Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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Glossar Psychiatrie / Psychosomatik / Psychotherapie / Neurologie / Neuropsychologie
 

Metabolisches Syndrom

zu Typ-2-Diabetes führende Veränderungen im Kohlehydratstoffwechsel, Übergewicht, erhöhte Harnsäurespiegel, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte. Das metabolische Syndrom ist eine Folge des Übergewichtes. In den Entstehungsbedingungen spielt hauptsächlich die Insulinresistenz eine Rolle, daneben der Überfluss an Fettsäuren. Entzündliche Prozesse spielen ebenfalls eine Rolle. .Die Definition des Metabolischen Syndroms ist bisher nicht einheitlich. WHO 1999: Diabetes oder erhöhter Nüchterblutzucker bzw. pathologischer Glukosetoleranztest oder Insulinresistenz (Hyperinsulinämie) und 2 der folgenden Kriterien : Adipositas: BMI 30 oder Taillenumfang zu Hüftumfang 0,9 (Männer) oder 0,85 (Frauen), Dyslipidämie: Triglyzeride 1,7 mmol/L oder HDL Cholesterin 0,9 (Männer) oder 1,0 (Frauen) mmol/L, Hypertonus: Blutdruck 140/90 mm Hg, Mikroalbuminurie: Albuminausscheidung 20 g/min. European Group for the Study of Insulin Resistance, 1999: Insulinresistenz—Hyperinsulinämie: Über 25% des Nüchterninsulins, euglykämische Werte einer nichtdiabetischen Population Plus 2 oder mehr der folgenden Kriterien: Zentrale Adipositas obesity: Taillenumfang 94 cm (Männer) oder 80 cm (Frauen) Dyslipidaemie: Triglyzeride 2,0mmol/L oder HDL Cholesterin 1,0 Blutdruck 140/90 mm Hg, oder medikamentöse Behandlung des Hochdrucks, Nüchternblutzucker über 6, 1 mmol/L. ATP III, 2001: 3 oder mehr der folgenden Kriterien: Taillenumfang 102 cm (Männer) oder 88 cm (Frauen) Dyslipidämie: Triglyzeride 1,7 mmol/L niedriges LDL Cholesterin 1,0 (Männer) oder 1,3 (Frauen) mmol/L Hypertonus: Blutdruck 135/85 mm Hg, oder medikamentöse Behandlung des Hochdrucks, Nüchternblutzucker über 6, 1 mmol/L. Internationale Diabetes-Föderation (IDF)-Definition: zentrale Adipositas Männer mit europäischem Hintergrund mit einem Taillenumfang von > 94 cm, Frauen > 80 cm und 2 von 4 der folgenden Triglyzeride über 150 mg/dl, HDL-Cholesterin unter 50 mg/dl bei Frauen, unter 40 mg/dl bei Männern, Hypertonie, mindestens 130 mmHg systolisch oder 85 mmHg diastolisch, Nüchternplasmaglukose von min­destens 100 mg/dl oder Typ-2-Diabetes.

In unseren westlichen Industrieländern tritt durch Überernährung, fettes Essen, mangelnde körperliche Bewegung, erhöhtem Salz-, Zucker-, Kaffee-, Fleisch-, Alkohol- und Nikotinkonsum gehäuft eine Stoffwechselstörung auf, die früher auch als Wohlstandssyndrom bezeichnet wurde. Gemeint ist eine Kombination von Bauchfettsucht (abdominelles Übergewicht mit erhöhten Taille-Hüfte-Quotienten auf (Normalbereich Frauen < 0,85, Männer < 1,00 oder Gürtelweite über 94 cm für Männer), Glukoseintoleranz (Nüchternblutzucker > 100 mg/dl oder > 110 mg/dl )/ oder manifestem Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechselstörung (HDL-Cholesterin < 40 mg/dl, Triglyzeride>150 mg/dl, LDL-Cholesterin > 150 mg/dl) und essenziellem Hypertonus (Blutdruck > 130/85 mmHg oder > 140/90 mmHg). Wenn 2 der klinischen Erkrankungen vorliegen ist meist von einem inkomplettem Metabolischen Syndrom die Rede, bei vier oder mehr von komplettem Metabolischen Syndrom. Die diagnostischen Kriterien der NECP und der WHO unterscheiden sich graduell, es besteht auch sonst keine Einigkeit über die jeweiligen Grenzwerte im Einzelnen.

