Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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Glossar Psychiatrie / Psychosomatik / Psychotherapie / Neurologie / Neuropsychologie
 

Aggression

Eine allgemein gültige Definition von Aggression gibt es nicht. Gewisse Übereinkünfte bestehen aber. Vielfach wird der Begriff Aggression auch im positiven Sinne verwendet. Das lateinische Wort "aggredi" hatte ja auch die Bedeutung auf etwas zu gehen. Im positiven Sinn ist daher ein Zupacken, am Wettbewerb teilnehmen, sich der Konkurrenz stellen gemeint. Hiervon abgeleitet ist die Bezeichnung Aggressionshemmung als psychopathologischer Begriff für das Fehlen dieser zupackenden Eigenschaften. Als aggressionsgehemmt bezeichnet man unterwürfige Menschen, die auf Grund einer Persönlichkeitseigenschaft oder neurotischen Fehlhaltung (Hemmung) nicht dazu in der Lage sind, sich das zu nehmen, was ihnen zusteht und nicht dazu in der Lage sind ihre Position zu verteidigen. Aggressionshemmung ist also ein psychopathologischer Begriff, der aussagt, dass dem Betroffenen wichtige Fähigkeiten der Selbstverteidigung, und des Durchsetzungsvermögens fehlen. Überwiegend wird Aggression aber im negativen Sinn verwendet, hierauf bezieht sich der Rest dieses Artikels. Auch Aggressionshemmung wird im Sinne der Beißhemmung bei Raubtieren verwendet. Hier wäre die Aggressionshemmung das Gegenteil von ungehemmter oder ungebremster zerstörerischer Aggression. Strittig ist beim Aggressionsbegriff auch, ob verbale Aggression mit enthalten ist oder ob Absicht, bzw. eine Intention Voraussetzung sind um von Aggression zu sprechen. Strittig ist auch ob die Opferperspektive zu einer Definition dazu gehören muss, bzw. eine soziale Dimension enthalten sein muss. Aggression ist ein feindseliges, verletzendes Verhalten oder zerstörerisches Verhalten, und damit ein Angriffsverhalten gegen Personen oder Gegenstände. Dieses Verhalten wird oft durch Frustration oder Ärger ausgelöst und kann kollektiv oder individuell sein. Aggression richtet per Definition Schaden an, unabhängig davon ob dieser beabsichtigt ist. Manchmal versucht Aggression zu beherrschen oder zu vernichten. Aggression wird meistens individuell und gesellschaftlich als Normenverstoß bewertet . In den meisten Fällen ist eine aggressive Handlung nicht geplant, entsteht aus einer emotionalen Situation heraus. Manche Definitionen setzten voraus, dass eine Motivation zur aggressiven Handlung beim Aggressor vorhanden ist, und dass gleichzeitig das Opfer die Handlung abwehren will. Diese Einschränkungen erscheinen zweifelhaft, zum einen stehen oft kulturelle Gegebenheiten und Machtverhältnisse einer Abwehr entgegen, zum andern beinhaltet der Aggressionsbegriff in den meisten Definitionen auch die Aggression kann auch gegen sich selbst („Autoaggression“) in Form von Selbstverletzungsverhalten oder Suizid. Manchmal wird zwischen einem reinen Angriffsverhalten und einem Verteidigungsverhalten unterschieden. Auch hier ist der Blickwinkel oft sehr subjektiv, die Frage wer angefangen hat, lässt sich im Kinderstreit oft ebenso schlecht klären, wie völkerrechtlich. Die Kränkungsschwelle der Opfer spielt bei dieser Einteilung eine wesentliche Rolle. Oft entsteht Aggression nicht aus Absicht, aber sie wird zugelassen, obwohl zumindest zu einem bestimmten Zeitpunkt dem Aggressor andere Handlungsmöglichkeiten offenstanden, gegen die er sich entschieden hat. Der Aggressor hat sich also bewusst entschieden die Situation nicht zu verlassen, zu ignorieren, sondern sie eskalieren zu lassen. Aggression, oder die Bereitschaft diese ungehemmt auszuleben, wird gelernt und abgeschaut, von Medien wie Spielkameraden oder Eltern. Damit sind nicht nur auf überschießenden Emotionen beruhende Fehleinschätzungen auslösend, sondern auch Institutionen, die die Aggression legitimieren, manchmal sogar bewusst den begünstigenden Erregungszustand helfen herbeizuführen und die Abwertung der Opfer fördern. Aggression kann offen (körperlich, verbal) oder verdeckt (phantasiert), sie kann positiv (von der Kultur gebilligt) oder negativ (missbilligt) sein. Die Verhaltensweisen müssen als gerichtet interpretiert werden können (vom Beobachter, nicht vom Opfer und nicht vom Täter).“ Unter Aggressivität wird eine relativ überdauernde Bereitschaft zu aggressivem Verhalten im Sinne einer Persönlichkeitseigenschaft oder Disposition verstanden. Die Definition, was als Aggression oder Gewalt angesehen wird wandelt sich von Generation zu Generation. Noch vor wenigen Jahrzehnten galt es als völlig normal, dass Kinder von ihren Eltern oder Lehrern geschlagen wurden. Gewalt ist kulturabhängig, in manchen Kulturen gelten noch heute Kinder und Frauen als Eigentum. Der größere Teil der Menschheit lebt weiter unter Autokratischen oder Diktatorischen Regimen, in denen staatliche Gewalt nicht juristisch kontrolliert wird und oft Willkür und Korruption das gesellschaftliche Leben bestimmen. Auch bei uns sind diese Zeiten nicht lange her. Eine bestimmte Form der Aggressivität kann in einer gesellschaftlichen Umgebung als legitim und im Nachbarland als illegitim angesehen werden. Je nach Interpretation kann sie sogar als konstruktiv und angemessen bewertet werden. Es gibt keine weltweit anerkannte Definition wo Gewalt und Aggression anfangen, wer dazu wann berechtigt ist und auch keinen einheitlichen Moralkodex diesbezüglich. Meist wird allerdings zwischen Aggression und Gewalt in der Familie oder durch andere gesellschaftliche Gruppen unterschieden. Es gibt unterschiedliche Arten von Aggression wie z.B. Beuteaggression, Eltern-Aggression, Angstaggression usw.. Die WHO definiert Gewalt als den absichtlichen Gebrauch von angedrohtem oder tatsächlichem körperlichem Zwang oder physischer Macht gegen die eigene oder eine andere Person, gegen eine Gruppe oder Gemeinschaft, der entweder konkret oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verletzungen, Tod, psychischen Schäden, Fehlentwicklung oder Deprivation führt. Aggression gegen sich selbst in Form des Suizids ist in dieser Definition bewusst enthalten. 1,6 Millionen Tote (laut WHO, ohne Kriege) weltweit gehen jährlich auf Gewalttaten zurück (28,8 pro 100 000), die meisten auf individuelle Gewalt. 2/3 der Opfer sind Männer. Fast die Hälfte dieser Toten geht auf Selbstmord zurück, ein Drittel waren Tötungsdelikte. Eine viel größere Zahl von Menschen wird verletzt. 875 000 Kinder und Jugendliche sind laut WHO 2002 durch Gewalt und Unfälle verstorben. Die Folgen von Misshandlungen von Kindern verursachen noch Jahrzehnte Gesundheitsstörungen, soziale Probleme und wirtschaftliche Probleme. Gewalt verursacht eine Vielzahl von Gesundheitsstörungen und behindert die gesellschaftliche Entwicklung, verursacht weltweit hohe Kosten. Gewaltbereitschaft ist änderbar. Zitat Nelson Mandela: "Gewaltbereitschaft wird von einer Generation an die nächste weitervererbt, man lernt von der Gewalt der Vorväter, Opfer lernen von ihren Peinigern und die Gewalt produzierenden gesellschaftlichen Verhältnisse bleiben ungehindert bestehen."

