Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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Glossar Psychiatrie / Psychosomatik / Psychotherapie / Neurologie / Neuropsychologie
 

Gender Medizin

Zunehmend spielen in der medizinischen Forschung geschlechtsspezifische Aspekte von Risikofaktoren, bei der Medikamenten- und Drogenwirkung, dem Zugang zu Diagnostik und Behandlung, der Diagnostik und Behandlung eine Rolle. Dabei ist neben dem biologischen Geschlecht auch die soziale Rollenzugehörigkeit und die Zugehörigkeit zu einer darauf beruhenden sozioökonomischen Risikogruppe gemeint. Manche Autoren gehen in diesem Zusammenhang soweit, mit Gender nur die „soziale Konstruktion“ der Rolle zu meinen. Weiter bringt sicher, das ganze Bedingungsgefüge ohne Vorurteile differenzierter zu untersuchen. Laut WHO meint “Gender” soziale Rollenkonstrukte, Verhaltensweisen, Aktivitäten und Zuordnungen, die eine bestimmte Gesellschaft für Männer und Frauen als angemessen erachtet. “Männlich” und “weiblich” sind damit Geschlechtskategorien, whährend “maskulin” und “feminin” Genderkategorien sind.  Gerade die Herausarbeitung geschlechtsspezifischer Faktoren, soll dabei einer Diskriminierung entgegen arbeiten und die Bedingungen für eine Gleichbehandlung schaffen. Dabei sind die Unterschiede, die ausschließlich biologisch bedingt sind, genauso wichtig, wie soziale Faktoren, wie beispielsweise die immer noch vorhandene Gewalthierarchie zwischen den Geschlechtern und die sich wandelnde Arbeitswelt. Ähnlich gilt dies auch für die besonderen Risikofaktoren von anderen gesellschaftlichen Gruppen wie den Schwarzen oder Latinos in den USA aber auch türkische Minderheiten in Deutschland. Auch hier gibt es eine zunehmende Zahl von Veröffentlichungen in den letzten Jahren. Schlagworte wie Gender- Medizin tragen dazu bei die Medizin und Forschung besser auf das Individuum abzustimmen. Neben der Geschlechterrolle müssen aber auch andere soziale Rollen in ihrer Bedeutung für die Medizin gesehen werden.  

