Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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Stammzellen und Gentherapie bei neurologischen Erkrankungen

Der Traum von ewiger Jugend oder lässt sich der Alterungsprozess mit Stammzellen aufhalten oder gar umkehren. Können kranke Zellen einfach überall durch gesunde Zellen ersetzt werden? 

Was ist bekannt in der Stammzelltherapie?

Die Idee ist nicht ganz neu, war aber noch nie so nahe an der technischen Realisierung wie heute. Schon mittelalterliche Päpste sollen sich das Blut von Jünglingen infundieren lassen haben, Frischzelltherapie mit Schaf- Embryozellen war zeitweise bei solventer Kundschaft deutscher Kurkliniken ein Renner. Viel mehr als Hinweise auf teilweise erhebliche Nebenwirkungen sind von letzterer Verjüngungskur nicht bekannt geworden. Das Szneario von transgenen Schweinen oder menschlichen Klonen als „Materiallager“ für erkrankte Organe ging vielfach durch die Presse und ist eine zumindest denkbare mit vielen ethischen Schwierigkeiten behaftete Zukunftsoption, die sich jeder im Grundsatz gut vorstellen kann. Wie realistisch dieses Möglichkeit für die Behandlung häufiger Erkrankungen ist, bleibt dennoch weiter offen,- nicht nur aus moralisch ethischen Gründen. Es handelt sich dabei derzeit nicht um die Hauptrichtung der gentechnischen Forschung.  Zwischenzeitlich haben 2 deutsche Forscher die Genehmigung erhalten israelische Stammzellen zu importieren. Oliver Brüstle am Institut für Rekonstruktive Neurobiologie an der Universität Bonn will diese nach gezielter Umwandlung in Zellen des Nervensystems für Forschungen zur Linderung von neurologischen Krankheiten einsetzen. Der Kölner Jürgen Hescheler will versuchen eine Regeneration des bei einem Herzinfarkt abgestorbenen Muskelgewebes und der Gefäße mit Stammzellen zu erreichen.

Bei vielen Krankheiten ist inzwischen der genaue Schädigungsmechanismus und der Ort des Schadens im Organ bekannt. Die Entschlüsselung des menschlichen Genoms hat in vielen Fällen auch den dazugehörigen genetischen Defekt aufschlüsseln können. Durch Gentests können heute etwa 280 Erkrankungen molekular diagnostiziert werden. Die Zahl wird durch die technologische Entwicklung rasch steigen. Die Hoffnung genau am Ort der Schädigung in der Zelle oder in der geschädigten Region (hier überwiegend bestimmte Orte oder System im Gehirn)  kausal angreifen zu können, ist eine logische Folge dieser Entwicklung.

Stammzellen - vom Patienten selbst oder von Embryonen

Die befruchtete Eizelle und der zunächst daraus wachsende Zellhaufen ist in der Lage zu jeder Art von Organ zu differenzieren.  Ein Teil der embryonalen Stammzellen (ES- Zellen), ist totipotent (wörtlich hier alle Möglichkeiten), sie können sich, wenn sie aus dem Zellverband des Embryos herausgelöst werden als eigenständiges Individuum weiterentwickeln. In der Natur geschieht das spontan, wenn sich ein Embryo zu sogenannten eineiigen Zwillingen teilt und weiterentwickelt. Totipotente Zellen ließen sich auch zum Klonen verwenden. Das US-amerikanische Biotech-Unternehmen Advanced Cell Technology (ACT) sowie chinesische Forscher berichten über "erfolgreiches Klonen" auch bei menschlichen Eizellen  zur Herstellung von Stammzellen aber auch mit dem Ziel "Menschen zu erzeugen", auch ein italienischer Arzt berichtet dass eine Frau bereits in der 8. Woche mit einem Klonbaby schwanger sei.  Totipotente Stammzellen können ein ganzes Individuum, pluripotente Stammzellen sämtliche Organe und multipotente Stammzellen ein einzelnes Organ oder Teile davon bilden. Spätestens bis zum 8-Zellstadium (3. Tag) tritt eine Differenzierung ein, welche die Entwicklungsmöglichkeit der einzelnen Embryonalzelle (Blastomere) begrenzt. In welcher Weise vom 4- zum 8-Zellstadium sich dieser Übergang von einem totipotenten in ein pluripotentes Differenzierungsstadium vollzieht, ist beim Menschen noch nicht bekannt und unter in-vitro-Bedingungen nicht eindeutig feststellbar, die entsprechenden Steuerprogramme sind noch nicht bekannt. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind isolierte ES-Zellen nicht totipotent. Blastozysten sind einen Zehntel Millimeter große, aus 150 bis 200 Zellen zusammengesetzte Gebilde und bestehen bereits aus unterschiedlichen Zelltypen. Aus der Blastozyste lassen sich, die so genannten embryonalen Stammzellen gewinnen. Hierzu wird die Kugel mit einem dünnen Skalpell aufgeschnitten. Die entnommenen Zellen lassen Forscher anschließend in einer Nährlösung gedeihen, es entstehen Zelllinien. Auf diese Weise können aus einer Blastozyste fast unbegrenzt Zellen gezüchtet werden, die sich - so die große Hoffnung - als Ersatzgewebe bei unterschiedlichen Erkrankungen einsetzen lassen.  In diesen späteren Stadien sind sie in ihrer Entwicklung festgelegter, können sich aber noch in eine Vielzahl von Organen differenzieren. Man nennt dies Fähigkeit Pluripotenz (wörtlich hier viele Möglichkeiten). Aus pluripotenten Zellen können sich alle unterschiedlichen Gewebe eines Organismus entwickeln, jedoch nicht ein ganzes Individuum. Während der Embryonalentwicklung verlieren diese embryonalen Stammzellen zunehmend ihre Pluripotenz. Erwachsene (adulte) Stammzellen sind nach bisherigen Vorstellungen überwiegend bereits auf den Entwicklung von Zellen bestimmter Organe festgelegt. Es sind also gewebs- oder organspezifische Stammzellen. Diese differenzieren in so genannte Progenitorzellen. Progenitorzellen weisen damit bereits eine begrenzte Fähigkeit zur Replikation (Vermehrung) und zur Differenzierung (Weiterentwicklung in verschiedene ausgereiftere Zelltypen)  auf. Unter Progenitorzellen versteht man damit Zellen, die sich im Vergleich zu anderen Zellen noch in einem frühen Stadium ihrer Entwicklung befinden. Eine große Frage in der derzeitigen Forschung ist, in wie weit Stammzellen die von erwachsenen Patienten gewonnen werden, ein ähnliches Potential haben können wie embryonale Stammzellen. Geforscht wird auch an der Schaffung von individualspezifischen embryonale Stammzellen nach Zellkerntransfer in enukleierte Eizellen. Dabei wird einer Eizelle der Zellkern entnommen und statt dessen ein aus dem Individuum gewonnener Zellkern eingepflanzt. (damit auch Klonen möglich)  Offensichtlich kann das hochdifferenzierte genetische Programm eines Körperzellkerns nach der Überführung in das Eizellplasma eine weitgehende Reprogrammierung erfahren. Dabei entsteht eine neue totipotente Zelle, die sich analog einer befruchteten Eizelle zur Blastozyste entwickeln kann. Diese Methode könnte die Möglichkeit eröffnen, aus einer Körperzelle eines Patienten und einer enukleierten Eizelle embryonale Stammzellen mit dem Erbgut des Patienten zu erhalten. Aus diesen individualspezifischen Stammzellen ließen sich gesunde Zellen und Gewebe erhalten, die bei Übertragung auf den Patienten keine immunologischen Probleme hervorrufen. Erste solche Experimente mit menschlichen Eizellen wurden bereits durchgeführt. Die meisten menschlichen Organe und besonders das Gehirn sind aber sehr komplex aus verschiedenen Zellstrukturen aufgebaut. Ganze komplexe Organe wie Gehirn und Leber lassen sich noch lange nicht produzieren, ob dies je möglich und sinnvoll sein wird ist völlig offen. Inzwischen ist es gelungen Zellkerne aus Körperzellen von Kindern und Erwachsenen in die Eizellen zu transferieren, aus den denen der Zellkern entnommen wurde und so pluripotente menschliche embryonische Stammzellen herzustellen. Man hofft so Krankheiten wie die kongenitale Hypogammaglobulinaemie, Rückenmarksverletzungen oder den Diabetes Typ I behandeln zu können. Der Vorteil der Methode ist, dass die Stammzellen den genetischen Kode des kranken Menschen tragen und damit keine Abstoßungsreaktion entsteht, eine immunsuppressive Behandlung des Empfängers wäre nach einer solchen Transplantation nicht erforderlich, Abstoßsungsreaktionen nicht zu befürchten. Die Zellen könnten in der Kultur zu jeder Art von Körperzelle differenzieren.
 

