| Die einzelnen Beschreibungen der Homepage sollen einen
Überblick geben, vieles ist naturgemäß unvollständig, vieles kann nicht
immer auf alle Menschen zutreffen. Für Laien ist es oft nicht
einfach herauszufinden, ob eine bestimmte Beschreibung auf die bestimmte
Person zutreffend ist. Selbstdiagnosen haben selbst bei Fachleuten eine
hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie auch falsch sein können. Informationen
aus dem Internet wie auch aus Büchern kann man dann am besten nutzen, wenn
ein Arzt zuvor im persönlichen Kontakt eine Diagnose gestellt hat. Jeder
Mensch ist individuell und reagiert auf medizinische Maßnahmen körperlich
und psychisch individuell. Ob ein Mensch auf eine Behandlung
anspricht oder Nebenwirkungen auftreten, von vielen (manchmal erkennbaren)
Faktoren abhängig und oft aber auch nicht vorhersehbar.
Im Zweifel sollten Sie immer über alle Informationen die Sie aus dieser
Seite, wie allgemein aus dem Internet gewinnen, mit Ihrem Arzt sprechen.
Lesen Sie den Beipackzettel
Die Homepage hat keinerlei Gewinninteressen. Soweit Hinweise auf
kommerzielle Seiten gegeben werden, geschieht dies, weil ich davon
ausgehe, dass auch Sie hiervon profitieren können. Sollten Sie
selbst den Eindruck haben, dass bei irgendeiner Adresse zu der Sie über
meine Homepage gekommen sind "abgezockt " wird teilen Sie mir dies bitte
per E-Mail mit und ich werde den Link entfernen. Die derzeitigen Kosten
für die Seite betragen 29,99 Euro pro Monat und werden ausschließlich von
mir selbst finanziert. Updates erfolgen regelmäßig, im Jahr 2005 wurden
bis zum 28.12.05 1.629 Seitenupdates durchgeführt. Dies bedeutet
selbstverständlich nicht, dass alle Informationen zu jedem Thema immer
aktuell sind. Was aktualisiert wird, richtet sich immer auch nach meinem
persönlichen Interesse, und nach dem, was ich selbst gerade lese. Wegen
des Umfangs der angeboten Information ist es nicht praktikabel auf jeder
Seite neue Informationen zu kennzeichnen, da diese Kennzeichnungen auch
regelmäßig wieder entfernt werden müssten. In den meisten Fällen ist an
der zum Thema zitierten Literatur erkennbar, wann das entsprechende Thema
aktualisiert wurde. Die allermeisten Darstellungen enthalten solche
Literaturangaben - soweit für mich praktikabel mit Link. Leider sind diese
Links nicht immer beständig, Zeitschriften ändern leider oft die
entsprechenden Links. Wenn mir solche Änderungen der Linkadresse in
Zeitschriften auffallen, lösche ich in der Regel den Link unter
Beibehaltung der Quellenangabe, die Änderung aller Links wäre ein zu
großer Zeitaufwand. In der Regel (außer bei spezieller Recherche zu
einem bestimmten Thema), erfolgen die Aktualisierungen dann, wenn ich die
entsprechenden Studien oder Zeitschriftenartikel lese, was in den meisten
Fällen am Tag oder wenige Tage nach Erscheinen des Artikels ist. Manche
Zeitschriften, die ich
nicht regelmäßig lese werden von mir aber auch jährlich auf für mich
interessante Themen durchforscht, so dass hier eine Zeitverzögerung
zwischen ursprünglicher Publikation und Zitat von bis zu einem Jahr
möglich ist. So mir Korrekturen zu einem Zitat auffallen, werden diese
integriert.
