Rückenmark Das Rückenmark ((engl.) spinal cord; Abk. RM; Medulla spinalis) ist das zentrale Nervenbündel, das die
Information von und zum Gehirn und in den Körper bringt. Es ist der im Wirbelkanal der Wirbelsäule eingeschlossene Teil des zentralen
Nervensystems
Die zentrale, im Querschnitt schmetterlingsförmige graue Substanz des RM (Substantia grisea) gliedert sich in Hintersäule (Columna dorsalis), Vordersäule (Columna ventralis) u. Seitensäule (Columna lateralis, nur im Bereich von C8-L1/2) u. ein zentrales Verbindungsstück, die Kommissur, mit dem Zentralkanal. Die graue Substanz enthält die Nervenzellen mit ihren Verzweigungen. Die weiße Substanz (Substantia alba) umgibt mantelartig die graue Substanz u. besteht im wesentl. aus markhaltigen Nervenfasern. Sie wird durch die vorderen u. hinteren Wurzeln der Spinalnerven unterteilt in Hinterstrang (Funiculus dorsalis), Seitenstrang (Funiculus lateralis) u. Vorderstrang (Funiculus ventralis). Innerhalb der Funiculi sind die Fasern zu Bündeln (Tractus) zusammengefasst. Es weist im Bereich des Abgangs der Extremitätennerven zwei Anschwellungen auf: Intumescentia cervicalis bzw. Intumescentia lumbosacralis. Vgl. Segment, spinales. Physiol.: Das RM hat zwei Aufgaben: 1. als selbständiger nervöser Zentralapparat dient es dem Zustandekommen der Reflexe (sog. Reflexorgan); 2. als Leitungsapparat verbindet es die höher gelegenen Teile des ZNS (verlängertes Mark u. Gehirn) mit dem peripheren Nervensystem (sog. Leitungsorgan).
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