Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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Ratschäge

Es gibt keine Diät, die die MS nachweislich heilt. Die Propagierung einer fettarmen ballastreichen Kost unter Bevorzugung mehrfach-ungesättigter Fettsäuren ist ernährungsphysiologisch sinnvoll, der milde immunmodulative Effekt bestimmter essentieller Fettsäuren als biologischer Vorläufer kontrainflammatorischer Zytokine ist zumindest tierexperimentell belegt.

Sport in Maßen stärkt das Immunsystem; gemeint ist für MS-Patienten hier der spielerische Sport oder der konditionsfördernde Ausdauersport, nicht der Hochleistungssport.

Veraltete Vorstellungen zur restriktiven Haltung "MS und Schwangerschaft" sind durch neuere Studien nicht nur gründlich widerlegt, sondern zur gegenteiligen Empfehlung geworden.

Stress und MS

Überwiegende Schonung vermindert die Stresstoleranz und macht anfälliger. Deshalb sollte man, wenn man an einer MS erkrankt ist, gut darauf achten, wie viel Schonung, wie lange sinnvoll ist. MS-Patienten bedürfen im akuten Schub der Schonung, gehören aber nicht ins Bett – und schon gar nicht gleich in die Rente. MS- Schübe entstehen häufiger nach akutem Stress.  Belastende Lebensereignisse verdoppeln nach einer neuen prospektiven Studie das Risiko eines neuen Schubes innerhalb von 4 Wochen bei MS- Kranken, Infekte verdreifachen dieses Risiko. Auch kleinere zwischenmenschliche Probleme können Schübe auslösen. Zwischenmenschliche Konflikte können durchaus einen Schub auslösen.  Konflikte sind nicht immer vermeidbar, es könnte aber für MS-Patienten besonders bedeutsam sein, Stressbewältigungstechniken zu lernen und sich bei der Bewältigung psychischer Problem helfen zu lassen. Manche Studien geben Hinweise, dass verbesserte Stressbewältigungsstrategien, das Risiko eines Schubes vermindern.

Gesund leben

Körperliche Überwärmung führt vor allem bei Optikus-Schädigungen oder spinalen Symptomen – bekannt auch als Uhthoff-Phänomen – zu einer reversiblen Symptomverstärkung. Mit der Empfehlung "warm anziehen" ist eine allgemeine Infektprophylaxe gemeint, da sich auffällig häufig MS-Schübe zu banalen Infekten zeitlich korrelieren lassen. Auch für MS-Betroffene gilt der Grundsatz: Die einzige sichere Möglichkeit, sein Leben zu verlängern, ist, es nicht zu verkürzen. Also Hände weg von Nikotin und übermäßigem Alkoholgenuß! Rauchen vergrößert nachweislich das Risiko an einer MS zu erkranken und  verschlechtert nachweislich den Verlauf einer MS erheblich. Arch Neurol. 2009;66(7):858-864  Raucher mit MS haben eine durchlässigere Bluthirnschranke und dadurch größere Läsionen im Kernspin und eine ausgeprägtere Hirnatrohpie im Vergleich zu Nichtrauchern mit MS. Neurology 2009;73:504–510  Trotz tradierter Vorurteile stellt die MS heute keine Kontraindikation bei medizinisch indizierten Operationen mehr dar. Nach dem Schwerbehindertengesetz sind Behinderungen und keine Diagnosen zur Beurteilung relevant, trotzdem wird bei der Unwägbarkeit des weiteren Verlaufs oft schon nach Diagnosestellung ein "Ausweis" beantragt, um über die dann meist zugebilligten "50 Prozent" erweiterten Kündigungsschutz zu erhalten. Dies kann umgekehrt beim Wechsel des Arbeitsplatzes dann wieder zum Einstellungshindernis werden.