|
| Ergänzung im März 2001
Inzwischen ist die Homepage kräftig gewachsen. Nach und nach werde ich
die Seiten etwas umgestalten und benutzerfreundlicher machen. Viele Seiten
sind inzwischen zu lang und unübersichtlich geworden. Diese werden nach
und nach sinnvoll nach Thema geteilt. Alles je nach Zeit und dann, wenn es
zum Thema etwas Neues gibt. Ohne eigenes Interesse am Inhalt fällt mir die
Arbeit schwer. Um alles etwas anschaulicher zu machen, werden mehr Bilder
integriert. Auch dies zwingt alleine wegen der Ladezeit zum Aufteilen der
Seiten. Ich habe leider nicht die Zeit geschriebenes immer Korrektur
zu lesen. Bei der Vielzahl der Seiten lassen sich auch viele
Rechtschreibfehler so nicht immer vermeiden. Ein Umzug zu einer Adresse
ohne Werbung steht an. Dies auch weil ich der Übersicht wegen
längerfristig CGI- Skripts einbauen muss. Inzwischen bietet die Homepage
eine Übersicht zu den häufigsten Krankheiten und Störungen des
nervenärztlichen Fachgebietes. Alles wird sich nie auf einer Seite
darstellen lassen. Aus meiner Sicht hat sich auch allgemein im
Internet viel verändert seit Beginn der Arbeit an der Homepage. Die
Informationsfülle des www (World Wide Web) ist so groß, dass es von keiner
Person überschaut werden kann. Deutsche Seiten bilden nur etwa 3% des
internationalen Angebotes, auch der gewichtigste Teil des medizinischen
Internetangebotes ist in englischer Sprache, sieht man von den über 80%
kommerziellen Angeboten ab, haben vom Rest etwas weniger als 3 % aller
Seiten im Internet einen medizinischen Inhalt. Hinter diesem kleinen
Prozentsatz verbirgt sich allerdings eine enorme (nicht exakt bekannte und
von keiner Einzelperson überschaubare) Zahl von Anbietern
unterschiedlichster Herkunft, Blickrichtung und Zielsetzung. Das
Angebot mit wissenschaftlichem Interesse an einer speziellen Krankheit,
kann vom Schüler im Biologieunterricht, über den Medizinstudenten zum
Arzt, zur Fachgesellschaft und zur unterschiedlich seriösen medizinischen
Zeitschrift gehen. Spezielle eigene Interessen rangieren von Betroffenen
über Selbsthilfegruppen bis hin zu Sekten und kommerziellen Anbietern
wissenschaftlich nicht abgesicherter Therapien. Je mehr Menschen das
WWW nutzen, umso breiter wird das maschinenlesbare Angebot
unterschiedlicher Interessen und umso repräsentativer bildet es die bunte
Wirklichkeit ab. Die Qualität der Information kann deshalb so
unterschiedlich sein, wie der Unterschied zwischen dem Gespräch über die
eigene Krankheit mit dem Friseur oder am Stammtisch oder mit dem
behandelnden Arzt oder einem darauf spezialisierten Wissenschaftler. Nicht
alles, aber vieles hat seit Beginn der Arbeit an der Homepage im Internet zum Vorteil
entwickelt. Die kommerziellen Angebote haben
zugenommen und bilden über 80% des Angebotes an Homepages, nicht alle sind besser geworden.
Immer mehr Patienten haben einen Internetzugang, 3/4 von diesen nutzen
nach Studien das Internet auch für die Suche nach Informationen zu ihren
Symptomen oder Krankheiten J Am Board Fam Med 2006 19: 39-45.
[Abstract]
[Full Text] [PDF]
Es bleibt für Laien schwierig
seriöse Angebote von weniger seriösen zu unterscheiden. Viele unseriöse
Angebote, die es oft schnell auf erste Plätze der Suchmaschinen schaffen,
werden allerdings auch immer schneller wieder von diesen Plätzen
verdrängt. In einer aktuellen Untersuchung wurden Impfvideos
auf YouTube analysiert. Mehr als die Hälfte dieser Videos stand
Impfungen kritisch gegenüber oder kam von sog. Impfgegnern. Diese
impfkritischen Videos wurden öfters angesehen und erhielten bessere
Ratings als die anderen Videos. Jennifer Keelan; Vera
Pavri-Garcia; George Tomlinson; Kumanan Wilson YouTube as a Source of
Information on Immunization: A Content Analysis JAMA.