Das Syndrom wurde früher auch als Syndrom X oder tödliches Quartett bezeichnet. Übergewicht begünstigt dabei Bewegungsmangel und Bewegungsmangel führt zu Übergewicht (insbesondere Bauchfettsucht). Dieser Kreislauf geht dem manifesten Diabetes um Jahre voraus. Bei den Betroffenen besteht zusätzlich eine Veranlagung zur mangelhaften Insulinwirkung (Insulinresistenz-Syndrom). In Europa besteht bei 15% der nicht an einem Diabetes leidenden Bevölkerung ein Metabolisches Syndrom. In einer Studie in Südtirol fand sich bei 2/3 der Menschen mit Glukoseintoleranz, bei 84% der von Typ-2-Diabetes betroffenen, 53,5 % der Menschen mit Hypercholesterinämie, 84% der Menschen mit Hypertriglyzeridämie, 88% der Menschen mit niedrigem HDL-Cholesterin, 63% der Menschen mit Hyperurikämie und bei 58,% der Menschen mit einem Hypertonus ein Metabolisches Syndrom. Jeder einzelne Risikofaktor lässt deshalb das Vorhadensein der anderen Risikofaktoren vermuten. Menschen mit einem Metabolischen Syndrom haben ein erhöhtes Mortalitätsrisiko für alle Todesursachen insbesondere bezüglich kardiovaskulärer Erkrankungen. Dieses erhöhte Risiko besteht besonders für Männer bereits vor Auftreten eines manifesten Diabetes. (Jama 2002, 288,2709ff)

Übergewicht ist die häufigste Ursache von Diabetes Typ 2 (Altersdiabetes). Mehr Bewegung, weniger Essen kann häufig die Entwicklung eines manifesten Diabetes verhindern und den Stoffwechsel normalisieren. Wenn der eindeutige Diabetes m. abgewartet wird, ist es oft für die Heilung zu spät. Zeitige sportliche Aktivität und Reduktion der Kalorienzufuhr vermindert die Risiken. Die Hoffnung ist, mit der Diagnose eines Metabolischen Syndroms vorbeugende Behandlungsansätze zu finden um die weltweite Zunahme des Diabetes Typ 2 einzudämmen und auch die kardiovaskuläre Mortalität zu senken. BMJ 2003;327:61–2 Die Diabetes Prevention Research Group geht davon aus, dass ein mäßiger Gewichtsverlust von 5%–7% und eine mäßige Steigerung der körperlichen Aktivität um 150 Minuten/Woche das Diabetesrisiko der Übergewichtigen mit leichter Glukoseintolleranz um 14.5% innerhalb von 3 Jahren reduziert, NNT 6,9.CMAJ, APR. 27, 2004; 170 (9) 1391 Prävention bei Kindern und Jugendlichen ist dabei erfolgreicher als bei älteren Erwachsenen (eingefahrene Gewohnheiten). Ernährungsumstellung und Sport (vermehrte körperliche Aktivität bessern das metabolische Syndrom auch dann, wenn sie nicht zu einer Gewichtsreduktion führen, letztere ist allerdings anzustreben. Fettabsaugen und ähnliches hat allerdings keinen Effekt. Wesentlich ist die negative Energiebilanz. Die gesättigten Fettsäuren sollten reduziert werden, weniger Salz senkt den Blutdruck, die Reduktion von Nahrungsmitteln mit hohem glykämischem Index reduziert den Insulinbedarf und die Triglyzeride. Mehr Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, fettreduzierte Nahrungsmittel, ungesättigte Fettsäuren enthaltende Nahrungsmittel (Fisch, Mittelmeerkost..), reduzierter Alkoholkonsum helfen den meisten Patienten mit einem metabolischen Syndrom. Das metabolische Syndrom nimmt an Häufigkeit zu, es ist dabei ein wichtigerer Risikofaktor als das Rauchen zu werden. Ein metabolisches Syndrom erhöht auch das Demenzrisiko. Dieses beträgt etwa 1,24 für Bluthochdruck, 1,26 für Rauchen, 1,42 für die Hypercholesterinämie und 1,46 für Diabetes (1,0= durchschnittliches Risiko)..

