetrischer Befall der Nuklei dentati, der inferioren Oliven, des Hirnstamm und der cerebellären Hemisphären. Eine Katarakt bei Kindern und Jugendlichen findet man in 76% der Fälle, oft bereits im Alter von 5-6 Jahren, epileptische Anflälle bei 40-50% der Betrofffenen, eine sensomotorische Polyneuropathie ist ebenfalls häufig. Xanthome treten meist erst bei Erwachsenen auf, am häufigsten findet man sie an den Achillessehnen. Cholestanol und Cholesterin reichern sich bevorzugt im Gehirn, Rückenmark, peripheren Nerven, Lungen, Leber, Nieren und den Sehnen sowie der Galle an. Ein juveniler Katarakt, geistige Behinderung, und ein Anschwellen der Sehnen sowie eine cerebelläre Ataxie sind die häufigsten Symptome. Durch den Mangel an biliär ausgeschiedenen Gallensäuren entsteht eine Cholestase. Die Erkrankung ist durch vermehrte Urin-Ausscheidung von Galle-Alkoholen bei gleichzeitigem Mangel an physiologischen Gallensäuren in der Galle charakterisiert. Xanthome treten disseminiert auch bei anderen Cholesterinstoffwechselstörungen auf, sie können klein- u. großknotig aggregiert in Haut (hier einschl. Xanthelasmen), Schleimhäuten u. Sehnenscheiden auftreten. Häufig sind sie auch bei Hypercholesterin- u. Hyperlipidämie. Bei den Xanthomatose-Syndromen tritt symptomatisch häufig eine Gangataxie, eine spastische Paraparese, eine Polyneuropathie, bilaterale Katarakte im Jugendalter, Achillessehnenxanthome, chronische Durchfälle und kognitive Defizite auf. Infolge einer gestörten Gallensäuresynthese akkumulieren bei der CTX Cholestanol und Cholesterol in verschiedenen Geweben. Der Nachweis einer erhöhten Cholestanolkonzentrationen im Serum erlaubt die Diagnose, die zusätzlich durch den molekulardiagnostischen Mutationsnachweis gesichert werden kann. Eine frühzeitige Diagnose ist essentiell. Durch Gabe von Chenodeoxycholsäure (750 mg/Tag) lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung verhindern. Durch diese Behandlung kommt es zu einem deutlichen Abfall der Serumspiegel von Cholestanol. Die weitere Progression der neurologischen Symptome kann so verhindert werden. Katarakt und xanthomatöse Sehnenschwellungen werden durch diese Behandlung nicht gebessert. Die Behandlung sollte durch Zugabe eines Statins, z.B. Simvastatin, Pravastatin oder Lovastatin, ergänzt werden.
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R. Heller, A.J. Grau, W.R. Schäbitz, M.
Schwaninger, Der Nervenarzt 12/2002, J. P. Sperhake und J. Matschke,
Zerebrotendinöse Xanthomatose—eine behandelbare Stoffwechselerkrankung
Leserbrief zum Beitrag von R. Heller et al. Nervenarzt Online publiziert: 19.
Juli 2003, S. B. Gaikwad, A. Garg, N. K Mishra, V. Gupta, A. Srivastava, C.
Sarkar, Cerebrotendinous xanthomatosis: Neuroimaging findings in two siblings
from an Indian family, Neurology India 3 2003,
www.neurologyindia.com |
| Xerosalgie
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| Schmerzverstärkung bei trockener Haut
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| Xerostomie
|
| Mundtrockenheit
kann zu
Geschmacksveränderungen
führen. Unter
anderem kann
die
Mundtrockenheit
zu
Kaubeschwerden,
Schluckbeschwerden,
Sprechstörungen,
schmerzhafte
Stellen im Mund
und
Taubheitsgefühl,
Zungenbrennen
oder
Mundbrennen
Mundgeruch,
Zahnfleisch-
oder
Zungenbluten,
Prothesenunverträglichkeit
mit fehlender
Haftfähigkeit
und
Druckstellen
führen. Ursache
der Xerostomie
ist in erster
Linie das Alter
sowie eine
Vielzahl von
Medikamenten.