Im Knochenmark werden die Blutzellen ständig erneuert, hier ist die Existenz und die Funktion von Stammzellen eine medizinische Selbstverständlichkeit. Die im Knochenmark befindlichen Stammzellen produzieren ein Leben lang alle im Blut vorkommenden Zellen wie Lymphozyten, Granulozyten, Thrombozyten oder Erythrozyten. Adulte Stammzellen aus Knochenmark konnten schon über ein Jahr lang vermehrt werden (bis 80 Zellteilungen), ohne dass die Pluripotenz verloren ging. Es wurde gezeigt, dass sich die kultivierten Stammzellen zu verschiedenen Zelltypen entwickeln ließen. Es ist möglich reife Hirnzellen aus Knochenmarkzellen zu züchten, und inzwischen einer ersten Forschergruppe sogar gelungen neuronale Stammzellen aus Knochenmarkzellen zu züchten.  Auch in vivo ist inzwischen "unbeabsichtigt" ein solcher Effekt nachgewiesen.  Edward Scot et al. Lancet (2004; 363: 1432ff) im Gehirn von drei Frauen, die an einer Leukämie erkrankt waren und eine allogene Knochenmarkstransplantation erhalten hatten konnte nach Knochenmarkstransplantation von männlichen Spendern der Nachweis von neu entstandenen Nervenzellen "männlichen Geschlechts geführt werden. Da die Donorzellen ein Y-Chromosom beinhalteten (also männlichen Ursprungs waren), war der eindeutige Nachweis einfach, er gelang bis zu sechs Jahre nach der Knochenmarkstransplantation im Gehirn aller drei Frauen.  Die Hoffnung, dass transplantierte adulte Knochenmarkszellen Nervenzellen in den Gehirnen von menschlichen Stammzellempfängern regenerieren könnten, scheint damit nach Ansicht der Autoren dieser Studie realistisch.
Nabelschnurblut enthält eine große Anzahl von teilungsfreudigen Stammzellen,  dabei ist auch ein geringerer Grad der Übereinstimmung der HLA-Antigene zwischen Spender und Empfänger notwendig. Die Präparate werden eingesetzt, um Kindern mit Bluterkrankungen, wie zum Beispiel Leukämie, zu helfen. Wie bei Knochenmarktransplantationen entstehen dabei aus den Stammzellen neue blutbildende Zellen. Auf dem gespendeten Nabelschnurblut ruht daher die Hoffnung vieler Leukämie-Kranker, die keinen geeigneten Knochenmarkspender finden. Für die Behandlung Erwachsner ist die Gesamtzellzahl im Nabelschnurblut allerdings zu gering. Wissenschaftler setzen aber darauf, dass sich die Stammzellen eines Tages künstlich vermehren lassen. (http://www.umweltjournal.de/fp/archiv/AfA_gesundheit/020330Nabelschnur.shtml ).Inzwischen wurden in zahlreichen Organen, die sich normalerweise beim Erwachsenen  nicht mehr regenerieren adulte (erwachsene) Stammzellen nachgewiesen. Dies gilt insbesondere für die Leber, die Bauchspeicheldrüse und das Gehirn. Es konnten bisher allerdings bei weitem nicht aus allen Organen Stammzellen gewonnen werden. Stammzellen in diesen Organen verbleiben nach der Geburt in der Regel schlafend und differenzieren sich bei Verletzungen und Erkrankungen dieser Organe nicht weiter, tragen also im Regelfall (und soweit bisher bekannt) nicht zur Reparatur erkrankter Organe bei.  Die Zahl der Stammzellen nimmt mit dem Älterwerden ab. Unter besonderen Bedingungen in Zellkulturen oder durch Stimulierung mit Wachstumsfaktoren können diese adulten schlafenden Stammzellen aber in den verschiedenen Geweben wieder dazu gebracht werden ihre Funktion einer Differenzierung in verschiedenste Gewebezellen aufzunehmen. Solche adulten Stammzellen sind schwierig zu isolieren und zu reinigen, da sie nur in sehr kleiner Zahl vorhanden sind. Man nimmt auch an, dass adulte Stammzellen bereits mehr Schäden in ihrer DNA (Erbsubstanz) aufweisen als aus Embryonen gewonnene pluripotente (fähig sich in verschiedene Zellen zu entwickeln) Stammzellen. Allerdings gibt es inzwischen sogar Hinweise, dass sich manche Zellen zurückdifferenzieren lassen. So ist es teilweise im Reagenzglas gelungen aus Hautzellen wieder Nervenzellen zu entwickeln, oder aus den Stützzellen des Nervensystems wieder Nervenzellen zu züchten. Es scheint, als ob es je nach Umgebung möglich wäre, aus Stammzellen unterschiedlichster Umgebung differenzierte Zellen für das jeweilige Organ zu entwickeln. Also aus Knochenmarksstammzellen Nervenzellen und umgekehrt. Notwendig sind hierfür spezielle weiter „Faktoren“ wie epidermaler oder Nerven- Wachstumsfaktor oder das Heranwachsen in der speziellen Zellumgebung wie fetale Mittelhirnzellen oder striatale Zellen. Neuer Untersuchungen weisen auch darauf hin, dass mittels direkt in den geschädigten Herzmuskel eingebrachten Knochenmarksstammzellen eine Muskelbildung im durch Herzinfarkte geschädigten Herzmuskel möglich ist. Ob diese neu gebildeten Muskelzellen auch in normalem Verhältnis und Struktur gebildet werden, und ob sie auch das einmal gebildete Narbengewebe ersetzen ist weiterhin offen. Ähnlich sind auch erste Ergebnisse bei Schlaganfallpatienten. Auch zeigte sich in kleinen Studien das Anwachsen der transplantierten Zellen. Ob die Verbesserung der Symptome dieser Patienten damit zusammenhängt oder mehr dem natürlichen Verlauf entspricht muss bei den wenigen bisher transplantierten Patienten offen bleiben. Auch wenn es gelingt, Progenitorzellen in vitro (im Reagenzglas) zur Zellteilung zu stimulieren und mehrere Generationen nachwachsen, so bleibt die Frage wann auch von der Entwicklung der Zellen her der richtige Zeitpunkt für die Implantation in das zu behandelnde Gewebe ist, und wie dies mit dem Entwicklungszyklus der Zellen abgestimmt werden kann. Fetale menschliche Stammzellen produzieren Insulin bei Mäusen mit experimentellem Diabetes und senken dort den Blutzucker.M. Zalzman,PNAS 2003. Stammzelltransplantation ist bei bestimmten Krankheiten schon heute eine etablierte Therapieform, dies betrifft aber überwiegend die schweren angeborenen oder erworbenen Erkrankungen des Knochenmarks sowie einige maligne Erkrankungen. Hämatopoetische Stammzellen wurden  2006 25000x in Europa etwa 80000 weltweit transplantiert. Die erste erfolgreiche Knochenmarktransplantation wurde 1968 bei Geschwistern durchgeführt.

 

Krebserkrankungen bei denen Stammzellen in der Behandlung

  nach Chemotherapie eingesetzt werden

Art des Stammzelltransplantats
(Erklärung siehe unten)
Autolog Allogen vom passenden Spender
Akute Myeloische Leukämie (AML) X X X
Akute Lymphoblastische Leukämie (ALL) X X X
Chronisch Myeloische Leukämie X X X
Myelodysplasie   X X
Aplastische Anämie   X X
Morbus Hodgkin X X  
Aggressive Lymphome X X  
Niedriggradige Lymphome X X  
Brustkrebs X    
Ovarialkarzinom X    
Hodenkrebs X    
Melanome X    
Kleinzelliges Bronchialkarzinom X    
Primäre Hirntumore X    

Was aus Stammzellen bisher gewachsen ist

Aus Knochenmakszellen wurde:
Herzmuskelzellen
Skelettmuskelzellen
Leberzellen
Hirnzellen
Endothelzellen

Aus Muskelzellen wurden:
Knochenmarkszellen

Aus Neuronalen Stammzellen wurde:
Blut
Skelettmuskeln
Multiple embryonische Gewebe

 Die Stammzellen im Gehirn

Stammzellen können inzwischen durch Oberflächen-Marker, die sich mithilfe von Antikörpern markieren lassen von normalen Hirnzellen unterschieden werden. Im Gehirn sitzen die Stammzellen überwiegend im Hippokampus und in der periventikulären subempendymalen Zone. Man hat diese Hirngebiete deshalb in Anlehnung an das Knochenmark auch schon „Hirnmark“ genannt. Ob es sich bei diesen Zellen um primäre Hirnzellen oder um ausgewanderte Knochenmarkszellen handelt, die an den speziellen Stellen ein gutes Klima zum Anwachsen (Homing) gefunden haben ist unklar. Allerdings sollen auch die Gliazellen ( Stützzellen des Gehirns) in bestimmten Hirngebieten in der Lage sein sich zu Stammzellen zurück zu entwickeln. Diese Zellen des Hirnmarks sind in Clonen organsiert, man weiß inzwischen, dass sie sich in alle 3 Sorten von Zellen (Astrozyten (bilden die Stützzellen), Oligodendrozyten (bilden die Markscheiden die für die Isolierung der Nervenfasern und damit die Geschwindigkeit der Leitung verantwortlich sind) und Neurone (Nervenzellen)) im Gehirn differenzieren können.  Solche Zellen konnten sogar aus Leichengehirnen (bei entsprechender Kühlung) bis zu 5 Tage nach dem Tod isoliert werden, dies sogar bei sehr alten Menschen. Es gelang diese Zellen in das Hirn junger Mäuse einzupflanzen, sie differenzierten dort in dem Entwicklungsstand des Hirns angepasste Zelltypen und sie wanderten in die weit verteilten Regionen des Zentralnervensystems. Diese Zellen waren auch in der Lage beschädigte Gebiete im ZNS selbständig erkennen und funktionell defekte Neuronen zu ersetzen. Ähnliches gilt für andere Organe wie das Knochenmark oder die Milz. Die Differenzierung und Proliferation neuronaler Stammzellen scheint maßgeblich von Astrozyten bestimmt zu werden. (Hongjun Song et al. Nature 2002; 417: 29–32, 39–44). Ob Stammzellen, die aus dem Knochenmark, der Haut oder dem Fettgewebe wesentlich leichter zu gewinnen sind als aus dem Gehirn, im Gehirn die Funktion der drei Zellarten im Gehirn übernehmen können ist offen. Eine entscheidende Rolle von NO im Gehirn könnte in der Hemmung von Progenitorzellen liegen.  Neurale Progenitorzellen sind im gesamten Gehirn und Rückenmark weit verbreitet, dennoch scheint es nur selten zu einer Neubildung von Nervenzellen zu kommen. Von besonderem Interesse in der Forschung ist deshalb, wie die Neurogenese im erwachsenen Gehirn gehemmt wird. Aus Tierversuchen ergibt sich, dass NO möglicherweise ein wichtiger negativer Regulator der Zellproliferation im erwachsenen Gehirn von Säugetieren ist. Wenn die  NO- Produktion im Ratenhirn durch eine Infusion von einem NO- Synthasehemmer in die Ventrikel gehemmt wird, bilden sich ebenso vermehrt neue Nervenzellen, wie bei einer Nullmutante der Neuronal NO-Synthase bei speziellen Knockoutmäusen. Aus diesen Forschungen könnte sich ein Ansatz ergeben, wie das Potential des Gehirns zur Sebsterneuerung über das Nachwachsen neuer Nervenzellen besser genutzt werden kann. Packer et al. PNAS August 5, 2003, 100/16, 9566–9571 www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1633579100  Eine Besonderheit im Gehirn ist, dass die neu einwachsenden Zellen in der Lage sein müssten, kurze und länger Axone zu bilden und sich dabei in bestehende Verschaltungen von Nervenzellen einbinden müssten und neue solchen Verbindungen bilden müssten. Falls es überhaupt gelingen sollte solche Zellen im Gehirn zum wachsen zu bringen und selbst wenn sie die gewünschten Eigenschaften und Funktionen aufweisen würden, bliebe die Frage offen ob es gelingt dieses Wachstum auch an der richtigen Stelle und zum richtigen Zeitpunkt wieder zu bremsen.  Unsterbliche Stammzellen und Progenitorzellen könnten sich leicht auch wie ein Krebsgeschwür weiter vermehren. Die Erfahrungen der Behandlung von Parkinsonpatienten mit ins Gehirn eingepflanzten embryonalen Zellen in den letzten 12 Jahren lehren, dass nicht alles was populär, medienwirksam und scheinbar einfach ist, am Ende auch wirklich so funktioniert.