Psychisch Kranke haben ein deutlich erhöhtes Risiko für ein metabolisches Syndrom. (Psychosomatics, December 1, 2006; 47(6): 491 - 497. [Abstract] [Full Text] [PDF]) In wie weit dies auf eine gemeinsame Veranlagung zurückgeht, oder sekundär aus Bewegungsmangel, Rauchen und Übergewicht resultiert ist weiter Gegenstand der Diskussion. Psychosom Med, March 1, 2006; 68(2): 213 - 216. [Abstract] [Full Text] [PDF]

In einer Gruppe ambulanter Schizophreniepatienten in Finnland hatten 37% ein metabolisches Syndrom. (J Clin Psychiatry 2003; 64:575–579) Depressionen und depressive Symptome sind ebenfalls mit einem metabolischen Syndrom assoziiert, jungen Frauen zwischen 17–39 Jahren mit einer Vorgeschichte einer Depression haben im Vergleich zur Altersgruppe ein deutlich erhöhtes Risiko für ein metabolisches Syndrom. (Psychosom Med 2004 66: 316-322. [Abstract] [Full Text) In einer Zwillingsstudie fand sich ebenfalls eine Korrelation zwischen depressiven Symptomen und einem metabolischen Syndrom. Psychosom Med 2003 65: 490-497. [Abstract] [Full Text] [Figures Only]

Die Behandlung mit Antipsychotika und Antidepressiva kann das metabolische Syndrom auslösen oder verschlimmern.

Wie oben aufgeführt, habe psychisch Kranke bereits primär ein erhöhtes Risiko für ein Metabolisches Syndrom. Bestimmte Medikamente können dieses Risiko weiter erhöhen. Insbesondere bestimmte atypische Antipsychotika wie Olanzapin oder Clozapin aber auch Antidepressiva, die Appetit steigernd sind, können von sich aus zur Entstehung eines metabolischen Syndroms beitragen oder die komorbid bestehende Veranlagung verschlimmern. Bei der Wahl der Medikamente ist deshalb auf dieses Risiko zu achten. Es gibt sowohl unter den Antipsychotika als auch unter den Antidepressiva Medikamente, die dieses Risiko weniger haben als andere, und die auch weniger eine Gewichtszunahme begünstigen. Mit zu berücksichtigen ist, dass das metabolische Syndrom nicht nur Folgeerkrankungen wie Diabetes oder koronare Hererkrankungen fördert und damit die Lebenserwartung verkürzt. Das metabolische Syndrom, verschlechtert auch die geistige Leistungsfähigkeit, unabhängig von der Ursache. Auch bei Schwangerschaften ist mit erhöhter Inzidenz von übergewichtigen Säuglingen zu rechnen.  Vorbeugend ist neben der Auswahl der Nahrungsmittel vor allem Bewegung und Sport sinnvoll. (siehe auch unter Sport und Depression). Durch die Hinzugabe des Biguanids Metformin lässt sich nach den bisherigen Daten vermutlich in vielen Fällen das medikamentös induzierte metabolische Syndrom verhindern. Aussagekräftige Langzeitstudien um diese Behandlungsoption in einer Nutzen/Risikoabwägung zu bewerten liegen bisher nicht vor. Laborbudgets und allgemeine Behandlungsbudgets verhindern  nicht selten eine ausreichende vorbeugende Überwachung. Eine signifikante Gewichtszunahme unter Medikamenten sollte aber immer ein Grund sein, auch den Blutdruck zu messen und Blutfette und Blutzucker zu kontrollieren.


 

Quellen / Literatur:

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