Menschliche Aggression ist nur multifaktoriell verstehbar. Politische, sozioökonomische, kulturelle, familiäre Faktoren spielen ebenso eine Rolle wie medizinische und psychologische Faktoren. Bei weitem nicht jede Aggression hat überwiegend psychologische oder psychopathologische Hintergründe. Solche psychopathologischen Hintergründe gibt es aber sehr wohl bei einer Vielzahl von Gewalttaten und aggressiven Verhaltensweisen. Sie spielen eine Rolle bei ADHS, Antisozialer und Borderline Personönlichkeitsstörung, Substanzmissbrauch, und auch bei Psychosen (Schizophrenie, wahnhafte Störungen, Manie,..). Gewaltbereitschaft ist erblich, Familienstudien und Zwillingsuntersuchungen fanden eine Konkordanz von 44%–72%. Bei manchen Menschen besteht eine Neigung zu wiederholten tätlichen Aggressionen, manchmal ist diese Neigung Folge einer neurobiologisch begründeten Anfälligkeit für solche Taten. Man unterteilt dabei in ein Versagen der “top-down” Kontrollsysteme in der präfrontalen Hirnrinde die aggressive Taten moduliert, die durch Ärger auslösende Reize getriggert sind. Ein Ungleichgewicht zwischen präfrontalen regulierenden Einflüssen und einer Überreagibilität der Amygdala und anderer limbischer Regionen die die affektive Komponente von Reizen bewerten scheint eine Rolle dabei zu spielen. Eine ungenügende “top-down- Kontrolle” scheint auf einen Serotionmangel zurückzugehen, exzessive katecholaminerge Stimulation, und subcortikale Ungleichgewichte der glutamatergen/gabaminergen System tragen ebenfalls zur aggressiven Verhaltensfehlregulation bei. Zwischenzeitlich wurden auch Kandidatengene gefunden, dabei sowohl solche die Einfluss auf den Serotoninstoffwechsel als auch solche die Einfluss auf den Katecholaminstoffwechsel nehmen. Hormone nehmen darüber hinaus einen entscheidenden Einfluss auf die Aggressivität. Aggressivität ist männlich, wird wesentlich vom Testosteronspiegel mitbestimmt. Aggression hat zudem entwicklungsgeschichtliche Wurzeln auch Tiere haben einen Aggressions--Instinkt, Menschen zählen dabei zu den Raubtieren, deren Zähmung durch die Kultur noch nicht abgeschlossen ist. Aus der Neurotransmitterhypothese ergeben sich auch therapeutische Konsequenzen für die Behandlung der Aggressionsneigung. Antikonvulsiva vermindern die limbische Überreizbarkeit, SSRI verbessern die präfrontalen Hemmmechanismen, atypische Neuroleptika vermindern die subkortikale dopaminerge Stimulation und verbessern die präfrontalen Hemmmechanismen, Stimulantien verbessern bei ADHS die präfrontalen Hemmmechanismen. Voraussetzung für einen Einsatz ist aber, dass eine solche Störung auch tatsächlich vorliegt. Stimulantien können ansonsten durch die Antriebssteigerung auch aggressives Verhalten auslösen, auch die Antriebssteigerung bei SSRI kann aggressives Verhalten oder solche Verhaltensweisen begünstigende Manien auslösen. Zusätzlich zu berücksichtigen sind die sonstigen Nebenwirkungen der Substanzen, die den Einsatz aus individuellen Gründen einschränken können. Dass aber Medikamente beispielsweise in der Behandlung von Aggressivität bei Psychosen oder Aggressivität im Rahmen eines ADHS indiziert sind ist ebenso unzweifelhaft wie der daraus resultierende Behandlungserfolg belegt ist. Medikamente sind dabei selten alleine die ausreichende Behandlung der Aggression. Dabei ist allerdings auch davon auszugehen, dass eine Veränderung des Verhaltens durch angemessenere konsequente Erziehung, Psychotherapie etc. ebenfalls zu einer Veränderung der Neurotransmittersysteme führt.

