Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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Glossar Psychiatrie / Psychosomatik / Psychotherapie / Neurologie / Neuropsychologie
 

Jo- Jo Effekt

beim Abnehmen von Gewicht oder Hungern reduziert sich der Grundumsatz. Wer also nach Gewichtsabnahme in seine alten Ernährungsgewohnheiten zurückfällt, gewinnt in der Regel schnell Pfunde dazu. Je mehr Diäten umso größer am Ende das Körpergewicht. Der Köper hat sich durch die Diät auf eine niedrigere Energiezufuhr eingestellt. Unser Körper ist noch auf die Zeiten wiederkehrender Hungersnöte eingestellt, damals war die Fettspeicherung für Notzeiten überlebensnotwendig. Der Körper reguliert über eine vermehrte Ausschüttung des Hormon Ghrelin eine Anregung des Appetits und eine erneute Zunahme des  Körpergewichts. Es wird dann vermehrt  Wachstumshormons ausgeschüttet, ein Hungergefühl eine vermehrte Nahrungsaufnahme, die Fettverbrennung und damit der Kalorienverbrauch nimmt ab, die Körperzellen reagieren empfindlicher auf Insulin. Zur Verminderung des Energieverbrauchs werden verschiedene Körperfunktionen gedrosselt Atmung, Herztätigkeit, allgemeiner Stoffwechsel gehen um bis zu 40% zurück. Heute haben wir in den Industrieländern Nahrungsmittel im Überfluss, nur unsere Gene wissen nichts davon. Diäten enden deshalb nicht selten in einer am Ende unerwünschten Gewichtszunahme, ohne wirkliche Ernährungsumstellung und größeren Verbrauch durch mehr Bewegung lässt sich das Körpergewicht nicht dauerhaft reduzieren. Eine sinnvolle Ernährungsumstellung beinhaltet meist eine Reduktion der Fettaufnahme, letztere ist allerdings nur erfolgreich, wenn auch die Kalorienaufnahme insgesamt reduziert wird. Der Körper braucht für diese Umstellung Zeit. Eine Diät für wenige Wochen ist deshalb für eine dauerhafte Gewichtabnahme nicht sinnvoll und kann auch nicht erfolgreich sein. Fasten, Hungern, Heilfasten, angebliche Entschlackung und Darmreinigung münden mittelfristig regelmäßig in einer Gewichtszunahme. (Angebliche "Schlacken" sind ohnehin ein Märchen von Geschäftemacher, die an jedem Jo jo Effekt neu verdienen).  Als Faustregel gilt nach einer Gewichtsabnahme von 10% des Körpergewichts benötigt der Körper 500 kcal weniger pro Tag und das dauerhaft. Mit kalorienreduzierter Mischkost, konsequent dauerhaft mehr Bewegung lässt sich der Jo- Jo Effekt vermeiden. Körperliche Betätigung erhöht den Verbrauch und vermindert damit die Umschaltung des Körpers auf Sparflamme, sie stabilisiert außerdem den Kreislauf, der bei reinem Fasten durch Mangelerscheinungen nicht mehr richtig reguliert werden kann. 


 

 

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Zum einen gibt es nicht überall solche Leitlinien, zum anderen werden diese mir nicht immer sofort bekannt. Manche Leitlinien sind lange nicht aktualisiert worden und von neuerer Literatur überholt, bzw, ergänzungsbedürftig.  Wenn möglich sind im Text Links zu solchen Leitlinien eingebaut. Auch Leitlinien sind nur Orientierungen, sie schließen nicht aus, dass generell oder im Einzelfall Fehler enthalten sind oder diese im Einzelfall nicht anwendbar sind. Ziel der Darstellung ist hier definitiv nicht, mich als Experten für irgendeines der in der Homepage dargestellten Krankheitsbilder auszuweisen. Ich gehe davon aus, dass alle vergleichbaren Fachärzte für Neurologie, Psychotherapeutische Medizin und Psychiatrie ihre Patienten sorgfältig und genau so gut wie ich behandeln. Sollten Sie über eine Suchmaschine direkt auf diese Seite gekommen sein, werden Sie gebeten auch die Hauptseite aufzusuchen. Dort finden Sie einen Link zu den zuständigen Ärztekammern. 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