Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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Glossar Psychiatrie / Psychosomatik / Psychotherapie / Neurologie / Neuropsychologie
 

Kindesmissbrauch

Sexueller Missbrauch Definition: Sexuelle Handlungen mit Körperkontakt (insbesondere Brust- und Genitalbereich; sog. hands-on-Taten) sowie das Vorzeigen von pornographischem Material bzw. das Herstellen von pornographischen Fotos, Filmen etc. und der Exhibitionismus (hands-off-Taten) durch eine wesentlich ältere jugendliche oder erwachsene Person. Besonders zu berücksichtigen sind Handlungen unter Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen. Ausgenommen sind gleichrangige Liebesbeziehungen unter Jugendlichen und Heranwachsenden. Für jede Art von Vernachlässigung und Missbrauch gilt: Taten durch Bezugspersonen zeitigen in der Regel schwerere psychische Folgen als solche durch Fremdtäter, selbst wenn ausgeprägte Gewalt ausgeübt wurde. Die größte Gefahr für Gewalt und Misshandlung bei Kindern geht von ihren Eltern und direkten Bezugspersonen aus, nur vergleichsweise selten sind Fremde die Täter.

Sexueller Missbrauch gehört zu den schrecklichsten Verbrechen überhaupt. Schätzungsweise 150 Millionen Mädchen und 73 Millionen Jungen unter 18 Jahren werden nach Unicef sexuell missbraucht oder zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Zwischen 133 und 275 Millionen Kinder und Jugendliche sind weltweit jedes Jahr in ihren Familien Zeugen von gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die WHO hat Kindesmissbrauch inzwischen zu einem wichtigen Gesundheitsproblem weltweit erklärt. Die Folgen für das weitere Leben der Kinder sind oft katastrophal. Nach einer neuen Untersuchung werden 11% der Opfer sexuellen Missbrauchs später zu Tätern. Frühere Untersucher hatten teilweise wesentlich höhere Zahlen vermutet. Ein Phänomen das nicht überrascht. Auch für allgemeine körperliche Misshandlungen ist bekannt, wer als Kind geschlagen wird, hat ein höheres Risiko später seine Kinder zu misshandeln. Der Schrecken wird so von Generation zu Generation weitergegeben. In der Studie hatten 26 von 224 früheren Opfern im Verlauf von 7-19 Jahren selbst Kinder missbraucht, meist nicht innerhalb der eigenen Familie. Als Risikofaktoren wurde massive Verwahrlosung in der Kindheit, Mangel an Aufsicht, und Missbrauch durch eine Frau identifiziert. Die Opfer, die später zu Tätern wurden, waren auch in einem höheren Prozentsatz Zeuge massiver Gewalt in der Familie geworden, waren häufiger von ihren Eltern emotional abgewiesen worden, manche von ihnen hatten auch als Kinder schon Tiere gequält. Gewalt in der Familie gilt allgemein als ein wesentlicher Faktor für spätere Gewalttätigkeit und auch sexuellen Missbrauch. Auch ohne Missbrauch schadet eine Sexualisierung dem Selbstbild junger Frauen zu. Wenn Medien und Werbung eine Wertvorstellung implizieren, bei der sexuelle Attraktivität von jungen Frauen vor deren anderen Eigenschaften rangiert, führt dies zu einem negativen Einfluss auf die intellektuelle Entwicklung, körperliche und seelische Gesundheit und die gesunde sexuelle Entwicklung. Diese Sexualisierung unterminiert das Selbstbewusstsein und das Wohlgefühl im eigenen Körper, führt zu Selbstwertproblemen, Scham und Angst. So werden Essstörungen, Ängste und Depressionen besonders bei den heranwachsenden jungen Frauen gefördert. Stellungnahme der American Psychological Association zur Sexualisierung von Mädchen und jungen Frauen