Unsinnige Verbote oder Vorschriften: Teilweise richtige Ratschläge:
1. Spezielle Diät einhalten
2. Nie wieder Sport treiben
3. Auf keinen Fall schwanger werden
4. Strenge Bettruhe bei Schüben
5. Arbeit ist Stress und Stress macht krank
Daher Rente beantragen
1. Sonne und Hitze meiden
2. Warm anziehen
3. Hände weg von Alkohol und Nikotin
4. Nie operieren lassen
5. Schwerbehindertenausweis
nach Prof. Dr. Dietmar Seidel, Augustahospital Anholt,46419 Isselburg

 

MS und Impfen

Viele bakterielle und virale Infektionen können MS-Schübe auslösen, einen sicheren Nachweis, dass dies irgendeine Impfung in ähnlicher Häufung tut, gibt es nicht. Bei Infekten wie bakteriellen Harnwegsinfekten  viralen Atemwegserkrankungen, oder einer Gastroenteritis ist ein erhöhtes Risiko für das Auftreten eines MS- Schubes im Rahmen des Infektes gesichert.  Das Risiko eines erneuten Schubes bei der Multiplen Sklerose durch Impfungen ist eine weit verbreitete Sorge, die oft diskutiert wird. Grippewelle,- soll man bei einer MS impfen- Neue Studien sagen ein unzweifelhaftes "Ja" . Nach der Datenlage bestehen keine Bedenken gegen die Impfung. Umgekehrt haben MS- Patienten ein erhöhtes Risiko für schwerere Verläufe der Grippe. Ähnliches gilt unzweifelhaft auch für Tetanus- und  Hepatitis B- Impfungen. Masern, Mumps, Röteln Impfung bedeutet kein erhöhtes Risiko für einen MS-Schub, bei Immunsuppression wird diese Kombinationsimpfung aber nicht empfohlen. Wie zu jedem Zeitpunkt überhaupt, kann ein MS-Schub auch zum Zeitpunkt einer Impfung auftreten. Dies bedeutet nicht, dass deshalb die Impfung auslösend wäre. Alle bisher vorliegenden Daten sagen jedenfalls, dass die Wahrscheinlichkeit eines MS- Schubes oder des erstmaligen Auftretens einer MS im Rahmen einer Impfung nicht erhöht ist. Die Daten stammen aus sehr unterschiedlich angelegten Studien, die sehr viele Patienten einschlossen und können mittlerweile als sehr gut gesichert gelten. Ausnahmen: Bei der Gelbfieberimpfung erscheint eine Verschlechterung der MS möglich. Bei FSME (Frühsommermeningoenzephalitis) titt im Einzelfall nach Impfung eine akute disseminierte Enzephalitis auf, ohne dass es Hinweise gibt, dass diese etwas mit einer  MS zu tun hat, dennoch eher nicht impfen. Keine ausreichenden Daten zur Sicherheit gibt es bei folgenden Impfungen: Meningokokken, Tollwut, Pertussis, Poliomyelitis, Typhus, Cholera, Haemophilus influenzae, Hepatitis A, Pneumokokken. Bei den letztgenannten Impfungen muss deshalb im Einzelfall Nutzen und Risiko genau abgewogen werden.

Unter Behandlung mit Azathioprin, Mitoxantron, intravenösen Immunglobulinen, Rituximab, Cyclophosphamid wird oft keine ausreichende Immunantwort und damit auch kein ausreichender Impfschutz erreicht. Bei Einnahme dieser Medikamente muss die Impfung genau abgewogen werden.  Bei Behandlung mit Interferonen oder  Glatirameracetat muss kontrolliert werden ob nach Impfung eine Antikörperbildung eintritt. Unter hochdosierter Behandlung mit Methylprednisolon sollte nicht geimpft werden, hier sollte 2 Wochen abgewartet werden.