2007;298(21):2482-2484.EXTRACT
. Solche Videos können über
Desinformation zu erheblichen Gesundheitsrisiken führen. Die
Wikipediaseite zu
Impfungen informiert objektiv und versucht sich mit den
Argumenten der Impfgegner auseinander zu setzen. Bei anderen Themen -
z.B. funktionellen Störungen wie
Wikipedia.Multiple_Chemikalienunverträglichkeit oder
Wikipedia Chronisches_Erschöpfungssyndrom und viele andere sind von
Einzelpersonen und Interessengruppen dominierte Seiten, auf denen sich
auch mitarbeitetende Ärzte in den Diskussionen sehr schwer tun, andere
Auffassungen als die der dortigen "Chefherausgeber" auch nur ansatzweise
in den Text zu integrieren. So wird dort beispielsweise - ohne
Hinterfragung- eine angebliche kanadische psychiatrische Leitlinie zu
CFS zitiert. Es handelt sich dabei um ein Papier das von einer
Einzelperson -Eleanor Stein- im Auftrag einer Selbsthilfegruppe erstellt
wurde und kein Kriterium einer Leitlinie einer Fachgesellschaft erfüllt.
Es heißt dort auch explizit: The development of this paper was requested
by FM-CFS Canada ... Die angebliche Leitlinie steht in Kontrast zur bei
weitem überwiegenden - in Wikipedia aber einseitig ausgewählten-
medizinischen Literatur zu diesem Thema. Dabei hätte man auch in
Wikipedia gut nachlesen können, was eine Leitlinie ist. "In Deutschland
werden ärztliche Leitlinien primär meist von den Wissenschaftlichen
Medizinischen Fachgesellschaften (siehe AWMF), ............" Weder
deutsch noch international gibt es jedenfalls wirkliche Leitlinien die
von einer Einzelperson- noch dazu im Auftrag einer Interessengruppe-
erstellt wurden. Auch bei Wikipedia ist man also vor bewussten
Irreführungen von dort dominierenden Einzelpersonen bei
Gesundheitsthemen nicht sicher. (letzte Überprüfung der og.
Wikipediaseiten am 15.12.2007). Auch Printmedien sind nicht unbedingt
objektiv. So gingen Forscher beispielsweise der Frag nach, wie
Zeitschriften über Studien zu Medikamenten berichten. Sie werden
überwiegend den Interessen der Pharmaindustrie gerecht. In der Regel
wird unterschlagen, dass eine Studie von einer Pharmafirma gesponsert
wrude, der Name des Medikamentes wird in der Regel als Markenname und
nicht als Substanzname angegeben, Berichterstattung so zu sagen direkt
aus der Feder der Industrie in der Zeitung- ist ja auch einfacher.
JAMA.
2008;300(13):1544-1550
Als Patient
profitieren Sie in der Regel nur dann von der Internetrecherche, wenn eine sichere ärztliche
Diagnose gestellt wurde. Wie in jedem Fach kann man auch in der Medizin
allein durch Lesen keinen Überblick bekommen. Informationen aus dem Netz
bleiben also eine Ergänzung zu den direkt auf Sie bezogenen Informationen
Ihres Arztes. Stellen Sie also keine Selbstdiagnosen, schreiten Sie nicht
zur Selbstbehandlung Ihrer Krankheit ohne dies mit Ihrem Arzt
abzusprechen. Andererseits machen natürlich auch Ärzte Fehler, durch Infos
aus dem Web kann man auch als Patient auf die Idee einer richtigen
Diagnose kommen, oder manchmal auch die bessere oder sinnvollere
Behandlungsform entdecken. Aus dies sollten Sie immer mit Ihrem Arzt
besprechen. Bei dem vorhandenen Umfang sind selbstverständlich Fehler oder
auch veraltete Informationen nicht auszuschließen. Für diesbezügliche
Hinweise bin ich dankbar.