Alleine wenn
die
Kaumuskulatur
wenig betätigt
wird kann es zu
Mundtrockenheit
kommen.
Besonders
geriatrische
Patienten
leiden unter
einer auf
anatomische
Veränderungen
rückführbaren,
alterstypischen
Haut- und
Schleimhauttrockenheit,
die zusätzlich
durch
veränderte
Trinkgewohnheiten
(Dehydratation),
Medikamente (Psychopharmaka,
Atropin,
H2-Blocker,
Antihistaminika,
Anticholinergika,
Kodein, falsch
dosierte
Diuretika,
Antiparkinsonmittel,
Antihypertonika,
Benzodiazepine,
Sedativa und
Hypnotika,
Zytostatika)
oder
hinzutretende
Erkrankungen
(Diabetes
mellitus,
Niereninsuffizienz)
verschärft
wird. Weitere
Ursachen sind
Östrogenmangel
(Klimakterium),
Anämie, selten
rheumatische
Erkrankungen,
radiogene
Sialadenosen,
Sjögren-Syndrom.
Mundtrockenheit
erhöht die
Prothesenempfindlichkeit
und führt zu
einer erhöhten
Kariesaktivität.
Wenn also durch
Medikamente
eine
Mundtrockenheit
besteht, muss
auf Zahnpflege
besonderer Wert
gelegt werden.
Strahlentherapie
im
Kiefer-Gesichtsbereich
kann zu einer
dauerhaften
Xerostomie
durch
Zerstörung von
nicht-regenerationsfähigem
Drüsenparenchym
führen.
Was man tun
kann: Angst
kann eine
Ursache davon
sein, dass
einem die Spuke
wegbleibt.
Angststörungen
sind gut
behandelbar.
Wenn
Medikamenten
auslösend sind,
sollte erwogen
werden, ob auf
ein anderes
Medikament
umgestellt
werden kann
oder das
Medikament
überhaupt
notwendig ist.
Zuckerfreier
Kaugummi
bessert oft die
Mundtrockenheit.
Lutschen von
Wassereis oder
gefrorenem
Fruchtnektar
kann lindern,
Zitrone ist
ungünstig, da
Zitrone die
Speicheldrüsen
austrockent.
Künstlicher
Speichel und
Gele für die
Nacht sind
zunächst
gewöhnungsbedürftig
aber hilfreich,
wenn man noch
eigene Zähne
hat, sind
solche mit
Fluorzusatz zu
bevorzugen.
Koffein kann
die
Mundtrockenheit
fördern, im
Zweifel
versuchen ob
weniger Koffein
eine Besserung
bringt.
Pilzinfektionen
im Mund sind
meist eine
Folge der
Mundtrockenheit,
können aber die
subjektive
Beeinträchtigung
erheblich
verstärken und
sollten auch
deshalb
behandelt
werden. Bei
Menschen die
nachts durch
den Mund atmen
sollte für
kurze Zeit
(wenige Tage)
ein
abschwellendes
Nasenspray
versucht
werden.
Pilocarpin zur
Förderung der
Speichelproduktion
hat erhebliche
Nebenwirkungen,
kann aber
manchmal bei
Mundtrockenheit
nach
Strahlentherapie
oder Sjögren-
Syndrom
sinnvoll sein.
Mundtrockenheit
fördert Karies,
deshalb ist ein
Zahnarztbesuch
sinnvoll.
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Mark A.
Criswell, MD, MAJ, USA; Christopher K. Sinha, MD, LTC, USAR Hyperthermic,
Supersaturated Humidification in the Treatment of Xerostomia,The Laryngoscope
2001;111:992-996
Abstract
zm-online - Zahnmedizin: Mundtrockenheit - 1. Teil
zm-online - Medizin: Mundtrockenheit - 2. Teil Mark Taubert, Eleanor M R Davies and Ian Back, Dry mouth BMJ 2007;334;534 |
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