Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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Glossar Psychiatrie / Psychosomatik / Psychotherapie / Neurologie / Neuropsychologie
 

Validität

ist ein wichtiges Gütekriterium für epidemiologische Studien , bzw. für zu verwendende Datenquellen. Es beschreibt, ob und in wie weit das Erhebungsinstrument geeignet ist, die interessierenden Merkmale/Sachverhalte zu erfassen/abzubilden, in wie weit es Gültigkeit bezüglich der Fragestellung besitzt. Mißt der Test was er messen soll, dann ist das Ergebnis gültig oder valide. Andere Gütekriterien von Tests sind die Objektivität = Wiederholbarkeit durch unterschiedliche Untersucher unter gleichen Bedingungen, und die Reliabilität = Messgenauigkeit des Untersuchungsinstrumentes. Ein Untersuchungsinstrument kann sehr genau messen, wenn es aber nicht das mißt was es soll, dann ist es zwar reliabel, aber nicht valide. Inter-Rater-Reliabilität meint die Zuverlässigkeit der Übereinstimmung bei Beurteilung eines Sachverhaltes durch zwei oder mehrerere Personen. z.B. die Zuverlässigkeit von psychiatrischen Diagnosen wenn eine bestimmte Diagnosemethode beim selben Kollektiv von verschiedenen Untersuchern angewendet wird oder überhaupt Fachärzte die Diagnose stellen. Ein anderes Beispiel ist die Beurteilung von Röntgenbildern durch verschiedene Radiologen. Die Zuverlässigekeit der Übereinstimmung sagt dann etwas darüber aus, in wie weit bestimmte Sachverhalte überhaupt anhand von Röntgen oder Kernspinaufnahmen mit bestimmten Geräten und unter bestimmten Bedingungen beurteilt werden können. Die Validität der Methode ist deshalb noch nicht gesichert. Eine Reliabilität ist damit aber zuverlässig nachweisbar. Intra-Rater-Reliabilität meint, dass ein Untersucher bei Anwendung einer Messmethode über die Zeit hinweg konstant zu übereinstimmenden Ergebnissen kommt. Man unterscheidet zwischen interner Validität, die angibt ob die Untersuchung in sich schlüssig angelegt ist, und mögliche Alternativerklärungen der Untersuchungsergebnisse ausgeschlossen werden können und externer Validität die angibt ob die Ergebnisse der Untersuchung über die ausgewählte Stichprobe hinaus auf andere Populationen (oder im Fall der Medizin auf die Behandlung eines konkreten Patienten) generalisiert werden können. Da die Validität theoretisch nur mit Hilfe eines anderen Messinstruments prüfbar ist, dessen Validität bereits bekannt ist, ist die theoretische Anforderung an die Validität nur bedingt erfüllbar.

 

Kriterien zur Beurteilung einer Studie zu einer therapeutischen Intervention:
Relevanz der Studienergebnisse und Umsetzung der Ergebnisse auf Ihre eigenen Patienten (externe Validität= sind die Resultate einer Studie auf andere Situationen, bzw. meine Behandlungsstituation übertragbar =Generalisierbarkeit der Ergebnisse). 
Sind die Ergebnisse dieser Studie klinisch bedeutsam?
Kriterien zur Beurteilung des Behandlungsnutzens einer Studie zu einer therapeutischen Intervention:). 
Welches sind die Zielgrössen?
Sind diese, falls valide, klinisch relevant?
Wie wurden diese Zielgrössen gemessen?  
Wie gross ist der potentielle quantitative Nutzen?  
Wurde die Testsubstanz oder die Therapieintervention (chirurgischer Eingriff, psychotherapeutische Intervention) mit einer Standardbehandlung oder mit Plazebo verglichen?  
Sind die Ergebnisse dieser Studie übertragbar und helfen sie bei der klinischen Problemlösung meines/-r Patienten/-in?  
Sind die Resultate auf das Problem oder die Frage meines/-r Patienten/-in übertragbar?  
Entsprechen die Merkmale meines/-r Patienten/-in den Patienten der Studie?
Kann mein/e Patient/in von der in der Studie beschriebenen Endpunkt-Verbesserung profitieren?
Überwiegt der zu erwartende Therapieeffekt bei meinem/-r Patienten/-in die Therapierisiken und wie hoch wäre der Preis eines Therapieverzichts?
Aus: D. Pewsnera, P. Jünib, H. C. Bucher Evidence-based Medicine: Wie beurteile ich eine Studie zu einer therapeutischen Intervention? Schweiz Med Forum Nr. 28 11 Juli 2001

