Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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Glossar Psychiatrie / Psychosomatik / Psychotherapie / Neurologie / Neuropsychologie
 

Gamma Knife

Das Gamma Knife wurde in Schweden von Lars Leksell entwickelt und kam 1968 erstmals beim Menschen bei einer Thalamotomie wegen unstillbarer Schmerzen zum Einsatz. Radiochirurgie ist eine moderne Behandlungsform, bei der eine stereotaktisch-lokalisierte und scharf gebündelte Hochdosisbestrahlung eingesetzt wird, um kleine intrakranielle Prozesse schonend auszuschalten. Mit Gamma-Knife-Radiochirurgie (GKRC) können entweder mit hoher Dosis von 110–150 Gy kleinvolumige Radionekrosen (RN) im gesunden Gehirn gesetzt werden oder mit einer nichtnekrotisierenden Dosis (NND) von 10–25 Gy unterschiedlich große und verschieden konfigurierte Volumina radiochirurgisch behandelt werden. Besonders in der Therapie benigner und maligner Hirntumoren, zerebralen Metastasen, vereinzelt aber auch in der Epilepsiechirurgie und bei AV-Missbildungen hat sich die Radiochirurgie als wertvoll erwiesen und wird zunehmend als wirksame Alternative zur offenen Operation eingesetzt. Mit dem Gamma-Knife (GK) können mit stereotaktischer MR-Planung aber auch nichtinvasiv präzise Läsionen in schmerzverarbeitenden und -leitenden Hirnarealen im Sinne einer ablativen Schmerzchirurgie bei verzweifelten Fällen (beidseitigen anterioren Capsulotomien) gesetzt werden. Die Gamma Knife- Radiochirurgie ist in manchen Fällen eine sichere, effektive und Kosten sparende Alternative zur herkömmlichen Neurochirurgie.
 

Quellen / Literatur:

K.Kitz, Das Gamma Knife – eine Übersicht, J Neurol Neurochir Psychiatr 2002; 3 (3): 21–24.

 

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