 

 

 

12 Jahre Einpflanzen embryonaler Stammzellen in die Gehirne Parkinsonkranker.

Embryonale Stammzellen galten zumindest bisher als die wesentlich aussichtsreicheren Kandidaten als s.g. adulte Stammzellen.  Die Einpflanzung embryonaler Hirnzellen in die Gehirne von etwa 300 Parkinsonkranken hat seit 12 Jahren sehr viel Aufmerksamkeit erhalten. Verwendet wurden meist neuronale Zellen in dem fötalen Gehirn, dabei mussten für einen Patienten  mehrere Abtreibungen auf einen Termin koordiniert werden um genügend Zellen zu gewinnen. Wie groß die Erfolge in den ersten meist kleinen Operationsserien waren, ist schwer zu beurteilen. Bei einzelnen dieser Studien scheinen nur sehr wenige Patienten in geringem Maße, wenn überhaupt profitiert zu haben. Bei einer 2001 veröffentlichten größeren Operationsserie mit immerhin doppelblindem Design (Scheinoperation) profitierten auch die Patienten denen zum Schein nur ein Bohrloch in die Schädeldecke gebohrt wurde vorübergehend. Insbesondere die jüngeren Patienten (unter 60) scheinen aber auch tatsächlich profitiert zu haben. Bei immerhin 17 von 20 Patienten scheinen die embryonalen Zellen im Gehirn angewachsen zu sein. 15% der transplantierten entwickelten aber auch schwere Nebenwirkungen mit Dystonien und Dyskinesien. Wie diese Nebenwirkungen zustande kamen ist weiter unklar. Spekuliert wird, dass es an der Vorkultivierung der Zellen oder an dem Ort der Transplantation lag. Unklar bleibt weiter welche zusätzlichen neurotropen Faktoren oder Wachstumsfaktoren hilfreich wären. Die Erfolge sind im Vergleich zur Stimulation von Kerngebieten mit Tiefenelektroden beim M. Parkinson noch sehr bescheiden. Ob die geplante Transplantation von autologen Hirnmarkzellen (die vom Patienten selbst gewonnen wurden)  in das Gehirn Parkinsonkranker erfolgreicher sein wird bleibt abzuwarten (http://www.enzobio.com/entrance.html), abzuwarten bleibt auch, ob sich durch Modifikation der bisherigen Verfahren mit embryonalen Stammzellen ein besserer Effekt mit weniger Nebenwirkungen erreichen läßt.  M. F. Lévesque vom Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles berichtet jetzt (april 2002) über eine angeblich erfolgreiche Behandlung eines Parkinsonpatienten mit adulten Stammzellen, letztere wurden über eine Biopsie zunächst Gewebe aus dem präfrontalen Kortex entnommen.   Hoffnungen bestehen auch, dass durch die Kombination mit Gentechnik eine Verbesserung erreichbar ist. Die Entdeckung des alpha-Synukleins hat verbesserte Tiermodelle entstehen lassen. Tierexperimente könnten zu eine schnelleren Klärung offener Fragen führen..

Stammzelltransplantationen bei MS- Patienten

Stammzelltransplantationen könnten bei MS- Patienten helfen meinen US- Forscher, die eine Studie an 26 Patienten auf einem Kongress am 13.4.02 vorstellten. Nach einem Beobachtungszeitraum von durchschnittlich 14,2 Monaten seien 20 von 26 Patienten stabil geblieben, in den 12 Monaten vor Behandlung hätten sich alle Patienten signifikant verschlechtert. Nur 3 Patienten haben nach Angaben der Forscher im Verlauf der Studie neue MS Herde entwickelt. Manche Patienten sollen sich sogar bezüglich ihrer Behinderung verbessert haben. Als Komplikation trat allerdings bei einem Patienten durch die immunsuppressive (die Abstoßung verhindernde) Behandlung eine schwere Virusinfektion auf, die tödlich endete, ein anderer Patient entwickelte ein Guillain-Barre Syndrome und eine Lungenentzündung. Ein weiterer Patient entwickelte unklares Fieber und verschlechterte sich im Verlauf dann auch bezüglich seiner MS. (Quelle American Academy of Neurology) Ansatzpunkt war hier nicht die Stammzelleinpflanzung  ins Gehirn, wie meist bei Studien mit Parkinsonkranken praktiziert,  sondern die Entfernung von "Killerstammzellen" aus dem Blut und Ersatz durch gesunde Stammzellen. Einen wirklichen Durchbruch kann man aus dieser Studie noch nicht ableiten. Auch die Implantation von ersten remyelinisierenden Stammzellen in das ZNS wurde bereits berichtet. (http://www.myelin.org/ ). Dass diese prinzipiell Aussicht bietet, läßt sich bereits daraus ableiten, dass bereits 1965 gezeigt werden konnte, dass auch im ZNS eine spontane Remyelinsierung stattfindet.  Diese wurde schon lange schlafenden Oligodendrozyten- Progenitorzellen zugeschrieben. Große Mengen frischer Oligodendrozyten finden sich in der Nähe von frischen Herden. Die andere Herangehensweise ist die Implantation von Schwanschen Zellen, diese kommen sonst nur im periferen Nervensystem vor, und werden bei der MS bekanntlich nicht angegriffen. Die Idee ist diese aus den peripheren Nerven der Patienten selbst zu gewinnen. Ob diese allerdings mit den Astrozyten des Gehirns zusammenarbeiten können ist fraglich, da letztere in der Regel deren Wachstum hemmen. Klärung wird erst der Langzeitverlauf und weitere Studien bringen. Olfactorische ummantelnde Zellen aus den Riechnerven könnten eine Alternative sein. Diese sind aber nur in geringer Zahl vorhanden und ihre Vermehrung gelingt noch nicht besonders gut- ist aber ein wichtiges Forschungsgebiet. Am wahrscheinlichsten ist, dass nur bei frischen Läsionen eine Remyelinisierung erreichbar sein wird. Auch auf anderen Gebieten der Stammzellforschung mussten Ergebnisse immer wieder revidiert werden. Zwei Cytokine—ciliarer neurotropher Faktor (CNTF) und Leukaemie inhibitierender Faktor (LIF)— könnten ebenfalls eine rolle bei der Entstehung der MS spielen. Mechanismen, die die Integrität der Myelinscheide, gliale Vorläuferzellproliferation sowie das Oligodendrozytenüberleben regulieren könnte den Verlauf der Erkrankung erheblich beeinflussen. CNTF schützt Oligodendrozyten gegen die Apoptosis bei Mäusen mit experimenteller autoimmun Enzephalomyelitis (EAE), und beeinflusst möglicherweise den Verlauf dieser experimentellen Erkrankung. Nat Med 2002; 8:620–24). CNTF knockout Mäuse haben einen schlechteren Verlauf der Erkrankung der durch ein Antiserum gegen  TNF- , günstig beinflusst werden kann. Patienten mit einer MS die eine homozygote Nullmutation im  CNTF- Gen haben bekommen ihre Symptome 10 Jahre früher und leiden unter schwereren Symptomen als die meisten MS- Patienten. .(Arch Neurol 2002; 59: 407–09).
Ein Experiment mit Stammzellen aus Medulloblastomen und Glioblastomen zeigt, dass mit diesen diese Hirntumore auf Mäuse übertragbar sind.  Stammzellen scheinen im Hirn der Ursprungsort der Hirntumore zu sein. D Tumoren im Kinderalter (Medulloblastome) und des Erwachsenenalters (Glioblastome) Stammzellen zu isolieren. Dies bietet einerseits eine Chance im Tierversuch Hirntumore besser verstehen zu können und deren Behandlung einfacher experimentell zu verbessern, zeigt aber auch die speziellen Risiken beim Umgang mit Stammzellen aus dem Gehirn.  SINGH et al, Identification of human brain tumour initiating cells, Nature 432, 396 - 401 (18 November 2004); doi:10.1038/nature03128

 

 

Querschnittslähmung

Bei Ratten ist gelungen aus aus dem N. olfaktorius (Olfactory ensheathing cells) entnommenen Zellen Stammzellen zu züchten, die das geschädigte Rückenmark reparieren (Brain 2002; 125: 14–21´und Brain Res 2001; 889: 344–57).. Seit Juni läuft eine diesbezügliche Studie an Querschnittsgelähmten wurde im Juni 02 in Australien begonnnen.