Frauen sind kränker und Männer sterben früher

Für fast alle Todesursachen und alle Altergruppen gilt dass Männer früher sterben als Frauen. Frauen leben nicht länger als Männer, weil sie langsamer altern, sondern weil sie in jeder Altersgruppe insgesamt robuster sind. Unfälle sind bei jüngeren Männern ein wesentlicher Grund für das vorzeitige Absterben. Weltweit werden Männer fast 3x häufiger Opfer von Verkehrsunfällen, die 1998 immerhin eine Million Tote verursachten und bei Männer zwischen 15 und 44 Jahren die 2. häufigste Todesursache sind. (WHO 2002) Bei den älter werdenden Männer nehmen die Herzkreislauferkrankungen einen wichtigen Platz beim vorzeitigen Absterben der Männer ein. Zigarettenrauchen, Alkoholmissbrauch, gefährlichere Arbeitsplätze und stärker kompetitives, aggressives Verhalten trägt dabei zu den Geschlechtsunterschieden zu ungunsten der Männer bei. Letztere Faktoren sind prinzipiell änderbar. Hinzu kommt vermutlich aber auch eine schützende Wirkung der weiblichen Geschlechtshormone. Dass Prostatakrebs nur bei Männer und Eierstockkrebs oder Gebärmutterkrebs nur bei Frauen auftreten kann, ist allgemein bekannt. Brustkrebs tritt fast nur bei Frauen auf, kann aber selten doch bei Männern auftreten und besonders bei adipösen Männern dann übersehen werden. Dass bestimmte Erbkrankheiten, die X chromosomal vererbt werden fast nur bei Männern auftreten ist weniger bekannt. Hierzu zählen bestimmte Arten der Farbenblindheit, oder die Bluterkrankheit. Autismus ist bei Männern 4x häufiger als bei Frauen. Es gibt aber auch Krankheiten bei denen die Ursachen der Geschlechtsunterschiede bisher schlecht verstanden werden, Männer neigen bei Infektionen beispielweise mehr zu Komplikationen wie Sepsis und Multiorganversagen, Frauen haben zwar erheblich seltener Herzinfarkte, wenn sterben sie aber eher daran. Insgesamt sterben dennoch deutlich mehr Männer an Herzinfarkten, was auch dazu führt, dass bei Frauen zuwenig an diese schwere Ekrankung gedacht wird, wenn Symptome auftreten. Frauen haben auch seltener Lungenkrebs sind aber für die Kanzerogene des Tabaks anfälliger. Bisher hat sie die geringere Häufigkeit des Rauchens davor geschützt. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Diskussion um das Passivrauchen dürfte der Geschlechterunterschied noch einmal eine besondere Rolle spielen. Etwa 2/3 der 40-45 Millionen Blinden in der Welt sind Frauen, dies resultiert aus der schlechten gesundheitlichen Versorgung der Frauen in den 3. Weltländern.  Paradoxerweise gilt, dass obwohl Frauen länger leben, sind sie häufiger körperlich und psychisch krank als Männer. Fast alle Umfragen zu Beschwerden an oder über einen bestimmten Zeitraum haben das Ergebnis, dass Frauen mehr Beschwerden und einen schlechteren Gesundheitszustand angeben. Frauen gehen wesentlich häufiger zum Arzt oder Zahnarzt. Studien mit funktionellen Kernspintomographien kommen zu dem Ergebnis, dass Frauenhirne Emotionen anders verarbeiten als Männerhirne. Bereits um die Geburt herum beeinflussen Geschlechtshormone die Entwicklung des Gehirns. Jungen spezialisieren früh ihre rechte Hirnhälfte, Mädchen bleiben länger flexibel. Frauen sind unter diesem Einfluss durchschnittlich wortgewandter, und schneller in ihren Wahrnehmungen. Bei Männern werden das räumlicheWahrnehmungsvermögen, das mathematisch-logische Denken, und die zielgerichteten motorischen Fähigkeiten besser entwickelt. Autoimmunerkrankungen wie multiple Sklerose oder rheumatoide Arthritis betreffen etwa 8% der Bevölkerung; 78% der Betroffenen sind Frauen. Diese hohe Prävalenz der Autoimmunerkrankungen bei Frauen kann Ergebnis der Interaktionen zwischen Hormonen und dem Immunsystem sein. Osteoporose und Asthma sind bei Frauen ebenfalls häufiger.  Frauen sollen nach Schlaganfällen, die in der linken Hirnhemisphäre lokalisiert sind, schneller wieder das Sprechen lernen als Männer. Frauen stecken sich im heterosexuellen Kontakt schneller mit dem AIDS-Virus an. Ursächlich ist vermutlich die größere Fläche der Schleimhaut, die beim Sex den Viren ausgeliefert ist, der höhere Anteil an HIV im Ejakulat als in den weiblichen Sexualflüssigkeiten, Mikroverletzungen und nicht zuletzt, die immer noch vorhandene sexuelle Gewalt, die Frauen häufiger trifft. TBC trifft hingegen bei den über 10-16 jährigen vermehrt die Männer.  Allgemein trifft Gewalt Frauen weltweit immer noch in schockierendem Maße, auch mit erheblichen gesundheitlichen Folgen. (WHO- Daten)   

Die Unterschied in der Emotionalität könnten für machen Unterschiede in den Krankheitshäufigkeiten verantwortlich sein