Der informierte Patient - ein Schlagwort und
dessen Grenzen
Sie finden auf der Homepage eine Vielzahl von Links, bei der Bewertung
medizinischer Information ist generell zu einer gewissen Vorsicht zu
raten. Wie gut sind Medieninformationen zu Krankheiten? Was sind die oft
versteckten Interessen hinter Sensationsberichten? - oder wie neue
Krankheiten gemacht werden.
Der beste Verbraucher ist ein informierter Verbraucher. Wenn der
Verbraucher allerdings über die Herkunft der Informationen im Dunkeln
gelassen wird, könnte die scheinbare Informiertheit erheblichen Schaden
anrichten. Der Hunger nach medizinischen Sensationen scheint dabei
unersättlich. Täglich wird über einen neuen Durchbruch in der Medizin
berichtet. Die Informationsflut zu medizinischen Themen in den Medien ist
kaum zu überblicken. Direkte Werbung für Pharmaprodukte
Schönheitsoperationen... beim Verbraucher und eine unüberschaubare Flut
von Webseiten haben allerdings nicht unbedingt immer zu wirklich besser
informierten Patienten geführt. Journalisten müssen komplizierte
medizinische Sachverhalte vereinfachen, so dass sie auch von Laien
verstanden werden können. Sie müssen bei der Berichterstattung das
wesentliche auswählen. All dies ist keine leichte Aufgabe. Die Qualität
der Berichte unterscheidet sich je nach Medium erheblich. Viele Laien sind
dabei überfordert, wenn sie Sensationsberichte von einer seriösen
Darstellung unterscheiden sollen. Einseitige Darstellungen sind nach einer
Literaturrecherche allerdings eher die Regel als die Ausnahme. Das Schüren
unrealistischer Erwartungen an die Medizin erschüttert langfristig das
Vertrauen in die Medizin wie in die verbreitenden Medien.
Wenn man Menschen, die an sich gesund sind, glauben macht, dass sie an
einer Krankheit litten, kann dies Grundlage eine guten Geschäftes sein.
Die Pharmaindustrie wirbt für Krankheiten bei Verschreibern wie
Konsumenten. Durchaus fundiert behaupten manche Autoren, dass mit
gezielten Programmen ein Krankheitsbewusstsein für "bisher vernachlässigte
und unterdiagnostizierte Krankheiten" geschaffen wird. Krankheiten werden
dabei nicht selten sogar von der Industrie definiert. Die soziale und
medizinische Definition einer Krankheit wird dabei durch eine Definition
ersetzt, die den Gewinn- Interessen der Aktiengesellschaft dient. Der
Shareholdervalue ist allerdings nicht unbedingt deckungsgleich mit den
Interessen der Betroffenen. Die so geweckten Bedürfnisse verursachen
Kosten und machen aus bisher gesunden Menschen Kranke. Andere Sichtweisen
solcher "Erkrankungen", die auf den generell gutartigen Verlauf, die
Wichtigkeit der persönlichen Bewältigungsstrategien hinweisen, werden
dabei häufig unterschlagen. Glatzköpfe, Fettansatz, die von der
Katalognorm abweichende Körbchengröße, die etwas dünner geratene
Oberlippe, kleine altersgemäße Falten und deren "medizinische Behandlung"
füllen in den verschiedensten Variationen das tägliche Fernsehprogramm und
scheinen der Hauptinhalt mancher Zeitschriften zu sein. Die Autoren eines
Artikels im British Medical Journal berichten, dass die Einführung einen
Medikamentes gegen Haarausfall in Australien von einer massiven Kampagne
begleitet wurde, die Glatzköpfe aufforderte sich bei ihren Ärzten
vorzustellen. Im Rahmen dieser Kampagne berichtet eine führenden
australische Zeitung über eine Studie nach der ein internationales Haar
Studien Institut herausgefunden habe, dass der Verlust des Haupthaares bei
Männern zu emotionalen Schwierigkeiten und Panik führe und sogar die
Aussichten eine Arbeitsstelle zu finden, wie auch das gesamte Wohlbefinden
beeinträchtige. Verschweigen wurde in der Berichterstattung, dass das
Institut, wie auch die sonst zitierten Experten von der Firma, die das
Haarwuchsmittel vermarktete gesponsert wurden. Deutsche Fernsehsender
haben diese Informationen ebenfalls ohne den entsprechenden Hinweis
übernommen.
