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| Art der Schmerzen | Mögliche Diagnose | Andere Zeichen |
|---|---|---|
| ganz andersartige Kopfschmerzen als gewohnt | s.u. | s.u. |
| Über Wochen zunehmend - bevorzugt an den Schläfen | Arteriitis temporalis, | Bevorzugt bei älteren Patienten, Schmerz der A temporalis, Blut-Senkungs-Geschwindkeit erhöht, unbedingt behandlungsbedürftig, da sonst erhebliche Komplikationen |
| Innerhalb von Stunden, sehr stark ,aber diffus | Hirnhautentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung, Hirnvenenthrombose, Blutung im hinteren Hirnkreislauf, Hirndrucksteigerung | Erbrechen, Fieber, Nackensteife, Druckschmerz über Nasen-Neben-Höhlen, Schmerzen bei schnellem Aufrichten, Pille + Rauchen, Erbrechen, Schläfrigkeit, neurologische Ausfälle |
| Über Wochen zunehmend, aber diffus | Tumor, Verschleppte Meningitis, Chronische Nebenhöhlenentzündung, Chronisch subdurales Hämatom (besonders wenn im letzten halben Jahr eine Kopfverletzung vorausging, Hirnabzess, Hirndrucksteigerung, Schmerzmittelmißbrauch | neurologische Ausfälle, morgendliches Erbrechen, Nackensteife, Klopfschmerz der Nasen-Neben-Höhlen. Unfall in der Vorgeschichte, Infektionsquelle am Kopf (Furunkel, Abszess), Blasenstörungen, geistiger Abbau |
| Beim Aufrichten, Aufstehen, Husten und bei der Defäkation, selten auch nur bei Anstrengung auftretender Kopfschmerz |
Spontane Intracranielle Hypotension (spontanes
Liquorunterdrucksyndrom)
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Kommt selten vor auch ohne dass vorher eine Lumbalpunktion durchgeführt wurde. Man vermutet kleine Duralecks nach Bagatelltraumen etc. Im Kernspin Verdickung der Dura und subduraler Erguss, bei Lumbalpunktion erkennbarer Unterdruck, Behandlung intravenöse Flüssigkeitszufuhr, Koffein, Theophyllin, epiduraler Blutpatch, |
| Schlagartig (oft wie ein Blitz) einsetzender Kopfschmerz | Intrakranielle Blutung (SAB), plötzliche Hirndrucksteigerung, Gefäßwandeinriß mit Verstopfung des Gefäßes und eventuellem Schlaganfall (sehr selten) | Nackensteife, Erbrechen, Schläfrigkeit, neurologische Ausfälle wie Lähmungen usw. chiropraktische Behandlung vorausgegangen. |
| Mit Husten auftretend | kann Tumorverdacht begründen, wenn sehr heftig (SAB), | s.o zurück zum Seitenanfang |
| Mit zunehmenden neurologischen Symptomen wie Lähmungen, Sehstörungen, Sprachstörungen oder Gefühlsstörungen +/- epileptischen Anfällen, Kopfschmerz + Epileptische Anfälle gehören umgehend abgeklärt | Tumorverdacht | s.o. |
| zunehmender, als tief empfundener Kopfdruck wechselnder Intensität, oft beim Pressen oder Beugen verstärkt | Tumorverdacht, aber auch raumfordernde entzündliche ZNS-Prozesse wie Hirnabszess, ZNS-Parasitosen, embolische Herdenzephalitis, Granulomleiden, septische Sinusthrombose | s.o. |
| heftiger halbseitiger Kopfschmerz, oft mehrfach hintereinander zur selben Tageszeit (oft in der Nacht ,Episodenweise Häufung=Cluster) | Cluster Kopfschmerzen | Drang umherzulaufen, Horner-Syndrom (hängendes Augenlid enge Pupille), einseitige Gesichtsrötung, Naselaufen, Ursache unklar, gut behandelbar, HWS- Manipulationen unwirksam |