Wasmann und Flynn 1962 wiesen bei Katzen durch elektrische Stimulation im Hypothalamus nach, dass für unterschiedlichen Arten von Aggression unterschiedliche Hypothalamusareale verantwortlich sind: Die Stimulation des lateralen Hypothalamus hatte Beuteaggression, die zielgerichtet, ruhig und selektiv ist zur Folge. Die Stimulation des medialen Hypothalamus führte zur affektiven Aggression. Die Stimulation des dorsalen Hypothalamus hat eine Flucht-Reaktion zur Folge. Weatley 1944 fand, dass Katzen bei Läsionen im medialen und dorsalen Hypothalamus extrem aggressive Verhaltensweisen zeigten.

präfrontale Hemmung limbische Überreizbarkeit Striatale Überreizbarkeit
ADHS vermindert
Borderline-Störung, Substanzmißbrauch vermindert verstärkt
Antisoziale Persönlichkeitsstörung vermindert vermindert
Psychose vermindert verstärkt
Larry J. Siever, Am J Psychiatry 2008; 165:429–442 [Abstract]

Der dorsale und laterale Hypothalamus hemmen sich in ihrer Funktion gegenseitig. Kommt es zu Läsionen im dorsalen Hypothalamus wird z.B. die Beuteaggression des lateralen Hypothalamus in seiner Funktion extremisiert. Auch die Transmittersystemen sollen differentielle Wirkung bzgl. der Aggression haben. Serotonin = affektive Aggression, Dopamin = spontane innerartliche Aggression Noradrenalin = furchtinduzierende wütende Aggression. Neuerdings wird anhand von Tierversuchen an Knockoutmäusen vermutet, dass NO über eine Regulation des zentralen 5-HT Systems eine Rolle bei der Aggressivität spielt. NO scheint dabei eine wichtige modulatorische Rolle im serotonergen System, besonders an der 5-HT1A und 5-HT1B postsynaptischen Rezeptorfunktion zu spielen. Bei Abwesenheit von NO kommt es zu einer Zunahme von impulsivem und aggressivem Verhalten durch Veränderungen im serotonergen Rückkoppelungen. Chiavegatto et al. PNAS u January 30, 2001. 98/3, 1281. Schädigungen insbesondere der linken Orbitofrontalregion scheinen nach PET- Untersuchungen Hirnverletzter für die mangelnde Impulskontrolle und Aggressivität mancher Schädelhirnverletzter Patienten verantwortlich zu sein. Temporalhirnschädigungen können ebenfalls Gewalttaten bedingen, selten auch einmal bei Menschen, die an einer Temporallappenepilepsie leiden. Verletzungen in anderen Hirnregionen führen nicht zu vergleichbaren Störungen. Aggressionen werden gelernt wie andere komplexe Verhaltensweisen und sie können auch wieder verlernt bzw. gehemmt werden. Dabei spielt das Lernen am Erfolg eine Rolle, d. h. was genügend oft zu einem Erfolg führt, wird behalten. Noch wichtiger ist das Lernen am Modell: Man lernt Verhalten, das man bei anderen wahrnimmt. Das bedeutet aber nicht immer, dass man das Gelernte auch im offenen Verhalten zeigt. So wissen viele Menschen relativ gut, wie man einen Bankraub durchführen kann, ohne je einen zu begehen. Das Gelernte bleibt in solchen Fällen latent. Das Lernen am Modell steht seit 1963 (Bandura und Walters) in einem Brennpunkt psychologischer Aggressionsforschung. Seine Relevanz zeigt sich nicht zuletzt bei Untersuchungen der Wirkungen von Gewaltdarstellungen in Massenmedien (Übersicht in Selg, Mees und Berg 1997): Sie steigern bei moralisch noch ungefestigten Menschen wahrscheinlich die Aggressionsbereitschaften; zur offenen Aggression tendieren vor allem solche Kinder und Jugendliche, die neben dieser fiktionalen Gewalt in ihrer Herkunftsfamilie direkte Gewalt erfahren. http://www.gwup.org/skeptiker/archiv/2000/3/agresssion.html

Die Mitverursachung von Aggressivität durch psychopathologische Auffälligkeiten ändert nur bedingt- und immer nur nach Prüfung des Einzelfalles- etwas an der moralischen oder juristischen Dimension der Bewertung von aggressiven Taten. Da inzwischen allerdings in funktionellen Kernspintomographien Emotionen und Entscheidungsprozesse immer besser darstellbar werden, gibt es auch Denkmodelle, diese Untersuchungsverfahren zur juristischen Beurteilung von Straftaten zu nutzen. Dies gilt neben der Beurteilung der eventuellen Schuldunfähigkeit vor allem für die Beurteilung der Kriminalitätsprognose von Gewalttätern und Sexualtätern. Bis diese Methoden diesbezüglich tauglich für den Routineeinsatz sind vergehen aber sicher noch einige Jahre.

In kulturvergleichenden Studien wurde herausgefunden, dass in einer Gesellschaft, in der Gewalt als Mittel zur Erreichung bestimmter Ziele legitimiert wird, die Wahrscheinlichkeit persönlicher Gewalt steigt. Pagelow (1984) betont in diesem Zusammenhang, dass diese Legitimierung im Prinzip immer nur für männliche Gewaltanwendungen gilt und auch bei heutigen Medienanalysen genügend Beispiele für legitime Anwendung von Gewalt durch Männer zu finden sind. Angesprochen müssen jedoch an dieser Stelle auch die zunehmenden gewaltablehnenden Normen in unserer Gesellschaft werden. Daher können die modernen westlichen Staaten als ambivalent bezüglich ihrer Normsetzung zu Gewalt bezeichnet werden. Selg, H., Mees, U., & Berg, D. (1988). Psychologie der Aggressivität. S. 26-46).Göttingen: Hogrefe,

Passive Aggression Die Person begegnet emotionalen Konflikten oder inneren oder äußeren Belastungsfaktoren, indem sie indirekt oder unbewusst Aggressionen gegen andere ausdrückt. Es besteht eine Fassade aus offener Zustimmung, hinter der sich Widerstand, Arger oder Feindseligkeit verbirgt. Passive Aggression tritt oft als Reaktion auf Forderungen nach selbständigem Handeln oder Leistungserfüllung auf oder auf einen Mangel an Befriedigung von Abhängigkeitswünschen hin. Sie kann bei Personen in untergeordneten Positionen jedoch adaptiv (Anpassungsmechanismus) sein, die keine andere Möglichkeit haben, Selbstbewusstsein offener auszudrücken.