Scheinbar unabhängige Experten und gesponserte "Verbraucher" erzeugen
einen neuen Markt mit neuen Krankheiten. (Siehe auch unter dem Stichwort
Krankheitserfindung Eine systematische Untersuchung
zur Berichterstattung über Medikamente in den Medien kommt zu der
Auffassung, dass die Informationen oft lückenhaft sind, Risiken und Kosten
nicht selten unterschlagen oder falsch dargestellt werden und die
finanziellen Verflechtungen zwischen der Studiengruppe oder den befragten
Experten und der Industrie verschwiegen werden. In über der Hälfte der
Berichte über Erfolge mit einem Medikament wurden die Nebenwirkungen
verschwiegen in 70% gar die Kosten der Behandlung. Übertreibungen
bezüglich der Nebenwirkungen kommen in anderen Berichten ebenso oft vor
und schüren unnötige Ängste. Untersucht wurden dabei nicht etwa
zweifelhafte Provinzblätter, sondern die wichtigsten amerikanischen
anerkannten Zeitungen und Zeitschriften und Nachrichtensender wie ABC,
CBS, NBC und CNN.
Normale Alltagsbeschwerden werden durch Medienberichten oft zu
Krankheiten. So soll eine andere Pharmafirma gezielt ein
Dreijahresprogramm entworfen haben um in den Köpfen verschreibender Ärzte
das Reizdarmsyndrom zu einer auf jeden Fall behandlungsbedürftigen
Krankheit zu machen. Risikofaktoren für Krankheiten werden zu Krankheiten
hochstilisiert. Obwohl die Vorbeugung der Osteoporose mit Medikamenten
bisher wenig effektiv ist und wie die neue Hormonstudie aus den USA zeigt,
mit ganz erheblichen Risiken verbunden sein kann, wird mit einem enormen
Werbeaufwand, bevor klare Ergebnisse vorliegen, ein Marketing betrieben. (Studie
in JAMA zu Hormonen in den Wechseljahren
Editorial in JAMA) Knochendichtemessungen werden zur Förderung der
Therapie massiv propagiert, obwohl der Vorhersagewert dieser Messung
anscheinend sehr gering ist. Nach den Autoren im BMJ werden dabei massive
Krankheitsängste geschürt. Die Prophylaxe durch zeitigen Kalzium oder
Milchkonsum bei Kindern, reichlich Bewegung obschon sie wesentlich
effektiver zu sein scheint, wird vernachlässigt. In Zeiten in denen durch
immer neue Studien immer deutlicher wird, dass die Hormonbehandlung der
weiblichen Wechseljahre meist mehr Risiken birgt, als sie Profit für die
Frauen abwirft, haben Zeitschriften und Fernsehsender die Wechseljahre des
Mannes entdeckt. Obschon die Risiken einer Testosteronbehandlung hier noch
nicht absehbar sind, scheint sie nach manchen Berichten die Lösung für
alle Probleme des in die Jahre gekommenen Mannes. Das BMJ berichtet,
Statistiken zu sexuellen Dysfunktionen wurden in Presseberichten
verfälscht wiedergegeben, so dass der Eindruck entstand, dass das Problem
wesentlich weiter verbreitet sei, als den Tatsachen entspricht. Auch hier
traten Organisationen auf, deren direkte Abhängigkeit von der
Pharmaindustrie in Presseberichten nicht erwähnt wurde. Ein Kommentator
fragt, warum auch Ärzte so darauf bedacht sind aus gesunden Menschen
Kranke zu machen. Er bringt als Beispiel einen alten Mann, der mit einer
Lungenentzündung zum Arzt kommt und sich fragt warum dieser ihm den
Fingern in den Po steckt. Das dann diagnostizierte Prostatakarzinom wird
operiert. Ob diese Operation sein Leben verlängert ist sehr ungewiss,
angesichts der Diagnose wird der alte Mann aber den Eindruck haben, dass
dies so ist. Medizinisch ist dies im höheren Alter sehr zweifelhaft.