| Diffuse Dauerschmerzen, meist im Gesicht, über der Wange mit Ausstrahlung ins Ohr, aber auch in den Hals- uns Armbereich, meist einseitig. Er ist täglich und über den größten Teil des Tages vorhanden, dumpf und schlecht lokalisierbar. Anfangs oft in einem begrenzten Gebiet einer Gesichtsseite kann er sich evtl. auf Ober- und Unterkiefer, Gesicht und Hals ausbreiten. Klinisch fehlen sensible Defizite oder andere körperliche Befunde, apparative Untersuchungen einschließlich Röntgendiagnostik von Gesicht und Kiefer zeigen keine relevanten Befunde. Dem Schmerz kann eine Operation oder Verletzung von Gesicht, Zähnen oder Zahnfleisch vorangehen, er persistiert jedoch ohne nachweisbaren relevanten Lokalfaktor. | atypischer Gesichtsschmerz, ATGS | Der Zahnarzt und der HNO- Arzt wurden zuerst konsultiert und haben nichts gefunden. Oft dennoch viele Eingriffe, die die Schmerzen verschlimmert haben. Oft Depressionen und Schlafstörungen dabei. Besserung durch bestimmte Antidepressiva häufig. Schmerzmittel meist unwirksam. Literatur z.B.: Pfaffenrath V, Dieterich M. Diagnostik und Therapie des atypischen Gesichtsschmerzes eine Übersicht. Der Schmerz 1995; 9: 235-241 |
| Einseitige nur Sekunden (max. 2 min) dauernde heftige Attacken. Meist ausgelöst durch Essen, Sprechen, Trinken, Berührung, meist nur ein Teil einer Gesichtshälfte (Versorgungsgebiet eines Trigeminusastes betroffen), |
Trigeminusneuralgie
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Das Krankheitsbild wird von Nichtneurologen oft fälschlich diagnostiziert, die eindeutigen Kriterien oft nicht beachtet. Schmerzmittel meist unwirksam. Bestimmte Antiepileptika und bestimmte operative Eingriffe helfen, Behandlung immer durch den Facharzt. Operative Methode der ersten Wahl ist heute die mikrochirurgische vaskuläre Dekompression nach Jannetta. |
| Lokalisation vorwiegend im Versorgungsgebiet des ersten Trigeminusastes. Als ein einzelner Stich oder in Serien auftretender, jeweils nur für Sekundenbruchteile anhaltender stechender Schmerz.Intervalle unregelmäßig von 1mal im Jahr bis zu 100x pro Tag.Ausschluß einer symptomatischen Ursache |
Idiopathischer gutartiger stechender Kopfschmerz |
Indometazin in einer Dosierung von 2x25-50mg |
| quälende, dumpfe, oft über Jahrzehnte gehende, Kopfschmerzen bei langfristiger, regelmäßiger Einnahme verschiedener Schmerzmedikamente | Schmerzmittelkopfschmerz sogenannten medikamenteninduzierten Kopfschmerz. | Hören bei Entzug oft schon nach wenigen Tagen bis 3 Wochen auf. Es drohen schwere Nierenschäden, Depressionen und auch vermehrt Schmerzen an anderen Körperteilen, wenn der Schmerzmittelmissbrauch weitergeführt wird. Unterstützung des Entzuges durch bestimmte Antidepressiva möglich. |