Gentechnik und Stammzelltherapie gelten dennoch als eine der größten Zukunftshoffnungen der Gegenwart. Allerdings weckt der Gedanke an „unsterblich“ gemachte Stammzellen auch berechtigte Befürchtungen, ob das unbegrenzte Wachstum nicht auch zu einer Entartung der Zellen und damit zur Krebserzeugung beitragen kann. Diese Feinheiten mahnen die seriösen Forscher auf dem Gebiet zur Vorsicht. Die exakte zeitgerechte Steuerung dieser Prozesse in den Zellen ist noch ein spannendes Zukunftsproblem. Das Stadium der experimentellen Studien am Menschen ist in manchen Gebieten schon erreicht, eine Vielzahl von tierexperimentellen Studien liegt bereits vor.  Es ist allerdings bisher auch noch in keinem Tierversuch gelungen mit embryonalen Stammzellen wirklich eine Krankheit zu heilen. Stammzellen werden bereits in der experimentellen Behandlung von Herzinfarkten, der Muskeldystrophie, der Reparatur von Rückenmarksschäden, der Behandlung von Hirntumoren sowie zum generellen Zellersatz im Gehirn eingesetzt. Auch in der Behandlung der multiplen Sklerose, des Schlaganfalls, der Syringomyelie, des Diabetes m., HIV- Infektionen oder von Lebererkrankungen gibt es bereits entsprechende Experimente. Z.B.: bei POEMS (Polyneuropathie, Organomegalie, Endokrinopathie, monoklonaler Gammopathie, und Hautveränderungen) berichtet eine neue Studie in Blood Erfolge in der Stammzelltherapie bei 5 Patienten Jaccard A, Royer B, Bordessoule D, Brouet JC, Fermand JP. Blood 2002 Apr 15;99(8):3057-9.  Ähnlich in einem anderen Fallbericht: Rovira M, Carreras E, Blade J, Graus F, Valls J, Fernandez-Aviles F, Montserrat E. Dramatic improvement of POEMS syndrome following autologous haematopoietic cell transplantation. Dramatic improvement of POEMS syndrome following autologous haematopoietic cell transplantation. Auch bei chronisch entzündlichen demyelinisierenden Polyneuropathien werden Erfolge berichtet. Vermeulen M, Van Oers MH. Successful autologous stem cell transplantation in a patient with chronic inflammatory demyelinating polyneuropathy.J Neurol Neurosurg Psychiatry. 2002 Jan;72(1):127-8.  Manche andere kleine Studie hat auch Erfolgsmeldungen zu bieten. Die Interpretation der Studien hinsichtlich der klinischen Bedeutung für den einzelnen Patienten ist meist noch schwierig. Noch völlig unklar ist, ob und wann bei Implantation von Stammzellen eine Immunsupression wie bei Organtransplantationen erforderlich ist. Routine ist die Stammzellbehandlung bisher ausschließlich bei der Behandlung von Leukämien und teilweise bei der Hautverpflanzung. In diesen beiden Gebieten gibt es klare Indikationen und eindeutige Erfolge. Das Knochenmark und die Haut sind allerdings auch Organe bei denen die Natur eine ständige Neubildung in ihrem Programm von vorne herein vorgesehen hat, vermutlich ist dies auch der Grund warum bei beiden Organen seit Jahren und vor der jetzigen großen Diskussion Erfolge möglich waren. Das natürliche Wachstum und die Reparaturvorgänge des Gehirns beim Erwachsenen sind aber sehr begrenzt. Zwar ist das Gehirn als Transplantationsort hier dadurch bevorteiligt, da es durch die Bluthirnschranke teilweise vor den im Blut zirkulierenden Immunglobulinen und nicht aktivierten T- Zellen geschützt ist, bereits vorher aktivierte T-Zellen können allerdings die Bluthirnschranke passieren und dort Antikörper gegen die Transplantate freisetzen.  Ob und wo die Ergebnisse das halten, was Sensationsberichte versprechen ist weiter offen. Einer der neuen Übersichtsartikel in renommierten englischsprachigen Fachzeitschriften zum Thema endet mit den Satz: „patience rather than patients“. Es ist bisher eher Geduld gefragt, nicht Patienten.

 Wachstumsfaktoren- was bringt Stammzellen dazu sich weiter zu differenzieren oder sich zu vermehren