Es gibt deutliche Unterschiede in den bleibenden Folgen für Opfer sexueller Straftaten je nach Art und Ablauf des Übergriffs. Dass sexueller Missbrauch von Kindern das Risiko psychischer Störungen massiv erhöht, ist unzweifelhaft. Eine große prospektive Untersuchung, die 1612 Kinder davon 1327 Mädchen mit nachgewiesenem sexuellem Missbrauch (ein hoher Prozentsatz mit nachgewiesener Penetration) als junge Erwachsene nachuntersuchte fand eindeutige Hinweise auf psychische Störungen als Folge des Missbrauchs bei den jungen Erwachsenen. 12.4% der sexuell missbrauchten Kinder waren als junge Erwachsene in psychiatrischer Betreuung im Vergleich zu nur 3.6% der Kontrollpersonen, bei den männlichen Opfern waren die Folgen in dieser Studie sogar gravierender hier waren 22.8% als junge Erwachsene in psychiatrischer Betreuung im Vergleich zu nur 10.2% der Kontrollpersonen. Verhaltensstörungen und Persönlichkeitsstörungen waren die häufigsten Folgen. Angst, Depression und posttraumatische Belastungsstörungen sind ebenfalls häufige Folgen. The British Journal of Psychiatry (2004) 184: 416-421 In einer Metaanalyse zeigten Menschen die insbesondere mehrfach mit Penetration sexuell missbraucht worden waren, eine deutlich erhöhte Häufigkeit von Kopfschmerzen, gastrointestinale und gynäkologischen Beschwerden und Angstsymptomen. Psychosomatic Medicine 67:906–915 (2005)

Nach Mullen 1997 ,soll bei nichtgewaltsamen sexuellen Übergriffen die große Mehrheit der Kinder keine Dauerschäden erleiden. Therapeutische Hilfen benötigen eher Kinder mit starken sexuellen Gewalterlebnissen, die ein hohes Maß an Angst und Ohnmacht haben. Aber auch hier ist genau abzuwägen, wie viel Hilfe zur Selbsthilfe das Kind benötigt und wünscht. Spezielle schützende Lebensfaktoren ließen sich in dieser Studie nicht finden. Interessant in der Forschung ist weiterhin, warum bestimmte Kinder (bis zu 44%) nach sexuellem Missbrauch keine gesundheitlichen oder psychischen Probleme entwickeln. Neben der Wiederholung des selbst erlittenen an den eigenen Kindern oder ausgelieferten Schutzbefohlenen scheint auch Erblichkeit eine Rolle zu spielen. In einer im letzten Jahr veröffentlichten Studie konnte nachgewiesen werden, dass sich die Erbanlagen von solchen Jugendlichen, die später selbst Täter werden von denen unterscheiden, die diesen Weg nicht wählten. Ein Gen, dass ein Enzym verschlüsselt, das den Neurotransmitter Monoaminooxidase A (MAOA) kodiert scheint dabei eine Schlüsselrolle zu spielen. Die Monoaminooxidase spielt eine Rolle im Abbau der Neurotransmitter Serotonin, Noradrenalin und Dopamin. Wie erfolgreich Behandlungsprogramme dahingehend sind, zu verhindern, dass aus Opfern Täter werden ist weiter umstritten. Vorbeugender Opferschutz, Kinder zu mehr Selbstbewusstsein zu erziehen und ihnen beizubringen gefährliche und gefährdende Situationen zu erkennen, scheint bisher in der Verhütung effektiver zu sein. Krug EG, Dahlberg LL, Mercy JA, Zwi AB, Lozano R, eds. World report on violence and health. Geneva: WHO, 2002: http://www5. who.int/violence_injury_prevention, Caspi A, McClay J, Moffitt TE, et al. Role of genotype in the cycle of violence in maltreated children. Science 2002; 297: 851-54. [PubMed], David Skuse et al, Development of sexually abusive behaviour in sexually victimised males: a longitudinal study Lancet 2003; 361: 471-76 [Full Text] [PDF

Risikofaktoren für Kindesmisshandlung
Fürsorgepersonen, Eltern Vorgeschichte mit Kriminalität oder Dissozialer Persönlichkeit, unrealistische Erwartungen an das Kind, falsche Vorstellungen über Kindererziehung oder allgemein von der Kindesentwicklung, Substanzmissbrauch,
Kind Verhaltensstörungen, schwächliches krankes Kind, nicht biologischer Abkömmling der Eltern, Frühreife, spezielle Bedürftigkeiten
Familie und Umwelt hohe Arbeitslosigkeit in der Wohngegend, Gewalt in der Partnerschaft der Eltern, Armut, soziale Isolation, mangelnde soziale Unterstützung