| Häufige, sehr kurze einseitige Kopfschmerzattacken. Mindestens 50 Attacken, im Durchschnitt >5 pro Tag, einseitiger, orbitaler, temporaler Schmerz (Dauer 2-45 Minuten) ,Begleitsymptome (mindestens 1): hängendes Augenlid, Lidschwellung, Augenrötung, Naselaufen, Tränenfluss. Sistieren der Schmerzen unter maximal 150mg Indometazin tgl. Ausschluss symptomatischer Ursachen | chronisch paroxysmale Hemicranie (sehr selten) |
Indomethacin ist 1. Wahl, in der Regel
gutes Ansprechen. Wenn dies nicht zutrifft, handelt es sich um ein
anderes Syndrom. Ausreichende Ulkusprophylaxe bei längerer Behandlung beachten,
Literatur: · Goadsby PJ, Lipton RB. A review of paroxysmal hemicranias, SUNCT syndrome and other short-lasting headaches with autonomic features, including new cases. Brain 1997;120:193-209. + |
| Gelenkgeräusche bei Kieferbewegungen,. eingeschränkte oder ruckartige Kieferbewegungen, Schmerz bei Kieferbewegungen, Sperre beim Kieferöffnen, Zusammenpressen oder Knirschen der Zähne, orale Fehlfunktionen wie Beißen oder Pressen im Bereich von Zunge, Lippen, Wange | Oromandibuläre Dysfunktion | nach IHS-Kriterien dem Kopfschmerz vom Spannungstyp zugeordnet (IHS 2.3), früher bekannt als Kiefergelenkssyndrom, myofasziales Schmerzsyndrom, Costen-Syndrom, cranio-mandibulare Dysfunktion, Temporomandibulargelenkssyndrom (TMJDS) oder temporo-mandibular joint pain. |
| permanent ein streng einseitiger Kopfschmerz mittlerer bis hoher Intensität besteht. Gelegentlich kommen auch migräneähnliche vegetative Erscheinungen wie Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit, Augentränen und Schwitzen hinzu. | Hemicrania continua | Extrem selten, ein Teil der Patienten spricht auf Indometacin an. Ein Teil der Patienten spricht auf die Gabe von retadierten Opioiden an. (Newman LC, Lipton RB, Solomon S. Hemicrania continua: 7 new cases and a literature review. Headache 1993;32:237-238 ) |
| Heftiges, unerträgliches Druckgefühl mit Erbrechen und Fieber | akute entzündliche ZNS-Erkrankungen wie bakterielle Meningitis, Virus-Meningitis und -Enzephalitis, akut exazerbierende Autoimmunkrankheiten | Immer sofort zur Klärung zum Arzt. |
| ständiges Druckgefühl, oft pulsierend, zumeist nicht lokalisierbar, evtl. Benommenheit | chronisch-entzündliche ZNS-Erkrankungen, z.B. Neurosyphilis, Neuroborreliose, ZNS-Tuberkulose, metastatische Herdenzephalitis, chronische Virusenzephalitiden, zerebrale Immunvaskulitis (Arteriitis cranialis u.a.) | sollte abgeklärt werden, wenn Sie die in der ersten Spalte genannten unspezifischen Symptome haben, allerdings meist eine harmlosere Ursache. |
| Anfallsweiser stechenden Schmerz mit Gefühlsstörung und Missempfindungen sowie einer Berührungsüberempfindlichkeit im Versorgungsgebiet des N. occipitalis major oder minor, der durch eine lokale Infiltrationsanästhesie vorübergehend zu durchbrechen ist. | Okzipitalisneuralgie |
Okzipitalisneuralgien können entzündlich,
postherpetisch oder traumatisch bedingt sein. |
| Pulsatiler Tinnitus, Übergewicht chronische tägliche Kopfschmerzen |
IIHWOP= idiopathischer intrakranieller Überdruck ohne Papillenödem durch umgewandelte Migräne mit übermäßigem Schmerzmittelkonsum .
