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Schwindel
Seite 7
Schwindel als erstes
Symptom eines drohenden Schlaganfalles oder einer
Basilaristhrombose
Glücklicherweise eine sehr seltene Ursache des
Schwindels. In der Rotterdam Studie gaben aber immerhin 6% der
Patienten, die eine
TIA =Transitorische ischämische Attacke (Vorbote eines Schlaganfalls) mit
fokalem neurologischem Defizit hatten, einen Drehschwindel an, 3% gaben
Doppelbilder an, von den Patienten mit unspezifischen Symptomen einer
TIA gaben 19% auch einen diffusen Schwindel an.
JAMA.
2007;298(24):2877-2885
ABSTRACT.
In Notfallambulanzen haben etwa 3% der
Schwindelpatienten einen Schlaganfall.
Drehschwindel,
aber auch
ein
diffuses
Schwindelgefühl,
Kopfschmerzen,
Erbrechen,
Doppelsehen,
Sehverlust
nach einer
Seite,
Verschwommensehen,
Ataxie,
Taubheitsgefühle
einer oder
beider
Köperhälften,
Lähmungen
einer oder
beider
Köperhälften
können auf
eine
Durchblutungsstörung
im
hinteren
Hirnkreislauf
hinweisen. Am häufigsten leiden Patienten mit Schlaganfällen im unteren
Hirnstammbereich (Medulla, ponto-medullärer Hirnstamm) unter Drehschwindel,
ursächlich ist die Mitschädigung des Vestibulariskerns und/oder der hier im
Hirnstamm verlaufenden Abschnitte des N. vestibularis. Bei Patienten mit
pontinen, ponto-mesenzephalen und mesenzephalen Infarkten ist Drehschwindel
deutlich seltener. Isolierter (meist Dreh-)Schwindel kann sowohl
Kleinhirninfarkten als auch dem lebensgefährlichen akuten
Basilarisverschluss vorausgehen. Selten kann
bei einem Hirnstamminfarkt direkt am Eintritt des 8. Hirnnerven bei der
Untersuchung des Kopfes ein Befund einer peripheren Vestibularisschädigung wie
bei der Neuronitis vorliegen, allerdings dann fast immer mit anderen
neurologischen Ausfallserscheinungen (andere
Hirnnervensymptome,
Hornersyndrom,
Lähmungen,
Sensibilitätstörungen,
Sprechstörungen,
Ataxie..). Nur wenn solche
neurologischen Symptome vorliegen ist eine Kernspintomographie und/oder eine
dringliche Einweisung auf eine Strokeunit erforderlich. Wenn Risikofaktoren für
einen Schlaganfall vorhanden sind und bei alten Patienten muss die
Unterscheidung zum Schlaganfall besonders sorgfältig vorgenommen werden. In
dieser Gruppe sollen bis zu 25% der Patienten, die einen akuten Drehschwindel
haben einen Schlaganfall haben. Akute Kleinhirninfarkte können selten eine
Hirndrucksymptomatik hervorrufen, um diese Patienten rechtzeitig zu erkennen ist
immer eine sorgfältige neurologische Untersuchung erforderlich. Sofortige
therapeutischen Konsequenzen sind hier oft lebenswichtig. Schwankschwindel
und ungerichteter Schwindel können auch bei Schlaganfällen auftreten, sind aber
unspezifisch auch bei vielen anderen Erkrankungen vorhanden und auch nicht
hinweisend auf eine spezielle Lokalisation der Hirndurchblutungsstörung.

Die
beiden aus
der
Arteria
subclavia
hervorgehenden
Arteriae
vertebrales
verlaufen
durch die
Halswirbelsäule
zum
Schädel,
sie
vereinigen
sich am
Hirnstamm
zur
Arteria
basilaris.
Die
Arteria
basilaris
verläuft
auf dem
vorderen
Hirnstamm
aufgelagert.
Aus ihr
gehen die
hinteren
Hirnarterien
(A.posteriores)
ab und sie
mündet
dann in
den
Circulus
arteriosus
Wilisii.
Das
Versorgungsgebiet
Arteriae
vertebrales
bzw.