Sicher ist nur, dass die Operation ihn impotent macht und seine
Lebensqualität durch die Diagnose reduziert wird. Ähnlich kontrovers
scheinen die Daten zum Profit manch anderer Krebsvorsorgeuntersuchung zu
sein. Ob die geschürten Ängste und Schuldgefühle bei schlechten Verlauf
den Nutzen manch gut gemeinter Aufklärungskampagne aufwiegen, ist
unsicher.
Fazit
Auch bei guter Berichterstattung sollten medizinische Informationen aus
den Medien, wie aus dem Internet kritisch betrachtet werden. Sie ersetzen
auf keinen Fall einen Arztbesuch. Für Laien ist die Unterscheidung
zwischen Sensationsberichterstattung und seriöser Information oft nicht
möglich, für Ärzte ist diese Unterscheidung oft schwer genug. Es wäre zu
wünschen, dass die Frage nach dem Sponsor einer Studie wie einer
Organisation (auch wenn es sich um eine Selbsthilfegruppe handelt), bei
Berichten über neue Behandlungsmethoden auch in Laienmedien offengelegt
wird. Dies sollte auch für mittelbare Produktwerbungen in
Gesundheitsmagazinen gelten. Öffentlich geförderte unabhängige
Gesundheitsinformationen sollten hier zunehmend ein Gegengewicht
darstellen. Auch Laien sollten sich aus der Erfahrung bewusst werden, dass
der Nutzen der meisten Sensationsberichte für die eigene Gesundheit gering
ist. Ob ein Symptom einer behandlungsbedürftigen Krankheit entspricht ist
im Einzelfall oft ganz anders als dies alleine nach Lektüre einer Studie
scheinen mag. Ein wie auch immer geartetes Anderssein rechtfertigt nur
dann eine Behandlung, wenn von dieser bei vertretbaren Nebenwirkungen auch
ein wirklicher Nutzen erwartet werden kann. Nutzen und Schaden abzuwägen
bedarf dabei genauerer Kenntnis des Einzelfalles.
Ray Moynihan, Iona Heath, David Henry, Selling sickness: the
pharmaceutical industry and disease mongering, BMJ 2002;324:886-891
Peter C Gøtzsche, Nordic Cochrane Centre, Copenhagen Commentary:
Medicalisation of risk factors BMJ 2002;32
Ray Moynihan et al; Coverage by the News Media of the Benefits and Risks
of Medications; New England Journal of Medicine, 342:1645-1650, 2000, N 22
Editorial, Medical Journals and Medical Reporting, New England Journal of
Medicine; 342:1668-1671, 2000, N 22
KM
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Was sagt der Test der Antivirensoftware zur Webseite
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2487
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www.uni-duesseldorf.de
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jnnp.bmjjournals.com -- 375
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care.diabetesjournals.org -- 205
www.cmaj.ca
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www.aerzteblatt.de
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www.psicomundo.com
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www.elsevier.nl
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rheumatology.oxfordjournals.org -- 130
www.jnnp.com
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www.pediatrics.org
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90% ), der Rest kommt über verweisende Seiten wie die Seiten von Kollegen,
Links in Foren oder Seiten von Selbsthilfeorganisationen,
Wikipedia, Seiten von
Betroffenen.... Beispiel Woche vom 12.12.05 bis 18.12.05 nach der
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Seiten
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2007
(die 10
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