Körperliche Kindesmisshandlung ist nach den Leitlinien definiert als direkte Gewalteinwirkung auf das Kind durch Schlagen, Verbrennen, Verätzen, Schütteln, aber auch die Schädigung durch Intoxikation eines Kindes. Jugendämter geben bei Gericht nach einer Untersuchung (Münder, J., Mutke, B., Schone, R. 2000) wenn es um das Sorgerecht geht als zentrales Gefährdungsmerkmal seelische Misshandlung in 12,6%, körperliche Misshandlung in 6,6 %, sexuellen Missbrauch in 7,9%, Eltern-Konflikte in 4,1% an. Den Verdacht auf schwere körperliche Kindesmisshandlung wecken oft die Verteilung der Läsionen, bzw. ein typisches Muster, wie erkennbare Bisse oder Prellungen mit eindeutigem Muster einer Erwachsenenhand, bei Verbrennungen klar abgrenzbare Ränder und mehrere Verbrennungen mit der selben Tiefe, Handschuh oder Sockenförmige Verteilung von Verbrühungen, allgemein Verletzungen in verschiedenen Heilungsstadien, multiple ältere Knochenbrüche, der Bericht über einen unwahrscheinlichen Unfallmechanismus, der nicht zur Verletzung oder deren Ausmaß passt. Gedacht werden muss auch an das Münchhausen by proxi Syndrom. Bei Verdacht auf Verbrennungen, Verbrühungen oder Folgen von Schlägen bei Kindern müssen Hautkrankheiten, Gerinnungsstörungen, bestimmte genetische Ursachen wie Ehlers-Danlos Syndrom, Purpura Schönlein-Henoch, Mongolen Flecken, Unfälle, bestimmte kulturelle Praktiken, eine Dermatitis, Hautinfekte, ein Stevens-Johnson Syndrom als Ursache von Hautveränderungen ausgeschlossen werden. Bei Knochenbrüchen muss auch erwogen werden, dass tatsächliche Unfälle ursächlich sein können, daneben können alte Knochenbrüche von Geburtstraumen herrühren. Eine angeborene Syphilis kann Knochenbrüche begünstigen, Daneben kommen Leukämien, Osteogenesis imperfecta, Osteomyelitis, Vitamin D- Mangel mit Rachitis, etc. in Betracht.

Am schwierigsten nachzuweisen ist ein emotionaler Missbrauch von Kindern. Emotionale Vernachlässigung (Deprivation) ist nach den Leitlinien definiert als ein nicht hinreichendes oder ständig wechselndes und dadurch nicht ausreichendes emotionales Beziehungsangebot. Emotionaler Missbrauch selbst ist nicht exakt definiert. Verhaltensauffälligkeiten der Kinder oder beobachtete Auffälligkeiten im Verhalten der Eltern zu den Kindern können Hinweise sein. Bei sozialem Rückzug, Aggressivität der Kinder, Essstörungen, Entwicklungs- und Wachstumsverzögerungen, Ängsten und Depressionen der Kinder sollte daran gedacht werden. Besonders daran zu denken ist bei Weglaufen der Kinder. In jüngerer Zeit werden in den Medien immer wieder Fälle von allgemeiner Vernachlässigung mit Todesfolge berichtet. Kinder die verhungern und verdursten, deren Mütter sie einfach alleine lassen. Oft aber bei weitem nicht immer hat hier zuvor per Definition eine körperliche Kindesmisshandlung in der Vorgeschichte vorgelegen.

Werden Kinder nach (meist wiederholtem und längeren) Misshandlungen, Missbrauch, Vernachlässigung in eine Pflegefamilie gegeben und dann nach 1-2 Jahren wieder zu den leiblichen Eltern zurück gebracht, kommt es in 25-40% der Fälle trotz entsprechender Unterstützung zu erneuter Misshandlung bzw. Vernachlässigung nach einer Rückführung von Kindern, die zuvor aufgrund einer Kindeswohlgefährdung in der Herkunftsfamilie in einer Pflegefamilie
untergebracht waren. Solche Familien bedürfen damit der länger dauernden Unterstützung und Überwachung. Je schwerer die Misshandlung und Traumatisierung des Kindes umso weniger sinnvoll ist es in solchen Fällen, die Kinder überhaupt zu den Eltern wieder in Obhut zu geben. Frühzeitige eindeutige Entscheidungen über den dauerhaften Verbleib des Kindes können in schweren Fällen von Misshandlung und Traumatisierung des Kindes und/oder dissozialer Persönlichkeit der Eltern für alle Beteiligten nur hilfreich sein. (Kindler, Praxis der Rechtspsychologie 14 (2), 2004)

