Search our Site:

sitemap
                                                                                                    home-brt.gif (1287 Byte)

Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

     Suche  Inhaltsverzeichnis  Glossar: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y
Die Lungenarterienembolie oder Lungenembolie

Die Lungenarterienembolie oder Lungenembolie; ist eine Verlegung der arteriellen Lungenstrombahn durch einen fortgeleiteten Thrombus (selten durch anderes Fremdmaterial, z. B. Luft, Fett, Gewebeteile, ....).

Vorbeugung 
  •  Ernähren Sie sich gesund, wenig Fett und viel Balaststoffe.
  •  Bewegen Sie sich viel, treiben Sie Sport
  •  Wenn Sie Sitzen oder Liegen müssen; stehen sie viel auf und laufen Sie herum
Wann haben Sie ein besonders großes Risiko?
  •  Wenn Sie eine Thrombose in den tiefen Beinvenen haben
  •  Nach jeder längerer Bettruhe besonders aber wenn Sie krank waren
  •  Nach großen Operationen
  •  Nach langem Sitzen, dies gilt auch für lange Reisen im Auto, Bus, Flugzeug oder Zug.
  •  Nach einer Verletzung der Bein und Beckenarterien.
  •  In der Schwangerschaft

Ein Embolus ist ein Blutgerinsel oder Thrombus der sich von der Stelle an der er sich gebildet hat gelöst hat. Auf seinem Weg durch die Blutgefäße kann er diese verstopfen.  Eine Lungenembolie ist die Blockade oder Verstopfung einer Lungenarterie durch einen Embolus (in der Regel ein Blutgerinsel) der durch die Blutgefäße (in der Regel Venen der Beine oder des Beckens) zu den Lungen wandert. Das Bild zeigt seinen Weg. Die Lungenembolie  schädigt dann das Lungengewebe, das dann nicht mehr richtig funktionieren kann. Lungenembolien können tödlich sein.
Die Symptome der Lungenembolie hängen davon ab wie groß der Thrombus ist und welches Gefäß er verstopft. 

Einige der möglichen Symptome einer Lungenembolie sind: 

  •  Plötzliche Luftnot ohne erkennbaren Grund Feelings of being breathless that come on suddenly with no apparent explanation
  •  Schmerzen in der Brust beim Einatmen
  •  Ohnmachtsgefühle
  •  Blutiger Auswurf
  •  Schneller Puls
  • Der Verdacht einer Lungenembolie ist ein medizinischer Notfall. 
Behandlung ist immer zunächst stationär: Antikoagulation: Heparin als Bolus u. anschl. Infusion anschl. zeitlich überlappende Umstellung auf orale Antikoagulanzien: Phenprocoumon (z. B. Marcumar®) für mind. 6 Mon.  Thrombolyse zusätzlich zur Heparintherapie bei hämodynamisch bzw. respiratorisch kritischer Gesamtsituation (mind. Stadium IV; in Ausnahmefällen auch bei Stadium III, wenn angiographisch eine Lappenarterie verlegt ist, lungenszintigraphisch multiple segmentale Ausfälle vorliegen od. eine ausgedehnte Thrombosierung zentraler Gefäßstämme nachweisbar ist); operative Embolektomie in spezialisierten Zentren  im Stadium IV bei akut lebensbedrohlicher Situation gerechtfertigt, insbes. wenn eine Kontraindikation zur Thrombolyse besteht; vorbeugend in seltenen Fällen Vena-cava-Blockade mittels Cava-Clip od. Implantation eines Schirmfilters bei Embolierezidiven trotz dokumentierter, ausreichender Antikoagulation bzw. bei absoluter Kontraindikation zur Heparintherapie u. eindeutig gesicherter Thrombose der Beckenvenen bzw. der Vena cava.

 

Wichtig für den Psychiater sind Lungenembolien, weil Neuroleptika manchmal die Ursache sein können: 

Bereits seit Beginn der Neuroleptikabehandlungen in den 50er Jahren ist eine etwa 5- 7-fach  erhöhte Häufigkeit tiefer Venenthrombosen und Lungenembolien bei psychiatrischen Patienten, die mit sedierenden Neuroleptika behandelt werden bekannt. Vor Beginn der Therapie sollten eine Thrombophilie-Diagnostik erfolgen und das individuelle Thromboembolie-Risiko abgeschätzt werden. Eine Antikoagulation muss u.U. erwogen werden. Arzneiverordnung in der Praxis ~ Ausgabe 2/2001

 

Lungenarterienembolie Stadieneinteilung (nach Greenfield) 

Stadium I II III IV
Obstruktion der Pulmonalarterie  < 20%  20-30%   30-50% > 50%
Symptome  keine  Tachypnoe  Dyspnoe  Dyspnoe, Schock 
Atemfrequenz  normal  > 16  > 20  > 25 
arterieller PO2 (mmHg)  normal  < 80  < 65  < 50 
arterieller PCO2 (mmHg)   normal  < 35  < 30  > 30 
Herzfrequenz (/min)    normal  > 90  > 100  > 100 
zentralvenöser Druck (mmHg)    normal  normal  erhöht  erhöht 
Pulmonalarterienmitteldruck (mmHg)  normal  normal  > 20  > 25 
Herzzeitvolumen  normal   normal oder erhöht  normal  erniedrigt

Guidelines on Diagnosis and Management of Acute Pulmonary Embolism. Task Force of the ESC. Eur Heart J 2000; 21: 1301-1336

zurück zum Seitenanfang  

Zur Startseite Anschrift des Verfassers: (Praxisadresse)
Feedback: Karl C. Mayer
Gästebuch Bergheimerstraße 56a
E-Mail 69115 Heidelberg