Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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Glossar Psychiatrie / Psychosomatik / Psychotherapie / Neurologie / Neuropsychologie
 

Seitensprung

Ergebnisse einer Online- Umfrage bei 3334 betrogenen Männer und Frauen (www.theratalk.de) durch Dipl. Psych Ragnar Beer, in einem Projekt am Institut für Psychologie der Universität Göttingen.Auf der entsprechenden Homepage sind die Ergebnisse der Studie detaillierter einzusehen. Einschränkend ist festzuhalten, dass Online- Umfragen nicht immer repräsentativ sind. Dennoch handelt es sich um eine sehr große Zahl von Befragten. Umfrageteilnehmer 34% Männer, 66% Frauen, das mittlere Alter der Männer liegt bei 38 Jahren, das mittlere Alter der Frauen bei 37 Jahren. Die mittlere Partnerschaftsdauer liegt bei Männer und Frauen bei 13 Jahren 65% der Männer und 58% der Frauen sind verheiratet. Nach Ansicht von Psychologen ist der Seitensprung eines der schlimmsten Ereignisse, die eine Partnerschaft treffen können. Insgesamt handetl es sich um ein Abenteuer mit hohem Risiko für alle Beteiligten wie auch für viele nur indirekt Beteiligte. Obwohl mehr als 3/4 sexuelle Unzufriedenheit in der Partnerschaft als Auslöser/Ursache angeben, dürften die Gründe und Auslöser vielfältiger sein. Nicht zuletzt dürfte auch der Zufall, die Persönlichkeit der Betroffenen, oder die Gelegenheit manchmal entscheidender als der Hintergrund sein. Die sexuelle Zufriedenheit, auch des Partners, ist allerdings unzweifelhaft ein wichtiger Garant für eine dauerhafte Beziehung. Sexuelle Sprachlosigkeit schien nach der Onlineumfrage von Dipl. Psych Ragnar Beer bei den betroffenen Paaren weit verbreitet. Nur etwa ein Drittel reden über sexuelle Bedürfnisse in der Partnerschaft, fühlen sich auf sexuellem Gebiet verstanden in der Partnerschaft und meinen der Partner gibt sich Mühe, die sexuellen Bedürfnisse herauszufinden. Man darf allerdings davon ausgehen, dass diese Situation bei Paaren ohne Seitensprünge nicht notwendigerweise besser ist, in einer anderen Umfrage gaben 65% der Männern und 56% der Frauen an, dass ihre sexuellen Wünsche in der Partnerschaft nicht erfüllt werden. Dabei handelte es sich bei 29% der Männer und 16% der Frauen um Wünsche, die der Partner nicht erfüllen möchte, bei 36% der Männer und 40% der Frauen um Wünsche, die der Partner gern erfüllen würde, die er aber nicht erfüllen kann, weil er sie nicht kennt und auch nicht zuverlässig vermuten kann. Damit besteht also ein hohes Potenzial an Verbesserung durch Kommunikation der sexuellen Wünsche zur Stabilisierung von Partnerschaften. Das zeigt auch eine anderes Ergebnis 87% der Männer und Frauen, die ungleich verteilte Lust als Problem nennen, sind nicht zufrieden mit der Art und Weise, wie in der Partnerschaft damit umgegangen wird. Mehr als 2/3 vermeiden es nach Entdeckung über den Seitensprung mit dem Partner zu reden, um ihn nicht zu verletzen, aber auch aus Angst vor Konsequenzen. Die Ergebnisse der Umfrage machen deutlich, dass fast alle Beteiligten durch die Krise, die ein Seitensprung auslöst, lange leiden. Dabei lieben die allermeisten Seitenspringer ihre Partner und wollen an der Beziehung festhalten, nur etwa ein Drittel der Seitenspringer will zumindest zeitweise mit dem 3. im Bunde die Bande fürs Leben knüpfen. Über 90% gehen davon aus, dass ihr Partner sie liebt, mehr als 2/3 gehen vor Entdeckung davon aus, dass der Partner ihnen vertraut. Über die Hälfte der 3. im Bunde lebte ebenfalls in fester Partnerschaft, 2/3 würden vor Entdeckung den Seitensprung gerne fortsetzen, die Zahl vermindert sich dann auf immerhin noch 1/3 nach Entdeckung und Konfrontation mit den Folgen. Nach Entdeckung steigt auch die Zahl derer, die um ihre Partnerschaft kämpfen wollen drastisch an. Auch den Untreuen scheint Treue wichtig zu sein, dennoch ist ein Seitensprung in etwa der Hälfte der Fälle eine Wiederholungstat, meist handelt es sich auch um längere Affären. Entdeckt werden diese Affären in mehr als der Hälfte der Fälle durch den Partner oder durch Zufälle. Wut und Rachegedanken sind auch nach langer Zeit noch häufig. Auch bei den Opfern sind Schuldgefühle nicht selten. Die Folgen von Seitensprüngen sind nicht selten Trennungen, mit leidende Kinder, wirtschaftliche Not und länger anhaltende psychische Störungen. Vergessen werden Seitensprünge von den Partnern nie, Trennungen auch noch nach Jahrzehnten sind nicht auszuschließen. 3/4 der Betrogenen fühlen sich auch nach 6 Monaten noch gedemütigt, mehr als die Hälfte sind dann noch verzweifelt, fast die Hälfte bezeichnet sich als noch abgestumpft, mehr als ein Drittel der Betrogenen fühlen auch nach 6 Monaten noch körperliche Stresssymptome wie Zittern, Schweißausbrüche etc.
 