Üblicherweise differenzieren sich die vorhandenen Stammzellen im Nervensystem nicht weiter. Noch ist unbekannt welche Faktoren und Signale beim Embryo die Neurogenese (Entstehung von Nervenzellen) genau steuern, unbekannt ist auch wie Wachstum neuer Nervenzellen aus den Stammzellen des Gehirns angeregt wird (Neurpoiesis). Ein Weg den die Forschung derzeit beschreitet, ist die Suche nach den Neuropoietinen – kleinen hochselektiven Wachstumsfaktoren, die den Reparaturprozess mit den vorhandenen eigenen Stammzellen und Progenitorzellen des Individuums steuern. Bereits vor 50 Jahren haben Levi-Montalcini und Hamburger Nervenwachstumsfaktoren (NGF) beschrieben, diese konnten inzwischen genau analysiert werden. Erst 40 Jahre später war der Nachweis zu erbringen, dass diese auch im erwachsenen Gehirn eine Rolle spielen. 50 verschiedene NGF wurden bisher identifiziert.  Neurotrophine modulieren die Entwicklung des Nervensystems und synaptische Verbindungen der einzelnen Neurone und beeinflussen gleichzeitig Verschaltung und elementare Funktionsweisen des ganzen Nervensystems. Sie wirken mit bei neuronaler Regeneration und Immunvorgängen und sind ein Beispiel für die enge Verzahnung von Nerven- und Immunsystem. Nervenwachstumsfaktoren oder neurotrophe Faktoren spielen also der embryonalen Entwicklung für die Spezifizierung und Aufrechterhaltung der Funktion von Neuronen eine wichtige Rolle. Im erwachsenen Organismus können Sie nach Schädigungen des peripheren oder zentralen Nervensystems in die Regeneration eingreifen.  Tierexperimentelle Untersuchungen belegen einen deutlichen Effekt verschiedener neurotropher Faktoren auf Motoneurone in vitro und in vivo. Die Verwendung neurotropher Faktoren bei traumatischen Rückenmarksläsionen ist tierexperimentell zu Teil erfolgreich, bei Menschen ist bisher allerdings kein eindeutiger Profit nachgewiesen. Im Affenexperiment gelang es schon experimentell erzeugten Alzheimer mit diesem NGF zu verhindern. Studien zur intracerebralen Infusion bei Alzheimerpatienten sind geplant. Ergebnisse gibt es entsprechend noch keine. Ähnlich gilt für die Anwendung von BDNF bei Chorea Huntington. Bei geigneter Applikation gelingt es  im Läsionsmodell des n. facialis 60–80% der Motoneurone nach Durchtrennung des Nerven zu erhalten. Auch bei der sog. pmn-Maus, bei der es aufgrund eines bisher unbekannten genetischen Defektes zu einem der spinalen Muskelatrophie oder ALS vergleichbaren Untergang von MN mit entsprechender atropher Parese innerhalb der ersten Monate nach der Geburt kommt, kann die systemische Verabreichung von CNTF den Verlauf der Erkrankung wesentlich verlangsamen. Die Kombination mehrerer neurotropher Faktoren bessert das Gesamtresultat. Management of Neuromuscular Diseases - Letter 11 G.Ochs DMG  Die Regeneration des Nervensystems und anderer Organe ließe sich vielleicht sogar mit intravenöser oder gar oraler Gabe dieser neurogenen oder Nervenwachstumsfaktoren eventuell spezifisch in beschädigten Hirngebieten durch das Wachstum und die Differenzierung bereits vorhandener schlafender Stammzellen oder Progenitorzellen anregen. Beispiele für bekannte solche Faktoren sind der Wachstumsfaktor IGF (insulin- like growth factor), GDNF (Glial Cell-Derived Neurotrophic Factor), BDNF (brain-derived neurotrophic factor), CNTF (ciliary neurotrophic factor), der FGF (fibroblast- growth factor (verschieden Untergruppen bekannt)), HGF (hepatocyte growth factor) VEGF (vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor factor (verschieden Untergruppen bekannt), BMP (bone morphogenic protein = Knochenwachstumsfaktor))  Solche Faktoren könnten auch die Dedifferenzierung von reifen differenzierten Zellen anregen, die die krankheitsbedingt geschädigten oder abgestorbenen Zellen ersetzen könnten.  Die Suche nach solchen Neuropoitinen ist einer der Schwerpunkte der derzeitigen Stammzell- Forschung. Bei Nagetieren sind bestimmte Faktoren in der Subependymalen Zone der Ventrikel bekannt, die das Wachstum der Bulbi olfaktorii anregen. Ebenso interessant ist die Suche nach den Stoffen, die Stammzellen oder Progenitorzellen an der Weiterentwicklung hemmen. Sie zu neutralisieren ist ebenso interessant, wie sie dann vermehrt einzusetzen, wenn das Wachstum keine natürlichen gewollten Grenzen mehr findet. Etwas bedenklich stimmt auch, dass inzwischen nachgewiesen ist, dass bei Abbauprozessen wie der Alzheimerdemenz vermehrt Wachstumsfaktoren vorhanden sind. Diese spielen dort eine wichtige Rolle in der Entstehung der Pathologie. Sie regen beispielsweise abnorme Gefäßneubildungen an.  Noch längst sind nicht alle Wachstumsfaktoren bekannt. Ziel der Forschung ist hier nicht nur die Implantation neuer Zellen sondern vor allem auch die Anregung der im Körper vorhandenen Zellen zur Reparatur, also eine Art angeregte Selbstheilung. Auch eine Kombination mit dem Einbau resorbierbarer Implantate, die das Gerüst der zu bildenden Organe geben, ist mit Wachstumfaktoren nicht nur im Ersatz von Knochen oder Gelenken in der Erprobung. Auch bei der Multiplen Sklerose scheint die Forschung zum Einsatz von Wachstumsfaktoren interessant. Die Zerstörung der Oligodendrozyten, welche die Markscheiden bilden, beruht auch auf Schäden oder Störungen im Stoffwechsel dieser Zellen. Diese Stoffwechselstörungen sind vermutlich zumindest zum Teil  auf Gendefekte zurückzuführen. Die Zerstörungen an den Achsenzylindern der Nervenzellen, die in der Magnet-Resonanz-Tomographie als „schwarze Löcher“ erscheinen werden als degenerative Vorgänge eingestuft, und zeigen eine schlechte Prognose anzeigen an. Bei den degenerativen Vorgängen, die antientzündlich nicht zu beeinflussen sind, wird man vermutlich versuchen, den Stoffwechsel der Oligodendrozyten zu verändern – zum Beispiel mit Wachstumsfaktoren. BDNF begünstigt das Überleben nigraler dopaminerger Neurone der pars compacta im MPP+ Modell der Parkinsonschen Krankheit, allerdings nur bei direkter, lokaler Applikation durch Implantation von BDNF-freisetzenden transfizierten Fibroblasten, Auch für GDNF sind in Tiermodellen neuroprotektive Effekte auf nigro-striatale Neurone nachgewiesen . GDNF diffundiert gut aus dem ventrikulären Liquor in das Hirnparenchym. Sowohl Untersuchungen am Mausmodell (6-OHDA, Rotationsmodell) als auch am Primatenmodell der Parkinsonkrankheit (unilaterale MPTP Läsion am Rhesusaffen) belegen eine Wirkung auf die Funktion dopaminerger Neurone in Striatum, Putamen und Substantia nigra. Die Wirkung von L-DOPA auf diese Neurone verbessert sich, eine vergleichbare therapeutische Wirkung wird bereits mit einem Sechstel der Dosis erreicht, wobei Zeichen der dopaminergen Überfunktion fehlen. Appliziert wurden in den Tiermodellen Bolusdosen von 100 µg intraventrikulär einmal monatlich. Die im Caudatum und Putamen gemessenen Werte des Dopaminmetaboliten Homovallininsäure (HVA) stiegen im Vergleich um 65% bzw. 146% des Kontrollwertes. Ein eindeutiger therapeutischer Nutzen ist aber bisher beim Menschen nicht nachgewiesen. Management of Neuromuscular Diseases - Letter 11 G.Ochs DMG Komplexe Netzwerke von Nervenzellen statt einzelner Hirnregionen sind mehr in das Interesse der Forscher gerückt. Gene scheinen veränderbar. Für die Funktion des Gehirns scheinen weniger die Anzahl der Nervenzellen, als die Zahl deren Verknüpfungen wesentlich. Die Verminderung der Anzahl der Nervenzellen scheint manchmal sogar Bedingung für deren gute Funktion. Dabei ist das Wechselspiel zwischen Erregung in einer Hirnregion und gleichzeitiger Hemmung in einer anderen Region entscheidend. Für eine gute reibungslose Funktion des Gehirns ist Bedingung, dass bei es bei jeder Aktivierung eine Hemmung an anderer Stelle gibt. Die Verknüpfungen der Nervenzellen (Synopsen) ist entscheidend für die Speicherung komplexer Informationen und Gefühle. Erfahrungen und Lernen ebenso wie traumatische Ereignisse führen so zu Substanzveränderungen im Gehirn, die mit neuen bildgebenden Verfahren sichtbar gemacht werden können. An den Synapsen werden durch spezielle Überträgerstoffe (Transmitter) Informationen von einer Nervenzelle and eine andere vermittelt. Die Aktivierung von Synapsen führt zur Freisetzung kleiner Mengen des an sich giftigen Gases NO. Dieses wiederum sorgt dafür, dass bei einem ähnlichen Reiz in kurzer Folge diese und ähnliche Synapsen in der Umgebung schneller reagieren und beschleunigen und verbessern damit die Reaktion auf einen Umweltreiz. Werden Synapsen häufig erregt, treten sie in eine Art Dialog mit dem dazugehörigen Zellkern der Nervenzelle, dabei verändern sich nicht nur die Erbinformationen der Nervenzelle, auch die Genexpression und die von der Zelle ausgeschütteten Eiweiße verändern sich. Die Rolle der Vielzahl der Eiweiße die von menschlichen Zellen synthetisiert werden ist noch nicht genau bekannt. Sicher ist, dass sie eine wichtige Rolle in den höheren Funktionen unseres Menschseins spielen. Die Bedeutung wird auch dadurch deutlich, dass sich die Gene und damit auch der Bauplan des Körpers wie des Gehirns zwischen Menschen und Affen zu 98% gleichen, dass aber Menschen offensichtlich wesentlich mehr die Produkte dieser Gene (eben bestimmter Eiweiße) nutzen. Erfahrungen und Erlebnisse verändern damit nicht nur die Anzahl  und den Ort der Verbindungsstellen zwischen Nervenzellen, sie verändern auch die Gene der Zelle und die wichtige Funktion  dieser Gene. Auch über diesen Mechanismus werden Erfahrungen zu bleibenden immer besser sichtbar zu machenden Teilen der Person. Lernvorgänge führen zum Anschalten von Genen, die sonst nicht genutzt würden. Eine multimodale Stimulation verstärkt damit neuronale Netze, vorausgesetzt sie verursacht nicht zuviel Stress und überfordert nicht. Eine interessante Umwelt und die Gesellschaft von Menschen fördert damit nicht nur die Verschaltung der Synapsen sondern verändert auch die Genaktivität der einzelnen Nervenzellen.  Eintönigkeit behindert die auch beim Erwachsenen wichtige Gehirnentwicklung. Nicht benutzte Synapsen bilden sich auch teilweise wieder zurück. Neure Studien zeigen, dass exogen zugeführte Neurotrophine einen Antidepressiva- ähnlichen Effekt haben., Die Neurotrophinausschüttung ist umgekehrt unter der Gabe von Antidepressiva erhöht. Neurotrophine könnten so über Antidepressiva die Bildung und Stabilisierung von synaptischen Verbindungen bewirken. Über diesen Mechanismus könnten Neurotrophine für den depressionslösenden und stimmungstabilisierenden Effekt der Medikamente verantwortlich sein. Zusätzlich fördern Neurotrophine das Wachstum neuer Zellen im Hippocampus. Über einen ähnlichen Mechanismus könnten diese Medikamente auch vor den Einschränkungen der Lernfähigkeit im Alter schützen.  In der Summe kann man deshalb sagen, unsere Gene prägen uns zwar in vielerlei Hinsicht, wir sind aber nicht die Sklaven unserer Gene.

 

Studien, die mit Infusionen von Wachstumsfaktoren bisher durchgeführt wurden und leider ohne Erfolg waren.
Erkrankung Wachstumfaktor
   
Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) CNTF, BDNF, CNTF+BDNF,
  GDNF, IGF-1
Spinale Muskelatrophie BDNF
M. Alzheimer NGF
Polyneuropathie NGF, BDNF, NT-3
Schlaganfall FGF-2
Nach: Mark H Tuszynski Growth-factor gene therapy for neurodegenerative disorders The Lancet Neurology Vol1 Iss1, 2002
CNTF=ciliary neurotropic factor; BDNF=brain-derived neurotropic factor; GDNF=glial cell line-derived neurotropic factor; IGF-1=insulin-like growth factor 1; NGF= nerve growth factor; NT-3=neurotropin 3; FGF-2=fibroblast growth factor 2.

 

 

 

Transfektion als Weg Körperzellen zu verändern- ein möglicher Weg Stammzellen zum Wachsen zu bringen oder genetische Defekte durch Veränderung der Erbsubstanz der Zellen auszugleichen.