Aggression, allgemein: Die Begriffe Aggression und Gewalt werden häufig synonym verwendet. Doch umfasst der Begriff Aggression ein Bündel unterschiedlicher Verhaltensweisen, wie Selbstbehauptung, Durchsetzung eigener Interessen und Gewalt. Es lassen sich also zwei Klassifikationstypen unterscheiden: Das ist diejenige, die unter Aggression jede gerichtete, offensive Aktivität verstanden wissen will und der zweite Typ, der nur solche Verhaltensweisen dazu rechnet, die als Gewaltanwendungen zu Schädigungen und Beeinträchtigungen von Menschen oder Sachen führen und meist negativ bewertet werden. Ein wichtiges Merkmal, das nur der Aggression eigen ist, und welches sich begünstigend auf dieses Verhalten auswirkt, ist dass Aggression auch wirksam sein kann, wenn keiner mitmacht. Um eigene Vorteile zu erzielen, kann man verletzen und zerstören, ohne Rücksicht auf das Opfer. Dies bringt dann auch zumindest kurzfristig Erfolg für den Angreifer. Für aggressive Kinder ist es typisch, dass sie nur die kurzfristigen positiven Konsequenzen ihres Handelns vor Augen haben. Sie sehen nicht die nachfolgende Bestrafung oder den möglichen Verlust einer Beziehung. Aggressives Verhalten wird vor allem auch dann eingesetzt, wenn alternative Handlungsmöglichkeiten fehlen, oder weil es zu gewünschten Ergebnissen führt, die mit nichtaggressiven Mitteln nicht so leicht erzielt werden können. Störungen, die mit einer ausgeprägten Aggressivität bei Kindern einhergehen, zählen zu den stabilsten Merkmalen im menschlichen Leben. Über 40 % der Kinder, die heftig und situationsübergreifend - also nicht nur zu Hause, sondern auch im Kindergarten oder Schule, im freien Spielverhalten mit Gleichaltrigen - solche Verhaltensweisen zeigen, behalten diese Schwierigkeiten bis in das Erwachsenenalter hinein. Umgekehrt hat nahezu jedes gewaltsame, impulsive Verhalten im Erwachsenenalter durchgehend diese Störung schon im Kindesalter gezeigt. Die meisten Menschen bauen im Laufe der Kindheit und Jugend innere Barrieren auf, die sie davon abhalten, andere anzugreifen. So werden aggressive Handlungen beispielsweise gebremst durch:

  1. moralische Grundsätze und Wertvorstellungen;

  2. das Akzeptieren bestimmter Regeln für ein soziales Miteinander;

  3. Einfühlungsvermögen in andere Personen (Empathie);

  4. sozial akzeptierte Formen aggressiven Verhaltens

Aggressives Verhalten wird ausgeführt wenn:

  1. es Erfolgsaussichten verspricht,

  2. es nicht durch Strafandrohungen oder moralische Bedenken gehemmt wird,

  3. vorangehende Frustrationen Ärger auslösen,

  4. aggressive Hinweisreize vorhanden sind,

  5. es durch aggressives Verhalten anderer angeregt wird.

