bitte beachten Sie den Hinweis zum Glossar unter AXXanthomatose, zerebrotendinöse (CTX) ist eine seltene, autosomal rezessiv vererbte
Stoffwechselerkrankung, die klinisch (bereits vor Geburt) diagnostiziert und
spezifisch behandelt werden kann. Sie zählt zu den Leukodystrophien, es entsteht
eine Anhäufung von Cholestanol durch einen Enzymdefekt der 26-Hydroxylase.
CTX ist die Folge eines Defektes der hepatischen mitochondrialeb Steroid-
26-hydroxylase. Das Syndrom ist seit 1937 bekannt, seit 1968 ist die Pathogenese
bekannt (Menkes et al). Die Krankheit manifestiert sich in der Regel im ersten
Lebensjahrzehnts. Die Krankheit ist langsam progredient und beeinträchtigt die
Lebenserwartung nur selten. Eine langsam progressive spinocerebelläre Ataxie,
Pyramidenbahnzeichen und eine geistige Behinderung sind häufige Symptome.
Im Kernspinbild zeigt sich typischerweise (90% der Fälle) ein bilateraler und
symmetrischer Befall der Nuklei dentati, der inferioren Oliven, des Hirnstamm
und der cerebellären Hemisphären. Eine Katarakt bei Kindern und Jugendlichen
findet man in 76% der Fälle, oft bereits im Alter von 5-6 Jahren,
epileptische Anflälle bei 40-50% der Betrofffenen, eine sensomotorische
Polyneuropathie ist ebenfalls häufig. Xanthome treten meist erst bei Erwachsenen
auf, am häufigsten findet man sie an den Achillessehnen. Cholestanol und
Cholesterin reichern sich bevorzugt im Gehirn, Rückenmark, peripheren Nerven,
Lungen, Leber, Nieren und den Sehnen sowie der Galle an. Ein juveniler Katarakt,
geistige Behinderung, und ein Anschwellen der Sehnen sowie eine cerebelläre
Ataxie sind die häufigsten Symptome.
Durch den Mangel an biliär ausgeschiedenen Gallensäuren entsteht eine
Cholestase. Die Erkrankung ist durch vermehrte Urin-Ausscheidung von
Galle-Alkoholen bei gleichzeitigem Mangel an physiologischen Gallensäuren in der
Galle charakterisiert. Xanthome treten disseminiert auch bei anderen
Cholesterinstoffwechselstörungen auf, sie können klein- u. großknotig aggregiert
in Haut (hier einschl. Xanthelasmen), Schleimhäuten u. Sehnenscheiden auftreten.
Häufig sind sie auch bei Hypercholesterin- u. Hyperlipidämie. Bei den
Xanthomatose-Syndromen tritt symptomatisch häufig eine Gangataxie, eine
spastische Paraparese, eine Polyneuropathie, bilaterale Katarakte im
Jugendalter, Achillessehnenxanthome, chronische Durchfälle und kognitive
Defizite auf. Infolge einer gestörten Gallensäuresynthese akkumulieren bei
der CTX Cholestanol und Cholesterol in verschiedenen Geweben. Der Nachweis einer
erhöhten Cholestanolkonzentrationen im Serum erlaubt die Diagnose, die
zusätzlich durch den molekulardiagnostischen Mutationsnachweis gesichert werden
kann. Eine frühzeitige Diagnose ist essentiell. Durch Gabe von Chenodeoxycholsäure (750 mg/Tag) lässt sich das
Fortschreiten der Erkrankung verhindern. Durch diese Behandlung kommt es zu
einem deutlichen Abfall der Serumspiegel von Cholestanol. Die weitere
Progression der neurologischen Symptome kann so verhindert werden. Katarakt und
xanthomatöse Sehnenschwellungen werden durch diese Behandlung nicht gebessert.
Die Behandlung sollte durch Zugabe eines Statins, z.B. Simvastatin, Pravastatin
oder Lovastatin, ergänzt werden. R. Heller, A.J. Grau, W.R. Schäbitz, M.
Schwaninger, Der Nervenarzt 12/2002, J. P. Sperhake und J. Matschke,
Zerebrotendinöse Xanthomatose—eine behandelbare Stoffwechselerkrankung
Leserbrief zum Beitrag von R. Heller et al. Nervenarzt Online publiziert: 19.
Juli 2003, S. B. Gaikwad, A. Garg, N. K Mishra, V. Gupta, A. Srivastava, C.
Sarkar, Cerebrotendinous xanthomatosis: Neuroimaging findings in two siblings
from an Indian family, Neurology India 3 2003,
www.neurologyindia.com Xerostomie Mundtrockenheit kann zu Geschmacksveränderungen
führen. Unter anderem kann die Mundtrockenheit zu Kaubeschwerden,
Schluckbeschwerden, Sprechstörungen, schmerzhafte Stellen im Mund und
Taubheitsgefühl, Zungenbrennen oder Mundbrennen Mundgeruch, Zahnfleisch- oder
Zungenbluten, Prothesenunverträglichkeit mit fehlender Haftfähigkeit und
Druckstellen führen. Ursache der Xerostomie ist in erster Linie das Alter sowie
eine Vielzahl von Medikamenten. Alleine wenn die Kaumuskulatur wenig betätigt
wird kann es zu Mundtrockenheit kommen. Besonders geriatrische Patienten
leiden unter einer auf anatomische Veränderungen rückführbaren, alterstypischen
Haut- und Schleimhauttrockenheit, die zusätzlich durch veränderte
Trinkgewohnheiten (Dehydratation), Medikamente (Psychopharmaka, Atropin,
H2-Blocker, Antihistaminika, Kodein, falsch dosierte Diuretika,
Antiparkinsonmittel, Antihypertonika, Benzodiazepine, Sedativa und
Hypnotika, Zytostatika) oder
hinzutretende Erkrankungen (Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz) verschärft
wird. Weitere Ursachen sind Östrogenmangel (Klimakterium), Anämie, selten
rheumatische Erkrankungen, radiogene Sialadenosen, Sjögren-Syndrom.
Mundtrockenheit erhöht die Prothesenempfindlichkeit und führt zu einer
erhöhten Kariesaktivität. Wenn also durch Medikamente eine Mundtrockenheit
besteht, muss auf Zahnpflege besonderer Wert gelegt werden. Strahlentherapie
im Kiefer-Gesichtsbereich kann zu einer
dauerhaften Xerostomie durch Zerstörung von nicht-regenerationsfähigem
Drüsenparenchym führen. Mark A.
Criswell, MD, MAJ, USA; Christopher K. Sinha, MD, LTC, USAR Hyperthermic,
Supersaturated Humidification in the Treatment of Xerostomia,The Laryngoscope
2001;111:992-996
Abstract
zm-online - Zahnmedizin: Mundtrockenheit - 1. Teil
zm-online - Medizin: Mundtrockenheit - 2. Teil Y |
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