Das Einbringen von Genen in lebende Zellen oder Gewebe hat das Ziel die dort vorhandenen Gene teilweise zu ersetzen oder Gene mit neuen oder bisher fehlenden Funktionen der Erbsubstanz der Zellen hinzuzufügen. Die Vehikel für diesen Gen-Transport heißen Vektoren. Möglich ist ein solcher Transport mit Liposomen. Diese fetthaltigen Membranen ummanteln die DNS und heften sich an die Zellen an. Nach der Anheftung wird die DNS von der Zelle aufgenommen. Die als nackte DNS bezeichneten Plasmide können direkt in Erkrankten Organe injiziert werden und werden dort von den Zellen aufgenommen. Liposomale und Plasmide Vektoren sollen sich einfach herstellen lassen und sehr gut verträglich sein. Die Transfektionsrate soll aber gering sein. Von der Menge her effektiver sind Viren. Dabei werden bei häufigen Viren wie Adenoviren oder Retroviren die Gene, die der Vermehrung dienen auch dem Genrepertoir entfernt und durch Therapiegene ersetzt. Eine  Begrenzung des gegenwärtig verwendeten Systems besteht darin, daß diese Vektoren nur Gene von maximal 8 Kilobasen (kb) aufnehmen können. Problem ist dabei auch, dass wenn der Organismus das spezifische Virus schon kennt, wird dieses wie bei jedem Infekt sofort bekämpft. Studien mit solchen Transfektionen gibt es beispielsweise in der Behandlung von arteriellen Druchblutungsstörungen. Effizienz und Nebenwirkungsrate sind noch offen. Bei Verwendung von Plasmid- DNS sind aber Erfolge auch für die arteriosklerotische Neuropathie in Zeiträumen von 3-6 Monaten berichtet.  Als Nebenwirkungen wurden bei den wenigen Patienten Ödeme (Wassereinlagerungen), Blutdruckabfall, bei Transfektion mittels Viren auch Fieber, lokale Unverträglichkeiten und Leberschäden berichtet. Ob die hier verwendeten Wachstumsfaktoren nicht die Bildung arteriosklerotischer Plaques und von Tumoren fördern kann, ist ebenfalls weiter offen. Experimentiert wird auch mit sog. Transponsons, gemeint sind damit „springende Gene“, die das Einbringen veränderten oder neuen genetischen Materials in die Zellen schneller und effektiver machen könnten. Es ist noch keine Methode bekannt, die die Integration eines gesunden Gens an einem bestimmten Ort im Genom erlaubt. Zusätzlich gibt es keine Garantie dafür, dass kein Gentransfer in die Keimbahn stattfindet. Die X-chromosomal vererbte Immunmangelkrankheiten bei Säuglingen enden unbehandelt tödlich. Oft werden sie erst zu spät diagnostiziert weil der Mangel an Lymphozyten bei der Blutuntersuchung zwar festgestellt, aber nicht beachtet wurde. Die Diagnose des angeborenen Defektes erfolgt durchschnittlich erst mit 7 Monaten. Der Gendefekt eine Mutation in dem Gen das die Gammketten der Antikörper kodiert ist bekannt. Bisher war eine erfolgreiche heilende Behandlung nur durch die Transplantation von Knochenmarksstammzellen passender Spender möglich. Bei machen Arten der Erkrankung erwies sich die Stammzelltransplantation gar als unwirksam. Bis dahin musste das Leben der kleinen Patienten mit sehr teuren Infusionen der fehlenden Immunglobulin erhalten werden. Diese symptomatische Methode war mit erheblichen Beeinträchtigungen für die Kinder und sehr hohen Kosten verbunden, die einen bis zur erfolgreichen Transplantation, die anderen lebenslang. Französischen Forscher ist es nun erstmals gelungen den Gendefekt in den Zellen der kleinen Patienten selbst zu reparieren. Sie bedienten sich dabei der Transduktion mittels Retroviren. Verwendet wurde hier ein entsprechend veränderter- Virus der sonst bei bestimmten Mäusen Leukämien auslösen kann. Dabei konnte das fehlerhafte Gen in den entnommenen Stammzellen der Kinder im Reagenzglas ersetzt werden. Die wieder eingepflanzenten Stammzellen vermehrten sich wie gesunde Stammzellen. 4 der 5 Kinder gesundeten und wiesen im Beobachtungszeitraum von bis zu 2,5 Jahren keine Symptome oder wesentlichen Nebenwirkungen auf. Die Überwachung zeigt auch, dass sich die Viren tatsächlich nicht mehr vermehrten. Die Kinder konnten die keimfreie Umgebung verlassen und leben ein normales Leben. Salima Hacein-Bey-Abina et al Full Text]  

Gentechnik (aus Roche- Lexikon der Medizin)  ist die Wissenschaft, die sich mit der Übertragung von Genen (Gentransfer) auf fremde Organismen befaßt, um diese zur Genexpression des Spendergens zu veranlassen. So gelingt es u.a., die genetische Information für menschliche Hormone (z.B. Insulin, Wachstumshormon), Interferon, Faktor VIII usw. durch entsprechend zerschnittene Stücke menschlicher Desoxyribonucleinsäure auf geeignete Wirtszellen, z.B. auf Escherichia coli, zu übertragen (Transformation ), um diese zur Produktion therapeutisch nutzbarer Präparate anzuregen. - Zur (pränatalen) Diagnostik von Molekularkrankheiten können die krankhaft veränderten Gene mit den entsprechenden - gentechnologisch hergestellten u. radioaktiv markierten - DNS-Stücken (sog. Sonden bzw. »probes«) durch Hybridisierungstechniken verglichen werden. - Ein weiteres Feld der G. ist die Synthese von Oberflächenstrukturen infektiöser Partikel, die für diagnostische Zwecke (z.B. AIDS) oder zur Herstellung von Impfstoffen (z.B. gegen Virushepatitis B) verwendet werden.

 

Geforscht wird in der Stammzelltherapie also:

1) am Einbringen verschiedener Stammzellen:

Das Einbringen von Stammzellen aus prinzipiell 3 verschiedenen Reservoiren möglich

  1. Xenograft = Spenderzellen einer anderen Spezies, z.B.: Schwein..
  2. Allograft= Spenderzellen eines anderen (genetisch verschiedenen) Menschen wie z.B.: auch bei embryonalen Stammzellen
  3. Autograft= genetisch identisch, also vom Patienten selbst (aus dem Knochenmark oder dem zu behandelnden Organ selbst), oder dessen eineiigem Zwilling.

2) an der gentechnischen Manipulation von Stammzellen im Reagenzglas, so dass diese spezielle therapeutische Genprodukte herstellen (exprimieren) und der Transplantation der so veränderten Stammzellen

3) am Einbringen (operativ oder über die Blutbahn mittels Katheterangiographie) spezielle Wachstumsfaktoren zu den im Organ vorhandenen Stammzellen, so dass diese anfangen sich zu vermehren, in die geschädigte Region einzuwandern und sich in die gewünschte Zelllinie differenzieren und die damit verbundene Funktion aufnehmen.

 

Welche Verfahren bei welchen Krankheiten erfolgreich (oder überhaupt möglich) sein werden ist weiter überwiegend offen. Bis die meisten Verfahren klinisch einen sicheren Nutzen haben, ist auf jeden Fall noch viel Forschung und Entwicklungsarbeit erforderlich. Der Erfolg einzelner Verfahren ist abhängig davon, dass eine anderen Behandlungen vergleichbare Standardisierung möglich wird, und hängt nicht zuletzt auch von den Kosten ab. Die Möglichkeiten erscheinen theoretisch fast unbegrenzt, was sich praktisch mit Profit für die Patienten überhaupt und wenn ja wann, durchführen läst ist ebenso offen wie die langfristigen Nebenwirkungen. Stammzelltherapie und Gentechnik sind also spannende Gebiete in der Forschung. Für die meisten derzeit lebenden chronisch Kranken sind derzeit die Aussichten für einen erheblichen Profit relativ gering.  Auch wenn wesentliche Erfolge wie viele meinen bereits in den nächsten Jahren zu erwarten sind, so dauert es zunächst wiederum Jahre bis diese eindeutig beurteilbar und damit einer großen Zahl Kranker nutzbar gemacht werden können. Ob dann auch Menschen in fortgeschrittenen Stadien einer Erkrankung und wenn ja bis zu welchem Alter profitieren bleibt ebenfalls offen.