Die Diskussion um dieses Thema ist weiter sehr kontrovers. Unzweifelhaft ist, dass Kindesmissbrauch nicht selten ist. Ebenso unzweifelhaft ist, dass er schlimme Folgen haben kann. Leider ebenso wahr ist, dass es auch einen Missbrauch des Missbrauchs in Scheidungsverfahren, Arbeitsgerichtsprozessen wie zur Erlangung anderer Vorteile gibt. Die Folgen falscher (manchmal sogar massenhafter) Verdächtigungen können für die Betroffenen ebenso gravierend sein, wie die Missbrauchsfolgen für tatsächliche Opfer. Es handelt sich also um ein sehr schwieriges Thema, das zwar öffentlicher Diskussion bedarf, eine Veröffentlichung von verdächtigen Tätern vor Beweise vorliegen, macht allerdings die Betroffenheit unglaubwürdig, und Sensationshunger oder andere Motive wie Rache wahrscheinlicher. Erwachsene und Kinder, die einen traumatischen Vorfall erleben, können später eine psychiatrische Krankheit bekommen, die posttraumatische Belastungsstörung oder PTBS. Eine der hervorstechendsten Merkmale einer PTBS besteht, dass die Betreffenden immer wieder von den qualvollen Erinnerungen an das schreckliche Ereignis überfallen werden: Es ist noch nie beobachtet worden, dass PTBS-Patienten entscheidende Aspekte des Traumas aus dem Bewusstsein verbannt hätten. Dies gilt für Vietnam-Veteranen wie für Menschen, die in Konzentrationslagern gewesen sind. Auch Kinder, die Zeugen der Vergewaltigung ihrer Mutter oder des Mordes an einem Elternteil wurden, haben die traumatische Erinnerung nicht abgewehrt. Die verfügbaren Feldstudien über die Art, wie Menschen mit schlimmen Traumen umgehen, deuten nicht auf Verdrängung hin. Wenn die Idee des sexuellen Missbrauchs erst im Verlauf einer Psychotherapie entsteht, bleibt die Frage offen, ob es sich um tatsächliche Erinnerungen oder um vom Therapeuten induzierte Phantasien handelt. Bei sog. dissoziativen Störungen wird ein Verdrängungsmechanismus als Ursache der Störung diskutiert. Wesentlich bei dissoziativen Störungen ist die Abspaltung bestimmter Erinnerungs-Vorstellungen vom Bewusstsein, entweder durch Amnesie, oder durch eine Veränderung des Bewusstseins selbst (Tagträume, Absencen, Trance, in Extremfällen Fugue-Zustände), um damit Erlebnisinhalte zu vermeiden zu verdrängen. Diese Zusammenhänge, die eine Verdrängung voraussetzen sind allerdings deutlich schlechter belegbar. Nach manchen Studien scheint aber mit relativ großen Zahlen ein nachvollziehbarer Beweis möglich zu sein. Andrews et al., 1999:Br. J. Psychiat. 175:141

Bei dissoziativen Störungen bestehen amnestische Lücken für selektive Erlebnisse oder Handlungen, situativ ausgelöste Abwesenheits- oder Trancezustände, extreme Tagträume mit imaginativen Erlebnisweisen, gestörtes Identitätserleben, intermittierende Depersonalisations- und Derealisationsgefühle, in einigen Fällen auch passagere pseudo-neurologische Symptome (Lähmungen, Aphonien oder Dyskinesien ohne organischen Befund). Gegenstand der Amnesie müssen dabei nicht - bzw. nicht ausschließlich - jene traumatischen Erlebnisse sein, von denen her die Störung ihren Ausgang nahm. Von Amnesie betroffen sein können vielmehr auch aktuelle Situationen im Alltag der Betroffenen, nicht selten Handlungen, welche die Patienten selbst begehen. Zur objektiven Erfassung und zur Gewichtung der Ausprägungsschwere der dissoziativen Störung wurden spezifische Inventare, wie die Dissoziative Experience Scale oder die Child Dissociative Checklist, entwickelt. Die Diskussion ist hier in vieler Hinsicht noch offen. Nebenwirkungen auch falscher Vermutungen in Therapien müssen ebenso bedacht werden, wie die Tatsache, dass das Vertrauen in den Therapeuten nur möglich ist, wenn dieser dem Patienten glaubt. Crombag, Hans F. M./Harald L. G. Merckelbach, 1999:Mißbrauch vergisst man nicht. Verlag Gesundheit, Berlin