Arteria
basilaris
nennt man
auch das
vertebrobasiläre
Versorgungsgebiet,
gemeint
sind also
die
Hirngebiete
die von
diesen
Gefäßen
versorgt
werden. Es
handelt
sich dabei
insbesondere
um dem
Hirnstamm
(Medulla
oblongata
(verlängertes
Rückenmark),
Pons
(Brücke),
und das
Mittelhirn),
das
Kleinhirn
(Cerebellum),
die
Occipitallappen
(Hinterhauptslappen
mit der
Sehrinde),
die
hinteren
Temporallappen
(Schläfenlappen),
und den
Thalamus.
Die
Ursachen
für
Durchblutungsstörungen
im
hinteren
Hirnkreislauf
sind
prinzipiell
die selben
wie im
vorderen
Hirnkreislauf.
Embolien
kommen vom
Herz, der
Aorta, und
den
Vertebralarterien
wie der
Basilararterie.
Vertebralarterien
und
Basilararterie
können
arteriosklerotisch
eingeengt
sein
(besonders
häufig am
Abgang von
der A.
subclavia),
eine
Minderdurchblutung
kann dann
ebenso wie
eine
Dissektion
dieser
Arterien
zu einer
TIA oder
einem
Schlaganfall
führen.
Seltener
sind
Migräne,
Fibromuskuläre
Dysplasien,
angeborene
Gerinnungsstörungen
und
Drogenmissbrauch
die
Ursache
eines
Schlaganfalls
im
hinteren
Stromkreis.
Posteriorinfarkte
führen oft
zur
Hemianopsie
für das
Gesichtsfeld
der
gegenüberliegenden
Seiten auf
beiden
Augen.
Manchmal
sind
Gefühlsstörungen
auf der
gegenüberliegenden
Köperhälfte
mit
vorhanden.
Bei
Durchblutungstörungen
im Bereich
der
rechten
Arteria
cerebri
posterior
kommt es
häufig zum
Neglekt
und zur
Desorientierheit,
linksseitig
zu
Schwierigkeiten
beim Lesen
und beim
Benennen
von
Farben.
Beidseitige
Posteriorinfarte
verursachen
häufig
beidseitige
Gesichtsfelddefekte
bis hin
zur
kortikalen
Blindheit,
schwere
Störungen
des
Kurzzeitgedächtnisses
und starke
Unruhe.
Infarkte
des oberen
Mittelhirns
und des
Thalamus
führen oft
zu
Schläfrigkeit, Stupor;
schweren
Störungen
des
Kurzzeitgedächtnisses,
engen
schlecht
reagierenden
Pupillen
und
Störungen
der
vertikalen
Blickbewegungen.
Hirstamminfarkte
führen
ansonsten
zu
Hirnnervenlähmungen,
je nach
Höhenlokalisation
der
Durchblutungsstörung
und zu
Gefühlsstörungen
oder
Lähmungen
auf der
gleichseitigen
Köperhälfte
manchmal
auch
beider
Körperhälften.
Ein
typisches
Beispiel
ist das
Wallenberg-Syndrom
bei
einseitigem
Infarkt im
Bereich
der dorso-lateralen
Medulla
oblongata
(seitliches
und
hinteres
verlängertes
Mark) bei
Durchblutungsstörung
im Bereich
der
Arteria
cerebelli
posterior
inferior.
Es kommt
zu
Drehschwindel
und
Fallneigung
zur Seite
der
Schädigung,
Hemiataxie
auf der
Seite der
Schädigung,
einer
dissoziierten
Empfindungsstörung
mit
Minderung
des
Schmerz-
und
Temperaturempfindens
auf der
Gegenseite
und einer
Minderung
der
Oberflächensensibilität
auf der
Seite der
Schädigung.
Hinzukommen,
Nystagmus,
Schluckstörung,
heiserer
Stimme,
Horner-Syndrom(
Miosis,
Ptosis und
Enpohthalmus)
auf der
Seite der
Schädigung.
Vegetative
Symptome
wie
schneller
Puls,
Atemschwierigkeiten
oder
schwer
kontrollierbarer
lange
anhaltender
Schluckauf
können
dazu
kommen.