Die aktuelle Diskussion wird auch von Geschäftemachern genutzt

Versprechen kommerzieller Anbieter im Ausland die teilweise für sehr hohe Summen „Stammzelltherapien“ anbieten sind meist ohne wirklich überprüfbare Erfolge ein wirkliches Überprüfen auf Nebenwirkungen findet in der Regel ebenso wenig statt. So bietet beispielsweise ein russischer Anbieter die intramuskuläre Injektion von Zellen aus 8 Wochen alten Embryonen als Serie von 6 Injektionen zu je 17000 Euro an. Populär wurde das ganze in Deutschland durch einen Bericht der Zeitschrift Max. Als Werbung dient eine für Laien seriös aussehende Internetseite. Wirksamkeit wird für alle möglichen chronisch progredienten Erkrankungen versprochen. Von Muskeldystrophien über MS und ALS bis hin zur HIV- Infektion. Einige wenige Patientenberichte über Erfolge dienen als quasi einziger Erfolgsnachweis. Gerade solche Methoden mit Berichten dankbarer Patienten sind nach Meinung prominenter Verbraucherschützer im Medizinbereich (siehe z.B. bei Quackwatch) ein zuverlässiges Indiz für nicht seriöse Methoden. Nach diesem Sensationsbericht in Max taucht die Werbung für die russische Stammzelltherapie auch in zahlreichen Patientenforen im deutschsprachigen Internet auf. Ein kritischer Spiegelbericht im September 2001 hat hieran wenig geändert oder die Zielgruppe nicht erreicht. Zitat  aus dem Spiegel 03. September 2001: "S. beteuert, die Zellen könnten sogar bis ins Gehirn dringen und dort Parkinson oder Alzheimer heilen. Was schert es ihn, dass das Gehirn vom Rest des Körpers durch eine Barriere getrennt ist, die westlichen Experten zufolge für Zellen vermutlich völlig undurchlässig ist? Auch andere Bedenken wischen S. und K.vom Tisch. Der Würzburger Zellforscher Albrecht Müller fragt sich zum Beispiel, ob die fremden Zellen nicht vom Immunsystem des Patienten vernichtet werden. Oder ob sie, falls das Immunsystem die Frischzellen übersieht, nicht wuchern und Tumoren bilden könnten. Für S. sind diese Einwände wahlweise "Unsinn" oder "Dummheit". "Wie wollen diese Leute das alles wissen?", fragt er und behauptet großspurig: "Niemand außer uns hat Erfahrung mit der Transfusion von Stammzellen in den Menschen." Tierstudien, Versuche im Reagenzglas, Publikationen in Fachzeitschriften - all das hält das Duo aus K.für überflüssig. "Wir brauchen nicht durch Mikroskope schauen, wenn wir die positive Wirkung unserer Therapien mit eigenen Augen sehen", erklärt K.   S. verweist lieber auf Patenturkunden, mit denen die Wand hinter seinem Schreibtisch gepflastert ist, zwei davon aus den USA. Weniger gern redet er darüber, dass das Patentamt gar nicht prüft, ob ein neues Verfahren funktioniert, sondern nur, ob es wirklich neu ist. Um ihre Eizellen zu retten, lassen manche Krebspatientinnen schon heute die Eierstöcke vor der Therapie entfernen und tieffrieren - in der Hoffnung, sie eines Tages auftauen und einsetzen zu können."Schon wurden mehrfach tiefgefrorene Eierstöcke zurücktransplantiert - mit wenig Erfolg: Ein Eisprung kam nur ein einziges Mal zustande, eine Schwangerschaft noch nie. Es gibt Versuche Eierstockgewebe außerhalb des Körpers in Funktion zu setzen. Mit Sphingosin-1-Phosphat(S1P) soll das normale Absterben der Eizellen im Alter verhindert werden- 70 jährige könnten noch mit eigenen Eizellen Kinder gebähren???  Ob das Aufbewahren von Nabelschnurblut des Kindes in privaten Blutbanken sinnvoll ist, ist noch nicht absehbar, aber nicht unbedingt ausgeschlossen. Bis jetzt ist kein Patient bekannt geworden, der davon profitiert hat. Das Nabelschnurblut enthält nicht nur Blutbildende Stammzellen sondern auch Stammzellen anderer Organe wie Leber, Muskel, Herzmuskel, Gefässe und Knorpel. Das Nabelschnurblut ist also ein potentieller universeller Stammzellspender.  Die Asservierung von Stammzellen aus Nabelschnurblut wird z.Zt. nicht wegen medizinisch neuer Erkenntnisse, sondern wohl eher aus vordergründig wirtschaftlichen Interessen so häufig in den Medien erwähnt. Zwar werden seit längerem Stammzellen aus Nabelschnurblut gewonnen und in einigen Fällen der Leukämiebehandlung bei besonders kleinen Kindern auch eingesetzt, aber hierbei handelt es sich um klinische Studien, deren Ergebnisse noch nicht eindeutig beurteilt werden können. In jedem Fall ist wohl sicher, das nur Kinder mit einem Gewicht unter 15 kg, besser unter 10 kg erfolgreich mit der aus einer Nabelschnur zu gewinnenden Menge an Stammzellen behandelbar sind. Alle größeren Kinder können also auf diese Weise nicht therapiert werden, schon gar nicht Erwachsene. Nabelschnurblut kann als Spende für Andere (z.B. leukämiekranke Kinder mit Zytostatikatherapie) gesammelt werden. Leukämie bleibt die entscheidende Diagnose und Indikation für die aus der Nabelschnur gewonnenen Stammzellen. Alle weiteren Indikationen, die teilweise auch in den Printmedien schon ausgewalzt werden (Organersatz, Parkinsonbehandlung u.a.) sind möglicherweise futuristisch denkbar, aber heute, kurz- oder mittelfristig nicht realisierbar. Generell wird angenommen, das bei sachgerechter Lagerung keine zeitliche Begrenzung anzunehmen ist. Ob sich die Stammzell-Transplantation aus Nabelschnurblut überhaupt in größerem Maße therapeutisch Spenderbezogen auszahlt ist völlig offen. Angesicht dieser Situation ist von einer generellen Spende bei Geburt abzuraten. Profitieren können im Moment im Wesentlichen nur diejenigen, die eine Einlagerung vornehmen. Ob schon auch ein Geschäft ist dies damit nicht unbedingt immer Geschäftemacherei. Ob es allerdings eine biologische Lebensversicherung überhaupt sein kann, muss offen bleiben. Aktuell also eine Geldanlage mit hohem Risiko für Totalverlust.
 Patienten, die an chronischen Erkrankungen leiden wird deshalb dringlich geraten, Behandlungen im Ausland vorher mit ihrem behandelnden Arzt genau abzusprechen. Internetforen können manchmal besser Bescheid wissen als Ihr behandelnder Arzt, häufiger wird dort aber auch unkritisch Werbung für Quacksalberei gemacht. Dies meist nicht böswillig. Bedenken Sie auch das Anlegen eines einfachen Bohrlochs durch die Schädeldecke hatte bei 20 Parkinsonpatienten eine deutliche und länger anhaltende Placebowirkung. Eine solche Placebowirkung lässt sich ungefährlicher, billiger und effektiver auch im Rahmen anerkannter Behandlungsmethoden erzielen.

Was ist ein Klon Ein Klon ist eine Gruppe genetisch identischer, also erbgleicher Organismen. Klone entstehen auf einfachste Weise durch Zweiteilung, auch vegetative Vermehrung genannt. Es ist ein Vermehrungsmechanismus aller Bakterien, aber auch höherer Mikroorganismen, wie Hefen und Pilzen und sogar vieler Arten mehrzelliger Tiere. Eineiige Zwillinge sind damit Klone, die auf natürliche Weise entstanden sind. Klonierung beim Menschen - sowohl in Form der Embryonen-Teilung als auch der Kerntransplantation ist nach deutscher Gesetzeslage verboten. Sie gilt auch derzeit als allen gängigen Moralvorstellungen widersprechend. http://www.dfg.de/aktuell/stellungnahmen/lebenswissenschaften/klonen_97.html Ein italienischer Gynäkologe behauptet, bereits das erste Klonbaby erzeugt zu haben. Eine Behauptung die von vielen bezweifelt wird, da die technischen Schwierigkeiten weiter enorm sind. Unabhängig davon, geht man bisher davon aus, dass klonierte Menschen (zumindest auf absehbare Zeit) ein ganz erhebliches Risiko hätten an schweren Erkrankungen zu leiden und vorzeitig altern würden.
 

Bitte beachten Sie zu diesem Thema auch die Webseiten von Quackwatch um nicht Internetbetrügern auf den Leim zu gehen.

Die Forschung an den Genprodukten - eine Vielzahl von Proteinen wartet auf Entdeckung.

Das Genom ist die Gesamtheit der spezifischen DNS eines Individuums oder für die Gesamtheit der genetisch informativen DNS-Abschnitte (Gene). Häufig vergessen wird, dass die Entschlüsselung des menschlichen Genoms noch für lange Zeit nicht bedeuten wird, dass die Funktion aller Gene und die Enorme Vielzahl der Gene mit der fast unendlichen Vielzahl von Kombinationen damit noch lange nicht aufgeklärt ist. Chromosomen bestehen aus speziell angeordneter, "aufgewickelter" DNS mit einem Protein-Anteil und befinden sich im Zellkern. Eine menschliche Körperzelle enthält die Chromosomen in doppelter Ausführung (46 Stück), eine menschliche Keimzelle enthält die Chromosomen in einfacher Ausführung (23 Stück). Das menschliche Genom, das aus den 23 Chromosomenpaaren besteht, hat insgesamt immerhin eine Länge von etwa 3 Milliarden Basenpaaren. Diese kodieren 20 000 Gene. Gefunden wurden exakt 19.599 Eiweiß-kodierende Abschnitte und weitere 2.188 DNA-Segmente, bei denen sich die Forscher noch nicht sicher sind, ob dort Informationen für Eiweiße kodiert sind oder ob es sich um eine sinnlose Anhäufung von Information (“Junk DNA”) handelt. Mehr als 1,4 Millionen Polymorphismen einzelner Nukleotide wurden bei der ersten Sequenzanalyse des menschlichen Genoms identifiziert, über 60,000 davon kodieren die Region eines Gens. Ein DNA oder DNS Nukleotid besteht aus einem Zuckermolekül, einem Phosphorsäuremolekül, und einem Basenmolekül. DNA = desoxyribonucleic acid - deutsch: DNS= Desoxyribonukleinsäure. Menschen und Schimpansen haben zu 98,7 Prozent die gleichen DNS-Sequenzen- und sind trotzdem geistig und körperlich sehr verschieden. Die Genexpressionsmuster unterscheiden sich zwischen Tieren und Menschen am meisten im Gehirn. Entsprechend unterscheiden sich dort auch die Proteine und Proteinspiegel am meisten.  Ein Gen ist ein DNA-Abschnitt, der sämtliche Informationen zur Biosynthese eines RNA-Produktes enthält.  Ein Gen ist die fundamentale, physikalisch und funktionelle Einheit von Vererbung und Evolution. Ein Gen besteht aus einer geordneten Sequenz (Abfolge) von Basenpaaren.  Genexpression ist die  Übersetzung der genetischen Information aus DNA in RNA und Proteine. Exprimierte Gene werden zunächst in Boten-RNA (mRNA) umgeschrieben (Transkription) und anschließend in Proteine übersetzt. Dazu verläßt die Boten-RNA den Zellkern und wird im Zytosol mittels ribosomaler RNA und Transfer-RNA in ein Eiweiß übersetzt (Translation), oder das Gen kodiert ribosomale oder Transfer-RNA, die nicht weiter in ein Protein übersetzt wird. Die Basenpaare: Da die Base die wichtige Unterscheidung ist, wird nach ihr benannt. Dabei sind die vier verwendeten Buchstaben A, T, G, und C, quasi das Alphabet des genetischen Codes. Diese stehen für die basichen chemischen Verbindungen Adenin, Thymin, Guanin, und Cytosin. Diese Basen liegen in Paaren vor, dabei paart sich Adenin immer mit Thymin, und Guanin immer mit Cytosin. Meist etwa 10000 von diesen Paaren verschlüsseln ein Gen. Von einem Teil der Genomlänge ist die Funktion noch nicht bekannt. Die lange "Leiter" der Basenpaare bezeichnet man als Doppelhelix, die Verbindung stellen Wasserstoffbrücken dar.