Einige Untersuchungen dafür, dass Misshandlungen einen erheblichen Beitrag zur Entstehung späterer chronischer Schmerzerkrankungen leisten. Dass ein - der bewussten Kontrolle entzogenes - Schmerzgedächtnis in späteren Belastungssituationen zum Ausgangspunkt chronischer Schmerzen werden kann, sollte bei der Behandlung von Schmerzpatienten bedacht werden. Da die Exploration von Traumen außerhalb einer psychotherapeutischen Situation eine Re-Traumatisierung zur Folge haben kann, sollte eine gezielte Exploration von Nicht-Psychotherapeuten nur mit äußerster Vorsicht vorgenommen oder unterlassen werden. Der organisch behandelnde Arzt sollte seinem Schmerzpatienten mitteilen, dass schmerzhafte Vorerfahrungen einen Beitrag zu Schmerzerkrankungen leisten können. Aufgrund einer quantitativ zwar noch unzureichenden, qualitativ jedoch positiven Datenlage zur Wirksamkeit einer psychotherapeutischer Behandlung bei chronischen Schmerzen.

Ein besonderes Problem, stellen Kinder psychisch kranker Eltern dar. In der Bundesrepublik wachsen etwa 2 Millionen Kinder bei einem Elternteil mit irgendeiner schwerwiegenden psychischen Störung auf, etwa 100.000 Kinder wachsen bei einem Elternteil mit einer Schizophrenie auf. Etwa 600.000 Kinder wachsen bei einem Elternteil mit einer schwerer wiegenden Depression auf. Alleine auf Grund der Erblichkeit haben diese Kinder ein erhöhtes Risiko selbst die Erkrankung ihrer Eltern oder damit verwandte psychische Störungen zu bekommen. 33 % der Kinder, die sich in stationärer kinder- und jugendpsychiatrischer Behandlung befinden, haben einen psychisch kranken Elternteil. Viele psychische Störungen schränken die Emotionalität und Kontaktfähigkeit ein, was sich negativ auf die Eltern-Kind-Beziehung auswirkt. Psychisch kranke Eltern sind häufiger überfordert, die Erziehung ist häufiger inkonsequent, Vorurteile in der Gesellschaft können die Familien von psychisch Kranken isolieren. Psychisch kranke Eltern werden häufiger arbeitslos, geschieden oder sind primär häufiger alleinerziehend. Auch ohne Misshandlung haben es also Kinder psychisch kranker Eltern deutlich schwerer als andere Kinder. Überforderung der Eltern, Einschränkungen der Beziehungsfähigkeit bei psychisch kranken Eltern kann auch Misshandlungen fördern. Kinder psychisch kranker Eltern haben eine zwei bis fünffach erhöhte Wahrscheinlichkeit für Vernachlässigung, Misshandlung und sexuellen Missbrauch (Walsh et al. The relationship between parental psychiatric disorder and child physical and sexual abuse:Child Abuse & Neglect Volume 26, Issue 1, January 2002, Pages 11-22) Dieser Risikogruppe wird bisher zuwenig primär Unterstützung und Anleitung gegeben. Fast jeder Fall eines erweiterten Suizids geht derzeit durch die Medien. Hierdurch wird ein falscher Eindruck der Häufigkeit und ein nicht fundierter Eindruck einer Zunahme dieses Problems gegeben. Unter einem erweiterten Suizid- oder auch Mitnahmesuizid- , versteht man, das Menschen nicht nur sich selbst, sondern auch ihnen Nahestehende (meistens ihr