Vertebralarterien-
Dissektionen
kommen
nach
Manipulationen
an der
Halswirbelsäule,
Traumen
aber am
häufigsten spontan
ohne
erkennbaren
Grund
vor. Eine
Veranlagung
ist
wahrscheinlich.
Mehrere
Gefäße
können
gleichzeitig
betroffen
sein. Vertebralarterien-
Dissektionen
verursachen
Schmerzen
im
hinteren
Nacken
oder
Hinterkopf,
die in die
Schultern
ausstrahlen.
Es kommt
zu einem
diffusen
Hinterkopfschmerz,
Schwindel,
Doppelbildern.
Es kann zu
Zeichen
eines
Infarktes
der
hinteren
Medulla
oblongata,
der Brücke
oder des
Kleinhirns
kommen,
auch
Subarachnoidalblutungen
kommen
vor. Die
Prognose
ist bei
knapp 90%
der
Patienten
sehr gut. Die
Dissektion
kann
wiederholt
auftreten,
sie macht
nicht
immer
Symptome
und wird
vermutlich
auch
häufig
übersehen.
Kleinhirninfarkte lassen im Computertomogramm schlecht darstellen. Bei
Verdacht ist immer eine Kernspintomographie indiziert. Im Gegensatz zu
Großhirninfarkten führen Schlaganfälle, die das Kleinhirn betreffen auch
häufiger zu Kopfschmerzen. Insbesondere andere Schwindelerkrankungen können mit
Kleinhirninfarkten verwechselt werden. Etwa 10% der Patienten mit
Kleinhirninfarkten haben nur einen Drehschwindel ähnlich der
Vestibularisneuritis. Einfacher ist die Diagnose wenn andere Kleinhirn und
Hirnstammsymptome mit vorhanden sind. Insbesondere auch die Untersuchung der
Augenbewegungsstörungen kann klinische Hinweise geben.
| |
Arteria cerbelli posterior inferior
|
Arteria cerbelli anterior inferior
|
Arteria cerbelli
superior |
| entspringt meist aus |
A. vertebralis |
proximale oder mittlere A. basilaris |
distale A. basilaris |
| Hirnstammstrukturen die von der Arterie
mitversorgt werden |
Posterolaterale Medulla: Hirnnervenkerne
(V, VIII
[vestibularis], IX, X) und Faszikel (IX, X); Sympathikustrakt; Tractus
spinothalamicus, unterer Kleinhirnschenkel |
Posterolaterale Pons: Hirnnervenkerne
(V,
VII, VIII [vestibularis, cochlearis]) und Faszikel
(VII, VIII); Sympathikustrakt; Tractus spinothalamicus, mittlerer
Kleinhirnschenkel |
Posterolaterales Mittelhirn (und obere
laterale Pons): Hirnnervenkerne (IV, V) und Faszikel (IV);
Sympathikustrakt; Tractus spinothalamicus,; medialer Lemniscus; oberer
Kleinhirnschenkel |
| Cerebelläre und distale Strukturen die
von den größeren Ästen versorgt werden |
Posteroinferiores Cerebellum, einschl.:
inferiorer Wurm (einschl. uvula, nodulus); Paraflocculus |
Anteroinferiores Cerebellum, einschl.:
Flocculus. Innenohr: vestibuläres Labyrinth; Cochlea |
Oberes Cerebellum, einschl.: oberer
Wurm; Nucleus dentatus |
| Hauptsächliche neurologische Ausfall-
Symptome |
Isoliertes akutes vestibuläres Syndrom
ohne Hörverlust (pseudo-vestibuläre Neuritis) |
Isoliertes akutes vestibuläres Syndrom
ohne Hörverlust (Pseudo-labyrinthitis) |
Akute Gang und/oder Körperstamm
Instabilitäüt mit Dysarthrie (Pseudointoxikation);
Übelkeit oder Erbrechen (Pseudo-gastroenteritis) |
| Hinweisende neurologische Befunde |
Laterales Medullasyndrom: hemifaziale
Analgesie;
unilateral fehlender Mandibularrabsent Kieferreflex; Gaumensgellähmung,
Stimmbandlähmung, Hornersyndrom; Hemianalgesie; halbseitige