Bei der antisozialen bzw. psychopathischen Persönlichkeitsstörung mit ihrer habituellen Neigung zu Delikten und Devianz entstehen Impulshandlungen meist auf dem Boden von Kränkungen oder Frustrationen, aus einer gereizten Gestimmtheit heraus. Bei diesen oft auch haltlosen, von keinen weiterreichenden Zielen oder Perspektiven gelenkten Individuen werden den aufsteigenden Handlungsantrieben nur wenig Widerstand bzw. wenige Kontrollversuche entgegengesetzt, so dass sich die Impulse weitgehend ungehemmt nach außen, gegen andere entladen. Hemmungen entstehen gewöhnlich entweder aus der Angst vor Bestrafung oder aus mitmenschlichen Regungen, also aus Empathie heraus, Gefühlsqualitäten, über die Psychopathen per definitionem wenig oder gar nicht verfügen. Bereits die Sprache gibt Hinweise auf die Aggressivität. Aggressive Sprache und sprachlicher Ausdruck im Stress ist einfach. Aggressive Menschen benutzen Wörter die Urteile abgeben gut oder schlecht sie bewerten insgesamt mehr als andere Menschen, sind emotionaler, und persönlicher, sprechen mehr über einzelne Menschen. Untersuchungen von Hirnläsionen zeigen, dass aggressives Verhalten und Aggressionsdurchbrüche bei Schädigungen der orbitofrontalen Hirnrinde und des vorderen Gyrus cinguli besonders häufig sind. Der vordere Gyrus cinguli spielt generell eine große Rolle bei der Verbindung zwischen Denken und Emotionen. Der hintere Gyrus cinguli spielt eine Rolle bei der Verarbeitung von Angststimuli, von dort aus gibt es direkte Verbindungen zum Hippocampus, dem anterioren Gyrus cinguli, dem parahippocampalen Gyrus und temporalen Regionen. Wesentlich in der Entstehung von Aggressionen scheint dabei eine Störung des Serotoninstoffwechsels zu sein. Es wird davon ausgegangen, dass hemmende Neurone hier in ihrer Funktion beeinträchtigt sind. (New et al Arch. Gen Psychiatry; 59;2002;621 ff)

Die häufigsten Umfeldeinwirkungen, die bei (behandelten) Kindern mit aggressiven Verhalten häufiger vorkommen: Nach Fritz Poustka, Impulsive Gewalt- und Aggressionsbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen

Kategorie der abnormen Situation

Häufigkeit

Mangel an Wärme in der Eltern-Kind-Beziehung

47%

Feindliche Ablehnung, Sündenbockzuweisung gegenüber dem Kind

27%

Körperliche Kindesmisshandlung

9%

Unzureichende elterliche Aufsicht und Steuerung

39%

Erziehung, die eine unzureichende Erfahrung vermittelt

21%

Feindliche Ablehnung oder Sündenbockzuweisung durch Lehrer oder Ausbilder

18%

Allgemeine Unruhe in der Schule bzw. Arbeitssituation

13%

Jungen die viel Hohe Hyperaktivität und hohes oppositionelles Trotzverhalten im Kindergarten zeigen, sind insbesondere dann später noch aggressiv, wenn sie sehr junge (Schwangerschaft im Teenagealter) und wenig gebildete Mütter haben (in Kombination fast 10- fach erhöhtes Risiko) .(Arch Gen Psychiatry. 2001;58:389-394), Nachbarschaft, Umwelt und die Entwicklung der Kinder: zwei große amerikanische Studien zeigen, dass allein durch einen Umzug in eine bessere Nachbarschaft die Kriminalitätsrarte von Kindern und Jugendlichen um 40% sinkt. Auch der Schulerfolg hängt wesentlich von der Gegend ab, in der ein Kind aufwächst. Auch die Beschäftigungsaussichten der Erwachsenen hängen offensichtlich wesentlich vom Wohnumfeld ab. Dieser Effekt wird offensichtlich durch zusätzliche psychologische Unterstützung wesentlich erhöht. Auch die Aggressivität von Eltern gegenüber ihren Kindern scheint vom Wohnumfeld mitbestimmt zu sein. Es wird davon ausgegangen, dass diese Aggressivität vom Sicherheitsgefühl der Betroffenen abhängt. American Sociological Review in October 1999.