Kind) mit in den Tod nehmen. Naturgemäß handelt es sich im Einzelfall um furchtbare Tragödien. Erweiterte Suizide kommen besonders bei Schizophrenie und im Rahmen von Wochenbettdepressionen und manisch-depressive Erkrankungen vor. Diese Menschen sehen aus einer krankheitsbedingt verzerrten Wahrnehmung heraus keine Hoffnung mehr für sich und ihr Kinder, und wollen sie diese nicht hilflos zurücklassen und vor einer unglücklichen Zukunft bewahren. In den meisten Fällen sind die Mütter diese erweiterten Suizidhandlungen begehen unbehandelt, die psychische Störung besteht oft noch nicht lange, für die Umgebung waren die Betroffenen oft zuvor wenig auffällig. Suizidäußerungen, Hinweise auf psychotische Symptomatik, und Zeichen der massiven Überforderung sollten aber bei Müttern immer ein Alarmzeichen sein, und zu einer psychiatrischen Diagnostik führen. In Relation zur hohen Zahl psychisch kranker Eltern handelt es sich um ein sehr seltenes Ereignis. Verlässliche Zahlen dazu gibt es nicht. Tötungsdelikte an Kindern sind aber auch insgesamt rückläufig. Die deutsche Kriminalstatistik weist einen Rückgang von Kindern als Opfer von Tötungsdelikten aus (siehe Tabelle unten). Ein nicht untypischer Fall ist der einer 37 jährigen Mutter aus Bayern, die zu Weihnachten 2007 ihre beiden Kinder tötete. Sie soll ohne, dass der Ehemann und die im Haus lebenden Schwiegereltern davon wussten, schon einige Wochen überlegt haben, sich und ihre 2 und 3 Jahre alten Söhne durch eine Geisterfahrt auf der Autobahn zu töten. Sie habe Angst gehabt, in eine Nervenklinik eingewiesen zu werden und so ihre Kinder zu verlieren. Sie sei der Meinung gewesen, es sei nicht gut, sollten die Söhne allein beim Ehemann und ihren Schwiegereltern bleiben müssen. Wie häufig in solchen Fällen meinte, "ihren Kindern etwas Gutes zu tun“. Sie wollte ihren Kindern nicht nur das Schicksaal beim Ehemann aufzuwachsen, sondern auch das Schicksaal die selbe psychische Störung zu bekommen ersparen. Ähnlich war wohl der Fall der 31 jährigen Mutter, die ihre 5 Kinder zwischen 3 und 9 Jahren in dem kleinen Ort Darry umbrachte. Hier war kurz vorher der religiöse Wahn der Frau dem Jugendamt bekannt geworden, die Frau war von einem Psychiater untersucht worden. Ausreichende Gefährdungsmomente für eine zwangsweise Unterbringung- insbesondere akute Suizidalität war aber nicht aufgefallen. Wenn Männer ihre Kinder in den erweiterten Suizid mitnehmen, ist der Grund für die Tat häufig der Streit um das Sorgerecht mit der früheren Partnerin. Es handelt sich dann oft um Männer mit Persönlichkeitsstörungen. Auch hier gehen oft längere Planungen bei nicht verkrafteter Kränkung voraus. Die meisten Eltern, die einen erweiterten Suizid begehen, lieben ihre Kinder, sie haben sie in den meisten Fällen zuvor nicht misshandelt. Bei der Behandlung psychischer Störungen müssen die Angehörigen immer mit bedacht werden, manchmal auch in die Behandlung direkt einbezogen werden. Auch dann wird man nicht alle Fälle von erweiterten Suiziden verhindern können.