Gliedmaßenataxie; Dysmetrie Vertebralarterien Syndrom:
Lähmung des 12. Hrnnerven, halbseitige Sensibilitätsstörung,
Hemiplegie oder Tetraplegie |
Laterales Ponsssyndrom: hemifaziale
Sensibiliätsstörung, periphre Fazialisparese;
Hornersyndrom; Hemianalgesie
albseitige
Gliedmaßenataxie; Dysmetrie. Mittleres Basilarissyndrom:
Sopor oder Koma; Lähmung des 6. Hrnnerven, oder internukleäre
Ophthalmoplegie; horizontale Blickparese, halbseitige
Sensibilitätsstörung, Hemiplegie oder Tetraplegie |
Laterales Mittelhirnsyndrom: Lähmung des
4. Hrnnerven; hemifaziale Sensibilitätsstörung,
Hornersyndrom; halbseitige Sensibilitätsstörung; halbseitige
Gliedmaßenataxie; Dysmetrie. Basilarisspitzensyndrom:
Beeinträchtigung von Gedächtnis und Aufmerksamkeit,
Gesichtsfeldstörungen. Ptosis;Lähmung des 3. Hrnnerven; vertikale
Blickparese;
Hemiplegie oder Tetraplegie |
| Modifiziert nach Jonathan A
Edlow, David E Newman-Toker, Sean I Savitz Diagnosis and initial
management of cerebellar infarction Lancet Neurol 2008; 7: 951–64 |

Patienten
mit akuten
Durchblutungsstörungen
im
vertebrobasilären
Versorgungsgebiet
gehören
sofort in
eine
Stroke
unit =
Schlaganfall-Behandlungsstation.
Manchmal
ist dann
eine
Lysebehandlung
möglich,
die den
Thrombus
der das
betroffene
Gefäß
verstopft
auflöst. In der Regel machen intrakranielle Stenosen im vertebrobasilären Kreislauf ebenso wie emboligene
Herzerkrankungen eine Antikoagulation erforderlich; Stenosen der
Vertebralisabgänge können operativ saniert werden. Flüchtige
Durchblutungsstörungen im Versorgungsgebiet der vorderen unteren
Kleinhirnarterie führen aufgrund der anatomischen Gegebenheiten offensichtlich
häufiger zu Symptomen von Seiten der A. vestibularis anterior mit isolierter
Schwindelsymptomatik. Wie auch andere transitorisch- ischämische Attacken hält
diese Symptomatik oft nur wenige Minuten an und weist auf arteriosklerotische
Veränderungen in vorgeschalteten Gefäßabschnitten bzw. auf eine kardiale
emboligene Erkrankung hin. Gedacht werden sollte an die vertebrobasiläre
Gefäßerkrankung bei Patienten mit entsprechenden Gefäßrisikofaktoren bzw.
kardialer Grunderkrankung und immer dann, wenn die klinische Untersuchung
Hinweise auf weitere Hirnstammsymptome ergibt. Während die
Elektronystagmographie mit Kalorik in der Differenzierung des peripheren
Vestibularisausfalles vom medialen Kleinhirninfarkt weiterhilft, kann auch bei
einer ischämischen Läsion des vestibulären Labyrinths wie beim peripheren
Ausfall eine kalorische Untererregbarkeit nachweisbar sein. In diesen Fällen ist
es vor allem die genaue klinische und elektrookulographische Analyse des
begleitenden Nystagmus sowie der Blickmotorik, welche in der
Differentialdiagnose weiterhilft. Sobald sich Befunde dokumentieren lassen, die
durch einen peripheren Vestibularisausfall nicht zu erklären sind (ataktische
Blickfolgebewegungen, richtungswechselnder Blickrichtungsnystagmus, sakkadierte
Blickfolge), sollte eine kraniale Magnetresonanztomographie zum
Ausschluss
ischämischer Läsionen durchgeführt werden.