 In einer 2001 im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie wurde diesem Risiko nachgegangen.  Dabei wurde bei 643 Patienten mit einem akuten Schub untersucht, ob es einen solchen Zusammenhang gab. Für den Zeitraum von einem Monat, 3 Monaten und einem Jahr nach der Impfung ließ sich kein solcher Zusammenhang nachweisen. Zumindest für Tetanus- , Hepatitis B, oder die Grippe- Impfung kann damit Entwarnung gegeben werden.  In einer weiteren Studie, die  in der selben Ausgabe es NEJM veröffentlicht wurde, wurde bei einer großen Zahl von Frauen isoliert der Frage nachgegangen, ob es einen Zusammenhang zwischen Hepatitis B- Impfung und MS, sowohl beim ersten Auftreten, als auch bei neuen Schüben gibt. Diese Studie stützt sich auf die Beobachtung von  immerhin 121,700 Frauen seit 1976 und 116,671 Frauen seit 1989 bezüglich der Erstmanifestation einer MS. Bei der Analyse wurden 192 Frauen mit MS mit 645 vergleichbaren Frauen im Verlauf verglichen. Im Ergebnis gab es auch hier keinerlei Zusammenhang zwischen einer Hepatitis B- Impfung und neuen Schüben einer MS oder dem Auftreten einer MS. In einer Studie wurden 440 neu diagnostizierte MS- und Optikusneuritis Fälle aus den Jahren 1995-1999 darauf hin untersucht, ob bei den Patienten häufiger Impfungen (Grippe, Hepatitis, Tetanus, Masern Mumps Röteln) voraus gegangen waren als bei einer Kontrollgruppe.  Auch diese Studie gab für die Hepatitisimpfung und Grippeimpfung Entwarnung, für Tetanus sah es sogar so aus, als ob die Impfung einen Schutz darstellen würde.  In einer französischen Studie wurden 356 Kinder bis 2005 mit einer ersten entzündlichen ZNS- Erkrankung 5,8 Jahre nachbeobachtet. In dieser Zeit trat, bei 146 (41%) ein erneuter Krankheitsschub auf. Ein Zusammenhang zur  Hepatitis-, oder Tetanusimpfung bestand nicht. (Brain 2007 130: 1105-1110)

Trotz dem enormen Erfolg, den Impfungen in der Kontrolle und Ausrottung schwerwiegender Krankheiten in der Welt haben, überwiegen in der Öffentlichkeit weiter Ängste bezüglich der Impfungen. Ängste vor Nebenwirkungen - reale wie andere- begleiten Impfprogramme seit Einführung der Pockenimpfung. Besonders in unserer postmodernen Gesellschaft, sind Menschen besonders skeptisch gegenüber Impfungen geworden, was die Chancen zur Ausrottung mancher gefährlichen Krankheit gerade in den Industrienationen mindert. Wie anderswo, ist auch bei Impfungen die Wahrnehmung des Risikos  dort besonders groß, wo es sich um eine Folge einer menschlichen Handlung handelt. Dies im Gegensatz zu den Gefahren, die durch ein Naturereignis oder den Gefahren durch einen natürlich vorkommenden Krankheitserreger.

Bei vielen Krankheiten wie der Multiplen Sklerose ist die Ursache noch nicht bekannt. Wenn breitere Bevölkerungsschichten geimpft werden, ist es unvermeidlich, dass auch im Zusammenhang mit einer Impfkampagne bei solchen häufigen Erkrankungen Schübe oder Erstmanifestationen beobachtet werden. Es ist verständlich, dass die Betroffenen wie auch möglicherweise die behandelnden Ärzte aus dieser möglicherweise zufälligen Abfolge einen Zusammenhang  vermuten. Besonders bei immunologischen Erkrankungen wie der MS wäre ein solcher Zusammenhang (über eine Stimulierung des Immunsystems) auch denkbar. Er ist auf jeden Fall abklärungsbedürftig. Nur größere und längerfristige Studien wie die jetzt veröffentlichten können dabei sichere Entwarnung geben. Gerade bezüglich des Immunsystems gibt es viele absurde Vorstellungen unter Laien. So sind immerhin 25% der Bevölkerung der der Meinung, dass häufige Impfungen bei Kindern das Immunsystem schwächen. Ebenso viele gehen davon aus, dass Kinder zu häufig geimpft werden. Eindeutige Hinweise, dass Grippe- oder Hepatitis- Impfungen bei MS Schaden anrichten fehlen. Schwere Allgemeininfekte verschlimmern eine MS, auch unter diesem Gesichtspunkt erscheint impfen gerade bei MS sinnvoll. Vorurteile gegen Impfen sind besonders in wohlhabenden Kreisen häufig geworden. Nicht nur bei Kindern schadet dies im Einzelfall wie der Allgemeinheit.

Aktuellen Impfempfehlungen werden am besten direkt beim Robert-Koch-Institut  nachgesehen.

 

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