 

Die Transkription ist der erste Schritt der von der DNA zum Eiweiß. Dabei wird die durch Transcriptasen gesteuert der DNS-Stranges als Abbild einer einzelsträngigen m-, t- u. ribosomalen RNS (Ribonukleinsäure) quasi als Plan benutzt. RNA ist der DNA ähnlich Nur dass dort Thymin durch Uracil ersetzt wird. Es folgt dann die Translation d.h. die Übersetzung der in der Nucleotidsequenz der m-RNS gegebenen genetischen Information in die Aminosäuren-Sequenz eines genspezifischen Proteins oder Polypeptids.

 

Etwa 19.600 Eiweiß-kodierende Abschnitte sind in der DNA bekannt. Beim Fehlen oder Veränderung eines Proteins kann eine Krankheit entstehen. Mit der somatischen Gentherapie wird versucht  veränderte Gene in betroffene Organe oder Körperzellen einzuschleusen - siehe oben unter Transfektion   Früh bekannt wurde beispielsweise, dass das Fehlen des Dystrophins im Muskel für die Duchennsche Muskeldystrophie verantwortlich ist, ein verändertes Dystrophin ist für die Muskeldystrophie vom Typ Becker verantwortlich.  Da das Dystrophin zu groß ist, wurde erfolgreich nach einer funktionsfähigen Miniversion gesucht. Tierexprimentell ist hier die Transfektion mit Adenoviren schon teilweise erfolgreich, wenn der Dystrophin-Gentransfer in neugeborenen mdx-Mäusen, deren Immunsystem noch nicht voll funktionsfähig ist, durchgeführt wurde, konnten langdauernde Expression und positive funktionelle Effekte des Transgens nachgewiesen werden. Bei erwachsenen Mäusen standen Immunologische Abwehrreaktionen im Vordergrund des Effektes, ob dabei das Transgenprodukt, Dystrophin, selbst maßgeblichen Anteil an der Entstehung dieser Abwehrreaktion hat, ist noch nicht eindeutig geklärt, würde aber die Anwendbarkeit auch bei zusätzlicher Gabe von Immunsupressiva erheblich einschränken. Management of Neuromuscular Diseases -Letter Nr. 6 - März 1997 Hanns Lochmüller und George Karpati  Die meisten Eiweiße die auf Grundlage des genetischen Kodes gebildet werden sind noch nicht bekannt. Die Entschlüsselung dieser Proteine und die Erforschung deren Bedeutung steht ebenfalls erst am Anfang. Aus dieser Entschlüsselung werden sich sowohl neue therapeutische Perspektiven durch Behandlung mit diesen Proteinen ergeben als dass sie auch von enormer Bedeutung sind die Einschänkungen und Möglichkeiten der bisherigen Stammzelltherpie oder gentherapeutischer Ansätze zu verstehen. Immerhin gelang es kürzlich in einem Mäusehirn über 8000 verschiedene Eiweiße nachzuweisen, gleichzeitig wurde nachgewiesen, dass sich die Eiweiße bei Mäusen verschiedener Rassen erheblich unterscheiden. Es ist also noch für viele Jahre Stoff für Forscher und Experimente vorhanden bis die „Hardware“ des Gehirns auf dieser Ebene verstanden wird. Therapeutische Anwendungen werden sich daraus selbstverständlich ergeben. Vom Verstehen eines Mechanismus wie eine Krankheit entsteht, bis zu deren erfolgreicher Behandlung auf dieser Grundlage kann es aber ein langer Weg sein.

Gentherapie ist auch in der Präimplantationsdiagnostik interessant. Dabei werden unter mehreren Embryonen diejenigen ausgewählt, die eine bestimmte Veranlagung nicht haben. Während die Präimplantationsdiagnostik in Deutschland durch das Embryonenschutzgesetz verboten ist, wird sie in den USA, Großbritannien und anderen Ländern seit einiger Zeit eingesetzt, um Embryonen auf spezifische Erbkrankheiten zu testen. In den USA soll ein solcher Versuch zu der Vermeidung einer bestimmten Form des M. Alzheimer gelungen sein. Auch bei bestimmten erblichen Polyneuropathien werden hier Erfolge berichtet. Carvalho F, Sousa M, Fernandes S, Silva J, Saraiva MJ, Barros A. Preimplantation genetic diagnosis for familial amyloidotic polyneuropathy (FAP). Prenat Diagn. 2001 Dec;21(12):1093-9.Im Gegensatz dazu gilt die Keimbahntherapie fast überall als unethisch. Bei dieser Variante wird ein künstlich verändertes Gen in die Eizelle oder in Spermien eingebracht. Die genetische Veränderung wird dadurch auf die Nachkommen übertragen.

Die Genexpression wird vermutlich auch durch die soziale Umgebung erheblich beeinflusst. Zumindest bei der Drosophila melanogaster ist beispielsweise die Körpergröße erheblich von der sozialen Umgebung abhängig. Versteckte Geneffekte kommen also nur unter ganz bestimmten Bedingungen zur Geltung und sind so auch schwer in der Forschung zu erkennen. Jason B. Wolf Proc. Natl. Acad. Sci. USA, Vol. 100, Issue 8, 4655-4660, April 15, 2003  Epigenetik ist eine vergleichsweise neue Wissenschaft, die sich mit der Vererblichen Veränderung der Genexpression beispielsweise durch Umwelteinflüsse wie veränderte Ernährung des Vaters beschäftigt. Schaltermoleküle, Proteine etc. haben in der Zelle Einfluss auf die Ein- und Ausschaltung von Genen. Epigenetische Abnormalitäten können Krebs, genetische Erkrankungen, erbliche Syndrome, Autoimmunerkrankungen, Vorzeitiges Altern, M. Alzheimer,Chorea Huntington, Zystische Fibrose, psychiatrische Syndrome wie Autismus oder Schizophrenie begünstigen oder gar auslösen. Enzyme die in diesen Prozessen eine Rolle spielen schließen DNA Methyltransferasen (DNMTs), Histondeacetylasen (HDACs), Histonacetylasen, Histonmethyltransferasen und das Methylbindende Domainprotein MECP2 ein. Zellen steuern ihre Genexpression durch Faltung der DNA in Clustern (Octameren) der gekörnten Histonproteine um Nukleosomen zu bilden. Diese DNA-Nukleosomen und Histone sind zu Chromatin organisiert. Veränderungen der Struktur des Chromatins beeinflussen die Geneexpression, manche Gene werde angeschaltet, andere ausgeschaltet, je nach dem ob das Chromation offen oder kondensiert ist. Reversible epigenetische Muster der DNA Methylation und Histone steuern diesen Prozess.
 

Das Genom jedes Menschen ist anders, in der Kriminalistik bietet dies die Möglichkeit einer zweifelsfreien Identifizierung eines Täters. Die Gefahren des Missbrauchs sind allerdings ebenfalls nicht zu unterschätzen. Mit zunehmender Entschlüsselung des Codes erlaubt die Analyse auch eine Vielzahl von anderen Merkmalen eines Menschen zu entschlüsseln.  Nicht nur Geschlecht, Rasse und bestimmte Krankheiten des Betroffenen, langfristig werden so möglicherweise sogar Hinweise auf Persönlichkeitseigenschaften erkennbar werden. Die Nachteile einer Genetischen Datenbank aller Menschen könnten groß sein. Noch größer sind allerdings vermutlich die Nachteile eines Verzichts auf solche Datenbanken. Das zufällige Hinterlassen des genetischen Kodes an einem späteren Tatort kann unschuldige in Verdacht bringen oder möglicherweise sogar zu deren Verurteilung führen.  Falsche Zeugenaussagen von Augenzeugen gelten zumindest bisher  als der Hauptgrund für falsche Verurteilungen wegen Mord und Vergewaltigung in den USA vor Gericht. Bei 328 solcher Fälle bei denen die zu Unrecht beschuldigten im Durchschnitt 10 Jahre unschuldig im Gefängnis saßen, betraf eine Mehrheit Schwarze und Jugendliche, die von weißen Zeugen irrtümlich als Täter identifiziert und vom Gericht verurteilt worden waren. Die Hälfte der Freisprüche war der jetzt möglichen genetischen Testung zu verdanken, die die Unschuld der Beschuldigten eindeutig nachwies. Man darf annehmen, dass Vorurteile bei diesen folgenschweren Fehlwahrnehmungen erheblichen Anteil hatten.  Samuel R. Gross (2004)

 


 

Nicht nur ethische und rechtliche Hindernisse stehen einer breiten klinischen Anwendung neuer Methoden im Wege. Auch dort wo neues auf den ersten Blick einfach und logisch wirkt, muss sich sein Wirksamkeit und Verträglichkeit erst erweisen. Bis dahin sind Patienten gut beraten, sich einer „Stammzellbehandlung“ nur im Rahmen seriöser Studien und der damit verbundenen guten Überwachung zu unterziehen.

glossar der dfg http://www.dfg.de/aktuell/download/glossar.html

Ausführliches zum Thema bei BATS Piero Mazzoletti, Peter Schenk  National Institute of Health Stem Cell Primer  Report on stem cell research from the American Association for the Advancement of Science  American Association for the Advancement of Science.   US pools genome information
 

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