Die
operative
Behandlung
von
Einengungen
der
Arteriae
vertebrales
ist in den
Händen
eines
darin
erfahrenen
Chirurgen
nur mit
einer
geringen
Komplikationsrate
belastet,
allerdings
gibt es
bisher
keine
Studien
die
eindeutig
einen
Nutzen des
Eingriffs
nachweisen.
Die
frühere
Annahme,
dass fast
die Hälfte
aller
Patienten
mit einem
Hirninfarkt
im vertebrobasilären
Versorgungsgebiet
sterben
ist
unzutreffend
und
beruhte
auf der
Auswahl
von
ausschließlich
Patienten
mit
schweren
neurologischen
Ausfallserscheinungen.
In einer
Studie mit
284
Patienten
mit
Hirninfarkten
im vertebrobasilären
Versorgungsgebiet
hatten
nach 30
Tagen
78.7%
keine oder
eine
geringe
Behinderung,
es starben
1.9% an
den
Schlaganfallfolgen,
insgesamt
starben
3.6%.
(Stroke.
2000;31:2011.)
Über viele Jahre war die Diagnose Schwindel bei
vertebrobasilärer
Insuffizienz bzw. vaskulärer Schwindel bei Hirnarteriosklerose eine der
häufigsten diagnostischen Einordnungen, oft im Sinne einer
Verlegenheitsdiagnose. Von den Gegnern dieser Diagnose wurde zu Recht darauf
hingewiesen, dass Ischämien im hinteren Hirnkreislauf in der Regel nicht nur zu
Schwindel, sondern auch zu anderen Symptomen von Seiten der Hirnnerven, der
langen Bahnen, des Kleinhirns und der Okulomotorik führen.
Bei Fehlen
neurologischer
Symptome
im engeren
Sinn ist
ein
diffuser
Schwindel
oder ein
Benommenheitsgefühl
nur sehr
sehr
selten ein
Hinweis
auf
Durchblutungsstörungen
im
vertebrobasilären
System.
Eine
Einengung
der
Vertebralarterien
kann
vorübergehende
Drehschwindelattacken
auslösen,
diese sind
allerdings
fast immer
von
anderen
neurologischen
Symptomen
im engeren
Sinn,
meist
Hirnsstamm
oder
Kleinhirnsymptomen
begleitet.
Isolierter
anhaltender
Drehschwindel
geht fast
nie auf
eine
Durchblutungsstörung
der
Vertebralarterien
zurück.
Nur sehr
selten
führt bei
Diabetikern
ein
Verschluss
des
kleinen
Gefäßes
dass das
Innenohr
versorgt
zu
einseitigem
Hörverlust
und
Drehschwindel
als erstes
Symptom
eines
drohenden
Hirnstamminfarktes. Für die Diagnose
einer vertebrobasilären Ischämie wird gefordert, dass neben dem Symptom
Schwindel wenigstens ein weiteres, diesem Gefäßgebiet zuzuordnendes Symptom
vorhanden ist. Plötzlich einsetzender Drehschwindel, Doppelbilder, Sehstörungen,
Störungen der Zungenmotorik, Schluckstörungen, Schwäche an den Armen und/oder
Beinen, Gangunsicherheit mit Fallneigung und/oder Gefühlsstörungen sind
verdächtig auf eine Durchblutungsstörung. Diese müssen wegen der Gefahr einer
bleibenden Schädigung des Gehirns immer sofort untersucht und behandelt werden.
Basilaristhrombose oder Verschluss
Ein akuter Verschluss der A. basilaris (BA) kann durch eine Embolie oder durch
thrombotische Auflagerungen bei vorbestehender Arteriosklerose entstehen.
Unbehandelt ist die Basilaristhrombose mit einer Letalität von 80–90 % behaftet.
Kann durch eine thrombolytische Therapie eine Rekanalisation des Verschlusses
erreicht werden, sinkt die Mortalität auf etwa 50 %. Ob eine thrombolytische
Therapie systemisch oder lokal (intraarteriell) erfolgen sollte, kann derzeit
noch nicht entschieden werden.
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- L. Marquardt, W. Kuker, A. Chandratheva, O.
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