 

Quellen / Literatur:

D. Pewsnera, P. Jünib, H. C. Bucher Evidence-based Medicine: Wie beurteile ich eine Studie zu einer therapeutischen Intervention? Schweiz Med Forum Nr. 28 11 Juli 2001, Internet-Lexikon der Methoden der empirischen Sozialforschung siehe auch unter Bias Doppelblindversuch Kohorte Randomisieren  Tests (psychologische) Testgütekriterien

 

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Insbesondere dem ICD 10, dem DSM IV, AMDP- Manual, Leitlinien der Fachgesellschaften, Lehrbuch VT von J.Mragraf, Lehrbuch der analytischen Therapie von Thomä und Kächele, Lexika wie dem Pschyrembel, verschiedene Neurologie- und Psychiatrielehrbücher, Literatur aus dem Web, außerdem einer Vielzahl von Fachartikeln aktueller Zeitschriften der letzten 10 Jahre.Möglicherweise sind nicht alle (insbesondere kleinere) Zitate kenntlich gemacht. Durch Verwendung verschiedener Quellen konnte eine Mischung aus den unterschiedlichen Zitate nicht immer vermieden werden. Soweit möglich wird dies angezeigt. Falls sich jemand falsch oder in zu großem Umfang zitiert findet- bitte eine E-Mail schicken. Bitte beachten Sie: Diese Webseite ersetzt keine medizinische Diagnosestellung oder Behandlung. Es wird hier versucht einen Überblick über den derzeitigen Stand der medizinischen Forschung auch für interessierte Laien  zu geben, dies ist nicht immer aktuell möglich. 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Dieser weiß in der Regel über die hier dargestellten Sachverhalte gut Bescheid und kann Ihren individuellen Fall und Ihre Beschwerden besser einordnen- was für einen bestimmten Patienten nützlich ist, kann einem anderen schaden.  Selbstverständlich gibt es zu den meisten Themen unterschiedliche Auffassungen. Soweit möglich wird hier dargestellt, woher die Informationen stammen. In den meisten Fällen mit einem entsprechenden Link (da diese oft ohne Ankündigung geändert werden, sind diese leider nicht immer aktuell zu halten). Leider ist die zitierte Literatur nicht immer kostenfrei zugänglich. Die Beschränkung auf kostenfrei zugängliche Literatur würde manches sehr oberflächlich lassen. In der Regel versuche ich mich in der Darstellung an deutschen oder internationalen Leitlinien der Fachgesellschaften und Metaanalysen der Literatur zu orientieren. Auch dies ist nicht überall möglich. Zum einen gibt es nicht überall solche Leitlinien, zum anderen werden diese mir nicht immer sofort bekannt. Manche Leitlinien sind lange nicht aktualisiert worden und von neuerer Literatur überholt, bzw, ergänzungsbedürftig.  Wenn möglich sind im Text Links zu solchen Leitlinien eingebaut. Auch Leitlinien sind nur Orientierungen, sie schließen nicht aus, dass generell oder im Einzelfall Fehler enthalten sind oder diese im Einzelfall nicht anwendbar sind. Ziel der Darstellung ist hier definitiv nicht, mich als Experten für irgendeines der in der Homepage dargestellten Krankheitsbilder auszuweisen. Ich gehe davon aus, dass alle vergleichbaren Fachärzte für Neurologie, Psychotherapeutische Medizin und Psychiatrie ihre Patienten sorgfältig und genau so gut wie ich behandeln. Sollten Sie über eine Suchmaschine direkt auf diese Seite gekommen sein, werden Sie gebeten auch die Hauptseite aufzusuchen. Dort finden Sie einen Link zu den zuständigen Ärztekammern. 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