Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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Glossar Psychiatrie / Psychosomatik / Psychotherapie / Neurologie / Neuropsychologie
 

CME

Kontinuierliche Medizin-Fortbildung (Abkürzung steht für Continuing Medical Education) für Ärzte ist seit 2004 auch in Deutschland verpflichtend. Diese Fortbildungspflicht gilt für alle Vertragsärzte, Psychotherapeuten sowie für ermächtigte und angestellte Ärzte eines medizinischen Versorgungszentrums, Fachärzte, in Krankenhäusern, die für die Versorgung von GKV-Versicherten zugelassen sind. Auch bei Teilzeitbeschäftigung oder kleiner Praxis ist diese Verpflichtung identisch. Das System verlangt einen Nachweis einer bestimmten Zahl von Fortbildungspunkten (50 pro Jahr oder 250 in 5 Jahren). Die Punktvergabe ist je nach Landesärztekammer unterschiedlich, überwiegend wird für eine Stunde (im 45 Minutentakt gerechnet) Fortbildung 1 Punkt vergeben. Der Vortragende erhält einen Punkt zusätzlich zu den Teilnehmerpunkten angerechnet. Auch strukturierte interaktive Fortbildung über Zeitschriften, audiovisuelle und Online-Medien mit nachgewiesener Qualifizierung und Auswertung des Lernerfolgs in Schriftform werden mit einem Punkt pro Übungseinheit anerkannt. Bei nicht Erreichen der nötigen Punktzahl erfolgen Sanktionen mit niedrigere Bezahlung durch die Kassen und schließlich Entzug der Zulassung. Der Nachweis der erreichten Fortbildungspunkte muss erstmals bis zum 30.06.2009 bei der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung vorgelegt werden. Geschieht dies unzureichend, werden dem Vertragsarzt, bis zum entsprechenden Fortbildungsnachweis die Bezüge der KV gekürzt. Bis einschließlich zum 4. Quartal nach Ablauf der Frist wird die Vergütung um 10%, vom 5. bis 8 Quartal um 25% gekürzt. Ab dem 9. Quartal erhält der Vertragsarzt keine Vergütung für seine kassenärztlichen Leistungen mehr. Die Methode dieser Fortbildungskontrolle wurde aus anderen Länder übernommen, wo sie schon seit vielen Jahren eingeführt ist. Dort wird der tatsächliche Nutzen allerdings auch auf dem Hintergrund von Studien derzeit in Frage gestellt und über bessere Methoden nachgedacht. Eine amerikanische Metaanalyse von Studien zu diesem Thema sieht trotz Kontinuierlicher Medizin-Fortbildung für Ärzte ein kontinuierliches Nachlassen der Leistung und der Anpassung an moderne Behandlungsleitlinien mit zunehmendem Alter im Beruf. Die Notwendigkeit ständiger Fortbildung für Ärzte, wie für alle anderen qualifizierten Berufe bezweifelt allerdings niemand.
 

Quellen / Literatur:

 Fortbildungskonto bei der Ärztekammer Baden Württemberg Niteesh K. Choudhry, MD; Robert H. Fletcher, MD, MSc; and Stephen B. Soumerai, ScD Systematic Review: The Relationship between Clinical Experience and Quality of Health Care   Fortbildungskonto bei der Ärztekammer Baden Württemberg Niteesh K. Choudhry, MD; Robert H. Fletcher, MD, MSc; and Stephen B. Soumerai, ScD Systematic Review: The Relationship between Clinical Experience and Quality of Health Care Annals 2005 142 Issue 4 Pages 260-273 Medi listet Internetfortbildungen für Ärzte sortiert nach kostenpflichtigen und kostenlosen Angeboten unter: http://www.fortbildungspunkte-online.de./ Spezielle Regelungen finden sich bei den Landesärztekammern Bundesärztekammer, Ärztekammern der Länder Baden-Württemberg Fortbildung BW Weiterbildung BW Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Nordrhein Pfalz Rheinhessen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Thüringen Trier Westfahlen-Lippe Leitlinien finden sich bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) Mitteilungen: Fortbildungsverpflichtung für Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten nach § 95d SGB V Regelung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zur Fortbildungsverpflichtung der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten nach § 95d SGB V Empfehlungen der Bundesärztekammer zur ärztlichen Fortbildung [PDF]<

 

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Insbesondere dem ICD 10, dem DSM IV, AMDP- Manual, Leitlinien der Fachgesellschaften, Lehrbuch VT von J.Mragraf, Lehrbuch der analytischen Therapie von Thomä und Kächele, Lexika wie dem Pschyrembel, verschiedene Neurologie- und Psychiatrielehrbücher, Literatur aus dem Web, außerdem einer Vielzahl von Fachartikeln aktueller Zeitschriften der letzten 10 Jahre.Möglicherweise sind nicht alle (insbesondere kleinere) Zitate kenntlich gemacht. Durch Verwendung verschiedener Quellen konnte eine Mischung aus den unterschiedlichen Zitate nicht immer vermieden werden. Soweit möglich wird dies angezeigt. Falls sich jemand falsch oder in zu großem Umfang zitiert findet- bitte eine E-Mail schicken. Bitte beachten Sie: Diese Webseite ersetzt keine medizinische Diagnosestellung oder Behandlung. Es wird hier versucht einen Überblick über den derzeitigen Stand der medizinischen Forschung auch für interessierte Laien  zu geben, dies ist nicht immer aktuell möglich. 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Zum einen gibt es nicht überall solche Leitlinien, zum anderen werden diese mir nicht immer sofort bekannt. Manche Leitlinien sind lange nicht aktualisiert worden und von neuerer Literatur überholt, bzw, ergänzungsbedürftig.  Wenn möglich sind im Text Links zu solchen Leitlinien eingebaut. Auch Leitlinien sind nur Orientierungen, sie schließen nicht aus, dass generell oder im Einzelfall Fehler enthalten sind oder diese im Einzelfall nicht anwendbar sind. Ziel der Darstellung ist hier definitiv nicht, mich als Experten für irgendeines der in der Homepage dargestellten Krankheitsbilder auszuweisen. Ich gehe davon aus, dass alle vergleichbaren Fachärzte für Neurologie, Psychotherapeutische Medizin und Psychiatrie ihre Patienten sorgfältig und genau so gut wie ich behandeln. Sollten Sie über eine Suchmaschine direkt auf diese Seite gekommen sein, werden Sie gebeten auch die Hauptseite aufzusuchen. Dort finden Sie einen Link zu den zuständigen Ärztekammern. 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