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Nachweis nur durch Hirndruckmessung möglich. |
| plötzliche einseitige Kopfschmerzen im und ums Auge, in der Stirn-, Hals- oder Nackenregion. Häufig findet sich auf der betroffenen Seite ein hängendes Augenlid und eine enge Pupille (Horner-Syndrom.) | Carotisdissektion | Notfall, neurologische Ausfälle können aufgrund einer Minderdurchblutung des nachgeschalteten Gefäßgebietes auftreten |
| plötzlicher neuer Halbseitenkopfschmerz mit Betonung der Nacken- und Hinterhauptregion, | Vertebralisdissektion | Notfall, neurologische Ausfälle aufgrund einer Minderperfusion des nachgeschalteten Gefäßgebietes auftreten |
| Bei Hyperkoagulopathie, Einnahme oraler Kontrazeptiva, Schwangerschaft, malignen Grunderkrankungen, Dehydrierung, Morbus Behçet und Lupus erythematodes, wenn Übelkeit und Erbrechen ohne Migränevorgeschichte auftritt, Verwirrtheit oder Schläfrigkeit, epileptische Anfälle, bilaterale Papillenödeme oder fokale neurologische Defizite vorhanden sind | Sinusvenenthrombose | im CCT ohne KM fokal hyperdenser Sinus, CCT mit KM empty triangle sign, MRI nur mit flusssensitiver Untersuchung (Gradientenecho, Phasenkontrastangiographie oder dynamische MR-Angiographie aussagekräftig |
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Heftige Schmerzen beim Orgasmus: Mehrere Subtypen
werden diskutiert: · beidseitige, vom Nacken ausgehende, drückende Kopfschmerzen, die
mit zunehmender sexueller Erregung ansteigen und vermutlich durch starke muskuläre
Anspannung und hohen Blutdruckanstieg verursacht werden. · Explosiver, schlagartig kurz
vor dem Orgasmus auftretender Kopfschmerz (thunder clap headache), vermutlich durch hohen
Blutdruckanstieg verursacht. Hier muss eine SAB ausgeschlossen werden. · ein
lageabhängiger Kopfschmerz, ähnlich einem postpunktionellen Syndrom, der im Sitzen und
Stehen zunimmt und im Liegen sistiert. Diskutiert wird ein während dem Orgasmus
auftretendes Duraleck. · In 5% der Betroffenen ist eine SAB, ein Hirnstamminfarkt oder eine Sinusthrombose Ursache der Kopfschmerzen. |
Orgasmuskopfschmerzen |
Therapieempfehlungen: Ausführliche Aufklärung
und Besprechung der zuatzdiagnostischen Befunde. Bei aufkommenden Kopfschmerzen langsame
Steigerung der sexuellen Aktivitäten. Entspannungstechniken. Bei regelmäßig bei sexueller Betätigung auftretenden Kopfschmerzen Versuch mit NSAID (z.B. Ibuprofen 400mg einmalig), in den meisten Fällen ist keine Therapie möglich. Calciumantagonist nicht sinnvoll. Betablocker (z.B. Propanolol (40-200mg/Tag) regelmäßig werden von manchen Autoren empfohlen, NW: Potenzstörungen ! |
| Hirntumor- Leitlinien, wann sollte bei Verdacht dringend untersucht werden? |
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Subakute
progressive
neurologische
Symptome,
die
sich
über
Tage
oder
Wochen
entwickeln
(z.B.: Lähmung oder Schwäche einer Körperseite oder Extremität, Sensibilitätsstörung einer Körperseite oder Extremität, Sprech- oder Sprachstörung, Ataxie) |
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Erstmals
aufgetretener
epileptischer
Anfall
mit
einem
oder
mehreren
der
folgenden
Charakteristika: – fokaler Anfall – längeres postiktales fokales Defizit (Lähmung, Sensibilitätsstörung (>1 Stunde) – Status epileptikus – begleitendes interiktales fokales Defizit |
| Patienten mit der Kombination von Kopfschmerz, Erbrechen und Papillenödem |
| Hirnnervenlähmung (z.B.: Diplopie, Sehverlust, einschließlich Gesichtsfeldverlust, einseitige Ertaubung) |
| Überlegenswert auch bei Patienten mit nicht-migränösen Kopfschmerzen, die mindestens einen Monat vorhanden sind und in den letzten Monaten begonnen haben, wenn diese Begleitsymptome haben, die auf Hirndruck hinweisen; wie morgens von den Kopfschmerzen aufgeweckt werden, Erbrechen (besonders morgens), Schwindel |
| A J Larner; Referral guidelines for suspected central nervous system or brain tumours J Neurol Neurosurg Psychiatry 2006;77:1305–1306 [Extract] [Full text] [PDF] |
Höhenkopfschmerzen.