Frauen leiden häufiger als Männer unter Schmerzkrankheiten. Schon als Säuglinge sollen sie heftiger auf Schmerzreize wie Blutabnahmen reagieren. Möglicherweise spielen hierbei andere Emotionen eine Rolle. Frauen reagieren auf emotionale Stimuli anders als Männer. Speziell bei den negativen Emotionen neigen sie zu Emotionen mit niedrigen bis mäßigem Arousal (besonders diffuser Angst), die Schmerzen eher verstärken,  Männer haben bei negativen Emotionen häufiger Gefühle die ein hohes Arousal bedingen (Furch vor etwas bestimmtem, Wut), das hohe Arousal führt zu vermehrter Kortisonfreisetzung und vermindert den Schmerz. Auch bei der Häufigkeit negativer Emotionen scheint es so zu sein, dass Frauen durchschnittlich sensitiver auf bedrohliche Stimuli reagieren und damit weniger positive emotionale den Schmerz dämpfende Erfahrungen haben. Männer hingegen reagieren häufiger als Frauen auf  sexuelle/erotische Stimuli, was im Geschlechtervergleich einen Vorteil in den vom Schmerz ablenkenden positiven Emotionen bedeutet.  Depressionen sind beispielsweise in allen Altergruppen bei Frauen bis zu doppelt so häufig wie bei Männern, sie sind auch anfälliger für posttraumatische Belastungsstörungen. Frauen haben bei Depressionen auch häufiger atypische Symptome wie Hypersomnie oder Hyperphagie, sie haben auch häufiger komorbide Angststörungen. Auch Suizidversuche (nicht Suizide) sind bei Frauen häufiger. Psychotherapeuten haben in der Mehrzahl weibliche Patienten. 75 % aller Psychopharmakarezepte werden an weibliche Patienten ausgegeben. Selektive Serotonin- Wiederaufnahme- Hemmer (SSRI) scheinen nach manchen Studien wirksamer, wenn im Organismus höhere Östrogenkonzentrationen vorliegen. Für viele Medikamente gibt es nur unzureichende Untersuchungsdaten zu Frauen, da früher traditionell Männer in den medizinischen Studien überrepräsentiert waren. Depression betreffen ungefähr 10% der Schwangeren. Auch hier bedarf es einer besonderen Abwägung in der Behandlung. Gender- Medizin erscheint notwendig, sie belebt nicht Vorurteile, sondern hilft geschlechtsspezifisch besser zu diagnostizieren und zu behandeln.

Forschung kann auch manche ungeprüft über Jahrzehnte verbreiteten Annahmen zum Unterschied zwischen den Geschlechtern widerlegen. Ein Mann ein Wort- eine Frau ein Wörterbuch, sagt ein Sprichwort, das vielfältig in der Populärliteratur untermauert wurde. Der deutschstämmige Psychologe Matthias R. Mehl hat dieses Vorurteil an 396 Universitätsstudenten in den USA und in Mexiko genauer nachgemessen und die gesprochenen Worte aufzeichnen und auszählen lassen. Pro Tag sprachen die Frauen durchschnittlich 16,215 (SD = 7301) Worte, die Männer 15,669 (SD = 8633) Worte. Der Unterschied der Geschlechter betrug gerade 7% der Standardabweichung unter Männern wie Frauen. Einen statistisch signifikanten Unterschied konnte er nicht finden. Ebenso wenig fand er Hinweise auf einen größeren Wortschatz der Frauen. Die Männer in der Untersuchung sprachen aber mehr über Technik, Sport oder Geld, die Frauen mehr über Mode, Partner, Familie und Freunde. Männer nannten häufiger konkrete Zahlen, Frauen mehr Personalpronomen wie ich, wir, er, sie. Auch diese Unterschiede sind aber in der Studie bescheiden gewesen. Männer und Frauen sind sich im Durchschnitt deutlich ähnlicher als es zwei zufällig ausgewählte Männer oder zwei zufällig ausgewählte Frauen sind. Die Psychiaterin Brizendine , die das Buch "The Female Brain," geschrieben hatte, in dem behauptet worden war, Frauen sprechen 20,000 Wörter pro Tag vs. 7,000 bei den Männern soll diese aus Sekundärliteratur stammende Behauptung aus der 2. Auflage gestrichen haben.


 

Quellen / Literatur:

  1. Mehl, M. R., Vazire, S., Ramirez-Esparza, N., Slatcher, R. B., & Pennebaker, J. W. (2007). Are women really more talkative than men? Science, July 2007:317, 82. DOI:10.1126/science.1139940
  2. R. A. Fowler et al. Sex-and age-based differences in the delivery and outcomes of critical care Can. Med. Assoc. J., December 4, 2007; 177(12): 1513 - 1519.[Abstract] [Full Text] [PDF]
  3. P. G. Camp and S. M. Goring Gender and the Diagnosis, Management, and Surveillance of Chronic Obstructive Pulmonary Disease Proceedings of the ATS, December 1, 2007; 4(8): 686 - 691. [Abstract] [Full Text] [PDF]
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  15. Was die WHO mit Gender meint  
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