Kinder unter 14 Jahren

als Opfer von

Tötungsdelikten laut BKA

1999 276
2000 293
2001 275
2002 236
2003 223
2004 236
2005 208
2006 202

Darunter jeweils ca 100 Fälle

von Mord oder Totschlag

Diese erweiterten Suizide werden von den wesentlich häufigeren "Neonatiziden" unterschieden, bei denen eine meist unreife jungen (und gleichwohl in der Regel in fester Partnerschaft lebenden) Mutter die Schwangerschaft verheimlicht hat und das Kind dann nach der Geburt (innerhalb der ersten 24 Std.) getötet hat. Bei den "Neonatiziden" liegt nicht immer eine schwere psychische Störung der Mutter vor. Die Mütter haben meist die Schwangerschaft von Beginn an nicht gewollt. Selten sind es ältere Frauen, die Angst haben, den Partner durch die Schwangerschaft zu verlieren. (Santé mentale au Québec, 2003, XXVIII, 2, 183-194) Nicht gemeint sind hier Morde an Kindern, bei denen auch zu etwa 60% die Eltern die Täter sind. Ein Teil des Mord- und Totschlags an Kindern passiert als direkte Folge der körperlichen Misshandlungen. Bei diesem letzten Fall sind allermeistens langdauernde Misshandlungen vorausgegangen. (A. Rohde 1998) Manchmal werden die Begriffe Infantizid für die Tötung eines Kindes im Alter von einem Tag bis zu einem Jahr und Filizid für die Tötung von Kindern, die älter als ein Jahr sind verwendet. Nach einer Erhebung spielte bei 27 % der Kinder, für die ein Sorgerechtrechtsverfahren wegen Kindeswohlgefährdung eingeleitet wurde, eine erhebliche bis gravierende Belastungen der Eltern durch psychische Krankheit eine Rolle.

§ 179 STGB Sexueller Missbrauch widerstandsunfähiger Personen (1) Wer eine andere Person, die 1. wegen einer geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung einschließlich einer Suchtkrankheit oder wegen einer tiefergreifenden Bewusstseinsstörung oder 2. körperlich -zum Widerstand unfähig ist, dadurch missbraucht, dass er unter Ausnutzung der Widerstandunfähigkeit sexuelle Handlungen an ihr vornimmt oder an sich von ihr vornehmen lässt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft. (2) Ebenso wird bestraft, wer eine widerstandsunfähige Person (Absatz 1) dadurch missbraucht, dass er sie unter Ausnutzung der Widerstandsunfähigkeit dazu bestimmt, sexuelle Handlungen an einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen. (3) Der Versuch ist strafbar.(4) Auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr ist zu erkennen, wenn 1.der Täter mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht oder ähnliche sexuelle Handlungen an ihm vornimmt oder an sich von ihm vornehmen lässt, die mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind, 2. die Tat von mehreren gemeinschaftlich begangen wird oder 3. der Täter das Opfer durch die Tat in die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung oder einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen Entwicklung bringt. (5) In minder schweren Fällen der Absätze 1, 2 und 4 ist auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen. (6) § 176a Abs. 4 und § 176b gelten entsprechend.

Dynamik der Situation Auswirkungen auf die Gefühlsebene Verhaltensebene
Stigmatisierung

Dem Opfer wird die Schuld zugewiesen;

Scham;

Geheimhaltungszwang;

andere reagieren schockiert;

Opfer wird wie beschädigte Ware behandelt

Scham – und Schuldgefühle, geschwächtes Selbstbewußtsein,

Gefühl anders zu sein, als die anderen Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

Drogenkonsum, Kriminalität, Selbstzerstörerisches Verhalten, Selbstmordversuche,

Isolation Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

Hilf - und Machtlosigkeit

Missachtung kindlicher Grenzen und Bedürfnisse;

Kind fühlt sich nicht fähig, sich selber zu schützen und ist nicht in der Lage, anderen das Geschehene glaubhaft zu machen

Selbsteinschätzung als Opfer;

Ohnmacht und Angst;

Kontrollbedürfnis;

Identifizierung mit dem Angreifer

Alpträume, Angstzustände, Phobien, Konzentrationsstörungen, psychosomatisch Krankheiten, Eß - und Schlafstörungen, Depression, Dissoziation, Weglaufen, Schulprobleme Reviktimisierung,

selber zum Missbraucher werden,

Aggressivität, Delinquenz

Vertrauensbruch

Ausnutzen von Vertrauen durch nahe stehende, eigentlich schutzgebende Personen;

Das Wohlergehen des Kindes wird nicht beachtet;

Mangelnde Unterstützung und Schutz durch die Eltern

Kummer, Depression,

Misstrauen, Hass, Verlust, Trauer, extreme Abhängigkeit, Feindseligkeit

Vulnerabilität für weiteren Missbrauch und Ausbeutung, Misstrauen, Ängste vor Menschen / Männern, Rückzug in sich selbst, Aggressivität, soziale Isolation, Kontaktlosigkeit, Eheprobleme Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse
Traumatische Sexualisierung