Kopfschmerzen sind das häufigste und unangenehmste Symptom der akuten
Bergkrankheit , oft verbunden mit Übelkei t , Erbrechen und Müdigkeit. In
Höhenlagen zwischen 2500 und 5000 m leiden etwa 20 % bis 90 % von nicht
höhenadaptierten Personen unter Kopfschmerzen. Tatsache ist , dass die beste
Vorbeugung die Beachtung der goldenen Regel ist, nicht zu
rasch zu hoch anzusteigen. Obwohl diese Regel in Bergsteigerkreisen bekannt ist,
wird sie aufgrund notwendiger Seilbahnauffahrten , hoher Hüttenlokalisation ,
begrenzter Tourenzeiten oder
w idriger Witterungsverhältnisse nicht immer berücksichtigt , wodurch sowohl
therapeutische als auch prophylaktische Maßnahmen des Höhenkopfschmerzes oft
unumgänglich sind.
Die hypoxieinduzierte Steigerung des zerebralen Blutflusses wurde früher als
Hauptursache des Höhenkopfschmerzes betrachtet. Neuere Untersuchungen haben
diese Hypothese aber eher in den Hintergrund gedrängt und favorisieren die
pathogenetische Bedeutung einer Sensibilisierung von intrakranialen
schmerzsensitiven Strukturen während akuter Hypoxieexposition. Die Wirksamkeit
der Zyklooxygenasehemmung für Therapie und Prophylaxe des Höhenkopfschmerzes
lassen besonders Prostaglandine als Mittler zwischen Hypoxie und diesen
Beschwerden vermuten. Daher sind all jene Medikamente therapeutisch und/oder
prophylaktisch wirksa m , die die Sauerstoffversorgung des G ewebes verbessern
und/oder die Prostaglandinsynthese reduzieren. Neben Sauerstoff, Azetazolamid
und Dexamethason wurden vor allem Prostaglandinsynthesehemmer wie Ibuprofen und
Naproxen therapeutisch
wirksam eingesetzt. Azetazolamid, Dexamethason und Azetylsalizylsäure waren auch
prophylaktisch effektiv. Am wirkungsvollsten jedoch dürfte die kombinierte
Anwendung von Azetazolamid und Azetylsalizylsäure Höhenkopfschmerzen verhindern
, da diese sowohl die Oxygenierung verbessern als auch die Prostaglandinsynthese
reduzieren . Burtscher M, Wien Klin Wochenschr 1999 Oct 29;
111(20):830-6
Nächtliches Kopfschmerzsyndrom im Alter: Das nächtliche Kopfschmerzsyndrom ist eine seltene, gutartige Erkrankung, die bei älteren Menschen vorkommt. Es präsentiert sich mit beidseitigen oder seltener mit halbseitigen Kopfschmerzen während des Nachtschlafs, die 20 bis 180 Minuten andauern. Die Kopfschmerzen sind nicht von autonomen Symptomen begleitet und sprechen gut auf Lithiumcarbonat an. Auch ein Ansprechen auf Indometacin wie bei der dann im Einzelfall schwierig davon zu unterscheidenden Paroxysmale Hemikranie wird berichtet. Kortisonpräparate sind eventuell ebenfalls wirksam. Die gültige IHS Klassifikation verschlüsselt diesen Kopfschmerztyp noch nicht. Ivañez V, Soler R, Barreiro P. Cephalagia 1998 May;18(4):225-6 und Viera-Dias M, Esperanca P. Hypnic headache: Report of two cases. Headache 2001;41:726-727, G Relja, M Zorzon, L Locatelli, N Carraro, RM Antonello & G Cazzato Cephalalgia Volume 22 Issue 2 Page 157 - April 2002 Hypnic headache: rapid and long-lasting response to prednisone in two new cases Vieira-Dias M, Esperanca P. Hypnic headache: report of two cases. Headache. 2001 Jul-Aug;41(7):726-7.