Aggression am Arbeitsplatz - die Regel

Aggression am Arbeitsplatz findet zurecht immer mehr Interesse. Der Berufsverband der Amerikanischen Psychologen widmet in seiner Zeitschrift und Homepage aktuell mehrere Artikel (Monitor on Psychology, Volume 32, No. 7 July/August 2001. APA Home Page) diesem Thema. Das Ausmaß des Problems wird bei weitem unterschätzt. Konzepte beleuchten nur einen sehr einseitigen Teil des Problems und das meist erst dann, wenn das Problem kaum mehr lösbar ist. Das erschreckende Ausmaß der Aggression am Arbeitsplatz. Nach einer neuen amerikanischen Telefonumfrage bei 1305 amerikanischen Angestellten führt Stress an jedem 10. Arbeitsplatz zu körperlicher Gewalt. Die Hälfte der Befragten gab an, dass Anschreien und Beschimpfungen an deren Arbeitsplatz üblich sind. Über ein Viertel gab an, dass dies soweit gegangen sei, dass ihnen die Tränen gekommen sind. Bei einer anderen Befragung gab immerhin ein Drittel von 1500 befragten Arbeitnehmern an, dass sie bewusst ihre Arbeitsleistung wegen empfundener Demütigungen reduziert haben, über die Hälfte sagte, dass sie Zeit bei der Arbeit verloren haben, weil sie besorgt über Angriffe gegen sich waren. 1996, gab es an amerikanischen Arbeitsplätzen mehr als 18500 nicht tödliche Angriffe, 1998 mehr als 700 Morde am Arbeitsplatz. 5-10% der Morde und 8-10% der nicht tödlichen Angriffe wurden von Kollegen begangen. Folgenreiche tätliche Auseinandersetzungen lassen sich leicht dokumentieren, Anschreien und Beschimpfungen entziehen sich den Statistiken. Die Kosten für die Firmen werden in den USA auf 6,4 bis 36 Milliarden Dollar pro Jahr durch Produktivitätsverlust, Imageverlust, Versicherungen und vermehrte Sicherheitsbemühungen geschätzt. Nicht immer ist Aggression durch blinde Zerstörung offensichtlich- Wie das Problem sich zeigen kann. Die Schreibtischwut, kontraproduktives oder auffälliges Verhalten am Arbeitsplatz äußert sich als Unhöflichkeit, verdeckte Aggression, offene Gewalt, und Feindseligkeit. Von der bewussten Inkaufnahme von materiellen Nachteilen für die Firma, Unterlassung als eine Art Genugtuung oder Wiedergutmachung bis zur mutwilligen Zerstörung von Arbeitsgeräten oder Diebstahl reicht oft das "Entschädigungsverhalten" von sich gedemütigt fühlenden Angestellten. Da lässt man schon mal den Motor ohne Öl heiß laufen, bis er überhitzt und zu Schrott wird, oder vergisst die Datensicherung in der Hoffung auf böse Folgen. Nur selten ist die Klärung der Schuldfrage die Lösung. Besonders anfällig für kontraproduktives oder auffälliges Verhalten am Arbeitsplatz sind Menschen, die von vorneherein von ihrer Persönlichkeit her feindselig, zynisch und misstrauisch sind, dazu neigen anderen die Schuld zu geben, und sich besonders häufig als Opfer fühlen. Nicht selten sind also die gewohnheitsmäßigen "Opfer" wesentliche Verursacher. Oft ohne dies nach zahlreichen Wiederholungen selbst zu erkennen. Nicht selten konstellieren sie ohne es zu wollen oder zu erkennen, die Ungerechtigkeiten, deren Opfer sie werden. Aggressive Handlungen entstehen meist auf dem Boden von Kränkungen oder Frustrationen und aus einer gereizten Gestimmtheit heraus, fehlt Einfühlungsvermögen und eine übergeordnete Perspektive ist es oft in Sekunden entschieden. Je empfindlicher und kränkbarer ein Mensch ist, umso größer sein Risiko zu Gewalt. Sie erscheint im Augenblick dann manchmal als die einzige Reaktionsmöglichkeit - je mehr man sich in die Enge getrieben fühlt umso ausschließlicher. Amerikanische Firmen investieren inzwischen viel Geld, solche Bewerber rechtzeitig zu erkennen. Dabei wird in psychologischen Test versucht bei allgemeinen Themen die entsprechenden Einstellungen der