 

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Insbesondere dem ICD 10, dem DSM IV, AMDP- Manual, Leitlinien der Fachgesellschaften, Lehrbuch VT von J.Mragraf, Lehrbuch der analytischen Therapie von Thomä und Kächele, Lexika wie dem Pschyrembel, verschiedene Neurologie- und Psychiatrielehrbücher, Literatur aus dem Web, außerdem einer Vielzahl von Fachartikeln aktueller Zeitschriften der letzten 10 Jahre.Möglicherweise sind nicht alle (insbesondere kleinere) Zitate kenntlich gemacht. Durch Verwendung verschiedener Quellen konnte eine Mischung aus den unterschiedlichen Zitate nicht immer vermieden werden. Soweit möglich wird dies angezeigt. Falls sich jemand falsch oder in zu großem Umfang zitiert findet- bitte eine E-Mail schicken. Bitte beachten Sie: Diese Webseite ersetzt keine medizinische Diagnosestellung oder Behandlung. Es wird hier versucht einen Überblick über den derzeitigen Stand der medizinischen Forschung auch für interessierte Laien  zu geben, dies ist nicht immer aktuell möglich. 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Zum einen gibt es nicht überall solche Leitlinien, zum anderen werden diese mir nicht immer sofort bekannt. Manche Leitlinien sind lange nicht aktualisiert worden und von neuerer Literatur überholt, bzw, ergänzungsbedürftig.  Wenn möglich sind im Text Links zu solchen Leitlinien eingebaut. Auch Leitlinien sind nur Orientierungen, sie schließen nicht aus, dass generell oder im Einzelfall Fehler enthalten sind oder diese im Einzelfall nicht anwendbar sind. Ziel der Darstellung ist hier definitiv nicht, mich als Experten für irgendeines der in der Homepage dargestellten Krankheitsbilder auszuweisen. Ich gehe davon aus, dass alle vergleichbaren Fachärzte für Neurologie, Psychotherapeutische Medizin und Psychiatrie ihre Patienten sorgfältig und genau so gut wie ich behandeln. Sollten Sie über eine Suchmaschine direkt auf diese Seite gekommen sein, werden Sie gebeten auch die Hauptseite aufzusuchen. Dort finden Sie einen Link zu den zuständigen Ärztekammern. 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