Erwachsenensexualität als Antwort auf kindliche Zuwendungsbedürfnisse; Täter vermittelt falsche Moralvorstellungen und falsche Auffassungen von Sexualität;

Konditionierung von sexueller Aktivität mit negativen Emotionen und Erinnerungen

Zuwendung ist an Sexualität gekoppelt

Ekel, Abscheu, Angst beschädigt zu sein, Verwirrung durch körperliche Erregung, Verwirrung der sexuellen Identität und sexueller Normen, Aversion gegen Sex oder Intimität

Sexuelle Probleme, sexualisiertes Verhalten, Abscheu vor dem eigenen Körper, sexuelle Aggressivität bei Jungen, Reviktimisierung, Abspalten von Gefühlen, Angst vor körperlicher Nähe

(Prostitution, Promiskuität)

(Finkelhor, David et al. : A Sourcebook on Child Sexual Abuse 9. Auflage, Newbury Park, London, New Delhi, 1990)

 

Quellen / Literatur:

  1. Zu den Konsequenzen und Folgen von Missbrauch und Misshandlung siehe auch unter Posttraumatische Belastungsstörung
  2. siehe auch unter Pädophilie
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www.kinderschutz-zentren.org Zentrale Zugangsseite der Kinderschutz-Zentren www.youngavenue.de Kinderschutz-Zentren Seite für Kinder Informationen, Kommunikationsräume und Hilfen, www.zartbitter.de Kölner Informations- und Kontaktstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen, www.zissg.de Zentrale Informationsstelle zu sexuellem Missbrauch und sexualisierter Gewalt, www.jugendschutz.net Gemeinsame Seite der Jugendministerinnen und Jugendminister der Länder, www.frauen-maedchen-beratung.de www.bmfsfj.de Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, www.dggkv.de Deutsche Gesellschaft gegen Kindesmisshandlung und -vernachlässigung www.dji.de/ikk Deutsches Jugendinstitut e.V. München, www.bundesverein.de Bundesverein zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Mädchen und Jungen e.V. Bundesvernetzungsstelle autonomer Frauennotrufe Pro Familia Meldestellen Kinderpornografie: Baden-Württemberg: flz@lka.polizei-bw.de Bayern: blka@polizei.bayern.de mailto:ppmuc@polizei.bayern.de , Berlin: lka@polizei.berlin.de Hamburg: lka-hinweise-rechts@hamburg.de Mecklenburg-Vorpommern: www.isinet-mv.de/pages/ Nordrhein-Westfalen: www.lka.nrw.de/formular/kontakt2.asp Rheinland-Pfalz: landeskriminalamt.fahndung@polizei.rlp.de Saarland: lka211@slpol.de Sachsen: www.lka.sachsen.de/FrFeedback.htm Sachsen-Anhalt: Anzeigen.Hinweise@lka.pol.lsa-net.de Thüringen: cybercop-tlka@knuut.de Tennyson Center for Children Child Abuse Evaluation & Treatment for Medical Providers MedlinePlus: Child Sexual Abuse Child Welfare Information Gateway State statutes Child Welfare Information Gateway

 

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Insbesondere dem ICD 10, dem DSM IV, AMDP- Manual, Leitlinien der Fachgesellschaften, Lehrbuch VT von J.Mragraf, Lehrbuch der analytischen Therapie von Thomä und Kächele, Lexika wie dem Pschyrembel, verschiedene Neurologie- und Psychiatrielehrbücher, Literatur aus dem Web, außerdem einer Vielzahl von Fachartikeln aktueller Zeitschriften der letzten 10 Jahre.Möglicherweise sind nicht alle (insbesondere kleinere) Zitate kenntlich gemacht. Durch Verwendung verschiedener Quellen konnte eine Mischung aus den unterschiedlichen Zitate nicht immer vermieden werden. Soweit möglich wird dies angezeigt. Falls sich jemand falsch oder in zu großem Umfang zitiert findet- bitte eine E-Mail schicken. Bitte beachten Sie: Diese Webseite ersetzt keine medizinische Diagnosestellung oder Behandlung. Es wird hier versucht einen Überblick über den derzeitigen Stand der medizinischen Forschung auch für interessierte Laien  zu geben, dies ist nicht immer aktuell möglich. 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