Bewerber herauszufiltern. Dies aus der Erfahrung, dass gerade die misstrauischen unter den Bewerbern, die Absicht direkter Fragen zu ihren Einstellungen schnell durchschauen. Hilfe für die Betroffenen wird hier meist erst nach dem schmerzlichen Erkennen der eigenen Anteile möglich. Nicht selten erst nach Verlust des Arbeitsplatzes. Entscheidend ist nicht nur die Persönlichkeit des Arbeitnehmers, sondern auch die Tatsache, wie er mit seinen Schwächen oder Stärken zu seiner betrieblichen Position passt. Nicht jeder ist beispielsweise gerne verantwortlich und selbstbestimmt. Für Menschen die im Gegensatz zu den o.g. dazu neigen sich immer selbst die Schuld an jedem Misslingen zu geben, kann es eine große Erleichterung sein in 2. Reihe zu stehen. In der Position des Verantwortlichen fühlen sie sich ständig überfordert und werden häufiger krank. Kontraproduktives oder auffälliges Verhalten am Arbeitsplatz wird auch durch Stress wie überfüllte Arbeitsräume, Lärm, mangelnde reale Pausen und Überforderung begünstigt. Immerhin die Hälfte der Arbeitnehmer gab an, regelmäßig die Mittagspause durcharbeiten zu müssen. Alles was zu negativen Emotionen wie Langeweile, Angst oder einem Überforderungsgefühl führt, kann den Kreislauf der Aggression in Gang setzen. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist nur eine von vielen Möglichkeiten die Situation zu verbessern. Wellness-Programme am Arbeitsplatz, Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls können teilweise Abhilfe schaffen. Kurse im Umgang mit Ärger und Aggression, Hilfe dabei weniger negative Emotionen und wenn dann mit gegenseitigem Respekt zu zeigen und überschaubare und überprüfbare Möglichkeiten des Aufstiegs können helfen, dass tatsächlich weniger negative Emotionen am Arbeitsplatz auftauchen. Stress ist allerdings nur ein Auslöser von Aggression und kontraproduktivem Verhalten am Arbeitsplatz. Menschen tragen auch ihre ganz persönlichen Probleme an den Arbeitsplatz, der nicht selten Austragungsort für anderen Orts entstandene Konflikte ist. Sicher ist, dass die Arbeitswelt noch viel Bedarf an psychologischer Unterstützung hat. Bei nachprüfbaren und gesichert erfolgreichen Programmen könnte hier so mancher profitabler Arbeitsplatz im Dienste des guten Betriebsklimas entstehen. Fazit: Aggression findet das größte öffentliche Interesse, wenn sie von fremden "bösen Männern" ausgeht. Dies obwohl diese am Aggressionsproblem der Gesellschaft den geringsten Anteil haben. Die Täter haben hier soziologische Außenseiterposition, sie sind als schlechtes Beispiel von öffentlichem und politischem Nutzen, an dem jeder zeigen kann, dass er anders und insbesondere friedlich und konsequent gegen Gewalt ist. Dieses in den Vordergrundstellen von Einzeltaten verschleiert aber nicht zuletzt die wirklichen Aggressionsprobleme. Vielleicht auch etwas gewollt, denn "Biss" mit einem Schuss Aggression unter Beachtung des Rahmens (oder der Heimlichkeit) ist in unserer Zeit besonders in der Arbeitswelt gefordert. Umfasst doch der Begriff Aggression ein Bündel unterschiedlicher Verhaltensweisen, auch im Dienste der Selbstbehauptung und der Durchsetzung eigener Interessen im gewollten Konkurrenzkampf. Schädliche Aggression scheint hier also eine Unfall oder eine Verletzung der Spielregeln in einem durchaus gewollt auch riskanten Spiel zu sein. Der Hauptteil der Gewalt (auch der tödlichen Gewalt) in unserer Gesellschaft spielt sich in den Familien, der Verwandtschaft und am Arbeitsplatz ab. Aggressionen durch Kunden oder Patienten finden erst in neuerer Zeit das Interesse der Medien. Hier sollte nur um die Aggression unter Kollegen gehen. Ein Thema das weiteres Interesse verdient..

siehe auch unter

Amok, Abschreckung als Methode gegen Jugendgewalt -und Jugendkriminalität Emotionalität
Emotionales Klima Empathie Gewaltbereitschaft Jugendgewalt und psychische Krankheit Mobbing

 

Quellen / Literatur:

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Weitere Webseiten zu Gewalt und Aggression: Mobbingberatungsstelle Hannover Kindesmissbrauch und Vernachlässigung Child Abuse Prevention Network Great Lakes Area Regional Resource Center: Early Prevention of Violence Database International Society for Prevention of Child Abuse and Neglect Minnesota Center Against Violence and Abuse Office of the United Nations High Commissioner for Human Rights: Convention on the Rights of the Child United Nations Children’s Fund Innocenti Research Centre und http://www.unicef-icdc.org Jugendgewalt Center for the Prevention of School Violence Center for the Study and Prevention of Violence Inter-American Development Bank: Violence Prevention National Center for Injury Prevention and Control National Criminal Justice Reference Service Partnerships Against Violence Network TMR Network Project: Nature and Prevention of Bullying United Nations Crime and Justice Information Network Gewalt gegen Frauen Global Alliance Against Traffic in Women International Center for Research on Women National Sexual Violence Resource Center Network of East-West Women Office of the United Nations High Commissioner for Human Rights: Women’s Rights are Human Rights Action and Information Network for the Bodily Integrity of Women United Nations Development Fund for Women Women Against Violence Europe Gewalt gegen Alte Action on Elder Abuse http://www.elderabuse.org.uk Canadian Network for the Prevention of Elder Abuse HelpAge International International Network for the Prevention of Elder Abuse National Center on Elder Abuse National Committee for the Prevention of Elder Abuse

 

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